Wie wehrt mein Kind sich richtig?

Hallo liebe Urbianer/innen,

mein Sohnemann ist jetzt 8 (fast 9) Jahre alt und geht in die zweite Klasse. Er ist mit Sicherheit kein Engel und hats oft faustdick hinter den Ohren - verständlich, ich war in dem Alter auch nicht anders.

Reibereien mit anderen Kindern gibts immer wieder, manchmal fängt er an, manchmal wird er auch grundlos geärgert, was dann auch mal in Handgreiflichkeiten ausarten kann...

Ich habe ihm beigebracht, dass man Konflikte nicht löst, indem dann zurückhaut/-tritt/-schubst und er macht das meistens auch so. Er versucht, mit den anderen zu sprechen und oft klärt sich das dann von ganz allein. Das klappt nicht immer...aber es wird immer besser.

Als ich an einem Tag in der letzten Woche mein Kind abholen wollte (treffe mich da meist vorher mit anderen Müttern - so kann man sich mal ein bisschen unterhalten), kam seine Klassenkameradin raus und meinte zu ihrer Mutter (ich nenn sie mal Mutter A): "XY hat mich geschubst, aber ich habe zurückgeschubst!" - ganz stolz!

Hm, ich dachte, dass Mutter A ihr jetzt erklären würde, dass man damit keine Probleme löst, aber nein! Sie meinte noch so, dass sie sich ja ordentlich wehren soll und wenn einer haut, dann richtig doll zurückhauen soll...ich hab echt gedacht, ich höre nicht richtig.
Sohnemann stand nun mittlerweile auch daneben, ebenso die anderen Kinder...

Eine der anderen Mütter fing gleich an zu zweifeln, ob sie das ihren Kindern falsch beigebracht hat (sie ist eigentlich der gleichen Auffassung wie ich)...aber was ist denn falsch dran, einen Konflikt ruhig und mit Worten zu lösen?
Ich hab das auch gesagt, da meinte Mutter A: "Wenn mich einer schlägt, dann schlag ich zurück! Die muss sich doch wehren!"

Ich kann das echt nicht verstehen...wie kann man Konflikte lösen, wenn man gleich um sich schlägt, nur weil ein anderer damit angefangen hat?
Soll ich meinem Sohn jetzt auch sagen, dass er zurückhauen darf, wenn er mal gehauen wird?

Zum Glück sagte er noch im Auto zu mir, dass er das nicht so machen wird wie seine Klassenkameradin...:-)

Was ist jetzt richtig?

Bin sehr gespannt auf eure Meinungen...

LG und einen schönen Sonntag, Chantie

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Hallo Chantie,

hmmm ... das ist etwas über das ich mir schon lange den Kopf zerbreche. Wir haben ein Mädchen im KiGa die ALLES durch ihre dominante Art und durch nicht zimperlichen Umgang mit ihren "Kolleginen" durchbeboxt bekommt.
Sich schlagend zu wehren wird hier auch mit Stolz und Wohlwollen betrachtet von anderen Müttern. "Kinder müssen sich wehren" ist ein Standartsatz . Meine steht wie ein Pflänzchen daneben, versucht zu reden und bis sie sich geäussert hat, hat sie schon eine auf's Maul bekommen. Letzt blutete ihr Zahn, dabei wollte sie nur etwas zurückhaben, was ohnehin ihr gehört.

Es kommt denk ich oft auf die Struktur einer Gesellschaft an, in der die Kinder aufwachsen. Wenn die Eltern schon haudegen sind, werden es die Kinder unter sich auch.

Bei meinem Kind habe ich echt Sorge, daß sie dadurch echt mal Probleme bekommt und in eine Opferrolle gerät. Wobei ihr Wortschatz sehr reich ist und sie damit gut argumentieren kann. Aber wie gesagt: Bis sie ausgesprochen hat, hat sie schon eine sitzen. Vermutlich werde ich ihr beibringen beides einzusetzen. Bevor sie beliebte Zielscheibe für Klassenkeile oder ähnliches wird, soll sie lieber auch mal jemandem eine scheuern wenn sie bedroht wird.

