Thema Unterhalt

Hallo ihr Lieben,

ich bin vor ca. 9 Wochen zu Hause ausgezogen. Im Ersten Gedanken, das könnte den Papa aufrütteln und im zeigen das er dabei ist mich seine Tochter und auch den zweiten Zwerg der im September kommt zu verlieren. Leider hat es sich dann doch mit kurzen Hoffnungsmomenten dahingehend entwickelt dass für mich der Entschluss steht dass ich nicht mehr zurück gehen werde.

Nun muss ich mich Stück für Stück mit vielen unschönen Themen auseinandersetzten.

Mit dem Gedanken Unterhalt habe ich mir die ganze Zeit sehr schwer getan. Aber nun will ich mich etwas damit auseinandersetzen und bin dabei gleich auf ein paar Fragen gestoßen.

Aktuell ist es so dass das Kindergeld auf mein Konto überwiesen wird.
Die Hortkosten gehen von seinem Konto ab.
Wenn Sie Schuhe Kleidung usw. benötigt habe das meist ich für sie gekauft.
Dafür hat er dann meist bei Ausflügen oder Urlauben ganz oder den größten Teil gezahlt.
Generell denke ich, dass keiner viel mehr als der andere gezahlt hat auch wenn er eigentlich mehr verdient als ich.

Da er 24Stunden-Schichten arbeitet wird sie zum Teil unter der Woche zum Teil am Wochenende bei ihm sein. Wie müsste ich in Zukunft dann Kindergeld und Hortkosten in die Unterhaltsberechnung einbeziehen? Ich habe nun diese Düsseldorfer Tabelle gefunden und auch schon verschieden Internetrechner. Aber muss ich dazu andere Dinge noch dazu berücksichtigen?

Wie läuft das bei euch ab? Im Moment ist unser Verhältnis extrem schlecht so dass ich auch nicht mit ihm offen und in Ruhe darüber reden könnte wie seine Vorstellungen wären. Aktuell akzeptiert er noch nicht einmal dass ich mit der Beziehung abgeschlossen habe :-(

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Hallo,

Wenn ihr euch einig seid könnt ihr den Unterhalt ohne Jugendamt regeln, von dem Betrag in der Düsseldorfer Tabelle darf Dein Ex sich die Hälfte des Kindergeldes abziehen. Hortkosten muss er in der Regel nicht zahlen, es gibt da nur wenige Ausnahmen.
Wenn er nicht freiwillig zahlt kannst Du beim Jugendamt eine Beistandschaft einrichten lassen.

VG
Sunny

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Wenn das Verhältnis jetzt schon nicht gut ist dann wird es in der Regel auch nicht mehr besser.
Ich würde zum Anwalt gehen und mir von dem berechnen lassen, was mir zustünde.
Erstmal muss er ja eh seine Einkünfte offen legen.

Da er arbeitet, liegt sein Selbstbehalt so um die 1080 Euro beim kindesunterhalt und 1200 Euro gegenüber deinem betreuungsunterhalt.

Er kann sein Einkommen noch um 4 Prozent altersvorsorge, Fahrtkosten zur Arbeit und gegebenenfalls sonstige Arbeitsaufwendungen bereinigen. Auch Miet - und zinseinkünfte zählen zum Einkommen.

Ich hoffe, dass du ein solventes Exemplar von Mann geangelt hast, da es meist beim betreuungsunterhalt knapp wird, wenn für zwei Kinder Kindesunterhalt gezahlt werden muß.

Der Anwalt wird genau berechnen, was dein ex zu zahlen hat und sollte ihn dann gleich in Verzug setzen.

Du kannst bei dem neugeborenen dann erstmal entspannt die ersten 3 Jahre zuhause bleiben, sofern sein Einkommen für den betreuungsunterhalt ausreicht, bevor dich eine erwerbspflicht trifft.

Wenn er nicht zahlen mag, hilft halt der klageweg.

Ich würde mir keine grossen Gedanken machen.

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Sollte er selbstständig sein, dann kann er sich sogar rund 23% seines Gehalts als Altersvorsorge abziehen, sofern er diesen Teil auch dafür einsetzt!

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>>Du kannst bei dem neugeborenen dann erstmal entspannt die ersten 3 Jahre zuhause bleiben, sofern sein Einkommen für den betreuungsunterhalt ausreicht, bevor dich eine erwerbspflicht trifft.<<

Wieso "entspannt" Zuhause bleiben? Deine Formulierung hört sich an, als wäre es das oberste Ziel ihn auszunehmen und möglichst lange nicht zu arbeiten.

Ich würde eher empfehlen, spätestens nach einem Jahr wieder zu arbeiten, dass sie den beruflichen Anschluss nicht verliert. Ab dem dritten Geburtstag ist sie für ihren Unterhalt selbst verantwortlich, da sollte man für den Arbeitsmarkt möglichst attraktiv bleiben.

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Ich kann dir nur den Rat geben, nehm dir einen Anwalt und lasse alles klären.

Dann hast du damit nichts zu tun, kein Stress, kein Ärger.. Und Unterhalt ist so. Komplex... Das kann man eh nicht allein!