Ich weiss nicht weiter :-(

    • (1) 04.09.16 - 13:08

      Hallo,
      ich entschuldige mich vorweg für Schreibfehler, aber ich schreibe jetzt einfach nieder was aus mir raus muss, ohne Rücksicht auf Satzbau oder ähnliches.

      ich habe nun wirklich schon lange nicht mehr geschrieben und bin eigentlich mehr die Stille Mitleserin.
      Aber ich werde wahnsinnig mit meinem Sohn( wird im Oktober 6)

      Er ist einfach nur .... mir fällt kein Wort dazu ein.

      Er bringt mich zur Weißglut und zum verzweifeln. So sehr, das mir bereits 2 mal die Hand ausgerutscht ist. Zwar nicht ins Gesicht, aber ich denke das das an der Situation nichts ändert. Das ich mich dafür hasse steht außer Frage, ich möchte auch keine Diskussion übers schlagen der Kinder entfachen... nur deutlich zeigen "wie" verzweiflt ich bin.

      Er hört einfach null auf das was ich sage. Wenn ich sage wir gehen links, geht er rechts. Wenn ich sage blau sagt er grün.

      Am Tisch sitzen mit ihm ist eine Qual. Ein ständiges Gezappele und Geschreie und unruhig sein das mir meist der Appetit vergeht. Ich schicke ihn dann meist hoch in sein Zimmer. Zuerst sage ich es ruhig, aber er lacht mich nur an bis ich irgendwann komplett die Kontrolle verliere, ihn anschreie und er unter Tränen nach oben geht.

      Er sagt sehr viele Schimpfwörter. Wo er diese her hat ist mir nicht wirklich bewusst. Ich erkläre ihm dann das es keine schöne Worte sind, sie, wenn einen sehr verletzten können. Aber keine 2 Minuten später ist das Wort wieder da, gefolgt zwar von einem "Entschuldigung" aber dieses scheint nicht ernst gemeint.

      Er ist auch immer so zappelig. Nie bleibt er mal ne Minute ruhis sitzen, immer am hüpfen und springen uns zappelt.....das macht mich ganz nervös und irgendwann dann auch pampig.

      Ich war natürlich schon beim Doc mit ihm. Meine Kinderärztin meinte er sei toll, eben lebhafter als andere Kinder, aber nicht auffällig.

      Aber ich dreh durch. Natürlich liebe ich mein Kind, und wir haben auch schöne Momente. Aber die hässlichen nehmen Überhand. So das ich wirklich oft mit dem Gedanken spiele ihn zu seinem Papa zu geben ( ich bin AE und wohne bei MIT, nicht bei, meinen Eltern)

      Hat irgendjemand Erfahrung? Wie kann ich mich beruhigen? Wie bekomme ich es hin nicht mehr so sehr mit ihm zu schreien und versuchen ruhig zu bleiben? Wie kann ich ihn"bestrafen" außer ins Zimmer gehen, was ihn im Prinzip nicht wirklich tangiert?

      Ich bin mehr als dankbar für hilfreiche Antworten.

      • Hallo,

        ich hatte mit meiner Tochter zwar andere Probleme, aber auch die haben mich an den Rande des Wahnsinns getrieben.

        Ich habe mich damals an die Lebensberatung gewandt. Dort wurden 4 Termine ausgemacht, in denen ein Mann dort mit meiner Tochter gespielt hat und mir danach gesagt wurde wie es weitergeht. Ich habe dort viele sehr gute Tipps bekommen. Manche waren so einfach, aber ich wäre nicht darauf gekommen.

        Die Beratung dort ist kostenlos (man kann spenden) und anonym.

        Vielleicht wäre es ein Versuch wert?

