Kleinkind sehr eifersüchtig auf Baby

Hallo!

Mir wurde immer erzählt, dass ein geringerer Altersabstand leichter wäre und die Kinder da gar nicht eifersüchtig wären. Tja,war wohl doch nicht ganz so richtig.

Unser Großer ist 17 Monate alt und das Brüderchen gerade mal 4 Wochen.
Wir haben den Großen von Anfang an sofort einbezogen und er war sogar mit im Elternzimmer in der Klinik, weil wir dachten, dass er sich dann nicht ausgeschlossen fühlt.

Sein Papa kümmert sich echt prima um ihn während ich stillen muss oder wenn ich gerade halt den Kleinen versorgen muss. Er schaut mich und sein Brüderchen richtig böse an und das Hauptproblem ist, dass ich das Baby kaum ablegen kann, weil der Große sofort hinrennt und ihn angreift.

Er will ihn pieksen, hauen, Sachen auf ihn werfen oder von der Wippe ziehen. Habe es vorher auch ausgetestet und beobachtet und er bleibt da nicht lange brav.

Wenn ich den Kleinen wickeln muss, rennt er hinterher und wirft mit Sachen und versucht mir Alles vor die Füße zu werfen und räumt Alles ab und bekommt nen Wutanfall.

Der Große darf ab er nach wie vor bei mir einschlafen, ich wechsel mich mit Papa ab und wickel ihn, fütter ihn, spiele mit ihm und tröste ihn usw.
Vorher habe ich mich aber halt fast ganze 24 Std nur um ihn gekümmert un jetzt ist es wohl schwer für ihn zu verstehen, dass ich mich nun auch um seinen Bruder kümmern muss.

Eine Freundin sagte, ich soll ihn mit einbeziehen bei der Babypflege zum mithelfen usw. aber wie ? Er versteht das noch nicht und kann das gar nicht mit 1 1/2 Jahren.

Ich nehme ihn meist mit in den Arm dazu oder kuschel mit ihm, wenn sich der Kleine ablegen lässt oder setze mich mit ihm ins Kinderzimmer zum spielen dazu.

Das Problem was noch dazu kommt ist, dass der Kleine teilweise ein Schreikind ist, weil er Koliken hat, was unser Erster Sohn nicht hatte und da kann ja nicht immer springen oder beiden gleich gerecht werden.

Manchmal fängt der Große dann mit an zu schreien und ich habe ein Konzert hier.

Bin schon oft verzweifelt und traurig, weil er mir leid tut und er denkt, dass ich ihn nicht so liebe wie vorher. :(Versuche es ihm aber so oft wie möglich zu zeigen.

Seit sein Bruder da ist, schläft der Große auch schlecht und wälzt sich wie verrückt hin und her, wenn der Kleine schreit.

Was kann ich sonst noch tun, dass die Eifersucht nicht mehr so schlimm ist oder legt sich das von selbst?

LG

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Hmm... unsere haben jeweils 19 und 26 Monate Abstand. Und ich fand eigentlich immer, dass das relativ easy läuft #schwitz Das Baby habe ich eben immer auf dem Arm gehabt und rumgeschleppt und mich dabei um das/die "Große(n)" gekümmert. Gewickelt habe ich, während ich gleichzeitig mit dem Großen gespielt habe auf dem Spielteppich neben der Duplo Stadt #hicks Da gab es für die Großen also quasi keine Abstriche. Und wenn, dann habe ich das ganz selbstverständlich mit dem Großen verknüpft ("Schau mal, die XX hat sich komplett eingekackert...da müssen wir sie umziehen. Weißt du, einmal, da waren wir mit dir bei ABC und du hast dich auch komplett eingekackert. Da musste ich doch glatt in ein Geschäft gehen und neue Anziehsachen für dich kaufen, damit ich dich umziehen konnte. Kannst du dich daran noch erinnern? Nein? Da warst du auch noch ein winzigkleines Baby. So wie XX. Meinst du, du hattest größere Hände als du so klein warst? Ja? Zeig mal, wie groß sind sie denn jetzt? Blablabla). In der Zeit hast du das Baby locker umgezogen und das Kleinkind trotzdem als Hauptperson behandelt, aber vorsichtig darauf aufmerksam gemacht, dass es auch mal so klein war. So haben wir die schwierige Anfangsphase beide Male sehr gut überstanden und Eifersucht kam nur sporadisch vor. Ich kann mich an keine Situation erinnern, aber da war sicher mal was... Bezüglich der Bedürfnisse habe ich mich meist an den Großen orientiert und das Baby lief eben nebenbei mit.

