Kinder(und Jugendliche/Erwachsene) quälen Tiere im Zoo

    • (1) 28.10.16 - 12:56

      Aufgrund eines Beitrags in Punkt 12(RTL) habe ich gerade mal im Internet gestöbert.
      Er ist einfach nur erschütternd und grausam. Warum dürfen soviele Kinder heute alles und die Eltern jubeln dabei noch und halten das Handy zum Mitfilmen hautnah dran?
      Ist diesen Eltern eigentlich klar, was sie da aufziehen? Kinder, die auf Tiere Steine werfen, kleine Ziegen scheuchen und schubsen oder Tiere absichtlich mit Plastikteilen füttern usw. haben irgendwann auch keinerlei Mitgefühl mit Menschen. Und ein Vater "reitet" vor den Augen seines Kindes auf einem Ziegenbock und bricht diesem dabei das Genick. Geht's noch? Was ich diesem Typen antun könnte, schreib ich lieber nicht. Das ist nicht nur gedankenlos oder gar "lustig", sondern wirklich bösartig und gemein - und da ist es mir auch egal, wenn hier der ein oder andere empörte Aufschrei kommt. Das zeigt mir dann nur, dass diese Eltern wohl ähnlich gestrickt sind.
      Schon mal was davon gehört, dass Eltern BEISPIEL sind für Kinder bzw. sie für's Leben anständig erziehen sollen? Ach ja, im Zweifelsfall sind wahrscheinlich die Lehrer schuld oder die bösen Nachbarskinder oder wer auch immer.
      Ich hätte bei dem Beitrag heulen können - und bin gerade sehr sehr froh, dass meine Kinder nie ein Tier gequält haben, weil sie alles Viehzeug jeglicher Größe liebten - und meine Enkelin auch nicht, die rettet sogar Regenwürmer und Schnecken von der Straße.
      Bin ziemlich geschockt.
      Gruß Moni
      http://www.rp-online.de/nrw/panorama/manche-kommen-nur-um-tiere-zu-quaelen-aid-1.6279677

      • Ich habs auch gesehen und bin auf baff. Ich hoffe so sehr, dass such die Natur bzw. Die Tiere sich irgendwann das zurück holen was ihnen genommen wird. Ich schäme mich nur noch für die Menschen die sowas tun. Ich hoffe, dass ich meine erste Tochter so Erziehen kann, dass sie Tiere,wie ich, liebt und respektiert.

        Hallo,

        ich habe den Beitrag nicht gesehen. Zum Glück. Wahrscheinlich hätte ich geheult wie du.

        Für mich sind Leute, die Tiere quälen, emotional völlig verarmte Krüppel, die wahrscheinlich auch Menschen gegenüber wenig bis gar kein Mitgefühl zeigen. Schlimm, wenn sich Kinder so etwas von ihren Eltern abgucken (müssen).

        LG

        Nici

        ich habe den Beitrag auch nicht gesehen, sowas aber selbst schon mal erlebt. In einem Park in dem auch Störche wohnen und nisten. Da war ein große Gruppe Erwachsener mit ihren Kindern. Die Kinder haben den Storch gejagt, immer und immer wieder sind sie ihm hinterher gejagt. Die Storche dort sind sehr zutraulich und Menschen gewohnt. Aber das arme Tier wusste schon nicht mehr wo es landen sollte, gleich kam wieder ein Schwarm Kinder angerannt. Die Eltern standen daneben, haben gelacht und gefilmt. Nach einiger Zeit ist mein Mann dann zu den Kindern als sie gerade in seiner Nähe waren und hat ihnen erklärt, dass man Tiere nicht jagen darf und dass die Storche hier nur bleiben, wenn die Menschen nett zu ihnen sind. Sie haben kaum zugehört, vielleicht haben sie ihn auch nicht verstanden (es wurde eine ausländische Sprache gesprochen). Sie sind weiter gerannt und haben den Storch wieder gejagt. Da wurde es meinem Mann zuviel er ist ihnen hinterher gerannt und wurde etwas lauter. Natürlich kamen dann gleich die Eltern dazu und griffen ihn an, er hätte ihren Kindern gar nichts zu sagen. Aussage: "was haben Sie eben den Kindern gesagt?" "ich habe ihnen erklärt, dass man keine Storche jagt" "Das waren MEINE Kinder!!" (jaaa und???)

        Naja, bevor das ganze handgreiflich wurde und sich noch mehr Menschen einmischten, sind wir gegangen und haben am Eingang bei den Tierpflegern Bescheid gegeben.