        Du könntest eine erziehungsberatung in Anspruch nehmen. Die geben dir Tipps im alltäglichen Umgang. Frag mal bei der Stadtverwaltung nach. Oder beim Jugendamt, ich weiß nicht, wer bei euch der Träger für erziehungsberatung ist. Aber kann man erfragen.
        Geht dein Sohn denn schon zur schule? Wenn nicht, ist das Verhalten in diesem Alter ziemlich normal. Das Jahr vor der Schule ticken viele Kinder extrem aus, backen und trotzen wie in der Autonomie Phase und sind unruhig und zappelig langweilen sich schnell und sind unterfordert. Soll wohl besser werden wenn sie zur schule kommen. Aber das Jahr vor der Schule ist ganz schlimm, hab ich mittlerweile schon duzend mal hier und bei mamikreisel gelesen und das es erst besser wurde als die schule begann.

        Dein Focus liegt auf den schlimmen Momenten mit ihm.
        Wenn du gut mit ihm umgehen willst, musst du deinen Fokus ändern.
        Deine Erwartungen hintenan stellen.
        Niemand ändert Gewohnheiten von jetzt auf gleich, weil es seinem Gegenüber missfällt.

        Manche Menschen brauchen die Zappligkeit, dadurch mobilisieren sie sich.
        Mein Mann macht das auch und wenn ich darauf fokussiert bin, treibt er mich damit in den Wahnsinn.
        Wenn ich auf andere Dinge mehr achte, fällt mir das nicht oder weniger auf und es berührt mich dann auch nicht.

        Du mußt Wege finden entspannter zu sein, dass wird sich auf dein Kind übertragen.
        Du scheinst sehr angespannt.
        Lerne die Zeit ohne dein Kind Kraft zu tanken und in der Zeit mit deinem Kind diese Kraft und Ruhe einzubringen.

        LG
        Karna

      • Von karna.dalilah hast du eine sehr gute Antwort bekommen.

        Dein Focus ist total auf der Minus-Seite. Hier selber umzuschwenken ist sehr schwierig wenn man schon sehr ausgelaugt ist.

        Also: Wenn du eine Erziehungsberatung in Anspruchen nehmen willst und kannst ist das nie ein Fehler und kannsehr viel gutes für dich persönlich bewirken.
        Wenn du das nicht möchtest, helfen evtl. folgende Tipps:

        - Führe ein Notizbuch in dem du jeden Abend die positiven Momente mit deinem Sohn aufschreibst. Jede Kleinigkeit. Lass den Tag Revue passieren und du wirst sehen, es gibt auch schöne Dinge. Dadurch lernst du wieder die positiven Seiten an ihm wahrzunehmen.

        - Gib ihm keinen Zucker. Bei meiner Tochter ist es extrem, wenn sie zuviel Zucker hat, wird sie dermaßen zappelig und überdrüber, dass sie sich fast selber gefährdet.

        - Schau, dass er viel Bewegung hat. Also raus, raus, raus, so oft und lange wie es geht. Kinder werden zappelig wenn sie ihre Energie nicht abbauen können.

        - Schaff dir Erholungsphasen. Ich habe niemanden, dem ich mein Kind manchmal stundenweise übergeben könnte, damit ich mal Zeit für mich habe. Dazu ist mein Kind leider kein Allein-Spieler und zudem eine Quasselstrippe.

        Lange Zeit habe ich mir Pausen nicht zugestanden und dachte ich muss immer für mein Kind da sein. Fazit war, dass meine Nerven ständig angepannt waren, das hat keinem genutzt.

        Jetzt nehme ich mir meine Auszeit: Mein Kind muss dann in sein ZImmer und ich trinke in Ruhe einen Kaffee. Ich stelle ihr den Wecker, damit sie weiß, wann meine Pause fertig ist. Aber in dieser Zeit sollte ich nicht gestört werden. Das hat sie mittlerweile kapiert und es funktioniert jetzt. danach bin ich wieder etwas aufgeladen und der Tag kann weitergehen.

        Viel Glück! Bald geht die Schule wieder los, dann hast du auch wieder Ruhepausen :-)

        Hallo.

