Verhalten nach Auseinandersetzung

    • (1) 13.12.16 - 16:29

      Hallo ihr Lieben #winke,

      ich weiß mal wieder nicht weiter :(.

      Es geht wie schon oben geschrieben - um das Verhalten nach einer Auseinandersetzung mit Kind. Mein "Großer" ist 6 Jahre alt.

      Bis jetzt haben wir es immer so gehalten, dass wir geschimpft und wenn es ganz schlimm war, ihn ins Zimmer geschickt haben. Dann sind wir nach ca. 10 - 15 Min. wieder rein und haben nochmal versucht, normal mit ihm zu reden.

      Langsam haben wir aber das Gefühl, dass er meint, "naja, jetzt warte ich mal ab bis die wieder kommen und dann ist alles wieder gut." ERgo: Meine Eltern kommen ja sowieso immer wieder. So wirklich interessieren tut ihn das nicht, denn wir schimpfen oft wg. denselben Dingen.

      Jetzt bin ich gerade wieder an so einem Punkt, an dem ich ihn ins Zimmer geschickt habe, wegen echt unmöglichem Verhalten. Und irgendwie mag ich nicht mehr zu ihm gehen. Ich will ihn spüren lassen, dass es so einfach nicht geht. Ich hab das allerdings schonmal gemacht und da war er - ungelogen! - über 1 Std im ZImmer. Als ich - voller schlechten Gewissens - nachgeschaut habe, hat er seelenruhig gespielt.

      Was also tun, damit er begreift, dass manche Sachen einfach nicht gehen? Ich hab das Gefühl es interessiert ihn alles nicht, egal was wir machen.

      Ich bin herzlichst überfragt....:-p

      Viele Grüße
      Tinchen :-)

      • (2) 13.12.16 - 16:38

        Hallo!

        Meiner Meinung nach, sollte die "Strafe" oder besser gesagt, die Konsequenz für sein Verhalten mit der eigentlichen Sache zu tun haben.

        Als Beispiel:
        Wenn mein Kind um 18.30h zu Hause sein soll und sie kommt um 18.45h, dann muss sie am nächsten Tag um 18.15h da sein.

        Wenn si den Fernseher nicht ausschalte, bzw. Theater macht, obwohl es anders abgesprochen war, dann darf sie am nächsten Tag kein Fernsehen schauen.

        Was macht denn Dein Sohn, wenn ich fragen darf?

        (3) 13.12.16 - 17:01

        Huhu,

        Wie du selbst siehst, funktioniert ins Zimmer schicken nicht. Außerdem SOLL es so sein, dass die Eltern immer wieder kommen. Wie soll ein Kind sonst Vertrauen zu Eltern haben und ihnen erzählen, wenn es Mist gebaut hat, wenn es befürchten muss, dadurch sowas wie Liebesentzug zu spüren zu bekommen?

        Wie meine Vorschreiberin bereits sagte, die "Strafe" sollte immer etwas mit der Ursache zu tun haben. Wenn mein Sohn nicht rechtzeitig nach Hause käme, dürfte er nicht mehr so lange wegbleiben. Wenn er länger als vereinbart am Tablet wäre, dürfte er am nächsten Tag dafür nicht (Zeit ist ja schon aufgebraucht). Wenn er etwas liegen lässt, dann rufe ich ihn zu mir und lasse es wegräumen. Wenn er seine HA nicht erledigen würde, würde ich einerseits darauf hoffen, dass es in der Schule Konsequenzen hat, andererseits würde ich ihn am WE nacharbeiten lassen. Etc

        Welches Verhalten ist denn das Problem?

        LG

        Hanna

        Ins Zimmer schicken ist nur für meinen Kleinen Sohn eine Strafe. Der Große ist da wie deiner, spielt was, liest was und wenn man hin geht ist ihm nicht mal aufgefallen ob er jetzt 10 Minuten oder 1 Stunde da war. Der Kleine spielt allerdings ungerne alleine, der mosert immer. Wenn also nichts mehr geht kann ich den auch mal ins Zimmer verfrachten bis er wieder klar denken kann.

        Ansonsten versuche ich auch immer Konsequenz passend zum Vergehen. Sprich TV-Verbot wenn sich nicht an die Regeln gehalten wird (erst nach dem Abendessen, nach der erlaubten Zeit ohne weiteren Hinweis ausschalten...), wer morgens nicht aus dem Bett kommt und mich anmault beim Wecken muss am Abend eben dann was früher ins Bett damit er am nächsten Tag besser ausgeschlafen ist.....

      • (5) 13.12.16 - 19:11

        <3 lichsten Dank für die konstruktiven Beiträge :-D.

