Darf ich der 5-jährigen Tochter einer Freundin etwas verbieten?

    • (1) 06.06.16 - 16:41

      Hallo,

      ich habe eine 2-jährige Tochter.
      In der Rückbildung habe ich eine liebe Freundin gewonnen die noch eine 5-jährige Tochter hat.

      Wir hatten am Wochenende eine kleine private Feier und es gab Geschenke, diese waren auf einem Geschenketisch gelagert, Alkoholische Getränke und eine Kiste Schnapspralinen habe ich etwas höher auf Seite gestellt, sie waren aber noch sichtbar.

      Wir waren draußen, der Tisch stand drin, als ich die 5-jährige gefolgt von 3 2-jährigen mit der Pralinenkiste ins Spielzimmer verschwinden sehe. Ich habe ihre Mutter direkt darauf hingewiesen "Deine Tochter hat gerade die Schnapspralinen vom Geschenketisch ins Spielzimmer geschleppt" und bin hinterher um ihr die abzunehmen. Auch die Mutter kam hinterher und meinte zu meinem Entsetzen: "Aber nur eine für dich, keine für die Kleinen."

      Im Spielzimmer steht auch eine Tafel mit schwarzer und weißer Seite, wir haben aber nur Kreide zum bemalen der schwarzen Seite frei zugänglich, die Whiteboardmarker gibt es nur unter Aufsicht. Die Große hat mich danach gefragt und ich habe ihr gesagt, dass ich nicht möchte dass sie jetzt damit spielen weil ich nicht auf so viele kleinen Kinder zeitgleich aufpassen kann und sie Papier und Holzstifte haben kann. Wollte sie nicht. Der Mann meiner Freundin hat sich dann angeboten auf die Kinder zu achten und ich bin wieder zu den Gästen. Nach einiger Zeit - vielleicht 30min - gehe ich wieder ins Spielzimmer und sehe, dass zum einen alle Sticker aus dem Stickeralbum meiner Tochter auf die raue schwarze Seite der Tafel geklebt sind, und dass die weiße Seite, von der ich eigentlich dachte dass sie sauber war, mit schwarzem Filzstift bekritzelt.

      Ich unterhielt mich noch ein bisschen mit dem Vater als die 5-jährige sagte: "Ich hab mir im Büro nur einen Filzstift genommen, dann können die Kleinen nichts vermalen, ich pass auf den auf" und zeigte mir einen Edding. Ich habe dann gefragt: "Ist das auf der Rückseite auch mit dem Stift gemalt." - "Ja, aber das war deine Tochter" und so war es dann auch. Dann war das Geschrei groß als ich den Stift konfiszierte. Um Diskussionen zu vermeiden hab ich dann das Büro abgeschlossen aber mir eigentlich folgende Frage gestellt

      Werde ich als Erziehungsberechtigte in 3 Jahren eingreifen wenn meine Tochter so mit dem Eigentum anderer umgeht. Es geht nicht darum, dass sie den Schaden bemessen kann, aber vom jetztigen Standpunkt her, würde ich mein Kind nicht in fremden Häusern ins Arbeitszimmer gehen lassen oder irgendwo draufklettern um etwas zu holen. Die Eltern meinten aber nur lapidar: "Dann hättest Du von Anfang an absperren müssen, bei uns darf sie überall hin." Aber 5-jährige könnten doch eigentlich schon den Unterschied zwischen zu Hause und bei anderen verstehen, oder?

      • (2) 06.06.16 - 16:58

        Meine Schwägerin ist auch so... :-(

        Wenn mich was stört, soll ich ihre Kinder erziehen. Das sehe ich gar nicht ein. Ich finde, wenn ich dabei bin, sollte ich was sagen. Kizi finde ich ok, alles andere würde ich nur unter Nachfrage ggf erlauben. Als Mutter würde ich da nicht zu schauen wie mein Kind einfach was vom Geschenketisch nimmt oder mit einem Stift rumkritzelt.
        Kp warum sowas manchen Eltern egal ist. Nächstes mal würde ich alles weg packen oder die Kinder müssen in Sichtweite bleiben.

        (3) 06.06.16 - 17:04

        Hallo,

        <<Aber 5-jährige könnten doch eigentlich schon den Unterschied zwischen zu Hause und bei anderen verstehen, oder? >>

        Manche 5-Jährige vielleicht, aber nicht alle. Ich musste auch schon eine 10-Jährige darauf hinweisen, dass man fremde Schränke und Schubladen nicht einfach so öffnet.

