Ich fühle mich total überfordert - Woran liegt es wirklich?

    • (1) 18.02.16 - 10:14

      Hallo,

      ich bin verheiratet, habe 3 Kinder (11, 6 und 5 Jahre) und 50% berufstätig an 5 Tagen die Woche. Meine Schwiegermutter, die mit im Ort wohnt, ist schwerbehindert und ich kümmere mich um ihre ganze Post usw. (bin vom Amtsgericht als Betreuer bestellt). Unterstützen kann mich meine Schwiegermutter daher nur bedingt daheim. Ich kann sie nicht fest einplanen, weil es ihr oft nicht gut geht. Mein Mann arbeitet Vollzeit.

      Worum es mir geht ist Folgendes: Momentan läuft bei uns in der Familie einfach nichts. Die Große kämpft mit ihrer weiterführenden Schule. Sie hat oft Bauchschmerzen, mag nicht hin und hat sogar schon 1x geschwänzt. Woran es bei ihr liegt, das weiß ich nicht genau. Es könnte generell Überforderung mit dem Lernstoff sein. Sie tut sich mit Lernen sehr schwer (auch mit Hilfe durch mich) und verhaut oft ihre Tests. Sie ist auf einer Realschule, was uns letztes Jahr aufgrund des Notendurchschnitts von 2,5 empfohlen wurde. Vielleicht hat sie aber auch Probleme in der neuen Klasse anzukommen. Der Lehrerin ist nichts negatives aufgefallen. Das Klima in der Klasse ist gut. Meine Tochter weiß selber nicht so genau, woran ihre Unlust liegt. Mit der Klassenlehrerin und auch dem KJP bin ich in Kontakt.

      Bei unserer Mittleren läuft es in der Schule gut. Aber sie ist sehr ängstlich und anhänglich. Ihre Laune ist generell sehr wechselhaft. Sie kann ein richtiger Sonnenschein sein und dann hat sie wieder einen Stimmungseinbruch von einer Sekunde auf die andere. Die Klassenlehrerin hat mich darauf angesprochen, ob ich deswegen mal einen Arzt (Homöopathen) aufsuchen kann. Vielleicht kann man diese Ängste, deren Ursprung mir nicht ganz klar ist, irgendwie mit Globuli behandeln. Vermuten tue ich die Ursache in der Kinderkrippe. Ich wurde meist weg geschickt, wenn meine Tochter mitten ins Spiel vertieft war, weil sich meine Tochter nicht von mir trennen wollte. In der Krippe hat sie dann oft geweint, was mir mittags beim Abholen dann immer erzählt wurde. Je nach Erzieherin war dies dann verständnisvoll gemeint oder bei der anderen Erzieherin auf genervte Art und Weise. Ob das tatsächlich der Auslöser für die jetzigen Ängste sind, wenn sie ohne mich irgendwo ist, kann ich nicht 100%ig sagen. Ich kann halt keine Minute das Haus verlassen, ohne dass sie nach mir ruft. Selbst wenn ich nur kurz im Keller bin Wäsche machen. Wenn mein Mann da ist und ich ihr erkläre wo ich bin, dann geht es. Bin ich aber abends mal mit Freunden aus, rufen mich die beiden Mädels irgendwann an und fragen wann ich heim komme. Obwohl ich vorher gesagt habe, dass sie da schon schlafen werden.

      Der Kleinste macht jetzt seit den Weihnachtsferien auch Theater morgens und will nicht in den Kindergarten. Auch da finden wir aktuell nichts, woran es liegen könnte. Mit den Erzieherinnen bin ich ebenfalls im Gespräch. Er wird nur bis mittags betreut und nach der Arbeit hole ich ihn ab. Vielleicht liegt es auch daran, dass ihm jetzt so richtig bewusst wird, dass er allein ohne seine Schwester im Kindergarten ist? Diese kam ja im September in die Schule.

      Mein Mann hält von dem ganzen "Drama" gar nichts. Für ihn MUSS es einfach funktionieren. Auch die Große unterstützt er nicht. Er meint nur "sie solle sich zusammenreißen". Mache ich Termine bei Ärzten aus um danach schauen zu lassen, hält er alles für unsinnig. Ehrlich gesagt habe ich schon gar keine Lust mehr überhaupt noch irgendwas mit ihm zu besprechen. Dementsprechend ist auch die Stimmung daheim gerade. Er versucht sich aus allem rauszuhalten und ich bin am Rotieren. Das funktioniert nicht. Das weiß ich. Aber er unterstützt mich einfach nicht und unternimmt auch meist nichts mit den Kindern bzw. wollen diese gar nichts mit ihm unternehmen. Alle hängen an mir :-(

      Ich fühle mich momentan einfach nur erschöpft, weil mir die Probleme der Kinder nicht aus dem Kopf gehen und ich keine Lösung finde. Es wäre schön, wenn alles mal wieder problemlos laufen würde. Liegt die Ursache des ganzen vielleicht auch an der Stimmung daheim, weil ich mich von meinem Mann nicht unterstützt fühle? Wir streiten uns zwar nicht, gehen uns aber dennoch irgendwie aus dem Weg. Eine Gefühlskälte ist da sicher schon zu spüren. Ich selber könnte mir auch vorstellen, dass wir irgendwann getrennte Wege gehen. Nur meine Arbeit mit den Kindern wird dadurch auch nicht weniger. Mein Mann würde sowas vermutlich nicht akzeptieren. Er würde um mich kämpfen. Aber eben auch nur um mich und weniger um unsere Kinder. Die laufen für ihn irgendwie nebenher und werden schon irgendwie groß. Rede ich mit ihm darüber, was mich stört, blockt er ab oder ist beleidigt, dass ich ihn kritisiere.

      Ich hab das Gefühl, dass mir das alles grad irgendwie über den Kopf wächst. Hab auch schon überlegt mich mal 1-2 Wochen krank schreiben zu lassen, um etwas weniger Stress zu haben. Gefühlsmäßig ist es aber eher so, dass ich auf Arbeit wenigstens mal ein paar Stunden abschalten kann und mir nicht ständig über irgendwas von daheim Gedanken machen muss. Mir tut meine Arbeit gut und macht mir auch Spaß. Da läuft wenigstens alles problemlos. Sonntags freue ich mich schon auf den Montag, damit ich daheim raus komme. Stress morgens hin oder her, den ich in der Woche habe, wenn ich die Kinder morgens fertig mache und weg bringe, bevor ich ins Büro fahre.

      Puh, das war jetzt viel Text und mir sind beim Schreiben einige Tränen geflossen, weil mein "Fass" doch recht voll ist gerade. Habt ihr Ideen, was man ändern / machen könnte, um die aktuelle Situation mal wieder zu entspannen? Ich hab das Gefühl, ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr... :-(

      LG

            • (5) 18.02.16 - 12:34

              Auf diesem intellektuellen Niveau?

              JA!

              Eine Frage ist niemals eine Antwort auf eine Frage, sondern eine indirekte Aufforderung die Antwort selber rauszufinden und/oder sich der Beantwortung der Frage zu entziehen!

              Vielleicht sollte man , wenn man keine Antwort hat gar nichts sagen!
              Zumindest dann nicht wenn man empathielos der Sache gegenüber steht.

              Mir wurde beigebracht, wenn du nichts nettes sagen kannst, dann sag lieber gar nichts!

      (10) 18.02.16 - 11:17

      Auweia... Diese Truschti-Hausfrauen-Kommis... Geh backen.

      ach nele2014, was willst du....mein Kuchen ist schon fertig....und jetzt?

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