        Also an dieser Stelle muss gesagt sein, dass es auch für mich schon logisch etwas mit dem "VErgehen" zu tun haben muss. Die Konsequenz auf "Hausaufgaben nicht machen" darf jetzt z.B. nicht "Abends früher ins BEtt" sein. A hat ja mit B nix zu tun.

        Darum geht es auch nicht. Es geht darum (eigentlich wollte ich es nicht preisgeben und absichtlich bedeckt halten, ich will meinen Sohn nicht bloßstellen!), dass er - immer nur bei mir - einen Umgangston hat, der wirklich nicht mehr feierlich ist. Besonders nach der Schule, so wie heute. Ich habe ich von der Mittagsbetreuung abgeholt und schon die Frage nach seinem Tag hat ihn wütend werden lassen. Ich habe aber erst mal nichts darauf gesagt und bin zur Tagesordnung über gegangen.

        Anschließend hat er mich gefragt ob er "die Plätzlich aus der blauen Dose" haben könnte. Ich bin wirklich in mich gegangen, aber mir fielen absolut keine Plätzchen ein, die ich in einer blauen DOse habe. Also habe ich ihn gefragt welche er denn genau meine. Daraufhin ist er völlig ausgeflippt, hat geheult und mit dem Fuß aufgestampft und geschrien: "Dass du nie was kapierst, was ich dir sage, alles glaubst du mir nicht und alles muss man dir tausendmal erklären...!"

        Nun, da war ich schon etwas perplex. Es gab für diesen Ausraster absolut keinen Grund, denn ich habe ihm ja nicht verboten Plätzchen zu essen (wofür backe ich sie wohl?!), aber ich wusste nur im MOment nicht welche er meinte.

        Ich habe ihn daraufhin ins Zimmer geschickt mit dem Hinweis mal darüber nachzudenken, wie er mit seiner Mutter zu reden hat. Und das macht er meistens nur bei mir. NIcht bei seinem Vater.

        Ich muss zugeben, dass ich schon etwas entsetzt war, denn ich weiß partout nicht wo diese Wut herkommt.:-(

        • (6) 13.12.16 - 20:04

          Könnte es vielleicht an dir liegen?
          Dein Sohn rastet nur bei dir so aus. Das macht er sonst nicht. Du "nervst" ihn, du stellst die falschen Fragen und du schickst ihn als Strafe ins Zimmer. Obwohl ihn das wohl ganz recht sein wird.

          Versuche das mal aus Sicht deines Kindes zu sehen ;-).
          Lass doch mal den Papa das Kind abholen und begleite ihn nur und beobachte genau, was der Papa macht. Schau dir an, welche Fragen der Papa stellt.
          Wie verzweifelt muss ein Kind sein, wenn es feststellt, dass seine eigene Mutter es nie versteht, wie muss es auf ein Kind wirken, wenn es dann auch noch dafür bestraft wird?

          • Hallo,

            das sehe ich ein wenig anders ;-). Die TE hat ihm nicht verboten Kekse zu essen, sondern lediglcih gefragt, welche er denn meint. Daraufhin so auszuflippen geht gar nicht. Ist bei uns gerade auch so #augen.

            Mag sein, dass es in seinen Augen eine falsche Frage ist, aber mit 6 Jahren sollte ein Kind durchaus in der Lage sein, vernünftig zu antworten, es ging ja kei Streit hervor. Und ins Zimmer schicken, hätte ich wohl auch gemacht, damit er erstmal runter kommt.

            "Wie verzweifelt muss ein Kind sein, wenn es feststellt, dass seine eigene Mutter es nie versteht, wie muss es auf ein Kind wirken, wenn es dann auch noch dafür bestraft wird? " Das Kind ist verzweifelt, woran machst du das fest? Mag sein, dass Kinder sich unverstanden fühlen, aber auch das kann man mit 6 Jahren schon vernünftig sagen.

            • Mag sein. Man sollte natürlich die Situation nicht ganz außer acht lassen. Und bei der TE gibt es schon ein hochgradig erregtes Kind, weil es sich die ganze Zeit, d.h. den ganzen Tag zusammenreißen musste. Dann explodiert es halt nur noch. Und bei Muttern kann er das auch.

              Ins Zimmer schicken, das hat die TE schon selbst treffend festgestellt, ist keine Strafe mehr und belastet sie mehr als ihn. Also kann das wohl keine Lösung sein.

              Die Verzweiflung mach ich an der Aussage fest. Das Wörtchen "Nie..." ist sehr absolut. Zeigt ziemlich genau, dass Mutter immer erst anfängt zu diskutieren, nachzufragen (im Sinne von nachzubohren) oder gar nicht erst zuzuhören.