      Moin,

      ich gebe Dir da voll und ganz Recht, da ich sehr viel mit Tieren zu tun habe beobachte ich das schon seit langem mit Sorge. Meine beiden Kater sind reine Hauskatzen und meine größte Angst wenn sie mal ausbüxen sollten ist wirklich dass sie so einem Verrückten in die Hände geraten weil sie eben so zutraulich sind. Ich habe selber schon mitbekommen wie jemand versucht hat absichtlich eine Katze zu überfahren die schon wegen des Autos 1 m in die Wiese ausgewichen ist :-( Ich bremste und als er merkte dass ich es mitbekomme lies er es zum Glück. Wir haben in unserem Reitstall auch schon ein Pony verloren weil Jugendliche es wohl so lange über die Koppel hetzten bis es vor Erschöpfung stolperte und sich ein Bein brach, wenige Tage später kam die Hofkatze völlig verstört , voller Striemen und eingepinkelt von einem Ausflug zurück :-( und das auf einem Aussiedlerhof, das heißt die kamen da extra hin! Und das war vor 15 Jahren, das heißt das ist schon die Generation die jetzt mit eigenen Kindern Tiere quält :-(

      Ich fürchte dass das auch durch die modernen Medien verschärft wurde, man kann dank Handyvideo alles schnell festhalten, kann es zum Posen herumsenden, solche Sachen werden öffentlicher als früher und in leeren Köpfen ensteht dann die Idee dass das Cool ist und man damit angeben kann.

      Der Lütte hat ja jetzt schon ein Pflegepony und geht regelmäßig mit Hunden spazieren damit er einen guten Umgang mit Tieren lernt.

      LG
      Pikku

      Hallo,

      das ist keine neue Entwicklung. Solche Sadisten gab es schon immer, sowohl als Erwachsene, als auch als Kinder.

      Früher, ich schätze bis in die 60er Jahre, gab es sogar höchstens Ärger, wenn man das wertvolle Tier von jemand anderem "kaputt gemacht" hatte, aber nicht, weil man ein Tier, was keinem oder einem selbst gehörte, gequält oder getötet hat.
      Es war recht normal Katzen den Hals umzudrehen oder sie zu ersäufen, wenn man zu viele davon hatte, und seine Hunde oder Pferde blutig zu prügeln, wenn sie nicht parierten. Es waren ja nur Tiere.
      Wenn ich in Museen alte Pferdetrensen mit riesigen Hebeln oder Sporen sehe, wird mir immer ganz anders.
      Rodeos, Hundekämpfe, Stierkämpfe und Hahnenkämpfe sind ebenfalls Beispiele dafür, wie gleichgütig man früher gegenüber den Schmerzen von Tieren war und z.T. noch ist.
      Alte Tiere wurden als unnütze Fresser nicht selten einfach erschlagen. Die Bremer Stadtmusikanten thematisieren das zum Beispiel.
      Es gibt viele Länder, wo die Haltung gegenüber Tieren immer noch so ist.

      Ich kenne auch aus meiner Kindheit (80er Jahre) Fälle, wo freilaufende Katzen mit Verletzungen nach Hause kamen, die nach Tierquälern aussahen.

      Ich habe auch schonmal Kinder ausgeschimpft, weil sie Steine nach Enten warfen, während die Eltern einfach zusahen. #aerger
      Stadttauben sind bei vielen auch nur der letzte Dreck. Es gibt kaum Eltern, die etwas sagen, wenn die Kinder sie jagen oder nach ihnen treten.
      Selbst im Reitsport gibt es nicht wenige Reiter, denen das Wohl ihres Tieres oder auch von Schulpferden offenbar egal ist. Wenn das Tier dann einen psychischen Schaden entwickelt, wird es als bockig verkauft. #aerger Da frage ich mich immer, warum die einen Sport mit Tieren machen, wenn sie das Tier nur als Sportgerät sehen, das zu funktionieren hat.

      Ich denke auch, dass Kinder, die Tiere so behandeln, kaum Mitgefühl für andere Menschen entwickeln. Es ist ja bekannt, dass viele Mörder als Kinder schon Tiere gequält und getötet haben.

      Unsere Tochter hat mit 2 mal eine Katze am Schwanz gezogen. Die hat ihr daraufhin mit der Pfote eins auf den Windelpopo verpasst, und Töchterchen brüllte. Von uns kam nur der Kommentar, dass sie sich nicht zu wundern braucht, wenn die Katze sich wehrt, wenn sie sie ärgert. Sie ist jetzt 9 und sehr tierlieb.
      Der Kleine (6) ist eigentlich auch tierlieb, hat aber immer mal wieder die Anwandlung, Tauben zu jagen, was wir natürlich unterbinden.

