Jedem Geschrei/Trotzanfall aus dem Weg gehen?

    • (1) 25.07.09 - 21:56

      Hallo,

      mein Mann und ich sind momentan wirklich am Ende. Unsere 3 jährige Tochter schafft uns mit so einigen Dingen aber eines der größten Probeleme ist folgendes:

      Sie ist immer am Schreien (lange und Laut) wenn sie ihren Willen nicht bekommt.

      1. Beispiel: Sie möchte immer Erste sein, egal ob es um das Anziehen, Waschen oder Essen geht. Wehe ihre Kleine Schwester bekommt zuerst einen Keks. Aber ich finde auch die Kleine darf mal als erstes auf die Rutsche. Ich habe schon immer mal versucht, es so zu machen, dass morgens die Große als erstes die Zähne geputzt bekommt und Abends dann die Kleine aber am Abend wird das dann von der Großen beschrieen. Ich könnte dem Schreien ja ganz einfach aus dem Weg gehen, in dem ich sie einfach Erste sein lasse, die Kleine stört es ja noch nicht wirklich aber ich fände es nicht richtig. Was meint ihr?

      2. Beispiel:Wir gehen zu Rossmann und Jolina darf sich dort öfter eine Kleinigkeit (Kinderschokolade etc) aussuchen, ich habe aber extra drauf hingewiesen, dass sie sich heute nichts aussuchen darf, da wir ja noch ein Eis essen gehen. Erst sagte sie das es ok sei aber als wir dann drin waren, fing das geschrei doch an...

      3.Beispiel: Wir steigen in die Straßenbahn, ich sehe, wie meine Tochter ziel sicher auf den Platz läuft, wo die Kinderwagen stehen sollen und den Sitz runter klappen will... Ich sage, dass sie sich bitte wo anders hinsetzen soll da dort der Kinderwagen hin muss, sie schreit sofort los, das sie dort aber sitzen will... Ich habe sie also weggenommen und wollte sie auf einen anderen Platz setzen, sie schmiss sich aber gleich auf den Boden und lag dort auch bis wir aussteigen mussten... Ich weiß, ich hätte diesem Streit aus dem Weg gehen können, in dem ich den Kiwa einfach an eine andere, zwar weniger geeignete Stelle gestellt hätte, aber naja.

      Ich könnte vielen Schreianfällen aus dem Weg gehen aber bin ganz oft unsicher, welcher "Machtkampf" gerechtfertigt ist und was absolut überflüssig ist.

      Danke

      Nicki

      • Hallo Nicki!

        Da seid ihr ja gerade mittendrin in der Trotzphase, so etwas ist nervenaufraubend. Vor allem das "auf den Boden schmeissen" finde ich schrecklich, denn es gibt soviele Menschen, die das mit schlechter Erziehung gleichstellen. Hab ich selbst schon oft genug erlebt und wenn es nur ein Naserümpfen war. Was aber völliger Quatsch ist!

        So mit 3 hatten wir diese Phase auch - eigentlich auch schon früher, aber da war es ganz besonders schlimm. Ich war auch oftmals völlig verzweifelt, denn man möchte sein Kind ja nicht hart anfassen, wenn man es vom Boden hochzieht oder auf den Po hauen. Ich kann mich noch daran erinnern, wie schwierig es beim Einkaufen gewesen ist. Ich habe Leara nie ohne fremde Hilfe in den Wagen bekommen. Und das war nötig, denn sonst lief sie durch den ganzen Laden und ich kam gar nicht erst zum Einkaufen. Ich hab mir dann einfach Hilfe von fremden Menschen geholt und hatte damit Glück.. ;-). Leara war dann so überrascht und ein Stück weit eingeschüchtert, dass sie sich von fremden Personen etwas sagen lassen hat.

        Bei Euch kommt ja noch das Problem mit dem kleinen Geschwisterchen dazu, das hört sich schon ein bissel nach Eifersucht an. Wobei ich es richtig finde, wenn Du das so handhabst, denn ältere Kinder müssen nicht immer bevorzugt werden. Ich sehe das genauso.