Gruß
Barbarelle

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Hallo Chantie,

ich finde die Frage, die du da aufwirfst, so einfach garnicht zu beantworten.
Selber habe ich noch kein Kind, aber bei mir war es wohl folgendermassen:
Ich konnte mit Gewalt nie was anfangen und hatte diesbezueglich auch eine extrem hohe Hemmschwelle.
Als ich noch klein war (so zwischen zwei und fuenf), habe ich oefter mit einem Nachbarjungen gespielt. Der war voellig verzogen und dazu auch noch jaehzornig. Wenn wir in der Sandkiste sassen und ihm passte was nicht, bekam ich halt mal des oefteren was von ihm ab. Ich hab die Welt nicht mehr verstanden und bin dann immer kreuzungluecklich gewesen. Meine Mutter hat die Situationen mehrfach beobachtet und mir irgendwann erklaert, ich solle ihm einfach die Schaufel ueberziehen, wenn er es nochmal macht. Beim naechsten mal hab ich das auch wirklich gemacht und was war? Der Junge hat mich nie wieder angefasst. Er war in der Zeit, in der wir dort wohnten immer mein bester Freund...
Eine andere Situation gab es spaeter. Da war ich so um die 10 bis 12. Wir hatten leider zu der Zeit in einer sozial schwachen Wohngegend gelebt. In unserem Hochhaus wohnte auch ein Maedchen, die zwar drei Jahre juenger als ich war, die mir aber in ihrer Boesartigkeit und Hinterhaeltigkeit haushoch ueberlegen war. Die machte sich einen Spass draus, mich immer, wenn wir draussen spielten, zu provozieren. Sie schubste dann auch, warf mit Sand, haute, trat... Ich liess mir das sehr, sehr lange gefallen, vor allem, weil meine Hemmschwelle, mich einer juengeren anders als mit Worten zu erwehren viel zu hoch war. Aber mit Reden war es einfach nicht getan. Sie grinste mich dann immer nur frech an und machte weiter. Meine Mutter wusste das und irgendwann bekam sie wieder eine extrem schlimme Situation vom Balkon aus mit. Sie rief runter, wenn ich dem Maedel jetzt nicht mal langsam eine knallen wuerde, dann wuerde ich Aerger mit ihr bekommen. Ich zoegerte noch einen Augenblick und ueberwand dann meine Hemmung dieses eine mal. Die Kleine hat mich nie wieder geaergert und auch mit ihr war ich danach gut befreundet.

Ich heisse es nicht fuer richtig, sich mit Schlaegen oder aehnlichem zu wehren. Auch ich bin dafuer, dass man Konflikte verbal loest. Aber - und das will ich damit sagen - es gibt Menschen (Kinder?!), die wirklich manchmal einfach ein bisschen grausam und boesartig sind. Und da sollte man seinem Kind nicht absprechen, sich wehren zu duerfen. Notfalls eben mit nem Tritt. Wichtig ist, dass ein Kind diese Situationen zu unterscheiden lernt.

Kinder koennen grausam sein. Ich hatte ab der 7. Klasse einen Jungen in meiner Klasse, der sich einen Spass draus machte, mich zu quaelen. Bei jeder Gelegenheit wurde ich maltraetiert. Gefesselt, geschubst, an den Haaren gezogen, eingesperrt... Ich wuenschte damals mehr als einmal, meine Hemmschwelle, ihm zu zeigen, wo der Hammer haengt, waere nicht so hoch gewesen... Stattdessen habe ich das ganze mehr oder weniger stillschweigend hingenommen.

Ich hoffe, wenn meine Tochter auf der Welt ist, und ich ihr irgendwann diesbezueglich was mit auf dem Weg geben sollte, dass ich ihr diesen Unterschied zwischen den vernuenftigen Weg und der Aggression, der sich vielleicht in mancher Situation einfach nicht aus dem Weg gehen laesst, weil es eben boese Menschen gibt, klar machen kann. Schliesslich moechte ich auch das Wissen haben, dass wenn mein Maedchen von einem fremden Mann mal irgendwie angefasst werden sollte oder so (ich hoffe nicht drauf, aber wer weiss denn, ob ein Kind nicht wirklich mal in so eine Situation kommt), sie sich mit Haenden und Fuessen wehrt und weglaeuft. Und nicht versucht, mit Reden etwas zu verhindern...