        Wie hier schon geschrieben, lenke deinen Fokus in die positiven Dinge. Du springst auch immer auf seine "Anfälle" an. Da musst du entgegenwirken. Mein Sohn kann auch sehr gut mit Schimpfwörtern rumschmeißen, wenn es nicht nach seinem Kopf geht. Kommt es während eines Spieles vor, weil er nicht verlieren kann, dann beende ich sofort das Spiel und ignoriere ihn. Im ersten Moment braust ihm das auf, aber er kommt dann auch wieder runter, da ich nicht mehr auf ihn eingehe. Ich verlasse dann einfach das Haus und gehe in den Garten. Ist er wieder ruhig, reden wir nochmal über diese Sache, dass ich das nicht möchte und dann gehts weiter. Geht dein Kleiner vielleicht seit diesem Jahr in die Schule? Dann kann es daran liegen, dass er vielleicht gerade am Anfang etwas überfordert ist. Frag ihn, was ihn so zappelig oder wütend macht. Versuche, vielleicht einige Gewohnheiten zu ändern. Frag ihn, wie sein Tag war und erzähl von deinem. Oder was es heute zu Essen geben soll. Vielleicht hast du auch dein Tagesrhythmus, was ja nicht schlecht ist, aber ob er sich da mit einfügen kann. Wir haben auch gemerkt, wenn wir nur unseren Zeitplan durchziehen wollen, wo der Kleine eben nicht wirklich mitwirken kann und auf sich gestellt ist, wird er unruhig und unzufrieden. Also lassen wir mal was liegen und nehmen uns dann Zeit für ihn. So, nun liest du, wie es bei uns ist. Ob du dir daraus was nehmen kannst, weiß ich nicht. Denn jedes Kind ist ja auch anders.

        Alles Gute, er ist noch Kind. Bestraf ihn nicht mit Schläge etc. Dann rede lieber mit ihm.

        LG

        PS: Das mit einer Beratungsstelle wäre auch noch eine Anlaufstelle.

      • Du befindest dich mit deinem Sohn in der Negativ- Spirale. Du siehst nur noch das, was er nicht macht oder schlecht macht.

        Dein Sohn reagiert dementsprechend ....! Versuche ihn besonders zu loben, wenn er etwas gut gemacht hat. Versuche negatives Verhalten zu ignorieren. Bewegt ihr euch ausreichend oder warum ist er so zappelig. Achtest du auf gute Ernährung? Da würde ich ansetzen. Viel Glück!

        Ich möchte Dir gern antworten, denn auch ich habe 2 extrem lebhafte Kinder und kann nachvollziehen, wie schwierig für dich manchmal die Situation ist.

        - Du schreibst, Du haßt Dich dafür, dass Du ihn 2x gehauen hast.
        Das Wort "hassen" finde ich sehr auffällig und auch übertrieben.
        Keine Mutter reagiert immer perfekt (außer die Mütter hier bei urbia #schein). Schlagen/hauen ist nicht OK und sollte nicht passieren. Wenn es dennoch passiert, dann sollte man sich bei seinem Kind entschuldigen und vielleicht kurz erklären, warum man so ausgeflippt ist. Und an sich arbeiten, dass es nicht wieder passiert. Aber sich deswegen selbst hassen?

        Schön, dass Du nach Tipps und Hilfe fragst. das ist der richtige Weg. Aber komm weg von dem Gedanken, dass man eine perfekte Mutter sein kann und immer alles richtig macht und "vergib" Dir selbst diese 2 Situationen.

        - gerade meine große Tochter war im Alter von 3-6 seeeehr anstrengend. Manchmal habe ich auch sehr oft gestritten mit ihr und sie auch mal angebrüllt. Auch das war nicht richtig, auch das ist in extremen Situationen passiert, als ich völlig fertig war mit den Nerven.
        Ich hatte auch oft das Gefühl, dass wir völlig aneinander vorbei reden, der eine will nach rechts, der andere geht demonstrativ nach links. So in etwa.
        Ich habe ein paar Bücher zum Thema Erziehung gelesen, z.B. von Largo "Kinderjahre".
        Und ich habe mich mit den Kindergärtnerinnen ausgetauscht und ein paar Tipps bekommen. Und ich habe mich auch 1x mit einer Kindertherapeutin unterhalten.