        Wenn ich etwas gelernt habe, ist, dass

        1) mein Erziehungsstil sich zum Teil komplett von dem anderer Leute unterscheidet,

        2) mein Büro bei Besuch versperrt wird (Ähnliches wie Du musste ich auch schon erleben) und 3) man nicht davon ausgehen kann, dass Kinder folgsam sind bzw. es durchgehend bleiben.

        Ach ja und 4) die Eltern manchmal schlimmer sind als die Kinder.

        LG
        Karin

      Hallo
      Na sowas liebe ich ja.
      Und nein, Kinder bei denen bei allem zugeschaut wird oder höchstens ein kleines "Aber Schatz das darfst du eigentlich nicht" kommt können sowas nicht.
      Aber es gibt natürlich auch wenige Ausnahmen bei denen die Kinder einfach etwas anders sind..
      Ist das Mädchen bzw. die Mutter immer so drauf?

      LG

      • Eigentlich nicht. Komischerweise fallen mir schon Situationen ein in denen sie von mir verlangt hat, dass ich meiner Tochter Grenzen aufweise bzw. sie darauf hinweisen das bei ihnen andere Regeln gelten. Das war für mich auch vollkommen Okay und das halte ich für selbstverständlich.

    Hallo

    Also meine Kinder bekommen im eigenen Haus und natürlich in fremden Häusern klare ansagen was sie NICHT dürfen und das wird auch von allen 3 eingehalten

    Das erwarte ich aber auch von besucherkindern bzw Eltern wenn die das net machen gibt's von mir ansagen

    Lg rose

    hallo,
    klar kannst du etwas sagen - dein haus, deine regeln!
    ich kann es z.b. überhaupt nicht leiden, wenn kinder hier verstecken spielen, in alle räume des hauses rennen und unsere schränke öffnen. meine freundin findet das völlig okay bei sich. hier gab's dann eine klare ansage, dass die kids im kinderzimmer oder draußen spielen dürfen.
    vg

    (10) 06.06.16 - 18:48

    Hi, ich kann deinen Ärger verstehen. Bei uns ist ganz klar geregelt, auch unter Freunden, das in meiner Wohnung meine Regeln gelten und umgekehrt. Da wir uns alle gut kennen, allerdings auch ähnliche Regeln haben, können sowohl wir als auch Freunde allen Kindern etwas erlauben oder verbieten. Meine Schwägerin ist aber auch so. Mein Neffe ist zwei Jahre jünger als meine große und rennt hier immer rum wie ein Pascha. Sie sagt nix, sie meint wenn uns was nich passt sollen wir das auch durchsetzen. Sinnlos wie ich finde, sie geht auch nicht hinterher wenn er klettert. Ich aber auch nicht mehr, muss sie dann wissen. Was unsere Regeln angeht die setzte ich auch gegen sie um.

    LG und viel Erfolg

    Ich greife ein, wenn meine Kinder für mein Empfinden Blödsinn machen und deine genannten Beispiele fallen da eindeutig drunter. Auch lasse ich mir meine Wohnung nicht von anderen Kindern verwüsten.

    Manchmal kommt es aber auch zu schwierigen Situationen. Bekannte waren mal sehr empört, als mein Sohn ins "richtige" Badezimmer flitzte und nicht ins Gäste-WC. Da war er grade drei Jahre alt und ich fand es gut, dass er überhaupt rechtzeitig gegangen ist und bin auch bei uns immer froh, wenn die Kinder zur Toilette (egal welcher) gehen und mir nicht einfach auf den Boden machen (hatten wir schon mehrfach).

    lg

    • Ich hatte vor Jahren mal Besuch von einer Mutter mit allen 4 Kindern (unter 5) und die sind mit Schuhen an auf meiner neuen weißen Couch gesprungen. Ich hab damals gesagt: "Nicht mit den Schuhen" und war das böse kinderlose Monster die gar nicht weiß wie es mit Kindern ist.

      Das war irgendwie prägend und da wir hier sowieso eher wenige Regeln haben denke ich immer "Vielleicht weiß ich wirklich nicht wie es ist"

      • Tja, weißt du, in solchen Situationen bin ich dann ganz gerne ein kinderfeindliches Monster.

        Natürlich kommt es auch immer auf das Alter an, die einjährige Tochter einer Freundin ist mir letztens auch auf den Couchtisch geklettert, da haben wir sie runtergenommen und gut war. Würden Freunde meiner Großen (9 Jahre) auf meine Möbel klettern, würde ich dann doch anders reagieren.