      LG

      Heike

      • Du hast vollkommen recht - das kann man aber alles zusammen in der Rubrik "vollkommen falsch gelaufene Erziehung der Eltern" ablegen.
        Schon mein Vater, der im Krieg ein Pferd hatte, mit diesem sogar schlief usw. hat mir von klein auf beigebracht, dass man ein Tier nicht quält. Wir gingen Pferde füttern, Hasen streicheln und Kühe auch (okay vor denen hatte ich Schiß;-))
        Niemals hätte er ein Tier gequält. Schon er hat sich ca. 1962 mit einem Metzger angelegt, der wohl zweifelhafte Schlachtmethoden hatte - da wurde mein gutmütiger Papa zur Furie und bestand darauf, dass die Polizei das prüft. Er ging erst aus der Wache raus, als die Polizei zu dem Metzger auch rausfuhr - da fuhr er sogar noch hinterher und schaute, ob sie auch wirklich hinfahren.....
        Und genauso hab ich meine Kinder auch aufgezogen - wir hatten auch immer irgendwas Lebendiges als Haustier. Vögel, Mäuse, Fische, einmal zog ich für meinen Sohn als Anschauungsunterricht Froschlaich zu Fröschen auf - pfff - eine Heidenarbeit, aber so lernten sie es eben.
        Meine Tochter macht es mir ihrer Tochter wieder genauso, Leonie hat zwei Mäuse, Hund usw. geht nicht - aber sie hat trotzdem schon den Spitznamen "Hundeflüsterin" im Freundeskreis, weil auch die verrückteste "Töle" bei ihr zahm wird wie ein Kuschelkätzchen.

        Stierkampf usw. war bei uns in allen Generationen einfach eine Riesensauerei - und ich konnte mir manchmal die Schadenfreude nicht verkneifen, wenn so ein dämlicher Torero auf die Hörner genommen wurde - auch nicht pädagogisch wertvoll, aber ehrlich.
        Mein Mann war viele Jahre als Tontechniker bei Reitturnieren unterwegs - auch er machte sich manchmal keine Freunde unter Reitern - er konnte es nicht ab, wenn er sah, dass einer ein Pferd anbrüllte oder gar schlug. Und das, obwohl er selber auf einem Bauernhof aufgewachsen und nicht zimperlich war - aber ein Tier ärgern oder quälen, das ging garnicht.

        Schlimm, wenn man Erwachsenen sagen muss, dass sie als Erzieher Totalversager sind, und wenn sie ihre Kinder auch noch so verpämpeln - wenn ihnen kein anständiger Umgang mit Tieren beigebracht wird.
        Der Spruch ist uralt, und die meisten kennen ihn auch:
        "quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz".
        Man sollte ihn den Kindern wieder mal nahebringen, und zwar sehr ernsthaft - auch in den Schulen!
        LG Moni

    Danke!!!! Danke an alle hier, die meine Meinung teilen...... Ich dachte wirklich schon fast, das es kaum noch Menschen gibt, die Tiere respektieren und nicht quälen. Das ist ein Thema was mich schon immer sehr, sehr belastet :-( Das ist auch der Hauptgrund warum ich schon seit 23 Jahren Vegetarierin bin...... und ich bin "erst" 30 Jahre alt!

    Diesen Beitrag hab ich..... Zum Glück..... nicht gesehen, aber dafür den, wo die Mutter ihrem 10 jährigen Sohn beibringt auch Großwildjäger zu werden. Sinnlos wilde Tiere abknallen und auch noch stolz drauf sein?! Geht gar nicht! Zu viel Geld und null Krips im Hirn!
    Ich hasse Tierquäler abgrundtief, egal ob die das "einfachnurso" oder bei der Massentierhaltung oder wie auch immer tun, damit komm ich gar nicht klar! Das tut mir wirklich im Herzen weh :-(
    Diesen "Menschen" müsste man das gleiche antun und dazu stehe ich!
    Ich werde alles daran setzen, das mein Sohn niemals solche schlimmen Dinge tun wird.

    Hoffentlich ändert sich das Denken noch bei ganz, ganz vielen Leuten......
    Die Erde, die Natur, nimmt irgendwann Rache...

