Umgangsrecht Neugeborenes

Hallo,
Ich bin zur Zeit in der 34.ssw, wohne alleine mit meinem Großen Kind. Wollten zum Vater des ungeborenen Babys ziehen. Er sollte seine Wohnung fertig machen. Seit März war er wegen Corona zuhause und hatte alle Zeit der Welt. Durfte seine Wohnung nie betreten. Letzte Woche ist mir nach 4 Monaten der Geduldspfaden gerissen. Hab immer wieder ihn gebeten fertig zu werden, weil ich alles einräumen möchte usw. Er sagte er ist dabei. Letzte Woche durfte ich seine Wohnung dann betreten und es war ein reiner Saustall. Er hat die letzten Monate nichts gemacht. Das Zimmer für meinen Sohn wäre zu klein gewesen, da hätte nur ein Bett reingepasst usw.
Für mich war das zusammen ziehen die letzte Chance die kaputte Beziehung zu retten. Ich hab mir jetzt ne eigene, größere Wohnung gesucht und er ist davon null begeistert.
Für mich kommt nur noch die Trennung in Frage.
Wie verhält sich das mit dem Umgangsrecht beim Säugling. Ich versuche zu stillen, leider hat es damals bei meinem Sohn auch nicht geklappt. Kann also sein das ich nicht stille.
Ich würde aus dem Bauch heraus sagen das er mehrmals die Woche für 1-2 Stunden zu mir kommen kann. Oder mal ne Stunde mit dem Kinderwagen losfährt oder sie mal für ne halbe Stunde / Stunde zur Oma mit nimmt. Ich möchte allerdings nicht das er sie alleine mit zu sich nach Hause nimmt. Ich habe null Vertrauen zu ihm, da er verantwortungslos und unzuverlässig ist. Ich möchte aber ihm natürlich nicht das Kind vorenthalten.
Wie handhabt man das alles? Vor allem wenn der Gegenüber schnell motzig wird und nicht klar denken kann? Ich habe große Angst vor der Trennung, da ich ihn nicht einschätzen kann. Als ich ihm sagte das ich mir nun ne eigene Wohnung suche, war es kurz vorm eskalieren, sodass ich noch nichts von Trennung erwähnt habe. Möchte in der Schwangerschaft nicht so einen Stress

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Klingt doch ganz vernünftig, also Deine Vorschläge bezüglich Umgang. Du siehst ja dann bei Dir zu Hause auch, wie sehr er sich bemüht, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und eine Bindung aufzubauen. Das wäre die Grundlage für weitere Pläne, eben z.B. dass er sein Kind mal mit zur Oma nehmen kann.

Eine Beratung bezüglich Unterhalt beim Jugendamt kannst Du noch wahrnehmen. Kostet nichts, hilft Dir aber in der Argumentation ihm gegenüber. Denn selbst wenn Ihr noch zusammen wärt hätte er ja eine Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber und er wirkt in Deiner Schilderung jetzt nicht gerade so, als würde er Dir freiwillig den angemessenen Betrag überweisen.

Zieh erstmal um, dann klär das mit dem Unterhalt mit ihm und eine Trennung würde ich so deutlich gar nicht erwähnen, wenn es da nur Stress gibt. Er wird ja von selbst merken, dass Du Dich nicht mehr treffen willst und nach der Geburt hast Du auch mit der Stillerei zu kämpfen. Such Dir übrigens dafür eine geduldige und erfahrene Hebamme. Viel Ruhe ist auch wichtig. Vielleicht trennt er sich ja inzwischen von Dir, wer weiß.

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Ein Neugeborenes wird erstmal bei seiner Hauptbezugsperson bleiben...Umgang mit Übernachtung kommt bestimmt erst später...vielleicht klappt es ja mit dem Stillen und da ist es bis zum abstillen eh kein Thema.
Bitte informiere dich auch bei Beratungsstellen die sich mit schwierigen Trennungen auskennen...wenn er von der Trennung erfährt und aggressiv reagiert-da ist es besser du weißt vorher welche Maßnahmen du einleiten kannst.
Laut Kriminalstatistiken ist das Risikio Opfer einer Gewalttat zu werden für Frauen bei Trennung an größten.Und wenn du eh schon ein schlechtes Bauchgefühl deswegen hast-pass gut auf dich auf.
Suche dir einen Anwalt und erkundige dich beim Jugendamt