ich habe gerade rumgebrüllt.war ich zu streng oder wie hättet ihr reagiert

    • (1) 14.09.16 - 15:29

      Hallo,

      oh mann.Bin gerade total fertig.Habe den schrecken noch in den knochen.Meine tochter ist 9 Jahre alt.
      Wir wohnen im 7 stock eines mehrfamilienhauses mit fahrstuhl.Vorm Haus ist ein großer Spielplatz.
      Meine Tochter darf seitdem sie 7 Jahre alt ist alleine vorm Haus spielen mit ihren Freundinnen.
      Sie weiß das sie nur mit dem Fahrstuhl fahren darf ,und keinesfalls an die Fenster gehen darf.Auf jeder etage befinden sich 2 fenster.Die sind ganz normal zu öffnen.Es ist gefährlich und vor knapp 2 Jahren ist schon ein kind aus dem 7 stock in den tod gefallen :-(
      Ich versuche beide Kinder selbstständig zu erziehen,deshalb darf sie auch draußen ohne mich spielen gehen.Aber es gibt eben die regel das sie nicht an die Fenster darf.
      Ich sage das jedesmal wenn sie raus geht und auch weshalb.
      Bisher hat es auch geklappt.Bis eben.Sie wollte raus spielen und ich ging kurz danach auch in den hausflur und wollte post holen.Und was sehe ich da?Meine tochter am geöffneten fenster und hing sich da raus.#schock#schock war der 4 stock.
      Ich sofort hin.Natürlich habe ich rumgebrüllt und ihr hausarrest für heute gegeben.Ich bin immer nioch geschockt.Auch über mich selbst ,weil ich normalerweise nie rumbrülle.
      Meint ihr ich habe jetzt übertrieben mit dem hausarrest?
      Ich habe ihr auch gesagt das ich wahnsinnige angst hatte das sie fällt.

      Lg die geschockte sandra

      • Hallo Du,

        mach dir wegen des Brüllens keine Gedanken- Mütter sind auch nur Menschen und bei so einem Schock hätte ich sicherlich auch gebrüllt....der Hausarrest...naja, ich halte persönlich nichts von solchen Maßnahmen. Viel besser fände ich, dir deine Tochter jetzt zu schnappen, dich fürs Brüllen zu entschuldigen und ihr zu sagen, dass du einfach ganz furchtbar in Sorge um sie warst. Ich erkläre meinen Kindern immer, dass Vertrauen in einer Familie das Allerwichtigste ist. "Ich verlasse mich auf euch und weiß, dass ihr nicht so einen Blödsinn macht. Ich vertraue euch, dass ihr nicht am Fenster oder an Geländern klettert." Den Hausarrest würde ich aufheben- und zwar gleich. Ich persönlich hätte sonst nur Sorge, dass das Kind lernt: "besser Mama erfährt nichts von so gefährlichen Situationen, sonst werde ich dafür bestraft." Erkläre ihr nochmal in Ruhe, was mit ihr passiert, wenn sie aus dem 4. Stock fällt. Kauft ne Wassermelone und schmeißt sie runter- lade gleich die Nachbarskinder dazu ein...dann können alle gleich gucken wie die Köpfe nach so einem Sturz aussehen.
        Viele Grüße,

        Mauseputz, die hin und wieder auch mal laut wird

        Hi,

        alles gut!! So hat sie wenigstens den Ernst der Lage erkannt.

        LG

        Ich stelle es mir vor, wie jemand in so einer Situation freudestrwhlend ruhig reagiert#klatsch#klatsch#klatsch

        Deine Reaktion war vollkommen normal. Bei meinem Sohn hätte ich nur sufpassen müssen, weil er mit Brüllen nicht klar kommt d.h. brüllen ja aber dann sofort in den Arm nehmen und erklären, wenn man wich selbst beruhigt.

        #liebdrueck

      • Ist schon gut, dass sie merkt, wie sehr dich das erschreckt hat. Rumbrüllen finde ich da angemessen.