Stillen...das hatte bei uns nichts mit Stille zu tun #rofl Da ging es häufiger mal hoch her. Ich saß oder stand irgendwo, das Baby an die Brust gedrückt oder habe - tolle Sache, das geht aber erst, wenn sie ca. 2 Monate alt sind - im Tragetuch gestillt. Dabei habe ich mit den Großen gespielt oder vorgelesen oder bin ganz normal rumgelaufen. Wir haben in der Zeit auch extrem viel Zeit draußen verbracht. Spielplätze, Spielcafés, Spaziergänge (Kleinkind in KiWa und Baby im Tuch).

Wichtig: Jede (!!!) Sekunde, in der alle Kids geschlafen haben, auch zum Schlafen nutzen. Ich brauche vieeeeel Schlaf. Sonst funktioniere ich nicht #hicks

Natürlich kann es auch schlicht Glück bei uns gewesen sein und du hast einfach ein kleines Kerlchen, dass sich momentan eben nur schwer an sein Geschwisterchen gewöhnen kann. Aber vielleicht hilft dir ja der eine oder andere Tipp weiter. Wenn es drinnen Stress gibt, musst du die Zwei halt so gut wie möglich auseinander halten. Das geht draußen ja viel besser als drinnen und der "Große" ist ja im besten Sandkastenalter. Da waren wir ganztägig draußen und nur zum Mittagsschlaf drinnen. Das entspannt total.

LG und alles Gute
Jenx

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Danke für die Tipps. Werde das mal mit dem Stillen im Tuch ausprobieren und versuchen den Großen nebenbei mehr zu bespaßen. Kommt ja auch immer auf das Alter und Temperament an. Unserer ist da schon ein Wildfang und räumt mit Vorliebe noch Alles aus.
Spielzeug ist leider noch nicht so angesagt. Hoffe das ändert sich bald. Ist gerade noch eine schwierige Phase.

LG

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Ein geringer Altersabstand ist für mich leicht in der Hinsicht, dass ich zwei relativ ähnliche Interessen unter einen Hut bringen muss und nicht gleichzeitig eine 8jährige und eine 3jährige glücklich machen muss. Also .. eher auf lange Sicht.

Kurzfristig, und wir haben 2,5 Jahre Abstand, also durchaus noch einen Hauch mehr Verständnis als bei euch, ist ein kurzer Altersabstand wahnsinnig anstrengend, weil du einfach zwei kleine stark bedürftige Kinder hast. Die ersten 4 Monate fand ich rücklickend einfach nur voll ätzend. (Ja klar, auch schöne Momente, aber insgesamt ..)

Schau dir deinen Großen an. Er ist nichtmal 2. Eigentlich ein klitzekleines Kind. Wenn ich mir meine knapp 2jährige anschaue .. Versuch, deinen "Großen" - Älteren, ersten - im Blick zu behalten. Was sieht er? Was nimmt er wahr? Mama war vorher für ihn und Papa da. Und jetzt hängt den ganzen Tag noch jemand an Mamas Brust, und Mama schimpft mehr und überhaupt. Sieh das kleine Kind! (Mir fiel das damals total schwer.)

Bei der Babypflege mit einbeziehen fand ich nicht praktikabel. Was ging, war das Baby bespielen. Bei uns hieß das, dass die "Große" - Ältere, Erstegborene - ihre Puppen um das Baby dekoriert hat, und Tiere auf seinen Bauch gestellt hat, und es mit Tüchern zugedeckt hat, und ihm Haarspangen in den Strampler gemacht hat und es mit einem Stethoskop abgehorcht hat.

Ich habe das Baby viel im Tuch gehabt und war viel draußen. So hatten beide etwas von mir und es war nicht so wahnsinnig wie drinnen.

Am meisten hilft denke ich, wenn du Geduld mit dir hast. Die erste Zeit ist schrecklich. Und es ist okay, wenn du das so empfindest. Denke in einer ruhigen Minute daran, wie cool dein ältestes Kind ist. Denke an eine Situation, die blöd lief, und überlege dir, wie du beim nächsten Mal reagieren kannst, sodass es anders läuft. Überlege dir, was dein ältestes Kind gerade von dir braucht. Vielleicht hilft es auch, Oma, Freunde, Bekannte zu besuchen und dort den älteren bespielen zu lassen oder das Baby rumzureichen.

