Kinder leben Vegan, Minimalus, kein Kindergarten keine Schule

    • (1) 09.08.16 - 00:01

      Hallo,

      Ich kenne eine Mutter die Vegan lebt, nichts von Kindergarten oder Schule hält, bzw diese Einrichtungen komplett negativ betrachtet.

      Diese Mutter hat 2 Kinder. Der große Sohn müsste jetzt eigentlich eingeschult werden, was sie aber nicht möchte.

      Vor Monaten meinte sie schon, das sie ihrem Sohn sagte, das man keine Spielsachen braucht. Er wollte sich wohl aber nicht davon trennen. Sie lebt total ökololisch, minimalistisch usw.

      Im ersten Moment fand ich das echt interessant wie man "so" leben kann und möchte.

      Nun ist es so, das diese Familie nicht einmal mehr eine Wohnung hat. Die leben in einem Wohnwagen. Die Kinder besuchen wie gesagt keinen Kindergarten, was ja öfter vorkommt und auch nicht schlimm ist. Aber eine Schule sollen die Kids auch nicht besuchen. Sie haben keine Spielsachen, leben Vegan und total ökologisch,.

      Das ganze ist für die Kids sicher ein tolles Abenteuer, aber auf dauer?

      Bzw Vegetarisch leben... Wenn Eltern das tun, tun das die Kinder alleine dadurch sicher auch. Aber dann gleich vegan? Es gibt da keinerlei Zucker. Die Zahnbürsten sind aus Bambus. Die Kinder haben keine Schuhe! Selbst der Sohn der jetzt bald in die Schule müsste, möchte keine gekaufte Kleidung tragen (weil sie aus Wolle von Tieren ist, oder wegen der Art der Herstellung) kann ein knapp 6 Jähriger sowas überhaupt selbst beurteilen? Auch das er kein Fleisch essen möchte?

      Natürlich gibt es auch Kids die das so früh für sich entscheiden kein Fleisch essen zu wollen, ich möchte das nicht verallgemeinern oder irgendwen kritisieren der vegetarisch lebt oder seine Kids nicht in den Kindergarten oder Schule schickt.

      Ich frage mich nur, ob es nicht irgendwann zu viel des guten ist.

      Mir kommt eben der Gedanke, das man nun in einem Wohnwagen lebt um sich vor der Schulpflicht zu drücken.

      Wie seht ihr das?

      • (2) 09.08.16 - 00:02

        Minimalismus sollte das natürlich heißen

        Wie ich das sehe nun ja :
        "Leben und leben lassen"

        ob ein Kind mit 6 Jahren zu etwas eine Meinung haben kann, sicherlich meine älteste hat in dem Alter aufgehört nach süßem Abends zu fragen, weil sie sich gesund ernähren wollte.

        Fleisch möchte keins meiner Kinder probieren, auch nicht der 5 Jährige, er möchte nichts totes essen, auch nicht probieren.
        Wir versuchen den Kindern zu vermitteln dass jeder das essen soll was er möchte, so verstehen sie gut warum Verwandte und Freunde Fleisch essen und wir nicht, von uns aus dürften sie immer Probieren, nur keiner will es.

        Und was die Schule betrifft da muss eh jedes Kind hin, Menschen wie deine Bekannte bevorzugen Alternativ Schulen.

        Wie ich das sehe nun ja :
        "Leben und leben lassen"

        ob ein Kind mit 6 Jahren zu etwas eine Meinung haben kann, sicherlich meine älteste hat in dem Alter aufgehört nach süßem Abends zu fragen, weil sie sich gesund ernähren wollte.

        Fleisch möchte keins meiner Kinder probieren, auch nicht der 5 Jährige, er möchte nichts totes essen, auch nicht probieren.
        Wir versuchen den Kindern zu vermitteln dass jeder das essen soll was er möchte, so verstehen sie gut warum Verwandte und Freunde Fleisch essen und wir nicht, von uns aus dürften sie immer Probieren, nur keiner will es.

        Und was die Schule betrifft da muss eh jedes Kind hin, Menschen wie deine Bekannte bevorzugen Alternativ Schulen.

