Schwangere Solo-Mama - GEdanke an 3. Kind totales Hirngespinst?

Hallo!

Nach einer 14 Jahre alten Beziehung, die Ende 2017 von seiner Seite wegen einer Neuen beendet wurde, habe ich mich entschieden den Weg des Kinderwunsches dann alleine zu gehen. Den Weg einer werdenden Solo-Mama bin ich dann über eine Kinderwunschklinik in Dänemark gegangen (damals wurden Singles in D praktisch nicht behandelt). Ende 2018 kam dann meine Tochter zur Welt #herzlich Für mich war schenll klar, dass meine Tochter kein Einzelkind bleiben soll und so wurde ich Ende letzten Jahres erneut über die Klinik in DK schwanger. Mittlerweile werden in D zwar fast in jeder Klinik auch Singles behandelt, aber ich wollte eben wieder den gleichen Spender haben...

Nun ist es so, dass ich bei der Klinik in DK noch 4 "Samenproben" (oder wie man das nennt *g*) gelagert habe. Klar, ich könnte die nun zurückgeben und würde ca. 70 des Preises zurückbekommen, aber halt nur, wenn ich das bis Ende diesen Jahres mache (danach wäre das komplette Geld verloren). Wenn ich sage, dass ich die Proben nicht mehr brauche, dann wird es definitiv kein 3. Kind geben (einen anderen Spender will ich irgendwie nicht). Ich bin Single, habe einen guten und sicheren Beamtenjob und habe trotz Vollzeitarbeit - dank Homeoffice das ich schon vor Corona hatte - viel Zeit mit meinem Kind (bald Kindern) verbringen.

Alleine 2 Kinder großzuziehen ist schon keine leichte Aufgabe, aber dennoch zögere ich die Proben zurückzugeben...irgendwie gefällt mir der Gedanke nicht, dass meine Familiengründung mit der Rückgabe der Proben nun beendet ist. Ich weiß nicht ob das nur die Hormone auf Grund der aktuellen SS sind, aber wie seht ihr das denn? Findet ihr es irrsinnig als Solo-Mama ein 3. Kind bekommen zu wollen? Sollte ich mit 2 Kindern nicht endlich zufrieden sein?

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Ich finde das 2. Kind schon irrsinnig ;-)
Ich bin so froh nur ein Kind zu haben und das habe ich auch nur 50% der Zeit. Aber das wäre auch 100% händelbar. Bei mehr als einem würde ich schon schlucken.

Man sollte immer beachten: es gibt nicht nur die "lustige" Kitazeit.
Kind 1 kommt irgendwann in die Schule, will vielleicht Hobbys ausüben.. etc.pp. und das wollen irgendwann 3 Kinder.
Ich spreche gar nicht mal vom finanziellen, wobei ich mich gerade schon auf den Hintern setze welchen Unterschied Urlaube machen, wenn man sie in den Ferien machen muss, es geht vor allem um die Zeit.
Und was ist wenn die Kinder krank sind, was ist wenn du krank bist. Ein Kind irgendwo unter zu kriegen ist immer noch machbar, zwei vielleicht auch, aber drei? Hast du wirklich ein so super Betreuungsnetz, was in den nächsten 12-14 Jahren funktionieren wird?

Ich denke, man sollte sich immer der Verantwortung bewusst sein.

Und wie sagen Mehrlingseltern oft: ein Kind ist kein Kind... ich denke, du wirst die Entscheidung erst treffen können, wenn beide Kinde auf der Welt sind.

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ch sehe es in einigen Punkten ähnlich wie du. Meine 2 Kinder bereue ich nicht - klar, es ist eine enorme Aufgabe und man muss selbst für lange Zeit auf einiges verzichten, aber das war mir ja vorher schon klar. Auch habe ich meine komplette Familie hier wohnen und damit durchaus Möglichkeiten mal 1 oder beide Kinder kurzzeitig unterzubringen wenn ich z.B. ins KH muss oder etwas anderes ist. Finanziell und falls mir mal etwas passiert (also wo sie dann unterkommen) sind sie auch abgesichert.

Ehrlich gesagt freue ich mich sogar auf die Zeit wenn zumindest ein Kind in die Schule geht. Ich finde die Kitazeit eigentlich sogar ziemlich anstrengend - die Kita erwartet ständig irgendwas von einem oder möchte dass man das und das tut, man muss sich exakt an die Bring- und Abholzeiten halten, das Kind ist mitten in der Trotzphase und ist bockig bis zum Gehtnichtmehr was insbesondere das fertig machen am Morgen zur Tortur macht, das Kind ist nicht mal ansatzweise selbständig und kann - wie mein Kind - noch nicht mal alleine auf der Toilette die Hose runterziehen. Also lustig ist anders wie ich finde ;-) Die Schulzeit wird bestimmt in vieler Hinsicht einfacher, aber in anderen Punkten halt bestimmt widerum schwieriger werden - da mache ich mir keine Illusionen. Es ist ja auch etwas naiv zu glauben, dass Kinder großziehen ein Klacks ist ;-)
Dennoch habe ich mich bewusst dafür entschieden - ich hatte die Wahl zwischen gar nie Kinder haben und alleine Kinder bekommen. In meiner letzten Beziehung ist so viel passiert und es gab zum Schluss so viele Enttäuschungen und Demütigungen, dass ich selbst heute - also über 3 Jahre später noch nicht bereit bin Energie in eine neue Beziehung zu stecken. Irgendwann bestimmt, aber auf Biegen und Brechen nur um eine Familie zu gründen - nein, das möchte ich nicht.