        Für mich ist es grundlegend, dass durch das Verhalten der Kinder weder andere Menschen, noch Tiere, noch Gegenstände zu Schaden kommen. Dazu gehört auch, dass man eben nicht mit dreckigen Straßenschuhen auf der Couch hüpft oder kleine Kinder mit Edding malen lässt. Wem das nicht passt, der darf solches Verhalten gerne in SEINEN vier Wänden gutheißen, aber das tun diese Leute interessanterweise normalerweise nicht...

        lg

        (14) 07.06.16 - 19:09

        Ehrlich gesagt: Ich kenne keine Mutter, die das ihren Kindern erlauben würde. Oder aber, ich bin mit denen nicht befreundet, wer weiss#gruebel

(15) 06.06.16 - 20:11

Tief durchatmen und nächstes Mal besser machen.
Leider zerbrechen viele Freundschaften zu anderen Müttern oder gute Beziehungen zur Verwandtschaft, da die erziherischen Vorstellungen einfach viel zu weit außeinander gehen.
Ich merke das hier immer wieder, da wir einfach, scheinbar, komplett anders eingestellt sind als viele andere.
Unsere Tochter darf nirgends ran, nichtmal auf dem Spielplatz. Fasst sie etwas an das uns nicht gehört schreite ich ein. Sagt dann der Besitzer dass es okay ist, darf sie natürlich. Vorher aber nicht!
Leider sind viele gerade bei dem Thema irgendwie komisch drauf und ich habe aufgehört von anderen zu erwarten, dass sie genauso viel Rücksicht zeigen.
Auf den Spielplatz nehmen wir daher nur noch Billigkram mit und wenn Besucher mit Kindern kommen, wird alles zerbrechliche weggeräumt und Zimmer abgeschlossen, bevor die Gäste da sind.

Das nette "warte erstmal ab, bis..." wurde bei uns noch nie Wahrheit. Wir haben uns an alles gehalten das wir uns vorgenommen haben. Aber irgendwas fällt solchen Leuten immer ein. Bei der Verwandtschaft meines Mannes ist "aber ihr habt ja auch nur eins" die typische Antwort auf unser kontern.

Mein Sohn wird 5 und ich bringe ihm bei, dass er bei anderen Leuten in der Wohnung fragen muss, wenn er etwas machen oder in ein anderes Zimmer gehen möchte. Schlafzimmer sind privat.

Letzte Woche hatten wir Besuch von einem Kind (5,5 Jahre alt). Mein Mann hat eine Stunde auf ihn und die unsere Kinder aufgepasst, ich war nicht da. Mein Mann erzählte mir, dass er ins Schlafzimmer an meinen Schmuck, an mein Parfum etc. gegangen ist. Trotz Erklärung. Er mag unseren Hund sehr, will ihn aber auch manchmal ärgern. Mein Mann hat das deutlich untersagt, er hat nicht gehört. Als er dann gestern wieder mit dem Hund spielen wollte, hab ich ihm vor meiner Freundin gesagt, dass der Hund nun Angst vor ihm hat und nicht mit ihm spielen will und er erst wieder vernünftig mit ihm umgehen muss. Meine Freundin hat das verstanden und zugestimmt. Dann war er auch wieder lieb zum Hund und gut war es.

Also ich finde, gerade unter Freunden, kann man da doch freundlich aber deutlich und bestimmt sagen, was nicht geht. Hätten die Kinder von Freunden hier in dem Alter irgendwelche Sachen angemalt dann hätten ich wohl auch mit einem "sag mal spinnt ihr, ihr könnt hier doch nicht mit Edding an die Tafel malen!" reagiert... Allein schon aus dem Schock heraus. Hätte sie wahrscheinlich dabei helfen lassen, den Edding irgendwie zu beseitigen. Unsere Freunde würden das aber genauso sehen und verstehen. Da wäre jetzt niemand dabei, der es ok finden würde sich da im fremden Arbeitszimmer zu bedienen und dann auch noch mit Edding rum zu schmieren.

Hi,
also ich schimpfe auch andere Kinder. Wenn sie zu Hause keine Grenzen haben ist das nicht mein Problem. Meine Grenzen müssen respektiert werden und die setze ich auch durch. Manche Kinder haben auch mit 8 Jahren viele Dinge noch nicht gelernt. Mich mögen trotzdem alle Kinder und sie kommen auch gerne her. Auch die Eltern haben bisher noch nichts gesagt. Denen ist es eher unangenehm wenn ihre Kinder sich hier nicht benehmen.

Man ist sich eben nicht immer einig aber auch die Eltern müssen meine Grenzen aushalten können. Ich hab auch überhaupt nichts dagegen wenn andere Eltern meinem Sohn Maßregeln.

(18) 07.06.16 - 08:02

Diese Mutter hat tatsächlich Pralinen, die du gerade geschenkt bekommen hast, an ihre Tochter verfüttert... #kratzöhm... Das hat aber jetzt eher etwas mit der Erziehung der Mutter zu tun.