        Aus dem Weg gehen würde ich allerdings den Konfrontationen nicht, denn die Trotzphase ist vor allem auch eine Testphase und die Kleinen merken sich recht schnell, ob sie mit einer Unart bei den Eltern durchkommen oder nicht. Das ist wirklich anstrengend, das weiss ich!

        Ich wünsch Dir starke Nerven!!!

        LG Michi

        (3) 26.07.09 - 08:27

        Guten Morgen,

        hier meine Meinung zu den von dir geschilderten Situationen:

        1) Also hier wäre mir eine Reihenfolge ziemlich egal und ich würde der Älteren den Vortritt lassen, solange sich die Kleine nicht beschwert! Das kann man immer noch thematisieren, wenn es mal wichtig wird.

        2) Hier gilt es vorher genau zu überlegen, welche Sonderregelungen ich einführe. Ich würde generell keine Kleinigkeiten beim Einkaufen aussuchen lassen, weil Kinder daraus schnell eine Regel ableiten und solche Sachen wie: Heute aber nicht, denn es gibt gleich was anderes. NICHT verstehen können, weil sie noch nicht so ein Zeitverständnis wie Große haben.

        3) Im Straßenverkehr bist du ganz klar die Bestimmerin - weil nur du die gefährlichen Situationen absehen kannst - und da musst du die Trotzanfälle dann auch aushalten, weil es hier nicht um Rechthaben geht, sondern um die Sicherheit deines Kindes - und wenn es hart auf hart kommt (plötzliches Bremsen und dein Kind fliegt durch die Gegend), bist du in der Verantwortung, dein Kind so zu setzen, dass ihm nichts passieren kann.

        Ich habe ganz gute Erfahrungen gemacht, dass ich mir vorher Gedanken gemacht habe, welche "Machtspielchen" mir wichtig sind: Wie gesagt, alles rund um Sicherheit des Kindes - hab ich mich drauf eingelassen - anderen Dingen bin ich aus dem Weg gegangen. Und es hat mir zudem geholfen, mal zu überlegen, wo ich denn Vorbild bin, also, was meine Kinder auch von meinem Umgang mit anderen Menschen abgucken:
        Ein Beispiel: Wenn ich zu den Menschen gehöre, die immer überall probieren möchte und dann Reste übriglassen - dann brauche ich mich nicht über dieses Verhalten bei meinen Kindern zu wundern. Oder andersherum: Wenn ich immer als Erste Zähneputzen will, vor meinen Kindern, dann wollen die größeren Geschwister das auch vor den Kleinen.

        Vielleicht hilft es dir ja weiter!

        Einen schönen Sonntag wünscht kraxy

        (4) 26.07.09 - 12:17

        vermeiden kann man es nicht, sollte man vllt auch nicht.

        am abend allerdings, wenn die kleinen schon müde sind, würde schon versuchen, unnötige reibereien zu vermeiden, dann ist die grenze so gering und abends kann man das nicht noch brauchen, wenn sie eigentlich ins bett sollen, dann rastet man ja nur noch selber aus.

        zu 1.
        irgendwann ändert sich das sicher auch und sie läßt den vortritt, jedenfalls kenne ich genau das bei kindern von freunden ;-)

        zu 2.
        also wenn man es so ausgemacht hat, ist es eben so.
        oder sie will auf das eis verzichten, aber wenn man von vornherein EINES ausgemacht hat, dann bleibe ich auch dabei, wäre aber mit einem tausch einverstanden.

        zu 3.
        also ich kann schon verstehen, daß sie den klappsitz toller findet, als die anderen, ging mir auch immer so als ich klein war.
        hier wäre ich zu alternativen bereit, weil es ja auch nichts ausmacht, solange der platz nicht benötigt wird (zb durch einen anderen mit kiwa), das müßte meine tochter dann aber auch mitmachen.