    So, genug aufgeregt...... Allen ein schönes Wochenende :-)

    • Hm,

      mich beschäftigt das Thema auch schon seit 40 Jahren und ich muss sagen ich denke es gibt zweierlei Tendenzen. Zum einen schon eine Verrohung der Sitten und des Umgangs mit Mitmenschen und Tieren, allgemein. Das was in meiner Jugend noch zum guten Ton einfach gehörte wird heute schon als "spießig" verrufen, Ich finde auch dass es viel mehr Gewalttaten z.B unter Schülern gibt als früher, bei denen wirklich schwere Körperverletzungen, teils mit Todesfolge vorkommen.
      Auf der anderen Seite kenne ich diese Themen auch schon aus unserer Schulzeit, oder aus den guten alten Talkshows wie die "Live aus dem Alabama ... Schlachthof, ... Nachclub was auch immer". Vielleicht wird es durch die Medien auch eher verbreitet, bzw man hat ja mehr Medien zur Auswahl, früher gabs in den Familien eine Tageszeitung, die Fernsehzeitung, 3 Sender, ... Obs jetzt wirklich mehr wurde oder nur mehr Bericht zugänglich sind, keine Ahnung.

      Und es verbessert sich doch einiges, der jahrzentelange Kampf der Tierschützer blieb nicht ohne Folgen. Haltungsbedingungen sind viel besser, Käfighaltung inzwischen verboten, Transportbedingungen sind besser. Wilde Wölfe und Luchse in diesem Land wären vor 20 oder 30 Jahren denke ich nicht vorstellbar gewesen. Auch auf den Reiterhöfen: Ständerhaltung lange verboten, viel mehr Paddockboxen, viel mehr Weidefläche, viel mehr Gruppenhaltungen im Offenstall, jetzt die neuen HIT ACITV-Konzepte ... wobei im Pferdesport bin ich mir gerade nicht sicher, was die Dressurreiter und die FN da gerade abziehen nimmt mir fast den Glauben dass sich was verbessert hat. Es passiert schon sehr viel, gerade im Basisreitsport sehe ich schon eine deutliche Verbesserung wenn ich so zurückdenke wie es in meiner Kindheit war. Ich hoffe auf anderen Gebieten ist es genau so.

      LG
      Pikku

      • Hallo,

        ja es stimmt, es wurde und wird viel mehr zum Thema Tierschutz beigetragen und verbessert, doch leider reicht das nicht aus....... Meiner Meinung nach :-(
        Es werden immer noch Tiere unter schrecklichen Bedingungen gehalten und das ja nicht in irgendwelchen Armutsländern( die Menschen gehen oft noch besser mit ihren Tieren um, weil sie die WIRKLICH brauchen zum überleben) sondern hier, in Deutschland, einem soooo tollen Vorzeigeland?! Naja!

        Auch Weltweit muss noch mehr passieren. Es sterben immer noch Rassen aus, werden ausgerottet, nur weil der Mensch meint das Recht dazu zu haben. Geht gar nicht!
        Das ist leider ein Thema was mich schon sehr früh beschäftigt hat und auch immer begleiten wird. Ich hoffe einfach das es irgendwann noch viel besser wird und Tiere und Lebewesen im Allgemeinen wirklich respektiert werden und Der Mensch versteht, das die Erde uns nicht braucht , aber wir die Erde!

        Liebe Grüße

        • Moin,

          da gebe ich Dir Recht, ich wollte nur sagen wir müssen und können weitermachen weil sich was tut! Auch wenn es mühsam ist, gebe ich zu, ich glaube die ersten Unterschriftenaktionen gegen Käfighaltung hab ich vor 30 Jahren in unserer Klasse ausgeteilt und weggeschickt, und jetzt endlich ist was passiert.

          Hast auch immer Tierfreund gelesen? Ich hab schon geschaut ab wann ich den meinem Kleinen zum Lesen bestellen darf :-)

          Lg
          Pikku

      Stimmt, ich finde auch, beim Reitsport hat sich schon was getan. Mein Mann beobachtete vor ca. 35 Jahren viel mehr Rohheiten als in der neueren Zeit - Gottseidank. Ich hab mich auch mal letztes Jahr mit dem Besitzer eines Reiterhofs unterhalten, wo meine Enkelin in den Ferien immer hingeht. Offenbar wird der Umgang mit Pferden mittlerweile auch besser beobachtet und die allgemeine Einstellung zum Pferd wurde anders. Das ist schon mal etwas Gutes, denn auch Leonie berichtet nur von einem guten Umgang der Trainer usw.

      Allerdings ist die "Rollkur" immer noch eine Sauerei - wie mit besonders teuren Pferden umgegangen wird, wenn sie nicht ihre Höchstleistung zeigen (siehe Totilas) - kein Pferd hat doch Vertrauen zu einem Menschen, der es quält!

      Ich glaube, da wird auf den niedrigeren Ebenen, die wir kennen, schon besser mit den Pferden umgegangen.
      LG Moni

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