      • Hallo,

        um die Schulpflicht werden sie sich nicht lange drücken können, der Rest geht niemanden etwas an. Solange die Kinder trotz veganer Ernährung auch gut versorgt werden, hat ihr Lebensstil niemanden zu interessieren.

        Auch wir benutzen kompostierbare Zahnbürsten, ein Wohnwagen ist genauso eine Wohnung wie ein Haus oder eine Mietwohnung in der Stadt und unser Sohn trägt ausschließlich beim Tagesvater Schuhe, Zucker gibt es hier auch nicht.
        Na und?
        Gerade bei solchen Leuten kannst du dir sicher sein, dass jede einzelne Entscheidung gut bedacht und aus einem bestimmten Grund getroffen wurde.

        Oder hast du je hinterfragt, warum du Schuhe anziehst und Zucker isst?

        Ein Kind "braucht" auch kein Spielzeug. Ob man welches verwenden möchte oder nicht ist genauso die Entscheidung der Betroffenen.

        Bei Schulen gibt es auch viele alternative Schulen, die gar nicht mal sooooo teuer sind. Ich bin auch absolut nicht von den öffentlichen Schulen angetan.

        Ob ihre Kinder einfach nur nachplappern, was die Eltern vorleben oder ihre eigene Meinung ist, kann dir auch egal sein. Deine Kinder haben in dem Alter sicherlich auch dieselbe Meinung wie du - sie kennen es auch nicht anders.

        Ich persönlich finde es wichtig zu hinterfragen und seine Konsequenzen daraus zu ziehen. Und genau das vermitteln besagte Eltern.

        Was für Antworten erwartest du dir von deinem Thread? Dass alle auf der Minimalistin herumhacken und dir Recht geben? Erwartest du Ratschläge, die du ihr ungefragt entgegenbringen kannst? Sammelst du Argumente um mit ihr zu diskutieren oder möchtest du einfach nur verstehen, warum diese Leute diesen Lebensweg für sich gewählt haben?

        LG Py #winke

        • Wie machst du das ohne Schuhe? Ich trag im Warmen selten Schuhe und mein Kind trägt auch oft keine Schuhe und ich wird dafür komisch angeguckt, aber was machst du denn bei Kälte? Insbesondere bei nasser Kälte im Winter.

          • Ich hab ein kleines Handtuch einstecken, wenn es regnet oder nass ist. So hab ich schneller trockene Füße und muss nicht erst tagelang irgendwelche Schuhe trocknen. Während der Bewegung ist die Temperatur oder die Feuchtigkeit egal - der Fuß wärmt sich von innen.
            Ob ich doof angeguckt werde oder nicht, fällt mir gar nicht mehr auf. Schuhe ziehe ich eigentlich nur in öffentlichen Toiletten und medizinischen Einrichtungen an. Oder wenn es wirklich mal gar kalt ist. Aber dann bevorzuge ich es, lieber gar nicht rauszugehen anstatt schmerzende Füße zu haben.

            • Und darfst du OHNE Schuhe zur Arbeit gehen#schock????

              Also wenn ich einmal ohne Schuhe zur Arbeit käme, hätte ich binnen Sekunden eine schriftliche Ermahnung auf meinem Tisch#gruebel....

              Also ich bin ja selber Vegetarierin und verstehe daher alternative Lebensweisen sehr gut, aber ein Leben ohne Schuhe (zB im Winter bei Minusgraden#schock) wäre für mich undenkbar#klatsch....

              Lg

              Und im Winter?
              Da muss es ja nichtmal schneien...aber wird dein Kind auch dann in der Schule oder so oder im Winter keine Schuhe tragen?

      (10) 09.08.16 - 01:11

      Huhu,

      Ich denke es gibt genug Gesetze und Instanzen für Kinderschutz. Na klar kann sowas gefährlich werden: vegan im ersten Lebensjahr kann lebenslange Entwicklungsverzögerung verursachen. Kein Schulabschluss zu haben ist auch nicht einfach.

      Aber grade bei dem Lebensstil, den du bei der Mutter beschreibst, vermute ich aber eher viel Engagement für die Kinder. Da gibt es sicher ganz andere Familien, wo man sich eher Gedanken machen sollte, wenn neben fehlendem Schulbesuch z.b. noch Kriminalität dazukommt.

