fehlende Motivation beim Gitarre üben

    • (1) 23.10.16 - 23:07

      Hallöchen,

      mein Sohn spielt seit Sommer letzten Jahres Gitarre. Zuerst in der Kreismusikschule, das hat nicht sehr gut geklappt und er hat auch nicht wirklich was gelernt bei dem Lehrer. Seit ca. einem viertel Jahr hat er jetzt einen total netten und kompetenten Studenten als Lehrer, selbst Musiker. In den paar Monaten hat er auch schon echt Fortschritte gemacht und richtig tolle Sachen gelernt. Er sagt selbst es macht ihm jetzt viel mehr Spass.

      ABER: freiwillig üben tut er nicht. Ich lass ihm wirklich die Freiheit, dass er üben kann wann er will, zwecks ausruhen und runterkommen nach der Schule und so...er kommt halt erst um 16 Uhr nach Hause. Aber es muss bis 19 Uhr geübt sein. Trotzdem mault er immer rum, wenn ich ihn dran erinnere, dass bald 19 Uhr ist...

      Wie kann ich ihn denn motivieren, wenn es schon die Fortschritte nicht tun???

      Gruß
      Mona

      • Hallo,

        Dein Sohn hat keine Lust auf Gitarre, warum muss er also Gitarre spielen?

        LG

        Hallo,

        wie oft soll er denn üben pro Woche? Jeden Tag? alle 2 Tage?

        Ich würde mit ihm nochmal klären, ob er dieses Hobby überhaupt weiterhin ausüben möchte. Wenn ja, dann gehört auch üben dazu. Ich würde mit ihm dafür einen festen Tag vereinbaren in der Woche und auf diesen auch bestehen. Wenn nein, dass ist das auch ok, er muss dann eben mit den Konsequenzen leben, dass ihr keinen Unterricht mehr bezahlt. sollte er sich an die Abmachungen (üben an einem bestimmten Tag) nicht halten, wäre bei mir die Folge, dass ich den Unterricht nicht mehr bezahle.

        vg, m.

        Gar nicht. Wie könnte man Dich denn motivieren, was zu tun, was Du nicht willst?
        Bei uns gabs das Thema Keyboard, Sohnemann ging zum Unterricht, geübt wurde nicht, und irgendwann gabs auch keinen Unterricht mehr zwecks fehlender Lust. Heute steht das Instrument in seinem Zimmer und er setzt sich ab und zu dran und spielt einfach, weil er Spaß dran hat.

      • Gar nicht.
        Kinder müssen schon genug tun, wozu sie eigentlich keine Lust haben, aber nicht drum herum kommen (Schule). Warum sollen sie dann in der Freizeit auch noch Dinge tun, die sie nicht wirklich wollen?
        Irgendwann wird die Muse ihn küssen und er wird ein Hobby für sich entdecken, das er mit voller Inbrunst ausübt :-)

        LG, Cherish

        (6) 24.10.16 - 13:59

        Hallo,

        ich sehe das etwas anders als die anderen hier.

        Unsere Tochter (9) lernt auch Gitarre. Grundsätzlich macht es ihr Spaß, und sie freut sich über ihre Fortschritte.
        Aber freiwillig üben tut sie auch nicht.

        Sich freiwillig täglich hinzusetzen und etwas zu üben, was man nicht kann, erfordert einiges an Motivation und zwar viel mehr, als einmal pro Woche in einen Sportverein zu gehen. Ich kenne kein Kind unter 12, was sein Instrument regelmäßig übt, ohne, dass die Eltern mehr oder weniger Druck ausüben. Wenn es nach den Kindern ginge, würde ein- oder zweimal pro Woche geübt. Dann geht es aber nicht vorwärts, und die Kinder verlieren komplett die Lust.
        Natürlich gibt es Ausnahmen von musikalisch besonders motivierten Kindern, aber die Regel ist das nicht.

        Das heißt, entweder spart man sich das Thema Instrument bis das Kind 12 Jahre aufwärts ist, oder man besteht darauf, dass das Kind möglichst täglich übt.

        Mit unserer Tochter habe ich mich darauf geeinigt, dass einmal pro Tag alle aufgegebenen Stücke durchgespielt werden. Das dauert 10 bis 15 Minuten, ist damit wirklich kein Akt und fast immer zeitlich drin.
        Wir haben allerdings noch die Besonderheit, dass ich selbst mit ihr mit lerne. Sie muss also nicht alleine üben.
        Du kannst Deinen Sohn ja mal fragen, ob er mehr Lust hätte, wenn Du Dich daneben setzt.

        Ich denke, wenn die Kinder wirklich nachhaltig keine Lust mehr auf ein Instrument haben und es nicht daran hapert, dass das Üben ja soo anstrengend ist, dann haben sie auch keine Lust mehr, zum Unterricht zu gehen und freuen sich nicht mehr über Erfolge.
        Das ist bei unserer Tochter aber nicht der Fall.

        Abgesehen davon braucht unsere Tochter die Erfahrung, dass manche Dinge nicht sofort klappen, aber durch Üben erreicht werden können, weil ihr in der Schule alles in den Schoß fällt. Das ist bei der Gitarre anders.