        "machtkampf" sollte es gar nicht sein, finde ich.
        es geht doch nicht um "macht", denn deine ist eh die größte als mutter.
        es sollte keine gewinner und verlierer geben.

        ich habe immer überlegt, ob es eben alternativen gibt, die für beide seiten okay sind.
        und es gibt recht oft welche.
        meine kleine kann auf vorschläge eingehen.
        jetzt mit 5 macht sie selbst welche, das find eich gut.
        SIE denkt sich selber gute sachen aus, die für mich auch okay sind, obwohl sie dann nicht alles zu 100% so bekommt, wie sie gern hätte, aber wir können beide abstriche machen und einen mittelweg finden.
        ich finde das toll.
        denn sie beharrt gar nicht so auf ihre dinge.

        natürlich war das mit 3 auch noch nicht so leicht wie jetzt und sie hatte heftige wutanfälle,
        aber ihr ist wohl klargeworden, daß man auch selbst mal nachgeben kann.
        ich habe es ja auch getan.
        und sie giubt nach.



        prinzipiell habe ich irh aber auch immer gesagt, daß ich es verstehe, verstehe, daß sie gern noch 5 eis hätte, daß ich es aber einfach nicht erlauben KANN, weil ich als mutter auf ihre ernährung achten muß, nur als beispiel.
        klar hat sie trotzdem getobt, aber irgendwann ffruchtete es doch.


      • (5) 26.07.09 - 18:27

        Hallo!

        "Ich könnte vielen Schreianfällen aus dem Weg gehen aber bin ganz oft unsicher, welcher "Machtkampf" gerechtfertigt ist und was absolut überflüssig ist."

        Und genau darüber musst Du Dir Gedanken machen!

        Ich halte nichts davon, Dinge durchzusetzen oder Machtkämpfe auszutragen, die einfach unwichtig sind.
        Wenn es der Kleinen egal ist, wann sie Zähne putzt, dann lass die Große doch Erste sein.

        Bei 2) und 3) hätte ich mich allerdings durchgesetzt. Ich versuche in solchen Situationen ruhig zu bleiben #schwitz und in einfachen Worten den Sinn meiner Anweisungen zu erklären (auf Augenhöhe, Kind anfassen, ruhig sprechen).
        Ist dann immer noch Geschrei, halte ich das aus oder versuche es mit Ablenkung (bei Rossmann einen Wagen schieben, irgendwas einpacken, beim Bezahlen helfen).

        Mein Sohn (fast 4) ist aus der schlimmsten Trotzphase jetzt raus, aber er hat auch schon bei Lidl schreiend auf dem Boden gelegen, hat den Laden dann schreiend unter meinem Arm klemmend verlassen, ließ sich schreiend ins Auto verfrachten und anschnallen. Als wir losfuhren fragte er mich, ob er jetzt aufhören kann mit dem Schreien #rofl Ich war nass geschwitzt und musste nur noch lachen!

        In diesem Sinne...
        Herzliche Grüße,
        Tina.

        • (6) 26.07.09 - 21:27

          ---Als wir losfuhren fragte er mich, ob er jetzt aufhören kann mit dem Schreien Ich war nass geschwitzt und musste nur noch lachen! ---

          GENAU diese Phase haben wir (3,5) jetzt....grauenhaft und manchmal trotzdem zum in sich reinschmunzeln!!

      (7) 27.07.09 - 10:25

      bei uns ist ähnlich. vor allem abends, nach der kinderkrippe versuche ich wirklich, allen unannehmlichen situationen aus dem weg zu gehen. da sind wir alle müde und ich muss da nichts provozieren. ich weiss auch, dass ich dann nicht suverän mit der sache umgehe.

      was ich zum beispiel 1 meine: mein gerechtigkeitssinn verlangt auch, dass meine zweite tochter mal was vor dem sohn bekommt. aber ich habs aufgegeben. ich setzte mich dort für sie ein, wo sie es nicht kann - aber das bedürfnis hat.z.B. wenn er ihr das spielzeug wegreisst oder wenn er sie hochhebt und sie das nicht will.
      ansonsten: sollte das ein problem für sie werden - dann packe ich es an, wenns soweit ist. man muss nicht vorsorgen. so eine "ich-will-erster-sein"-phase geht ja auch vorbei. und vielleicht noch bevor die kleine in die "ich-aber-auch!"-phase kommt. wozu sich unnötig schwierigkeiten machen...