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Irrsinnig nicht, aber ich habe 4 Kinder und die ersten drei mit meinem Exmann zusammen. Ich hätte niemals drei Kinder bekommen, wenn ich keinen Partner dazu hätte. Klar hätte ich alleinerziehend sein können, wenn es so gewesen wäre, aber ich hätte es nicht wissentlich gemacht.
Vor allem weiß man nie was noch kommt, auch ein liebes Kleinkind kann der ätzendste Teenager der Welt sein. Und da sind 2 Kinder immer noch besser zu händeln als 3.

Ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung.

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Warte einfach noch ab, bis dein zweites Kind auf der Welt ist und schau, wie es dir mit zweien geht und ob da noch Luft nach oben ist.
Prinzipiell kann man auch Solomama von dreien sein, wenn es finanziell und beruflich zu stemmen ist und man auch ein soziales Netzwerk um sich hat.
Ich selber bin alleinerziehend mit zweien, war es auch schon immer, da meine Beziehung mit dem Kindesvater während der zweiten Schwangerschaft auseinanderging.
Die ersten Jahre waren sehr stressig. Jetzt aber, die beiden sind jetzt 18 und bald 14,bin ich sehr froh, sie zu haben 🥰

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Danke dir! Ja, ich denke das wird die beste Möglichkeit sein - dann werde ich das wohl kurz vor knapp entscheiden, aber zumindest ist das 2. Kind dann da und ich kann besser einschätzen wie viel ich mir noch zutraue.

Ich habe mich gestern Abend mit 2 anderen Mamas am Telefon ausgetauscht - beide haben jeweils 1 Kind im Alter meiner Tochter und obwohl beide verheiratet sind und mit ihrem Partner eine enorme Unterstützung haben, sind die ersten Jahre auch für sie kein Spaziergang. Sie sind zwar zu zweit, haben aber teilweise andere Baustellen, die ihnen Schwierigkeiten bereiten (z.B. in machen Bereichen unterschiedliche Erziehungsvorstellungen die teilweise meiner Meinung nach weit auseinander gehen, der AG macht einer Ärger, weil sie Teilzeit arbeiten will und er das wohl nicht so toll findet, bei der anderen weigert der AG sich Homeoffice zu ermöglichen was aber sein muss damit die Bring- und Abholzeiten der Kita von den Eltern eingehalten werden können). Ich denke Kinder großziehen ist nie einfach oder vorhersehbar - egal ob man das alleine macht oder mit Partner ;-)

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Das stimmt 👍
Und wie du selber schreibst, es hat auch Vorteile, Solo-Mum zu sein. Ich konnte auch immer selber entscheiden, wie ich meine Kinder erziehe, während bei befreundeten Paaren da oft sehr gestritten wird. Hat eben alles seine Vor und Nachteile 🤗

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Ich bin auch alleinerziehend und möchte weitere Kinder haben. Das Leben mit Kind gefällt mir super, ich genieße die Zeit und weiß definitiv, dass weitere Kinder dazugehören. Ein zweites möchte ich, ähnlich wie du, mit einem nicht allzu großen Abstand- weitere(s) stelle ich mir dann einige Jahre später vor, wenn die ersten beiden aus dem Gröbsten raus sind.
Ja, jedes Kind ist anders, manche Phasen werden bei einem Kind einfacher und beim nächsten echt anstrengend. Je mehr Kinder, desto mehr spielt die Dynamik in der Familie eine Rolle.
Aber wenn der Platz in Haus und Herz da ist und es finanziell passt, finde ich ein drittes als Solo-Mama gar kein Thema.
Ich würde das Sperma nicht zurückgeben, um mir die Option offen zu halten, dass es ein weiteres Kind gibt. Wenn es keins mehr gibt, hast du letzten Endes 70€ (evtl pro Probe) verloren, aber das wäre es mir wert.

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Mein Tip wäre auch erstmal abzuwarten wie das Leben mit zwei Kindern so ist. Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen- drei Kinder, ganz alleine, sind kaum gut machbar.

Wir haben mittlerweile vier Kinder. Und auch als es “nur” drei waren war ich so, so froh das mein Mann da ist und wir uns aufteilen können wenn nötig. Und es ist nötig, glaub mir.

Ich bin immer mal wieder tage und wochenweise alleine mit den Kindern, mein Mann muss geschäftlich oft reisen. Ja, es geht. Es läuft und hier bricht nicht das absolute Chaos aus. Das geht aber nur weil ich echt super organisiert und diszipliniert bin. Ohne mich jetzt selbst loben zu wollen- es ist einfach notwendig mit so vielen Kindern. Spezielle Termine und “Sonderwünsche “ sind in dieser Zeit kaum machbar. Da geht es nur ums Tagesgeschäft.