        LG

        Heike

        • Das sehe ich anders. Mein Sohn ist 10 und spielt Querflöte. Und zwar, weil es ihm Spaß macht und die Musik ein Ausgleich zur Schule ist. Er kommt nach Hause, isst was und dann spielt er so ca. 20 Minuten. Danach ist er gut drauf, übt noch Vokabeln oder spielt, liest oder geht sonst wohin. Wenn es mal Tage gibt, wo das nicht geht, dann fehlt ihm die Querflöte ameisten. Er nimmt sie sogar übers Wochenende mit zu Ooa und Oma wenn wir sie besuchen. Ich denke ein bisschen Liebe zum Musizieren des Instruments muss da sein, sonst bringt es nichts. LG Ines

      Musik lernen ist ein Privileg. Wenn er nicht übt, wird das nächste Semester nicht bezahlt...

      Natürlich nur, wenn das gemaule häufig ist. So einmal die Woche darf man auch mal rummaulen...

      Was enorm motiviert: Geht mit ihm an Konzerte. Quer durchs Band - Jazzkeller, Spanische Tänze, Rockkonzert... gibt nichts besseres als Motivation!

      Mein Sohn und ich motivieren uns über die App Yousician. Kostenlos sind zwar nur eine Minuten am Tag drin, aber es macht Spaß.

      Die App ist Englisch.

      Hallo.

      die Frage ist ja was ihr euch erwartet von dem Unterricht! Soll er Profispieler werden oder es einfach als Hobby für sich?

      Ich spiele selbst Gitarre und es ist für mich einfach Ausgleich im Alltag wenn ich Stress hab. Oder mal einfach so zum Spaß.

      Müsste ich jeden Tag üben hätte ich keine Freude mehr dran....Spaß habe ich sobald ich die Gitarre nehme wenn ich Lust hab.
      Vielleicht kann dein Sohn ja einfach mal den Unterricht aussetzen und die Gitarre als Balsam für die Seele nutzen. Musik zum entspannen und nicht um Pflichten zu erfüllen.

      Er kann ja nun so einiges.... Lieder begleiten und spielen.... Das ist doch schon toll, oder?

      Wenn er partout nicht üben mag dann macht halt ne pause....

      Mona

      Hi Mona,
      noch haben wir keinen Musikunterricht bei den Jungs, aber meine Schwester muss da durch, mit 14 Jahren Junge und 12 Jahre Mädel.

      Elias spielt Saxophon und Gitarre, Gitarre für sich, 1x die Woche Unterricht, Saxophon obwohl er noch zu jung ist, im Schulorchester, 1x die Woche.

      Da muss man ihn nicht zwingen, das macht er gerne und auch täglich, locker 30 min. pro Instrument. Da er Saxophon so gut spielt, durfte er schon ins Orchester.

      Tabea spielt Trompete, Posaunenchor, 1x die Woche Probe, und 1x die Woche Privatunterricht. Meine Schwester redet sich da den Mund fusselig, es geht nur mal wieder 14 Tage gut, mit einem ordentlichen Anschiss des Lehrers. Danach..............aber aufhören will sie auch nicht, es macht ihr eigentlich Spaß.

      Warum muss bei Euch bis 19 Uhr geübt sein?

      Ein Musiklehrer sagte mal, entweder um 20 Uhr ins Bett, oder aber noch 30 min. üben. Das klappt oft besser, da sie dann nicht das Gefühl haben, mit den "Kindergartenkindern" ins Bett zu müssen und schon "groß" sind.

      Gitarre ist so toll, leider bin ich völlig unbegabt.

      Alles Gute und gute Nerven
      Claudia

      Wir haben ganz banal wieder aufgehört. Ich leg nicht jeden Monat einen Haufen Geld für etwas, auf was das Kind gar keine Lust hat.

      Allerdings haben wir bei der Großen (9) jetzt als Konsequenz für das dritte teure Hobby, das nach ein paar Monaten wieder hingeschmissen wurde, eine Ansage gemacht, dass es in den nächsten beiden Jahren nur günstigen Vereinssport geben wird oder sie ihr Taschengeld mit einbringen muss.

      Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Lass dein Kind machen was es will und nicht was du willst oder denkst was gut für ihn wäre.

      Danke für eure Antworten. Aber ganz schlau werde ich nicht aus allen.

      Hätte ich geschrieben, er findet das Gitarre spielen totaler Mist und hat keinen Bock drauf, dann würde ich es allerdings verstehen. Dann würde ich ihn auch abmelden und es wäre ok. Tut er ja aber nicht. Er hat Spass daran. Er findet nur das üben eben lästig. Ich zwinge ihn nicht in den Unterricht, da geht er sehr gerne und freiwillig hin...
      Auch übt er nicht jeden Tag, was auch ok ist, aber so 3-4 finde ich sollte man schon üben. Sind ja auch jeweils immer nur 10 Minuten. Ich bin auch absolut nicht die Mama, die da mit der Peitsche dahinter steht und sagt der Bub muss ein Hobby haben.

      Aber naja, es wird schon funktionieren. Wenn nicht dann hört er halt irgendwann auf.

      Gruß
      Mona

      • Ich hatte auch meine große Freude am Gitarren Unterricht, aber alleine spielen war doof. Ich wurde auch nicht zum üben ermutigt oder gar gezwungen. Allerdings habe ich 1 Jahr mit einer Leih Gitarre meiner Lehrerin gespielt, bis ich eine eigene bekam.

        Zuhause gespielt habe ich dennoch, aber eben nur wenn die Muse mich besuchte ;-)

        Grüße Morqua mit Prinzessin

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