      beim zweiten beispiel: grundsätzlich - solche deals müssen kinder lernen. konsequenz könnte sein, du kaufst ihr das schleckzeug, sagst aber davor, dass ihr dann nicht eis essen geht. aber das kann man oft selber kaum durchziehen - man freut sich ja auch drauf. daher - ich winde mich da selber etwas. und stelle meist solche versuche nicht auf. heisst: vorm eisessen gehe ich nicht einkaufen - oder sie sucht sich dann halt was aus, was nicht zum essen ist. z.B. ein Pustefix. das ginge ja... oder ich lebe damit, dass er einen kecks vor dem eis isst - wenn es üblich ist, dass er was haben darf im supermarkt.

      beim dritten beispiel: wenn sie auf dem einzigen wagen-platz sitzen will, muss sie weg. so ist das. das ist öv. das ist allgemeinheit, da gelten regeln. fertig. da muss man durch. bei uns hats meist 2 socher klappstühle. wenn er auf einen sitzen will, nehme ich eben für den wagen den anderen platz. wenn der besetzt ist, muss er eben wirklich den platz räumen. versteht er auch nicht immer. ich versuche es zu erkären. da er nicht neben fremde sitzen will heisst das für ihn eben auch immer, dass er den weg über stehen muss. und da ist er oft einfach zu erschöpft. dann biete ich ihm an, dass er aufs kiddyboard sitzen darf. oder er darf in den wagen sitzen und ich trage das baby. oder irgend eine passagierin nimmt mir das baby ab und er sitzt im wagen. aber leider getrauen sich die damen (herren) im öv kaum mehr, einem diesen dienst anzubieten. weil viele mamas wie furien ablehnen, weil sie sich einbilden, jeder andere könne ein kind weniger gut auf dem arm haben als sie... aber das ist ganz ein anderes thema.

      lass es möglichst nie zu einem machtkampf kommen. mache vorallem selber keine draus, wo es nicht nötig ist (wer ist erster) aber mit drei hilft ablenken nicht mehr. da müssen sie gelegentlich lernen, dass man seien willen nicht bekommt. ich habe meinen sohn mal 10 minuten im treppenhaus schreien lassen weil er sich jeden abend weigerte, raufzulaufen. das hat mich genervt, die nachbarn, das kind... und hat nichts gebracht. er hat am nächsten tag genauso nicht rauflaufen wollen. obwohl er am tag davor schliesslich kaufgekrabbelt ist. sowas würde ich nie mehr tun. er war wirklich erschöpft. statt ihm geborgenheit zu geben, habe ich ihn alleine gelassen. das war total daneben und unnötig.

      hingegen finde ich es heute noch okay, dass ich ihm auch gegen seinen willen von der strasse wegziehe, wenn ein auto kommt.
      weisst du was ich meine?

      (8) 27.07.09 - 22:14

      Also erstmal: Das ist kein Machtkampf, denn es geht nicht um Macht, zumindest mir nicht. Es geht darum, sich "sozial verträglich" zu verhalten: Ver- und Gebote zu akzeptieren, mit dem Frust umgehen zu lernen, nicht zu quengeln, Abmachungen einzuhalten usw. Warum? Nicht weil ICh mich dabei gut fühle, mein Kind zu drangsalieren, sondern weil es nötig ist, dass mein Kind in bestimmten Situationen einfach HÖRT

      1. Ich denke, dass es mir hier tatsächlich auch ums Prinzip ginge: Ein Kind sollte lernen auch mal zu warten. Ich würde dran bleiben und mit viel Ruhe und Geduld immer wieder predigen, was mir wichtig ist. Und wenn sie dann die erste ist, würde ich sie daran erinnern: "Weißt Du noch vorhin hast Du so ein Theater gemacht und jetzt bist Du mal die Erste... so ist das." Meine Tochter hat vor allem beim Kinderturnen gelernt, sich mal hinten anzustellen und geduldig zu sein. Natürlich kann sie es manchmal nicht abwarten, drängelt sich vor usw. Ich denke, das ist ganz normal in dem Alter. Ich gehe dann dazwischen. Aber wenn sie es dann mal gut gemacht hat, lobe ich sie auch dafür.