      LG

      • "vegan im ersten Lebensjahr kann lebenslange Entwicklungsverzögerung verursachen."

        Unter was läuft denn stillen bei dir?
        Ich kenne auch eine Mutter die beide Kinder vegan ernährt, jedoch beide gestillt hat.
        Und voll stillen geht ja über Monate , also bei mir sind Kinder das erste Lebensjahr voll gestillt worden. Die haben dann nachdem das erste Lebensjahr vollendet war mit reinem Gemüse oder Obst angefangen.
        Nun eines der Kinder ist nachgewiesen hochbegabt.
        Während das Kind was ich nur wenige Monate gestillt habe und dann mit der immer angepriesenen Flasche und Breien großgezogen habe normal intelligent ist und es sehr schwer in der Schule hatte.
        Soll man daraus einen Rückschluss auf die Ernährung ziehen ?

        LG

        • Stillen ist nicht vegan, da (menschen-)tierisches Protein. Dürfte aber okay sein, weil sich die Milchspenderin freiwillig "ausbeutet".
          Zu den Risiken (gedankenloser) veganer Ernährung: Vitamin-B12-Mangel kann bei Kleinkindern schwerste Gehirnschäden auslösen. http://m.welt.de/gesundheit/article150851106/So-gefaehrlich-ist-vegane-Ernaehrung-fuer-Kinder.html
          Zitat: "Ärzte aus Jena berichteten auf einer Tagung von einem Zweijährigen, der auf ihre Intensivstation gekommen sei mit einer Hirnblutung und Atemnot. Groß- und Kleinhirn waren geschrumpft, das Kind litt an Blutarmut. Es war ein Jahr lang nur gestillt worden, seine Mutter hatte sich in dieser Zeit und der Schwangerschaft vegan ernährt. Später bekam das Kind auch Obst und Mandelmilch. Es litt an schwerem Vitamin-B12-Mangel."

          • Ich finde nur diese absolute Ablehnung des veganen Lebens nervig.
            Unser Jüngster lebt seit er 5 Jahre ist vegan, als einziger in der Familie.
            Unsere Familie setzt sich aus Vegetarier, Mischkostesser und dem Veganer zusammen.
            Der Veganer ist eindeutig der leistungsfähigste der Kinder.

            Allerdings bekommt er zusätzlich noch pflanzliche Proteine und Vitamin B Präperate.
            Ich hatte mich mit unserem Hausarzt (er ist auch der Arzt unserer Kinder) über die veganer Ernährung des Jüngsten unterhalten und er hat entsprechende Präperate "verschrieben".

            Ich kenne auch eine vegan lebende Familie und die Kinder sind ebenfalls normal entwickelt.
            Also vegane Lebensweise ist nicht zwangsweise gefährlich für Kinder (wie der Artikel mit der Überschrift vermittelt), sie kann gefärlich werden, genauso wie einseitige Mischkost, und einseitige vegetarische Kost.
            Ich persönlich denke die Gefahr liegt in der Einseitigkeit, bei einer Ausgewogenen Ernährung speziell auf die Ernährungsform bezogen, ist keine Ernährungsform gefährlich.
            Wie bei vielen Dingen ist die Unwissenheit /Halbwissen das Gefährliche.

    (14) 09.08.16 - 02:36

    Klingt super, ich hoffe, sie schaffen es, um den Schulzwang herum zu kommen.

    • Das hoffe ich auch, es gibt ja auch in Deutschland Familien die ihre Kinder zu Hause beschulen.
      Ich habe eine Familie gesprochen die ihre Kinder zu Hause beschult und siehe an die jugendlichen Kinder machen eine Lehre :-)
      Das wird zwar nicht ganz einfach, aber es ist auch in Deutschland machbar.

      Manchmal hat man Glück und die Kinder "rutschen" durch .
      Ich habe für einen Sohn keine Einladung zum Sprachtest und auch nicht zur Schuluntersuchung, obwohl er einen Kindergarten besuchte. Er war irgendwie durchgerutscht.

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