Habe das GefĂŒhl versagt zu haben!

Hallo ihr Lieben!
Ich weiss nicht, was ich aus diesem Beitrag erhoffeđŸ€·â€â™€ïž Zuspruch, KopfwĂ€sche, Tipps??

Ich bin seid 2 Jahren von meinem Mann getrennt. Weil ihm die Arbeit immer wichtiger war, als seine Familie und ich kaum Zeit fĂŒr mich hatte! Unsere Kinder sind jetzt 5 und 7!
Sie sind jedes zweite Wochenende bei ihm, ansonsten meldet er sich nie bei den Kindern oder erkuntigt sich, wie es ihnen geht, auch wenn sie krank sind nicht!

Zur Zeit sind sie bei ihm fĂŒr eine Woche in den Ferien!
Ich versuche wirklich meinen Kindern alles zu ermöglichen, was ich kann, versuche aber auch sie mit einigen Regeln zu erziehen!
Am Montag beginnt fĂŒr den grossen der 1. Schultag und ich habe ihn gefragt, wer mit ihm mitgehen soll, Papa oder ich?! Er hat sofort gesagt, Papa, ihn habe ich viel lieber, weil er cooler ist!
FĂŒr mich hat der Satz, mir den Boden weggezogen! NatĂŒrlich streite ich mich oft mit dem Grossen, weil er oft trotzig und frech ist, da muss ich doch durchgreifen?đŸ€”
Dieser Satz hat mich echt verletzt, weil ich alles versuche, meinen Kindern eine gute Mutter zu sein! Ich habe natĂŒrlich nicht oft Zeit "coole" Sachen mit ihnen zu unternehmen, wĂŒrde ich sicher, wenn ich sie nur jedes zweite Wochenende hĂ€tte!

Bin ich da zu empfindlich oder bin ich wirklich eine schlechte Mutter?

Vielen Dank fĂŒr eure Meinung😊

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Ja das ist oftmals so, dass die Kinder beim Umgangswochenende mehr verwöhnt werden und es daher 'cooler' finden dort. Ist bei uns nicht anders, mein Mann hat seine Tochter an den Wochenenden auch immer total verwöhnt und viele schöne Dinge mit ihr unternommen. Die KM hat daraufhin jedes Mal gehĂ€ssig und genervt reagiert und ihm irgendwelche haltlosen VorwĂŒrfe gemacht. Das war natĂŒrlich auch nicht ok aber ein kleines StĂŒckchen konnte ich sie verstehen. Sie hat das Kind jeden Tag, muss mit ihm den Alltag leben, erziehen, zu Hausaufgaben zwingen und halt die Böse sein. Bei uns wurde das Wochenende komplett auf das Kind ausgerichtet (war auch nicht wirklich schlau) und x tolle AusflĂŒge geplant etc. Ich habe meinem Mann dann mal ins Gewissen geredet.. dass es ein StĂŒck weit nicht fair ist, wenn wir all diese tollen Dinge unternehmen und die Mutter da natĂŒrlich nicht mithalten kann. Klar ist sie dann sauer..

Schlussendlich haben wir dann angefangen, dass die Kleine auch bei uns Hausaufgaben erledigen und fĂŒr die Schule lernen musste, also auch am Wochenende. Weiter wurde sie in den Haushalt mit eingebunden, hat nach und nach feste Aufgaben zugeordnet bekommen und musste sich 'Spielzeit' quasi erst verdienen. Im Sinne von "Wir alle arbeiten die ganze Woche (auch deine Mutter) und wir mĂŒssen jetzt auch noch erst den Haushalt erledigen. Du hilfst mit, denn das gehört auch zum Leben. Danach können wir zusammen spielen (oder sie an ihr Handy/PC/PS etc). Die Mutter war glĂŒcklich darĂŒber, auf einmal half ihr die Tochter auch selbststĂ€ndig im Haushalt mit, kochte etc.. also sie ĂŒbernahm die Gewohnheiten von uns auch auf ihr zu Hause bei der Mutter.

Vielleicht könntest du das mal ansprechen beim KV.. ob es nicht möglich wĂ€re, dass sie auch bei ihm ein paar Regeln und Aufgaben bekommt und etwas mehr Alltag lebt bei ihm. Es wĂŒrde dir helfen.

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Nein, du hast nicht versagt und : Deine Zeit wird kommen.

Ich kann verstehen, dass dir der Satz wehtut, aber das darfst du nicht so hoch hÀngen. Bei Papa ist null Alltag, das alleine macht es schon cool, einfach weil es viel locker zugehen kann.

Vielleicht wĂŒrde es dir besser gehen, mal mit jemandem darĂŒber zu reden, jemand neutrales. Bei uns wĂ€re die Familienberatungsstelle dafĂŒr zustĂ€ndig, die fĂŒr Ratsuchende kostenfrei ist.