Mit der Zeit wird es auf jeden Fall anders.

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Hallo!

Meine Kleinen haben einen Abstand von 19 Monaten und ich war überrascht, wie viel die Große schon von Anfang an helfen konnte.

Windeln holen, Cremetube halten, Klamotten aussuchen (immer 2 Stück zum entscheiden anbieten),..
Beim Stillen hat sie oft ihre Puppe "gestillt", wenn ich das Baby im Tragetuch hatte, hab ich ihr manchmal die Puppe umgebunden.

Versuch es einfach mal, die Zwerge verstehen oft viel mehr, als wir ihnen zutrauen!

LG Claudi

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die zwerge verstehen sogar schon sehr viel. alleine durch abschauen von den erwachsenen "wissen" sie schon, wie was gehört, wenn man dann noch etwas hilfestellung gibt und sie dazu ermuntert, dann probieren sie es auch selbst.

und da geht sogar richtig viel.

mein kleiner ist gerade 18 monate alt geworden

- er holt seine schuhe mit aufforderung, setzt sich auf die treppenstufe und läßt sie sich anziehen (werden dann manchmal die gummistiefel bei strahlendem sonnenschein, aber was solls ^^)
- er hilft den tisch zu decken und trägt stapelweise löffel und gabeln zum tisch und legt sie dort ab, wenn man den tisch deckt oder schleppt alle auffindbaren topfuntersetzer heran.
- zieht sich selbst die socken aus, wenn man ihn auffordert und versucht es auch mit anziehen, was allerdings noch nicht so klappt.
- er versucht türen aufzuschließen, manchmal auch mit buntstiften und kulis, wenn mama so böse war und ihren schlüssel ans schlüsselbrett hängt. aber er versucht es auch beim nach hause kommen selbst die haustür zu öffnen, wühlt dabei sogar den passenden schlüssel aus dem bund.
- wirft müll in die tonne und hilft beim staubsaugen, räumt auf indem er mit anleitung alles auf den "tisch" legt, was so an spielzeug auf dem boden liegt.

ich denke, auch bei der babypflege sind solche dinge umsetzbar. zuerst den großen dabei zuschauen lassen, was man da so alles macht, zur not das kleine auf dem boden oder dem bett oder ähnlichem wickeln. und dann einfach mal den/die große machen lassen. zB mit feuchtem waschlappen das kleine geschwisterchen bißchen sauber wischen. eine windel holen, socken mit hilfestellung über die füßchen ziehen, ...

klar, durch das vile helfen braucht man ungefähr zehnmal so lange und hat nachher, wenn man pech hat eine riesige wutzerei zu beseitigen, aber da helfen die kleinen großen bestimmt auch wieder gerne mit. ^^

mit kind dauert es eben manchmal alles seeeeeeehr lang, aber wer sich darüber nicht ärgert, der entdeckt plötzlich selbst wieder ganz viele dinge. da werden zwar aus 5 minuten fußweg zum bäcker und metzger, mal eben ein tagesausflug, aber dafür weiß man nachher wieder, welches kellerfenster wie vergittert ist, wo wer eine brottüte hingeworfen hat und welcher belag das halb gegessene pausenbrot von irgendwem hatte. ^^

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Ich kann Deine These nicht bestätigen, von wegen geringer Altersunterschied weniger Eifersucht. Im Gegenteil. Ein unter 3-Jähriges Kind ist kognitiv nicht so weit, zu verstehen, dass ein Baby mehr Aufmerksamkeit von der Mama braucht als es selbst, da es ja schon größer ist.
Im Bekanntenkreis war es bei einer Familie zu Beginn so heftig, dass man den Größeren nicht eine Minute mit dem Baby alleine lassen konnte, weil er das Baby nur angegriffen hat.

Wichtig wäre, dass Du mal nur Zeit mit Deinem Großen verbringt, dass er sieht das Baby nimmt mir die Mama nicht weg!

