Vater unterstützt die Respektlosigkeit die "2."

    • (1) 31.01.16 - 17:41

      Hallo,

      möchte mal kurz berichten. Vielleicht habt Ihr ja meinen anderen Post auch gelesen.

      Am letzten Wochenende hat sich meine Tochter nach einem Familienbesuch im Nachhein sehr unschön über ein Familienmitglied geäußert. Zu Hause habe ich noch paar Worte dazu gesagt. Zumal meine Tochter mir bei dem Besuch förmlich den Mund verbieten wollte. Schlussendlich hat sich meine Tochter dann mir gegenüber geäußert: "Wenn du mich allein erzogen hättest, hätte ich mir schon längst das Leben genommen." Ihr Vater war in diesem Moment zugegen, jedoch nicht mit auf diesem Besuch. Also hat er sich zurückgehalten. Jetzt später habe ich meiner Tochter noch einmal gesagt, dass man so nicht mit seiner Mutter redet. Der Kommentar meiner Tochter und meines Mannes war ... wenn das nun mal so ihre Meinung ist.

      Jetzt habe ich tatsächlich beschlossen, sämtliche Dienste für meine Tochter einzustelln.Für mich rechtfertigt nichts auf dieser Welt, dass man so mit seiner Mama spricht.

      Ich bin sehr traurig.

      LG
      martha

      • naja, wo sie recht haben, haben sie recht: wenn das ihre meinung ist...

        ich denke nicht, dass du eure beziehung dadurch stärkst, dass du ihr die meinung verbietest und bockiges kleinkind spielst (jetzt mach ich auch nichts mehr).

        ich habs dir schon im ersten thread gesagt, glaube ich: werd erwachsen, besinne dich auf deine mutterrolle, übernimm verantwortung.

        frag deine tochter, was so schlimm an dir ist und sieh zu, ob du daran etwas ändern kannst. ganz grundlos wird sie so etwas ja nicht sagen.

        Hi! Ich glaube ich hätte sie gefragt "Warum?". Erstens ist der Gesprächspartner, der andere zum Reden auffordert in einer stärkeren Position und der, welcher sich erklären muss in einer schwächeren. Und dann denke ich dass man solche Äußerungen nicht einfach unter "Frechheit" abtun sollte. Vielleicht gibt es bei Euch Probleme die Dir nicht bewusst sind.Lg

        Tja, was fällt mir dazu ein? Schade, dass du keine anderen Möglichkeiten hast mit der Situation umzugehen als deine “Dienste“ einzustellen

        • (5) 31.01.16 - 20:52

          Oder die Folge antiauthoritärer Erziehung... #augen

          "Durch eine antiautoritäre Erziehung wird die Aggressivität des Kindes gefördert. Kinder, denen keine Grenzen gesetzt werden, erkennen diese auch nicht. Sie sind ständig auf der Suche nach Grenzen und wollen diese auch austesten. Da sie ihre Grenzen ohne Anleitung der Eltern selbst unmöglich finden können, sind sie frustriert und in späterer Folge entwickeln sich daraus Aggressionen. Kinder, die antiautoritär erzogen werden, müssen die zahlreichen sozialen Verhaltensregeln alleine herausfinden. Dieser Umstand überfordert sie völlig. Die Folge: bei solchen Kindern wurde im Erwachsenenalter häufig ein asoziales Verhaltensmuster festgestellt."

          Quelle: http://www.lifeportal.ch/baby-familie/spielen-erziehung/antiautoritaere-erziehung
          Aber das findet man überall, wo sich seriös mit dem Thema befasst wird.
          Ein entfernter Verwandter meines Mannes hat ebenfalls eine solche Erziehung genossen. Er ist ein egoistisches, arrogantes A***, und ich bin froh, dass wir ihn so gut wie nie sehen.

          Ich liebe übrigens diese besserwisserischen Sprüche irgendwelcher weltfremder Traumtänzer. #augen

          LG

          Heike

          • (6) 01.02.16 - 05:04

            Es wäre schön gewesen, wenn Du auch den folgenden Absatz des Artikels zur autoritären Erziehung zitiert hättest:

            >>Der krasse Gegensatz zur antiautoritären Erziehung ist die autoritäre Erziehung. Dabei wird ein Grossteil der Aktivitäten von den Eltern bestimmt. Das Denken und Verhalten des Kindes wird ebenfalls von den Eltern geprägt und es wird dabei oft von den Eltern zurechtgewiesen und getadelt. Die Folge von dieser Art der Erziehung ist oft, dass die Kinder kaum Selbstbewusstsein besitzen und wenig selbständig sind. Jahrzehntelange Beobachtungen haben gezeigt, dass die beiden extremen Erziehungsstile wie antiautoritäre Erziehung und autoritäre Erziehung langfristig wenig Erfolg zeigen, sodass der demokratische Erziehungsstil erfahrungsgemäss die besten Erfolge erzielt hat und von Pädagogen gerne empfohlen wird.<<

            Wobei wir beim (demokratischen) Punkt sind: Wenn das doch ihre Meinung ist...