        Ob du den Hausarrest durchziehen willst, ist dir überlassen. Es bestünde die Option zu erklären, dass du dich so sehr erschreckt hast, dass du das für eine gute Idee hieltst, dir aber nicht mehr sicher bist. Frag sie mal, was sie dazu meint. Und vor allem, wie sie auf die saublöde Idee gekommen ist

        Hallo,

        mach dir keine zu großen Gedanken, deine Tochter ist schon sieben, sie kann schon verstehen, dass du unter Schock standest und sie muss ja auch lernen, dass es verschiedene Gefühle gibt und sie zu benennen, um eigene einordnen zu können.

        Bei meinen Kindern fällt mir auf, dass sie das "nicht" nicht hören, das ist auch psychologisch nachgewiesen. Wenn du also sagst: "Geh nicht zum Fenster", dann kann es gut sein, dass sie das als Aufforderung sieht, genau das zu tun. Wenn du sagst "Bleib vom Fenster weg" kommt der Inhalt so an, wie er gemeint ist: Sie soll das Fenster meiden.

        Wie geschrieben, sie ist 7 Jahre alt, da kann und sollte sie eigentlich verstehen, warum sie das nicht darf und zwar OHNE dass man es ihr täglich aufs Neue sagt.

        LG
        delfinchen

      Ach Du meine Güte.
      Ich glaube, wenn Du anders reagiert hättest, hätte man sich eher Gedanken machen müssen...
      Ich persönlich halte von Hausarrest als Strafe nichts, aber laut wäre ich wohl auch geworden.
      Kann da jetzt auch nichts schlimmes dran finden...#kratz

      Hallo,
      mach Dir mal keinen Kopf. So hätte wohl fast jeder reagiert. Und Deine Tochter wird es überleben, dass sie einmal in einer Gefahrensituation angebrüllt wurde.

      Ich denke mal, Du hast ihr erklärt, warum Du sie angebrüllt hast. Und den Hausarrest finde ich durchaus angebracht. Den hätte ich sogar für mehrere Tage verhängt. Wer nicht verläßlich ist, darf halt nicht alleine raus. Oder alternativ würde ich das Kind an die Hand nehmen, bis zum Spielplatz bringen und dabei bleiben. Und auf dem Rückweg dann das gleiche Spiel. An die Hand nehmen und ab ins Haus. Mit 9 Jahren könnte es total peinlich sein, von Mama noch an die Hand genommen, zum Spielplatz gebracht und dort beaufsichtigt zu werden. Und solange sie sich nicht an die Spielregeln halten will, würde ich versuchen, das durchziehen.

      LG
      Martina75

      Normalerweise sage ich: rumbrüllen zeigt das Ende von Argumenten, aber ich einer solchen Situation hätte ich exakt genauso reagiert.
      Keine Ahnung ob ich Hausarrest gegeben hätte, aber in solchen Momenten lenkt nun mal der Schreck.

      Wenn du normalerweise ruhig bist, dann wird das auch die richtige Wirkung haben.

      Ich hatte das einmal: Sohnemann hatte sich auf dem Fahrradsitz hinter mir abgeschnallt. Hat er genau einmal gemacht.

      Also ganz ehrlich hier haste noch ein schlechtes GEwissen? Hätte ich ganz sicher nicht wenn ich sehe wie sich mein Kind aus dem 4. Stock-Fenster hängt!

      Ela

      Hi,

      ich finde deine Reaktion auch völlig normal.

      Dennoch fällt mir auf: Da scheint sich was einzuschleichen... Nämlich, daß du sie mit 9 immer noch auf die Fenster aufmerksam machst. Ich versteh dich - voll und ganz - mir würde es wahrscheinlich ähnlich ergehen, ständig die Ermahnung, weil man selber Angst hat. Ich denke, deine Tochter weiß das bereits ziemlich, ziemlich lange, dass das gefährlich ist, daß sie das nicht machen darf... trotzdem sagst du es ihr immer und immer wieder.

      Ich hab dir nun auch keinen großartigen Rat, diesem Kreis zu entkommen. Aber wenn du einfach mal versuchst, die Fenster NICHT mehr zu erwähnen wenn sie nach draußen geht... was glaubst du? Sie wird sich wohl trotzdem daran erinnern, daß sie nicht ran darf, oder?