LG
Barbara

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Hallo,

ich persönlich gehe der Gewaltätigkeit aus dem Weg, aber wenn jemand meint mich zu schlagen, werde ich mich wehren, nicht mit Worten, sondern mit zurückschlagen.

Ich hatte mal als Kind auch eine böse Erfahrung in der Schule gemacht. Ich hatte mehrere KLassenkameraden die der Meinung waren mich zu ärgern, mit Worten, mit Schubsen usw.. Ich hatte immer versucht den Konflikten aus den Weg zu gehen. Habe immer gesagt die sollen mich in Ruhe lassen. Bin zu den Lehrern gegangen, hat alles nichts gebracht. Irgendwann mal war meine Geduld zu Ende. Ich bin ausgeflipt, nachdem ein Junge mich beschimpft hat, geschupst hat, Arme verdreht hat. Es war sehr erniedrigend und schmerzhaft. Ich habe aus Wut so feste zugeschlagen, das dieser Junge 1 Woche lang mit blauen Flecken und schmerzen leben musste. Nach diesem Vorfall wurde ich in Ruhe gelassen, ich wurde uninteressant, ich konnte mich ja schliesslich wehren.
Ich bin nicht stolz darauf zurückzugeschlagen zu haben, den es war eine unangenehme Erfahrung für mich jemandem zu schlagen. Aber andersrum, hatte ich etwas an selbstbewußtsein gewonnen und wenn ich mich nicht gewährt hätte, wüßte ich jetzt nicht wie mein Leben bis jetzt verlaufen hätte und was diese Jungs damals noch mit mir alles angestellt hätten.

Heute sage ich meinen Kindern, die sollen den Konflikten möglichst aus dem Weg gehen. Wenn aber einer zuschlägt, dann dürfen meine Kinder durchaus sich wehren, mit zurückschlagen. Ich pusche die Kids jetzt nicht auf, "du sollts zurückschlagen", die wissen aber das die sich wehren dürfen, nur niemals ohne Grund andere Kinder schlagen oder beleidigen.

LG

Tanja

Ich habe eine Nachbarin, die einen 4 Jährigen Sohn hat. Die lässt ihr Kind absolut nicht mit Kindern spielen, die etwas mehr selbstbewusstsein haben als ihr Sohn. Auch wenn ein Konflikt zustande gekommen ist zwischen den Kindern, verbietet sie den Umgang. Sie meint nur, es ist ihre Pflicht ihren Sohn vor solchen Kindern zu schützen. Meine Meinung dazu, was macht ihr Sohn mal, wenn er älter wird und seine Mama ihn nicht immer da ist und ihn beschützenen kann?????!!!!!

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Hallo Chantie,

also in erster Linie wegen einem "harmlosen" Schubsen oder gegen den Arm klopfen muss man nicht immer gleiches mit gleichem vergelten. Widerum möchte ich auch nicht, dass mein Kind sich da draussen verklopfen läßt, weil es mit reden nicht weiter kommt.

Luca war ne zeitlang Prügelknabe eines anderen Jungen, der meinen Sohn immer beim Spielen ausgrenzen wollte. Er hat immer eingesteckt und geweint. Reden (auch von meiner Seite half nichts) und die Mutter meinte nur lapidar, ja so sind Jungs nunmal...
Als er dann mal eben einen Stein an den Kopf geschmissen bekam, nahm ich mir den Kerl gleich zur Brust und der meinte nur lapidar. War keine Absicht, wollte nur an ihm vorbei werfen. Ja - klar....
Ab da habe ich meinen Sohn unterstützt, zurück zuschlagen. Es hat eine Weile gedauert, weil der andere ja (o-Ton meines Sohnes) älter war. Wenn auch nur ein halbes Jahr. Mein Sohn hat sich nur 2-3 Mal wehren müssen, ab da wurde er in Ruhe gelassen.
Heute sind sie zwar keine dicken Freunde, spielen aber ab und zu zusammen, ohne dass es Streit oder gar Prügeleien gibt.

