Kind will abends nicht schlafen.

    • (1) 28.08.16 - 21:41

      Hallo zusammen,
      vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrung und kann mir Tipps bei folgendem Problem geben:
      Mein Freund hat eine Tochter, die jetzt 3 Jahre geworden ist. Ein absolut lebenslustiges , fröhliches und sehr selbstbewusstes Kind. Er ist seit die Kleine 1,5 Jahre ist, alleinerziehend, die Mutter ist verstorben.
      Das Kind hat trotzdem feste Bezugspunkte, vor allem die Tagesmutter, die sie sehr liebt und bei der sie sich auch wohl fühlt.

      Folgendes Problem haben wir gerade , was gefühlt täglich schwieriger wird.
      Jeden Abend ist das Schlafengehen ein wirkliches Drama

      Wir haben immer das gleiche Ritual, Zähneputzen, Buch anschauen , Bett gehen.
      Wir geben ihr ausreichend zeit, sich darauf einzustellen....reissen sie nicht aus dem Spiel o.ä. Es klappt alles wunderbar, bis es wirklich dann ins Bett geht. Da fängt das Kind an zu toben, erst noch trinken, essen, spielen wollen etc....wir sind konsequent und sagen, haben wir jetzt alles gemacht. jetzt ist schlafenszeit, sie darf nochmal kurz wasser trinken, aber dann wird geschlafen. Sie brüllt was das Zeug hält und schreit ich geh nicht ins Bett . Obwohl sie wirklich müde ist , will sie nicht schlafen. Wir haben nichts verändert, das funktionierte in genau der gleichen Umgebung bisher problemlos. Kein Abend ohne Terror, und ja, wir sind langsam am Ende unserer Kräfte. Sie ist ein sehr selbstständiges und selbstbewusstes Kind, tut sich schwer, sich etwas sagen zu lassen (auch im Alltag). Es ist anstrengend, mit ihr z.B. essen zu gehen, weil sie losbrüllt wenn ihr etwas nicht passt. Bei solchen Gelegenheiten nehmen wir sie raus aus der Situation und einer geht mit ihr raus. Aber wirklich fertig macht uns das Schlafensproblem. Anscheinend gibt es das bei der Tagesmutter nicht, da wäre alles super. (Mittagsschlaf). Neu ist, dass sie seit einer Woche eine andere Gruppe im Kiga besucht( ist jetzt 3 geworden). Dort schläft sie Mittags bisher manchmal, aber nicht immer.
      Hat jemand Tipps für mich oder kommt jemand das bekannt vor?
      lg

      • (2) 28.08.16 - 22:00

        Begleitet sie in den Schlaf. Für euch ist es doch auch beruhigender nicht alleine einzuschlafen, oder? Sie entwickelt sich und das macht wahrscheinlich Probleme. Reicht ihr die Hand und das Herz.

        Alles Gute!

        • (3) 28.08.16 - 22:18

          wie würdest Du das praktisch vorschlagen? Hast Du Tipps für mich? Sie kommt einfach nicht runter, wenn wir im Zimmer bleiben fängt sie an zu erzählen, zu spielen, alles, nur nicht sich auszuruhen und einzuschlafen. Generell möchte sie gar nicht ins Bett. Bettdecke etc. wird alles rausgeworfen um es dann wieder einzufordern etc....Letztendlich schläft sie irgendwann vor Erschöpfung ein. Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen Angst, wenn wir jetzt entgegen unseres bisherigen Stils für unsere Verhältnisse ich sage mal "inkonsequent" werden, dass wir ihr die nächsten 5 Jahre jeden Abend 3 Stunden bei ihr sitzen bis sie endlich schläft. Und ich habe Angst, wenn wir nun sagen ok, wir bleiben im Zimmer bis sie eingeschlafen ist, dass ihr das in ein paar Tagen nicht mehr "reicht" und dann neue Ideen kommen, z.B. jetzt schlaf ich nur noch im Wohnzimmer oder in Paps Bett....Verstehst was ich meine?

          • (4) 28.08.16 - 22:31

            Und wenn ihr es so versucht, dass sie noch leise (!) und allein im zimmer spielen darf? Also nach den Ritualen wird gesagt: " du musst noch nicht schlafen, wenn du noch nicht willst. Du darfst noch leise spielen aber allein. Wir haben jetzt auch Feierabend. Wenn du müde bist, gehst du in dein Bett, aber wir stehen nicht mehr als unterhalter zur Verfügung." Selbst bestimmtes schlagen nennt sich das wohl. Vielleicht hilft das.

            • Schlafen, nicht schlagen....