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ich sehe das anders:

wichtig wäre, dass du schöne zeit mit BEIDEN verbringst. dann sieht das kind, dass es schön ist mit geschwisterchen und nicht, dass mama sich aufteilt und jeder nur die hälfte bekommt.

ich hatte immer, wenn ich mit links gestillt habe die grosse im rechten arm und andersherum. ich hab mich auch nicht um die grosse gekümmert, wenn ich die kleine ablegen konnte, sondern die kleine gästen in die hand gedrückt oder im bondolino getragen, während ich mich weiterhin um die grosse gekümmert habe.

ein geschwistergefühl bekommt man nicht, wenn man etwas mit einem kind alleine macht, sondern wenn gemeinsame schöne erlebnisse entstehen. helfen: ja, ganz viel. auch wenn die hilfe dir mehr arbeit macht. meine grosse war schon älter, aber auch dein kind kann schon ganz viel tun von anreichungen über "kämmen" mit einer weichen babybürste und mamas helfender hand bis zum aussuchen der kleidung oder dem zudecken. du kannst tolle fingerspiele für beide kinder machen oder dem grossen vorsingen, während das kleine zufällig auch zuhört. du kannst mit dem grossen kind auf den spielplatz gehen, während das kleine irgendwo an dir hängt oder im kinderwagen liegt (beim schreikind wahrscheinlich eher in der tragehilfe?).

ganz wichtig finde ich auch: wenn so kleine kinder babys schlagen, dann ist das oft gar nicht böse gemeint, sondern ein versuch, kontakt aufzunehmen.

nimm dein grosses an die hand, zeig ihm, wie es das baby streicheln oder vorsichtig kitzeln kann, lass das geschwisterkind vorsingen oder ein bild für das baby malen usw.

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Eine Bekannte hatte auch nur einen so geringen Abstand. Sie hat dem größeren Kind eine spezielle Spielkiste eingerichtet, die sie nur bekam, wenn sie gestillt hat. Da waren außergewöhnliche Sachen drin, so hat sich die große gerne ablenken lassen, wenn die Mama mit der kleinen beschäftigt war.

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oh das klingt toll!!! ich hatte den tipp bekommen waehrend des Stillens nicht zu massregeln. war auch sehr hilfreich!
und das baby einfach mal oefter an den Vater abgeben, um ausgiebig mit dem toddler spielen und kuscheln zu koennen.

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Eifersucht gehört dazu, es ist ein ganz normales Gefühl bei jedem Menschen.
Aufgrund der Eifersucht habe ich einen geringen Altersabstand immer als negativ erachtet. Jedes Kind wird entthront durch die Geburt eines Geschwisterchens, das macht jedes Kind eifersüchtig, egal wie alt. Schwieriger ist es bei einem geringen Abstand, weil die Kinder noch ganz intensive Bedürfnisse an Mama und Papa haben und diese eigentlich auch noch zu 100% bräuchten . Ich als Mutter bin da komplett an meine Grenzen gestoßen, ich bin Mensch und nicht Krake,
Auch wenn die "Großen" helfen können, sie verstehen noch überhaupt nicht warum das alles so ist, sie spüren einfach ihr Bedürfnis das nicht befriedigt werden kann, wie sie es vorher kannten.

Älteren Kindern kann man dies natürlich erklären, sie brauchen oft auch viel weniger Hilfe von Mama und Papa, können viel mehr. Dafür haben sie natürlich ganz andere Interessen und sind viel eher genervt vom kleinen Würmchen, das ja nun alles blockiert .

Wie man es auch macht, als Mutter braucht man oft eher 8 als nur 2 Arme und zumindest mir ging es so, das ich oft Bedürfnisse nur halb erfüllen konnte bei zwei kleinen Kindern und ich mir dann sagte, lieber halb erfüllte Bedürfnisse und Wünsche, dafür aber zwei halb zufriedene Kinder anstelle eins gar nicht.
Meine beiden sind jetzt 3 und 5 und es ist entspannt.

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Ja,nochmal würde ich das mit dem geringen Altersabstand nicht machen. Jetzt müssen wir halt dadurch. Der Papa hilft ja viel, aber essen und schlafen will er nur bei mir. Wir halten einige Sachen nach wie vor ein und versuchen ihn weiterhin irgendwie zu beschäftigen. Leicht wird es sowieso nicht.

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Ich hab völlig ungeplant einen solch kurzen Altersabstand und kann nur von mir sagen: es war 2 Jahre nur anstrengend und ich hab so viel geheult weil ich keinem wirklich gerecht wurde. Ich hatte mir was anderes für die Kinder erhofft.
Nun mit 3 und 5 find Ichs aber schon oft richtig gut :-)
Es wird einfach irgendwann leichter und dann hat man die Chance auf zwei Kinder die ähnliche Interessen haben

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Unsere Kinder haben einen Altersunterschied von 25 Monaten.