Bedenke das die Termine und Verpflichtungen mit jedem Kind im Laufe der Zeit zunehmen. Angefangen bei etwaigen Arztterminen (einer meiner Söhne ist zB stark weitsichtig, wir sind oft beim Augenarzt), dann Hobbies, Spielbesuche (irgendwann alleine, aber holen/ bringen musst du oft trotzdem) etc. Alles x 3. Bevorzugt mit den Geschwistern im Schlepptau.

Drei Kinder unter einen Hut zu bekommen was Tagesgestaltung und Freizeit angeht ist auch keine Kleinigkeit. Einer schießt grundsätzlich quer.

Individualzeit pro Kind.....schwierig.

Was ich sagen will: ja, es geht. Und ich verstehe deinen Kinderwunsch (dein Weg als Solo- Mom wäre mein Plan gewesen, hätte ich nicht in letzter Minute meinen Mann kennen gelernt) , da gibt es kein “endlich zufrieden sein”. Das Herz will was das Herz will. Aber es geht im Zweifelsfall auf deine Kosten, und auch auf Kosten der Kinder.

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Hey du!
Ich bin alleinerziehend mit 3 Kindern (2 Jungs im Grundschulalter und eine 2 jährige Tochter, auch wie deine Ende 2018 geboren). Mein drittes Kind, also meine Tochter, habe ich als SoloMama bekommen (mit einer Samenspende, allerdings in Deutschland). Meine beiden Jungs sind aus einer klassischen Beziehung, auf die damals vor 4 Jahren eine Trennung folgte.
Ist natürlich nicht ganz vergleichbar, weil die Jungs alle 14 Tage am Wochenende und die Hälfte der Ferien bei ihrem Vater sind. Den Alltag mit Schule, Verein, Freunde treffen, ... wuppe ich alleine. Meine Tochter ist natürlich immer bei mir, Familie wohnt 300km weit weg.
Meine Jungs gehen zur Grundschule, meine Tochter in die Krippe (in der Regel von 8 Uhr bis 14:30 Uhr).
Wir haben ein tolles Leben (vor Corona war es allerdings besser).
Viel Zeit für mich bleibt natürlich nicht, aber das wird ja nicht für immer so sein, sondern nur für einige Jahre. Ich brauche das Leben im Haus. Ich verdiene genug und habe ausreichend Zeit für die Kinder, außerdem haben die Kinder sich gegenseitig, wenn ich koche oder Wäscheberge abarbeite. Unsere Haus ist nicht immer picobello sauber, aber vorzeigbar.
Kurz vor Corona war ich in der Elternzeit meiner Tochter mit meinen 3 Kindern in New York. Fast alle aus meinen Umfeld haben mich für verrückt gehalten, aber wir 4 hatten eine unvergessliche Zeit.

Ist alles nicht jedermanns Sache, aber es ist mein Leben und genau wie es ist, ist es wunderbar.
Gerade als (angehende) SoloMama überlegt man sich vieles sehr genau vorher. Ich bin Meister im Planen und Organisieren.
Und oft kann ich mein Glück kaum fassen, diese drei Kinder bei mir zu haben.
Man wächst mit seinen Aufgaben und wenn es dein Herzenswunsch sein könnte, lass dir die Option offen.
Ich finde es also nicht irrsinnig, ein drittes Kind zu bekommen. Aber ich habe mir die Gedanken damals natürlich auch gemacht.

Alles Liebe für deine Familie!

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Hallo,
Schade, wollte dich gern anschreiben, weil ich ein paar Fragen habe, aber es geht nicht da eine Fehlermeldung kommt :(

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Ich finde es zwar schwierig alleine 3 Kinder großzuziehen, aber nicht unmöglich oder gar irrsinnig. Meine Mutter hat insgesamt 4 Kinder quasi alleine großgezogen - unser Vater war erst ab 19 Uhr zu Hause, hat dann gegessen und saß anschließend vor dem Fernseher. Am Wochenende hat er sich auch nie wirklich mit uns beschäftigt, meistens lag er schlafend auf der Couch, weil er sich von der Arbeitswoche "erholen" musste. Und Urlaub hatte er grundsätzlich, wenn wir im Kindergarten oder in der Schule waren und nie zur Ferienzeit (dabei hatte er einen 0815-Bürojob in einer großen Firma) und selbst am Nachmittag kann ich mich nicht erinnern, dass er sich dann groß mit uns mal beschäftigt hat. meine Eltern lebten das altmodische Familienmodell: der Vater bringt das Geld nach Hause und die Mutter kümmert sich um Haushalt und die Kinder.

Wenn du ein 3. Kind alleine großziehen möchtest, dann würde ich an deiner Stelle aber schon noch mind. 3-4 Jahre warten. Dann sind deine beiden Großen schon etwas älter, selbständiger und verstehen vorallem mehr.