              • (6) 28.08.16 - 22:42

                Den Gedanken hatte ich auch schonmal. Vll wäre es einen Versuch wert. Es gibt dabei allerdings 2 Probleme, bei denen ich noch nicht weiss wie ich sie lösen soll.
                1. Sie muss morgens relativ früh raus, der Papa geht arbeiten und bringt sie vorher in den Kiga, d.h. feste Zeiten, sie kann nicht einfach eine halbe Stunde länger schlafen weil sie noch müde ist.
                2. Wenn wir sie abends ins Bett bringen, möchte Sie (seit einiger Zeit), dass die Türe offenbleibt. ok, machen wir, wir mögens ja auch manchmal nicht wenn alles dunkel ist. Ich hab ein bisschen bedenken, dass sie sich nicht an den Spielraum (ihr Zimmer) in dem Moment halten kann und mit Fahrzeugen, spielsachen etc. au dem Zimmer rauskommt.
                Hast Du mit dieser Methode schon Erfahrungen gemacht?

                wir möchten wieder das liebe Kind, was wir bis vor einem halben Jahr hatten, eins das auch hört wenn man was sagt, das nicht generell immer das Gegenteil von dem macht/sagt was ausgemacht ist.....

                • Bitte bedenke, dass sie erst 3! ist und sich voll in der Trotz- und Autonomiephase befindet.

                  (8) 28.08.16 - 23:01

                  Nein, persönliche Erfahrung hab ich damit noch nicht. Ich hab aber von Freunden gehört, dass es ihrem Kind geholfen hat. Klar, die ersten 1-2 mal wird sie morgens sicher noch müde sein. Aber man lernt ja aus Erfahrung. Uns geht es ja auch so, wenn wir abends zu spät schlagen gehen, obwohl wir morgens früh raus müssen, sondern wir auch müde und gehen den nächsten abend nicht mehr so spät schlafen. Das mit der offenen Tür ist natürlich eine Verlockung für sie. Ihr könnt es ja mal ne woche versuchen (eine Woche ist immer so eine mindest Zeitspanne, bis etwas neues verinnerlicht wird). Aber natürlich ist die kleine eben auch mitten in der Autonomie Phase, entdeckt ihren eigenen Willen und will ihn auch durchsetzen. Da müsst ihr weiterhin konsequent aber liebevoll bleiben. Diese Phase wird noch etwas andauern, sorry.

          Ich würde einfach bei ihr bleiben. Durch das starke Weinen zeigt sie euch ja, dass sie mit der Situation total unglücklich ist.

          Ich würde mich neben sie legen und abwarten, wie sie reagiert.

          • ... oder sie testet ihre Grenzen aus. Und die sollte es ja geben.

            • und eben deswegen hab ich auch ein bisschen Angst, mich auf sowas einzulassen.
              Wir haben ein Kind was durchaus sagt: Du machst mir jetzt dieses und jenes.Was bei uns wirklich jedesmal den Antwortsatz bringt: In dem Ton schonmal gar nicht und wenn du was möchtest, dann frage ordentlich....Wenn ich jetzt die Zügel so los lasse und sich das Gefühl bei ihr einschleicht, je lauter sie wird desto leichter bekommt sie was sie will??? dann hab ich aber komplett verloren....

              • oder sie bekommt das Gefühl, dass ihr darauf reagiert, wenn sie euch zeigt, dass sie euch braucht...
                Strenge kannst du doch bei allem anderen Zeigen, außer bei Zuneigung. Nein, du bekommst kein Eis. Nein, wir kaufen nicht das hässlische vollkommen überteurte Plastikteil. So und so viel Fernsehen reicht pro Tag. Aber ja, in meinen Arm kannst du, wenn du das brauchst.

                Das Zusammenleben mit Kindern ist doch kein Kampf, den man verlieren oder gewinnen kann. Solche Probleme verfestigen sich eher, wenn man sich in diesem Denken versteift und ständig Kämpfe sieht, die man als Erwachsener gewinnen muss.

                Hinter solchen Verhaltensweisen können Bedürfnisse stecken. Wenn die erfüllt werden, lässt es von alleine nach.

                Oder wenn es ein Grenzen austesten ist, kann man auch liebevoll konsequent bleiben. Bei ihr liegen bleiben, sich schlafend stellen, Mittagsschlaf weglassen, Zubettgehzeit ggf. anpassen.

                • Kampf...so fühlt es sich manchmal tatsächlich an. Und manchmal ist es echt schwer , liebevoll und konsequent gleichzeitig zu bleiben. Vor allem wenn es schon weit nach 21 Uhr ist, und das Kind noch immer nicht in den Schlaf findet. Man aber genau weiss, morgens um 7 Uhr ist die Nacht auch für die Maus vorbei.

                  Mittagsschlaf weglassen, haben wir versucht, ab 16.30/17.00 Uhr ist sie dermassen müde, dass sie nur noch bockt und heult, egal was gemacht wird.

                  • Ich glaube, so ist die Umstellung bei den meisten Kindern. Bei uns war das auch schrecklich anstrengend, nach etwa 2 Wochen hat es sich eingependelt und ab da war es viel entspannter.

                    Bei uns war es aber so, dass unser Sohn mittags nicht mehr schlafen wollte, obwohl er müde war. Hatten die erste Zeit auch um den Mittagsschlaf gekämpft, aber das kostet nur nerven und letztendlich war es danach viel leichter.

                    Liebe grüsse

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