Ich weiß nicht, ob sich wehren die richtige Methode ist, in unserem Fall hat es geholfen.

lg bambolina

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Hallo,
ich habe meinen Sohn (jetzt schon 16 J.) auch so erzogen, daß man auf andere nicht körperlich losgehen darf, aber daß es durchaus in Ordnung ist, sich zu wehren, wenn man körperlich angegriffen wird!

Ich muss dazu sagen, daß er von seinem 6. - 10. Lebensjahr in Judo gegangen ist und gelernt hat, wie man den Gegner ausser Gefecht setzt, ohne ihn ernsthaft zu verletzen.
Und das ist gut so!

Denn ehrlich: mit anderen sprechen ist in Ordnung und gut und schön - in der Theorie! Aber wenn es hart auf hart geht, glaubst Du wirklich, daß sich eine gebrochene Nase oder eine Gehirnerschütterung ausdiskutieren lässt?

Oder anders gefragt: wenn Du auf offener Straße körperlich angegriffen wirst, was machst Du?
Wehrst Du Dich oder fängst Du ein Gespräch an?

Und ganz hart gesprochen aber Tatsache: Manche Kids verstehen einfach keine andere Sprache! Ist traurig, aber man kann nicht die Theraphie-Tante der gesamten Stadt sein und das wieder gut machen, was in den vielen Elternhäusern falsch lief!

Und zu guter Letzt: wer austeilt, muss auch damit rechnen, einstecken zu müssen!

So ist das Leben - eben!

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Also, Judo lernt man Junge nicht um sich im späteren Leben oder auch jetzt wehren zu können. Außerdem wäre dies der sofortige Rausschmiß aus der Judogruppe.

So ist das Leben, das mag sein, aber ich werde meine Kinder nicht lehren, Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen. Ihr könnt mich jetzt auch gerne steinigen, oder als Therapie-Tante feiern.

Wer körperlich tätlich wird, hat nie gelernt seine Interessen bzw. Anliegen verbal zu äußern.

Das es in einigen Elternhäusern so läuft, ist mehr als traurig, und es soll auch keiner wieder gut machen, das ist auch nicht deine Aufgabe. Aber mit so einer Einstellung begibt man sich doch in Gefahr genau auf dieses Niveau zu rutschen, oder?

nomy


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Ich habe auch nicht gesagt, daß mein Sohn Judo gelernt hat, um sich wehren zu können. Ursprünglich hat er das gemacht, da er rein körperlich ziemlich linkisch war und jede Form von Kampfsport die eigene Körperbeherrschung stärkt.

Im Nachhinein betrachtet ist es aber ein sehr großer Vorteil, wenn ein Jugendlicher sich heutzutage wehren kann.

Erst kürzlich gab es ein Problem, als mein Sohn am frühen Abend seinen Freund besuchte und anschließend mit dem Zug nach Hause wollte. Er wurde von 4 weit älteren angestänkert und nach Zigaretten gefragt, als er meinte, daß er keine hätte, wollten sie das überprüfen, was er sich natürlich nicht gefallen ließ! Er kam mit einem blauen Fleck und verschmutzter Kleidung nach Hause. 1 Woche später lasen wir in der Zeitung daß es an eben diesem Abend einen ähnlichen Vorfall mit 4 Burschen gab. Das Opfer hatte allerdings Stichverletzungen!

'So ist das Leben, das mag sein, aber ich werde meine Kinder nicht lehren, Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen.'

Was soll Dein Sohn den später machen, wenn er in so eine Situation kommt?

'Wer körperlich tätlich wird, hat nie gelernt seine Interessen bzw. Anliegen verbal zu äußern.'

Ist völlig richtig, aber körperlich tätig werden oder sich wehren sind 2 verschiedene Dinge!

'Aber mit so einer Einstellung begibt man sich doch in Gefahr genau auf dieses Niveau zu rutschen, oder?'