Alles andere finde ich nicht so schlimm. Das sind alles Dinge, die bei mehrern Kindern und etwas Durcheinandern einfach mal passieren können. Das lernt man und sperrt bei solchen Gelegenheiten das Büro immer von vorn herein ab (wir haben das Bad auch gleich mit verschlossen). Vielleicht wissen die Kinder generell, dass sie da nicht rein dürfen oder im Bad keine Wasserschlacht machen dürfen; gerade, wenn mehrere Kinder zusammen kommen und alle wissen, dass die Eltern abgelenkt sind, passiert das dann eben doch mal. Kinder sind ja keine Maschinen.

Und natürlich weise ich auch andere Kinder zurecht. Ich mache das generell, wenn es mMn notwendig ist, aber bei mir zu Hause erst recht. Ich bin dabei vielleicht nicht ganz so konsequent und "böse" wie bei den eigenen Kindern, aber schon deutlich. Die Schnapspralinen hätte ich dem Kind sofort aus der Hand genommen, ohne lang mit der Mutter zu reden.

(19) 07.06.16 - 10:28

Also meine Mädels waren in dem Alter nicht so , sie haben immer gefragt und sich an Regeln gehalten, auch mein fast 5 Jähriger Sohn fragt immer zuerst, allerdings läuft es zu Hause so dass es Dinge gibt nach denen sie Fragen müssen und dass es Dinge gibt die nur nach Absprache benutzt werden dürfen.
Allerdings haben auch meine Kinder Freunde, die von Haus keine Erziehung kennen und einfach alles machen, die kenne ja inzwischen und mache bei jedem Besuch von Anfang klare Ansagen was ich nicht haben möchte , dass funktioniert dann auch, ich mache solche Ansagen auch wenn die Eltern dabei sind, den "mein Haus, meine Regeln".
Ansonsten wenn mal zu Vorfällen kam, habe ich den Kindern erklärt warum ich etwas nicht möchte und ihnen klar gemacht dass es bei uns anders ist, als zu Hause.

LG

(20) 07.06.16 - 10:38

warum redest Du nicht direkt mit dem Kind, ich hätte das gemacht und von mir hätte es auch ne Ansage gegeben!

LG

  • (21) 07.06.16 - 11:49

    Naja, beim ersten Fall bin ich den Kindern hinterher um ihr die Pralinen abzunehmen, das erfordert ja schon eine gewisse räumliche Nähe, ich bin erst seit 2 Jahren Mutter, meine gogogajetto-Arme sind noch nicht so ausgeprägt. Aber bevor ich da war hat die Mutter es ja schon erlaubt.

    Im 2. Fall hatte ich es verboten und der Vater hat es (zumindest stillschweigend) erlaubt.

    Die Situationen bzw. das verhalten der Eltern haben mich verunsichert. Deswegen habe ich in der Situation nicht direkt mit dem Kind gesprochen.
    Außerdem bin ich unsicher, ob man das halt von einer 5-jährigen überhaupt schon verlangen kann. Ich finde es unfair ausgeschimpft zu werden für etwas was man gar nicht versteht.

(24) 07.06.16 - 11:07

Ich hätte allen Kindern (meinen eigenen und den Fremden) klare Ansagen verteilt. Da warte ich nicht auf Eltern, die evt. dann was sagen. Die kennen doch auch meine (Schmerz-)Grenze gar nicht...#kratz

Also mir ist das auch egal, ob die Eltern daneben stehen oder so. Meine Bude, mein Gesetz. Da bin ich der Meister und die Pänz haben zu spuren.

Da ich im allgemeinen aber sehr Kinderlieb bin, wissen alle Beteiligten meine Art einzuschätzen.

Und nein... 5 Jährige wissen sich nicht automatisch zu benehmen. Manche Kinder sind ja auch - trotz guter Erziehung - Benimmresistent.

Hatte ich auch mal, der kleine Nachbarsjunge von gegenüber. Der kam .....und ging immer zielstrebig auf unseren Kühlschrank zu (haben im Büro einen riesen Getränkekühlschrank stehen, der ist immer voll bis oben hin. )
Das wusste er wohl und bediente sich gerne ungefragt.

Seine Kumpels dann ebenfalls. Bis ich das mal mitgekriegt habe #aerger
Da hab ich dann mal mit wohlgesetzten Worten meinen Unmut kundgetan.

Naja. Nun fragen sie alle höflich. Da sie aber alle fussläufig nur 30 sec. von uns weg wohnen, schicke ich Horde gerne mal heim zum trinken. Da wirste ja sonst arm! *gg*

Gruss
agostea

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