Ich habe das Wort "Nein" und "Vorsicht" in Bezug auf das Baby abgeschafft.....wie stark müsste ein 1 1/2 jähriges Kind zuschlagen um ein Baby zu verletzen, während du daneben sitzt? Ich meine, dass man ein Baby auf die Krabbeldecke legen kann und das Geschwisterkind darf sich dem Baby ohne Kommentare nähern und es berühren.

Natürlich sitzt ein Elternteil in der Nähe um sofort eingreifen zu können.

So habe ich es getan und für uns war es so perfekt.

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Puh, ich kann dich sehr gut verstehen, auch wenn es mir ganz anders ergeht. Gut, bei uns ist der Altersunterschied 2,5 Jahre, aber auch unser Großer versteht vieles noch nicht so. Wir haben ihn seit die Schwangerschaft gut sichtbar war, stark eingebunden und als das Baby da war auch gleich. Unser Kleiner hat dem Großen zu seiner Geburt auch gleich ein Buch über das Lieblingsthema des Großen geschenkt - noch im Krankenhaus, da war die Sache erst mal geritzt. Der Kleine bekam einen Streichler und ein Bussi. Jetzt ist unser Großer heiß in den Kleinen vernarrt, er holt mir Sachen, hebt runtergefallenes auf, wirft Windeln weg, hat bei Bauchweh des Kleinen mit meiner Hilfe die Beinchen bewegt (Beinpresse) etc., das geht alles. Ging auch vor der Geburt schon.
Nur auf mich war er zu Beginn häufiger richtig sauer, hat Papa vorgezogen, mich von sich geschoben. Für ihn war nicht der Kleine Schuld, sondern ich.
Allerdings habe ich den Kleinen von Anfang an überall mit hin geschleppt, sei es zuhause oder draußen. Kinderturnen und Musikgarten fiel nur einmal aus, als ich im Krankhaus lag, danach lief alles wie gewohnt. Auf einem Arm der Kleine, wenn er sich mal wieder nicht ablegen ließ, der andere Arm war immer für den Großen da, das ist heute noch so (nach 4,5 Monaten). Seit der Geburt schläft der Große zwar nur noch im Ehebett und schon gar nicht alleine ein, also lege ich mir seither mit beiden ins Bett, auf jeder Seite einen, stille den Kleinen meist und wenn der Große eingeschlafen ist, schleiche ich mit dem Kleinen raus oder "schlafe" (stille, beruhige) weiter. Klar ist es immer doof, wenn ich dann doch wickeln muss, aber der Große akzeptiert es inzwischen, weil er weiß, ich komme wieder. Ich wickle tagsüber den Kleinen auch meist da, wo ich gerade mit dem Großen spiele, nehme ihn wieder auf den Arm und spiele weiter.
Ich habe eher das Problem, dass der Große in der Trotzphase ist und wenn er dann voll loslegt, schreit der Kleine mit. Alles in allem ist der Große nur eifersüchtig, wenn andere Kinder zu sehr an seinen kleinen Bruder gehen. Da wird geschützt und verteidigt.
Vielleicht schaffst du es, wenn beide schreien, auf jeden Arm einen zu nehmen, sag dem Großen immer, wie lieb du ihn hast, gib erst ihm einen Kuss, Streichler o.ä. bevor der Kleine es bekommt, gib ihm, wenn es okay für dich ist, ab und an, wenn er sich ganz toll verhält ein Traubenzuckerchen, Gummibärchen (ich wollte so was immer vermeiden, aber da er es von anderen Kindern kennengelernt hatte, habe ich es ihm doch zugestanden), oder besonders viel Umarmung, was dann der Kleine nicht so bekommt. Falls euer Kleiner dem Großen noch nichts "geschenkt" hat, zu seiner Geburt, vielleicht ist es jetzt an der Zeit dem Großen einen Wunsch - allerdings einen kleinen - zu erfüllen, der aber vielleicht urplötzlich neben dem Kleinen im Bettchen, Stubenwagen oder Kinderwagen liegt, weil der Kleine seinen Bruder doch so lieb hat. Wie gesagt, unser Großer bekam ein Buch über sein Lieblingsthema.... Oder ein wunderschönes Buch ist auch z.B. Der beste große Bruder ... bist du! (v. Julia Weiss u. Nina Dulleck aus dem Coppenrath Verlag), da kann man in die vordere Klappe ein Foto des großen Bruders reinlegen und auf der letzten Seite ist ein Spiegel, wenn es um die Frage geht, wer der beste Bruder ist.
Falls der Kleine im Kinderwagen ruhen oder schlafen kann, viel mit beiden rausgehen und dabei ganz viel mit dem Großen reden, erzählen, spielen. Ich musste über den Winter mit ihm Schnee schippen, ihn in seinen Fahrzeugen (Dreirad und Trecker) neben dem Kinderwagen herziehen und -schieben, in der Gegen rumstehen. War zwar anstrengend und umständlich, man erntete komische Blicke, aber der Große hat es genossen. Und solange nur ich gefroren oder mich kaputt geschwitzt habe, war mir das alles nur recht.
Ich wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg bei deinen Bemühungen, dass die beiden bald gute Freunde werden!
LG