Finde ich nicht, mit so einer Einstellung befinde ich, bzw mein Sohn sich auf der sichereren Seite.

Mein Kleiner ist erst 2 und wird später ganz bewusst genau aus dem Grund meiner Erfahrung beim Großen auch einen Kampfsport erlernen. Einfach damit er in ernsthaft gefährlichen Situationen keinen Menschen ausgesetzt ist, die 'nie gelernt haben ihre Interessen bzw. anliegen verbal zu äußern'!

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hallo

meine tochter ist 5 sie ist keine von denen die agressiv ist oder so ich habe ihr immer gesagt wenn sie gehauen hat es wird nicht gehauen etc ..habe diesen status auch lange so gehalten als sie dann älter wurde 3-4 und andere kinder gehauen haben und sie zu mir kahm mama der hat mich gehauen und die mutter daneben stand und nix dazu sagte war ich endsezt ich versuche meinem kind beizubringen das sie nicht hauen soll und viele andere mütter lassen ihre kinder draufhauen **sowas von ungerecht** da ich es nicht mehr eingesehen habe meinem kind immer abzuraten nicht zurück zuhausen sagte ich irgendwann nur noch dann musst du zurück hauen **aber nur wenn du gehauen wirst ** ich mein was soll man auch anderes machen sie wird älter und irgendwann bin ich nicht dabei und sie wirt ,verhauen wert sich aber nicht und hatt hinterher ein verstörtes leben weil andere kinder sie ständig runtergemacht haben weil sie ja wissen mit der kann man es ja machen

zum punkt grins:meine tochter darf sich währen wie sie will aber nicht zuerst schlagen ...was andere mütter jezt sagen ist mir egal. jede mutter will doch nur das beste für sein kind
gruss nadine

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Hallo,

wenn meine Kinder zuerst hauen, treten etc. gibts Ärger.

Aber WEHREN dürfen sie sich nicht nur, ich habe es beim Großen ausdrücklich angeordnet. Er ist durch seine ruhige Art zum "Opfer" geworden. Seit er zurück haut, ist Ruhe.

Jetzt kann er seine Konflikte auch wieder mit Worten lösen.

LG Marion

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Hallo Chantie,

ich könnte mir vorstellen, dass da ein gewisser Emanzipationsgedanke mit reinspielt bei der Mutter von diesem Mädchen. "Früher durften Mädchen sich nicht wehren und mussten hinter den gewaltätigeren Jungen immer zurückstecken. Ich will, dass es meiner Tochter da besser geht. Heute dürfen Mädchen sich wehren!" - Sowas in der Art.

Ich finde es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass man sich auch durch Körpereinsatz 'wehren' kann, ohne dabei Gewalt anzuwenden.

Wenn dich jemand schlagen will, kannst du dich groß machen, ihm entgegentreten, die Hände vorstrecken und "Nein!" rufen. Damit zeigst du körperliche Präsenz, zeigst, dass du nicht bereit bist, Gewalt hinzunehmen, wendest aber selbst keine Gewalt an.

Das würde ich versuchen, meinen Kindern zu vermitteln. Und ihnen vielleicht den Einsatz von Gewalt als eine mögliche, aber die allerletzte Option, sich zu wehren, verklickern.

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Hö,..genau das gleiche wollte ich gerade eben auch schreiben.

Zurückschlagen ist auch eine Form der Angst, und Angst zieht Gewalt an.

Angst kann man riechen,....dass sind die Opfer.

Um nicht Opfer zu werden muß man nicht zum Tätet mutieren.

Wenn jemand die Hand hebt gehe ich einen Schritt auf ihn zu,....und direkter Blickkontakt und dann kommt ein lautes und scharfes "Nein".

Kesh

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Genauso halten wir das auch, und ich kann nur behaupten, wir fahren gut damit.
Ich habe ihm (9) auch gesagt, wenn er merkt, dass Reden nix bringt, soll er den- oder diejenige einfach stehen lassen.
Und es ist auch nicht verkehrt, sich die Hilfe Erwachsener zu holen.

VG nomy