            Grüsse
            BiDi

          • (7) 01.02.16 - 11:40

            Hallo Heike,

            vielen dank für deine nette Bezeichnung meiner Person. Ich vermute du hast den besserwisserischen Spruch nicht verstanden, sonst würdest du dich nicht so ausdrücken. Grenzen setzen und Respekt voreinander haben sind nicht das Gleiche, aber da du ja soooo clever bist, wirst du mit einem kurzem Nachdenken selbst darauf kommen.

            Deine Quelle hält übrigens auch keinem wissenschaftlichen Diskurs stand, aber das weisst du Cleverle ja selber. Es mag dich überraschen aber es gibt noch mehr Arten seine Kinder zu erziehen als autoritär und antiautoritär.

            Wer ist überhaupt Tina Voss, bestimmt eine hochangesehene Erziehungswissenschaftlerin und du wahrscheinlich auch!?

            Gruß

            Katrin

      (8) 31.01.16 - 19:24

      Hallo Martha, leider finde ich deinen Beitrag nicht, weiß nicht wie die Suche hier funktioniert.

      Darf ich fragen wie alt Deine Tochter ist?

    (10) 31.01.16 - 19:52

    Es tut mir sehr leid, dass du so traurig bist.

    Um an den Spruch Deiner Tochter anzuknüpfen: es IST sinnvoll, dass ein Kind zwei Elternteile hat, damit noch ein Zweiter da ist, wenn es mit dem einen klemmt.Ich sage oft zu meinem Mann, wenn es mit einem meinem Söhne klemmt, "Gottseidank hat die Natur zwei Elternteile vorgesehen" und es entlastet mich, dass mein Mann dann mit emotionalem Abstand übernimmt. (Und andersrum.) Ich würde in nächster Zeit verstärkt deinen Mann machen lassen, damit du und die Tochter aus euerer Konfliktspirale rauskommt. Das deeskaliert und schafft Dir und Euch eine Verschnaufpause.

    Du bist erwachsen und so doof das ist, vermutlich ist es im Moment Dein elterlicher Job Buhmann für Deine Tochter zu sein. Das ist die Pubertät und wird sich auch wieder ändern. #liebdrueck

    Ich wünsch' dir viel Kraft! Such dir was Schönes für DICH. Was Dir gut tut. Wenn es Dir gut geht werden automatisch auch die Probleme mit Diener Tochter kleiner, denn du kannst so manchen dummen Spruch großzügig wegstecken.

    LG d.

    (11) 31.01.16 - 21:35

    Hallo!

    Also den Spruch "So spricht man nicht mit seiner Mutter/ seinem Vater." hab ich noch nie verstanden.
    Warum hast du ihr nicht gesagt, was du wirklich denkst und fühlst? Du hättest sie fragen können, warum sie das sagt und ihr sagen können, dass dich das verletzt.
    Auch deinem Mann solltest du mal in einer ruhigen Minute erklären, wie sich sein Verhalten für dich anfühlt. Und frag ihn, warum er so agiert!

    Ansonsten würde ich behaupten, sie weiß ganz genau, wie sie dich am besten kriegen kann. Eben mit solchen Sprüchen. Steh drüber!

    Vielleicht gehst du ihr mit deinen Standpauken einfach auf die Nerven.

    Viele Grüße.

    Hallo, nimm sie in den Arm, sag, dass du sie liebst und dass sie dir wichtig ist!

    Dass es für dich schrecklich wäre, wenn sie tot wäre.

    Aber auch, dass es dich verletzt. Wenn du keine Gefühle zeigst, lernt sie das nicht. Das kann sie nur von euch lernen.

    Bockiges Verhalten können sie irgendwie von selber, keine Ahnung.

    Im Endeffekt überträgst du nur die Wut auf den Vater auf sie, ich kenne das selber gut und weiß, dass man da nicht immer aus seiner Haut kann.

    Ich wünsche gute Nerven!

    Deine Tochter reibt sich im Moment nun mal an Dir, weil sich bei Euch eine bestimmte Rollenverteilung etabliert hat, die - wenn ich mich richtig an Deinen letzten Thread erinnere - auch nicht so leicht zu ändern sein wird, da Dein Mann da nicht mitzieht.