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Hallo Du,

Aber dein, du hast ĂŒberhaupt nicht versagt.

Sieh es mal so: Dein Sohn wusste sofort, wen er mitnehmen möchte und hatte auch keine Scheu, es dir zu sagen. Das heißt (so wĂŒrde ich es jedenfalls interpretieren), er weiß., was er an dir hat und dass du es ihm nicht ĂŒbel nimmst, wenn er den Papa mitnimmt. NatĂŒrlich trifft es dich. Aber du hast ihn gefragt. Und er hat dir ehrlich geantwortet. HĂ€tte dein Sohn jetzt rumgedruckst, weil er dich "nicht verletzen will" und dir keine ehrliche Antwort gegeben, fĂ€nde ich es schlimmer. So tut dir zwar die Antwort weh (wĂŒrde mir auch so gehen), aber du hast bestimmt nicht versagt. Kopf hoch..... den Rest haben die anderen ja schon geschrieben #herzlich

.....lass die beiden gehen und wĂŒnsche ihnen viel Spaß #winke

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Wer viel fragt, bekommt viele Antworten.

Dein Sohn lebt bei dir, da wĂ€re fĂŒr mich klar, dass ich als Mutter mitgehen wĂŒrde.
Dark denn nur ein Elternteil mitkommen?

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Liebe TE,

ich verstehe, dass dich die Aussage von deinem Kind krÀnkt.
Mein Kind ist erst knapp 3 aber hin und wieder gibt es Papa Phasen (gerade wenn er mehrere Tage am Stk. bei ihm war), wo ich ihn schwer an mich „gewöhnt“ bekomme.
Einmal hat er sich mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen gestrĂ€ubt bei mir zu bleiben wo der Papa ihn bringen wollte, ich hab spĂ€ter Rotz und Wasser geheult weil mir die Ablehnung so weh tat.
Diese Phasen wechseln sich auch ab und dann klebt mein Kind furchtbar an mir und will gefĂŒhlt nix vom Papa wissen.

Ich könnte mir vorstellen, da die Kinder nicht so oft beim Papa sind, dass dann eben auch der Alltag fehlt mit allen möglichen „Reibereien“, die sich so ergeben. Die hast ja dann eher du und die Wochenenden werden sicher locker und schön fĂŒr die Kinder gestaltet, klar ist da Papa der „Coolere“.
Konkurrieren ist immer Quatsch und auf der Ebene eh sinnlos.

Versuch dir unterm Strich vor Augen zu halten was du alles leistest und glaube mir, spĂ€testens wenn deine Kinder selbst mal Kinder haben wissen sie ganz genau, was Mama so alles fĂŒr sie getan hat.

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Hi,
keine Fragen stellen, wenn man die Antwort nicht verdauen kann..........

SelbstverstÀndlich gehen beide Elternteile mit zur Einschulung. Selbst letztes Jahr, Corona Voll-Gedöns, durften 2 Personen pro Kind mit. Dieses Jahr, sind es, bei uns wieder 4.

Und natĂŒrlich ist die Person cooler, die nur die Spaßwochenende haben, und nicht den Trott der Woche, mit Verpflichtungen, Terminen und Aufgaben.

Auch merken die Kinder, die unbedingt zum anderen Elternteil gezogen sind, das dann "normale Woche", was ganz anderes ist, wie alle 14 Tage, 2 Tage mal................da braucht es kaum Regeln, oder geregelte Mahlzeiten. Da wird alles gemacht, nur kein Alltag. Weil es eben 2 besondere Tage sind.

Dein Mann wird, wie auch am WE, den Weg des geringsten Widerstandes gegangen sein. Er hat nĂ€mlich kein Bock auf Stress. Die Erziehungsarbeit leistet der, wo das Kind hauptsĂ€chlich ist, und das ist bei Dir. Du bist "Alltag", der 14 Tage WE und Urlaub Papa, ist der coole............mit wenig Erziehungsmaßnahmen, aber evtl. viel Junkfood, Medien, aufbleiben bis zum geht nicht mehr, schlafen bis in die Puppen. Bei Dir sind sie, wenn du arbeiten gehen musst, und ihr alle pĂŒnktlich aus dem Haus mĂŒsst.

Du bist keine schlechte Mutter, wie kommst Du da drauf? Die Kids sind 5 und 7 Jahre alt. Lass die mal bei Dir soviel Fernseh schauen wie sie wollen, und es gibt nur das was sie essen mögen................bist Du genauso cool. Indoorspielplatz, Freizeitpark, Sommerrodelbahn etc.

Jetzt genieß noch die paar Kinder freien Tage!

Gruß

7

Wieso Papa ODER Mama?