      Ich kenne dein Verhalten teilweise aus eigener Erfahrung sehr, sehr gut. Mittlerweile weiß ich aber auch, daß das für die Kinder ZIEMLICH nervend und auch nicht gerade vertrauensvoll rüberkommen kann. Denn jedesmal, wenn du sie aufs Neue daran erinnerst, wird deine Tochter vielleicht insgeheim daran erinnert: Die Mama traut es mir nicht zu, mir so etwas wirklich zu merken.

      Ich habe viele Jahre sicher ähnlich gehandelt wie du, man kann ja auch nicht einfach aus seiner Haut. Heute sind meine Kinder bereits mit dem Auto unterwegs und irgendwann (in seinen Moped-Zeiten) hat mein Großer mir gesagt, wie anstrengend, nervend und belastend meine ständigen Sorgen doch seien....und daß er ja deswegen nicht anders fahren würde, wenn ich vorher immer sage "Pass auf, fahr langsam, sei vorsichtig es könnte glatt sein.... usw." Er wäre ja schließlich nicht blöd! Recht hat er!
      LG

      Alles gut

      deine Tochter ist bestimmt ordentlich erschrocken weil du sie zusammengestaucht hast. Gerade wenn das sonst nicht deine Art ist wird ihr das im Kopf bleiben.

      Die meisten Mütter kennen solche Reaktionen. Meine Mom hat meinen Bruder fast erwürgt weil er plötzlich über die Straße rennen wollte (da war ein Spielzeugladen) ein Laster kam und meine Mutter hat zugepackt und ihn zurückgerissen und ihn angebrüllt. Da in den 80ern noch Cordeln in den Kaputzen waren hat man einige Tage lang gesehen was passiert ist.

      Ich hab mein Kind schon am Pferdeschwanz gepackt weil es losgerannt ist wie vom Affen gebissen.

      Und ja in solchen Situationen darf man sein Kind anschreien oder auch mal packen. Man tut das ja nicht weil man es lustig findet sondern weil eine akute Gefahr besteht. Es ist eine Ausnahmesituation und die Kinder wissen das instinktiv dann auch.

      Das mit dem Haussarrest hast du gesagt also musst du es durchziehen. Sonst wirkst du unglaubwürdig.

      LG
      Corinna

      • (14) 16.09.16 - 08:57

        "Das mit dem Haussarrest hast du gesagt also musst du es durchziehen. Sonst wirkst du unglaubwürdig."

        Warum? Wenn du im Moment der Wut oder Angst etwas zu jemandem sagst, und dir später beim drüber Nachdenken auffällt, dass das vielleicht nicht so richtig war, gehst du dann nicht hin und sagst der Person das?

        Ich finde, die TE muss den Hausarrest nur durchziehen, wenn sie nach wie vor glaubt, dass das die richtige Maßnahme bei ihrer Tochter ist. Wenn sie dies aber anzweifelt oder gar bereut, dann soll sie das der Tochter auch so mitteilen. Das ist deutlich glaubwürdiger, als etwas durchzuziehen, hinter dem man gar nicht steht.

        Wenn eine Mutter etwas um jeden Preis durchzieht, auch wenn sie falsch reagiert hat, dann wird sie unglaubwürdig im Sinne von: "Die denkt immer, sie hat Recht, auch wenn sie falsch lag, kann sie das nicht zugeben, ich glaub ihr gar nichts mehr"

        Es ist wesentlich glaubwürdiger, einem Kind zu erklären, dass Eltern auch nur Menschen sind und im Eifer des Gefechts falsche Entscheidungen treffen, die sie dann korrigieren, wenn ihnen der Fehler klar wird. So bleibst Du auch noch bis in die Pubertät glaubwürdig. Mit Deiner Methode bist Du da schon lange raus!

        Allerdings finde ich den Hausarrest hier ausnahmsweise eine gute Entscheidung, weil das KInd ja gezeigt hat, dass man sich nicht auf sie verlassen kann, wenn sie alleine rausgeht.

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