    Mit solchen Sprüchen "So spricht man nicht mit seiner Mutter" erreicht man allerdings kaum etwas, und auch nicht mit der Androhung der Einstellung von Dienstleistungen.
    Und ein Tipp - gelingt mir ja auch nicht immer, aber ich versuche es: Wenn mein Sohn sich respektlos mir gegenüber verhält, sage ich das klar, dass ich das nicht will, verkneife mir aber jegliche Erläuterung wieso, weshalb und warum. Da braucht es dann einfach den richtigen Moment, um mal grundsätzlich über Umgang miteinander zu reden, aber das geht nie aus der eigenen emotionalen Aufgeladenheit heraus.

    Du hast einen Konflikt mit Deinem Mann, weil der Dir in den Rücken fällt (wobei er ja zu einer Situation, bei der er nicht dabei war, vielleicht auch nicht so gut was sagen kann). Dafür kann aber Deine Tochter nichts, und natürlich ist sie unmutig, wenn Du Euren Konflikt dann auch noch mal vor Deinem Mann aufleben lässt.

    Wenn Du schon Dienste einstellst, dann eher die für Deinen Mann ...

    LG

    Anja

    (14) 01.02.16 - 14:14

    Hallo,

    ich würde die Trennung vom Mann erwägen und das Kind dort lassen. Du hast momentan auf beiden Ebenen verloren. Und ich denke, wenn man ein totes Pferd reitet, sollte man absteigen.

    Natürlich sollst Du Deine Tochter nicht im Stich lassen. Ich würde ihr erklären, dass Papa und sie einfach einen "gemeinsameren" Weg haben und dennoch Deine Tür ihr immer offen steht.

    Der Erziehungsteil ist sowieso abgeschlossen. Eine 16jährige erziehst Du nicht mehr. Du kannst nur darauf bauen, dass die Grundsteine der ersten 10-12 Jahre nur verschüttet sind und irgendwann wieder an die Oberfläche dringen.

    Zieh dich raus. Ohne Groll und ohne Heulen (jedenfalls nicht vor den beiden!) und bringe Abstand zwischen euch. Du kannst signalisieren, dass Du einsiehst, dass der Weg der beiden nicht Deiner ist und umgekehrt.

    Ich sehe keinen Grund, warum Du Dich weiter diesem durch Deinen Mann geschürten Loyalitätskampf runterdrücken lassen sollst. Übergib ihm die Verantwortung für die letzten 2 Jahre und sei offen nachvollziehbar für Deine Tochter da.

    LG

    • Sorry, aber wie kann man jemandem - aufgrund ein paar Informationen im Internet - den man überhaupt nicht kennt dazu raten, sich von seinem Mann und Kind zu trennen?!

      • Na sie wird jetzt wohl nicht die Koffer packen, weil ICH das sage, sondern darüber nachdenken, ob das eine Option sein könnte.

        Außerdem - lesen hilft - schrieb ich

        "ich würde die Trennung vom Mann erwägen und das Kind dort lassen."

        Die Betonung liegt auf ICH. Fakt ist, der Mann sabotiert sie als Mutter. Auf so eine Partnerschaft hätte ich keine Lust. Und die Tochter ist zu alt, um über sie zu entscheiden.

        Es geht ja der TE schlecht in der Situation. Und die Familie reagiert (passiv-) aggressiv auf sie. Sie kann also nicht mehr tun, als die beiden ihr Ding machen lassen und bleiben und zusehen oder gehen und aktiv auch ihr Ding machen und Grenzen ziehen. Möglicherweise rüttelt das Vater und Tochter auch wach.

        Ich würde mich jedenfalls nicht von Vater und Tochter durchs Leben treten lassen und mich mies behandeln lassen.

        LG

        • Und wo bleibt da der Hinweis, dass auch die TE an sich arbeiten muss? Glaubst du tatsächlich, dass es zu so einem familiären Konflikt kommen kann, wenn eine Mutter keine Fehler macht? Jeder Elternteil macht Fehler. Man muss diese aber auch eingestehen können. Bei solchen Konflikten sind alle Beteiligten gefragt, an sich zu arbeiten. Und die Reaktion der Mutter ihre Dienste einzustellen sagt doch auch viel darüber aus, wie in der Familie mit Konflikten umgegangen wird. Daran muss gearbeitet werden - von allen Seiten.

          Ich sehe den Vater und die Tochter hier nicht so isoliert als Problemverursacher. Und ich als Mutter würde mein Kind auch schützen, wenn mein Mann sich unseren Kindern gegenüber unfair verhält (was ich jetzt über die TE nicht sagen kann und möchte, weil ich sie nicht kenne). Natürlich dann auf andere Art.

          Ein gutes Mutter-Kind-Verhältnis kann nicht so derart erschüttert werden. Also sicher gibt es auch Bedarf bei der TE, ihr eigenes (Erziehungs-)Verhalten zu überdenken und auf ihre Tochter zuzugehen.