      2. Bei mir gilt das Prinzip: "Wer sich so aufführt, bekommt gar nichts." Sie kann freundlich fragen und dann kaufe ich ihr evtl. was. Manchmal aber auch nicht, damit muss sie dann halt klar kommen. Ich höre schon manchmal: "Ich will..." Ich antworte dann nur ganz kurz: "Ich will auch ein Pferd. Und habe ich ein Pferd? Und wälze ich mich auf dem Boden?" Ich weiß, das ist gemein, aber so ist das Leben. Manchmal quengelt sie schon sehr arg, dann bleibe ich hart. Manchmal überrascht sie mich und fragt nur einmal. Dann kaufe ich ihr heimlich was und schenke es ihr später mit den Worten: "Ich finds toll, dass Du nicht gequengelt hast." Ich muss dazu sagen: Meine Tochter neigt eher zu Dauer-Nörgel-Quengeln als zu Bockanfällen und ich HASSE das.... das macht mich echt sauer.

      3. Meine Tochter dürfte auf dem Platz sitzen, müsste aber sofort aufstehen, wenn der Platz benötigt wird. Tut sie es nicht, sitzt sie auch erstmal nicht mehr auf dem Platz.

      Ich empfehle dir das Buch "Ein Löffelchen voll Zucker". Dort beschreibt die Autorin, wie man solche Situationen mit Humor und Fantasie löst.

      Genau den ersten Punkt hat sie wundervoll beschrieben: führe jeweils einen "Heute ist (Name des Kindes)-Tag. Nur an diesen Tagen darf derjenige immer Erster sein - beim Zähneputzen, beim Anziehen, Rutsche, mit dem Ritual etc.
      Damit wäre alles geregelt, ihr habt ein "Gesetz", an das sich die Kinder halten müssen...später dann auch die Kleine, sobald sie es versteht.

      Die Supermarktsituation wird auch kurz angerissen: besprecht vorher die Einkaufsliste und gib ihr auf, dass sie sich bitte eins/ zwei Produkte davon merken soll - gerne kann sie auch die Produkte auf einen Zettel zeichnen als Gedankenstütze. So wird sie mit eingebunden und fühlt sich gebraucht. Im Supermarkt hat sie die Aufgabe, das Produkt zu suchen und auszuwählen. Du guckst natürlich, ob es das Richtige ist (von der Marke her). So hat sie vermutlich ihre "Extrawürste" nicht mehr im Kopf, denn sie hat "Wichtigeres" zu tun ;o)
      Toll ist, dass du vorher schon klärst, dass es nur eine Sache beim Einkauf gibt. So solltest du weitermachen.

      Im Bus hätte ich sie sitzen lassen und evtl. im Nachhinein geklärt, welche Sitation hätte eintreten können und dass sie sich in Zukunft darauf einstellen muss, den Platz an anderen abgeben zu müssen. Ob sie sich in dieser undankbaren Situation zukünftig befinden will, kann sie selbst entscheiden - das solltest du ihr anbieten.

      In dem Buch steht außerdem, dass man in Schreisituationen (im Supermarkt, Bus etc.) einfach ruhig neben dem Kind stehen bleiben soll - so hat es nicht die Aufmerksamkeit der Mutter, die es will und kommt so nicht zu seinem Ziel. Zu Hause wird in aller Ruhe über sein Verhalten gesprochen, sich evtl. entschuldigt und "bestraft" (10 Minuten Kinderzimmer z. B.). Dann ist auch wieder gut. Das Kind lernt so seine Grenzen kennen.

      Hört sich alles einfach an, aber im Moment des Geschehens immer richtig zu reagieren ist eine besondere Kunst.

      Wünsche dir viel Glück!

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