        Mittlerweile weiß ich, dass nicht nur sie die Schuldige war. Wir haben uns gegenseitig hochgeschaukelt. Ich war enttäuscht, dass sie nicht so reagiert hat, wie ich wollte und sie hat getrotzt und ich wurde noch wütender auf sie usw.
        Ich habe gelernt, sie und ihren Charakter so zu nehmen, wie sie ist. Sie ist eben lebhafter, sprunghafter, läst sich sehr leicht ablenken, ist daher oft unkonzentriert oder taucht auch oft in ihrer Phantasiewelt ab und bekommt gar nicht mit, was ich von ihr will.
        Ich versuche sie so zu nehmen, wie sie ist und mache mir immer wieder bewußt, welche vielen tollen Eigenschaften sie hat. Und ich lobe sie viel mehr als früher für Kleinigkeiten, die gut laufen. Ich setze mich mit ihr öfter zusammen und rede über ihren Tag und ihre Stimmung und wie sie sich fühlt. Und ich versuche ihr viel mehr meine Situation zu erklären.
        Ich bin auch auf diese Affirmationskarten für Kinder gestoßen. Die finde ich wirklich super zur Selbstwahrnehmung für Kinder.
        https://www.amazon.de/gp/product/3407627327/ref=oh_aui_detailpage_o06_s00?ie=UTF8&psc=1

        All das hilft sehr.

        Von einer Mutter von 10 Kindern habe ich mal den Satz gehört: "Je ruhiger man als Eltern ist, desto ruhiger werden auch die Kinder."
        Und das stimmt.
        Deine Stimmung, Deine Angespanntheit und Deine Unruhe überträgt sich sofort auf das Kind.

        Und wenn das Kind (mit 6 ist er ja wirklich noch sehr klein und muß immer noch lernen, mit seinen Stimmungen selbst umzugehen) selbst aufgebracht/frustriert/zappelig usw. ist und man sich selbst ganz bewußt zwingt, ruhig zu sprechen und besonnen zu reagieren, überträg6t sich das auch (meistens) schnell auf das Kind.

        Gesteh ihm zu, dass er auch mal ausflippen kann. Das kann er auch gut allein in seinem Zimmer machen, bis er sich wieder beruhig hat, aber setzt euch hinterher zusammen und sprecht darüber.

        Alles Gute!

        Hallo,

        die anderen haben dir ja schon gute Tips gegeben. Ich würde hier auch wirklich Hilfe in Anspruch nehmen.

        Zusätzlich würde ich mal auf Zucker komplett oder ab nachmittags verzichten. Zucker ist bei hibbeligen Kindern wirklich Gift. Wir haben uns mal 4 Wochen zuckerfrei ernährt und das War schon wirklich erstaunlich was Zucker ausmacht. Seitdem haben wir ihn dauerhaft reduziert.
        Was macht er denn an Sport oder Hobbys? Wie verbringt er seine Nachmittage? Schreibe doch mal mit was er gegessen hat und was er gemacht hat und wie sein Verhalten War. Vielleicht findest du ja ein Schema. Kinder sind ja sehr individuell, kann sein dass er mehr körperliche Auslastung braucht oder auch weniger Action. Mit einem Tagebuch könntest du das gut heraus finden.

        Alles Gute für euch

        • Hey,

          du bist also alleinerziehend!? Der fehlende Vater könnte auch ein Grund für sein Verhalten sein - die strenge, regulierende Komponente.

          Isst er übermäßig viel Süßes, schaut evtl. viel Fernsehen/spielt viel Videospiele? Ist er körperlich ausgelastet? Das könnten alles Faktoren sein, die sein Verhalten beeinflussen.
          Zeigst du ihm denn Grenzen auf, setzt sie durch und formulierst sie auch entsprechend?

          Sollten diese Faktoren bis zu einem bestimmten Grad ausgeschlossen werden können, kannst du auch versuchen ihn über die Fantasie oder Kreativität zu kriegen.

Top Diskussionen anzeigen