          • Die Hinweise hat sie ja von Anderen bekommen. Und ich hatte nicht den Eindruck, dass die Mutter nicht über ihre Fehler nachdenkt.

            Im Gegensatz zu Anderen sehe ich das nicht als falsch an, wenn sie ihre Dienste einstellt. ich würde das nicht bockig machen, aber ruhig. Wer auf meine Meinung schei*t und sich freudestrahlend auf Papis Schoß setzt, weil der ihr alles durchgehen lässt und mich dann auch noch öffentlich respektlos behandelt, nö, da würde ich auch klar sagen: Du bist so groß und weise, dann mach mal. Oder noch besser, der Herr Sozialpädagoge darf dann eben seine Dienstleistungen erhöhen.

            Sicherlich sollte die TE darüber nachdenken, wo sie zu streng ist. Allerdings kann ich hier kein gutes Mutter-Kind-Verhältnis erkennen, wenn sich die Tochter so eindeutig, schadensfroh und an ihrem eigenen Vorteil orientiert positioniert. Eine 16jährige dürfte in der Lage sein zu erkennen, dass es ihrer Mutter nicht gut geht und auch ihrerseits mal darüber nachdenken, ob das alles so richtig ist. Wenn sie aber permanent vom Vater bestärkt wird, dass sie sich benehmen darf wie eine wilde Sau und das auch noch lustig findet, dann ist die TE doch chancenlos. Es wäre doch die Sache des Vaters zu vermitteln. Wenn die TE will, dass die Tochter um 22 Uhr zu Hause ist und der Vater meint, sie könne die Nacht durchmachen, könnte man sich doch auf 24 Uhr/1 Uhr einigen? Kompromissvorschläge kann NUR der Vater bringen. Die von der Mutter will doch keiner hören.

            Deshalb plädiere ich für einen unbeleidigten Rückzug. Ob dauerhaft oder temporär kann man ja offen lassen. Ich würde klarstellen, dass deren way of life nicht my way of life ist. Sie hat doch gar keine andere Chance ihre Grenze zu ziehen. Geredet hat sie doch genug. Nur die Heulerei, die würde ich einstellen.

            LG

Hallo,

ganz nahe liegende und einfache Frage: hast Du Dich mal mit Deiner Tochter in einem ruhigen Moment ganz offen und ehrlich darüber unterhalten, was sie an Dir stört und ihr gleichzeitig mal Deine Gefühle und Gedanken geschildert?

Mit diesen typischen Elternfloskeln ("so spricht man nicht mit seiner Mama") kommt man bei Kindern doch nie weiter, erst recht nicht bei Teenagern. Sie ist 16, die Erziehung ist zu dem Zeitpunkt abgeschlossen. Daher finde ich es immer so wichtig, vor der Pubertät eine gute Beziehung zum Kind aufzubauen und dementsprechend zu erziehen, denn dann hat man einfach keinen Einfluss mehr.

Mit Deinem Mann solltest Du auch offen sprechen, gleichzeitig aber auch DEIN Verhalten reflektieren und auch an Deinem Verhalten arbeiten. Ich glaube nicht, dass alleine zwei unterschiedliche Erziehungsstile zu einem schlechten Mutter-Tochter-Verhältnis führen.

Ich bin sicher, dass Dein Mann und Deine Tochter auch nicht alles richtig machen. Mir fehlt bei Dir aber auch Kritikfähigkeit. Du schiebst die Verantwortung Deinem Mann zu, dabei geht es um Dich und Deine Tochter.

Ich hätte schon längst an einem Tisch GEMEINSAM nach einer Lösung geschaut. Falls ihr nicht weiter kommt, würde ich vielleicht auch mal zu einer Beratungsstelle gehen.

Viele Grüße,
patsche

  • Mit dem Satz gebe ich Dir übrigens recht! #pro

    Aber wenn ich mich recht erinnere und nicht den Beitrag verwechsele, verweigert der Vater die Beratung.

    LG

    • (23) 02.02.16 - 09:15

      <<<Aber wenn ich mich recht erinnere und nicht den Beitrag verwechsele, verweigert der Vater die Beratung.>>>

      Ja, daran erinnere ich mich auch. Er ist ja schließlich Sozialpädagoge, also braucht er sowas nicht. #augen

(25) 01.02.16 - 16:33

Hallo,

ich würde sie fragen, was genau ihr gegen den Strich geht, dass sie so eine Aussage trifft. Aber nicht im Beisein deines Mannes, damit sich keine Front gegen dich bildet.

Und ansonsten bin ich ganz der Meinung von Comapo. Wenn sie dich als Mensch und Mutter so wenig schätzt, brauchst du auch nicht ihr Dienstmädchen spielen. Mit 16 Jahren kann sie sich selber kümmern. Alternativ kann sie sich ja an ihren Vater wenden.

LG
Sassi

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