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Das klingt nach ner Super Methode !

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Danke! Aber ich weiß nicht ob das eine super Methode ist... Wir haben oft aus dem Bauch heraus gehandelt und ich habe immer versucht mir vorzustellen, wie es mir ergangen wäre, was mir vielleicht gut getan hätte, wobei ich meinen kleinen Bruder auch sehr geliebt habe und wir bis heute ein tolles Verhältnis haben. Nur konnte ich meine Mutter nicht mehr befragen, weil sie früh verstorben ist.
Was ich mir immer vorgenommen habe ist allerdings, keine festen Zeitpunkte für alle Entwicklungsschritte festzulegen, sondern zu schauen, wenn ich etwas verändern möchte, wie z.B. allein schlafen, es langsam anzubahnen und ohne Jammern Rückschritte der Kinder zu akzeptieren. Für uns ist das die entspannteste Methode. Für andere wäre das evtl. furchtbar, weil sie dann evtl. zu wenig Freiheiten haben (wenn man sich mit dem Kind schlafen legt bekommt man zwar viel Schlaf, aber wenig gearbeitet bzw. weniger Zeit mit dem Partner), oder sich sehr auf alles einlassen müssen, was natürlich viel Zeit kostet, da alles länger dauert, wenn der Große mithilft.... Aber ich denke, diese Zeitspanne in der alles so viel langsamer geht, ist so kurz, und plötzlich wollen sie uns nicht mehr bei allem helfen, dabeihaben etc.

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Hallo

Meine beiden sind 21 Monate auseinander, als etwas mehr als bei euch.
Unser sohn war sofort in die kleine verliebt, und wollte sie nur halten und seinen finger in ihr mund stecken, er wollte sie auch stillen (das stillen war eine meiner grössten Ängste, da der grosse selber auch noch stillte, wen auch nur vor dem ins bett gehen, aber es lief da einfach super gut, und er hatte keine Probleme das ich nun das Baby stillte)

er half regelmässig mit beim windeln wechseln, er hat die windeln aufgemacht, wen es nur pipi war hat er "geputzt" wen Stuhlgang war habe ich alleine sauber gemacht.
er hat die kleine beim baden gehalten, wir sassen alle zusammen in der Badewanne und er hat sie gehalten, und ich war immer parat um einzugreiffen, wen nötig.
er hat ihr das gesicht gewaschen ect....

er durfte sie fast immer halten wen er wollte, auch wen besuch da war und der besuch das Baby im arm hilten, ging er hin und fragte : ich halten!

die kleine haben wir immer am boden gewickelt, angezogen ect...
da ich sie stillte, konnte er sie nicht füttern, deswegen haben wir ab und zu etwas tee ihr gegeben, damit der grosse sie füttern konnte.

die kleinen können schon gut mit helfen, die kleinen sind nicht so zerbrechlich wie sie aussehen.

er kann ja für seinen bruder z.b. einen turm bauen, und umwerfen, der kleine ist bei dir und du hilfst ihm beim aufbauen, vielleicht kannst du ja auch ein buch beim stillen erzählen.

ich würde auch schauen das ihr zusammen etwas macht, wen das Baby viel weint würde ich ihn ins tragtuch/hilfe nehmen, so hast du die Hände frei für den grossen.

evt hilft er dir im haushalt mit, staub zu saugen, beim kochen, wäsche zusammen legen/verräumen ect.... da kannst du ihn loben und sagen wie toll er doch schon mit helfen kann.

lg nana