        (9) 13.12.16 - 20:32

        Hallo Du,

        da muss ich jetzt mal antworten, da ich auch so ein Exemplar Zuhause habe.

        Wir haben drei Kinder und nur einer hat dieses "Ich bin aus dem Nichts wütend Gen"

        Aus Erfahrung möchte ich Dir folgendes mitgeben.

        - Kinder sind mit 6 Jahren nach der Mittagsbetreuung einfach platt. Sie haben sich den ganzen Tag zusamengerissen und dann kommt der "sichere Hafen", nämlich Du , und da wird dann kurz Dampf abgelassen. Das hat nichts mit schlechter Erziehung oder ähnlichem zu tun. Das ist einfach Typsache.

        - Am Nachmittag nach der Mittagsbetreuung ist bei uns der typische Zeitpunkt für so einen Ausraster. Ich versuche unseren Sohn möglichst schnell Futter zu geben. Oft ist das Mittagessen zu lange her, die Kids sind wirklich im Unterzucker. Mir hat mal ein Kinderarzt gesagt, dass es Kinder gibt, bei denen das Gehirn bei Unterzucker nicht wirklich fuktioniert. Bei unserem Sohn ist das absolut zutreffend. Und schnelle Fütterung hilft:-p

        - Wenn Du ihn bestrafen willst, weil Du keine Lust hast grundlos angepflaumt zu werden, dann bespreche das mit ihm vorher. Schlag ihn vor, dass er in solchen Situationen aus dem Zimmer gehen und seinen Zorn dort rauslassen soll.In dem Moment selbst erreichst Du nichts.

        - Habe Geduld und ein bisschen Verständnis, er ist noch klein. Ich kann verstehen, dass es Dich ärgert aber spreche lieber mit ihn darüber als ihn zu bestrafen.

        - Verlange eine Entschuldigung von ihm.

        Auch ja unser Sohn ist mitterweile 8 Jahre alt und er macht das nur noch selten. Meist geht er von alleine aus dem Zimmer und kommt dann wieder wenn er wieder friedlich ist;) Manchmal schafft er es aber auch nicht und ich bekomme seinen Zorn ab. Ich schicke ihn dann auch raus und verlange später eine Entschuldigung.

        Ich wünsche Dir gute Nerven

        Mori

        VG
        Mori

        (10) 13.12.16 - 21:04

        Hallo,
        dein Beispiel hilft mir jetzt, deine Situation etwas besser zu verstehen.

        Mein Sohn ist sieben Jahre und in der 2.Klasse.

        Was du beschreibst, ist glaube ich dem anstrengenden Schultag & Betreuung geschuldet.

        Ich kenne das von meinem Sohn. Nach der Schule ist er oft noch aufgeputscht, im Alltag mit seinen Kumpels und dazu müde/ platt.
        Manchmal ist da jedes Wort Zuviel und sein Ton mir gegenüber unangebracht.

        Ich sage ihm dann auch ganz klar, dass ich nicht sein Kumpel bin und er mit mir anständig reden soll.
        Deine Reaktion auf sein Verhalten heute, finde ich gut. Weil er sich selbst so abreagiert hat ohne weiteren Streit. Deswegen finde ich, ihn in sein Zimmer zu schicken erstmals okay.
        Gruß

        (11) 13.12.16 - 21:59

        Das finde ich schon ganz interessant. Woher kennt er denn den Ausdruck "alles muss man dir tausendmal erklären?" Irgendwo muss er den ja gehört haben.

        Mein Sohn sagte mit 3 Jahren mal "aus dem Weg, ihr Penner", als er im Einkaufswagen saß und die Schlange an der Kasser recht lang war. Jau, hatte er von mir beim Autofahren aufgeschnappt. #schein Aber auch später werden von Kindern ja Ausdrücke und auch Gestik, Mimik und Tonfall der Erwachsenen im Umfeld übernommen.

        In solchen Fällen spiegele ich meinem Sohn immer, was für ein Gefühl so ein Verhalten in anderen Menschen auslöst. Ich frage ihn, wie er sich fühlen würde, wenn z. B. sein bester Freund das zu ihm sagen würde. An der Antwort kann man auch erkennen, ob er überhaupt merkt, dass das ein Verhalten ist, was nicht geht.

        Ich glaube, dass wir als Erwachsene auch oft deutlich schnippischer sind, als wir selbst merken. Kinder spiegeln nur das Verhalten der Menschen um sie herum. Wenn es ihr als Eltern nicht seid, dann ist es vielleicht eine andere Bezugsperson, die öfter mal recht genervt ist?

        Mein Rezept wäre hier, den freundlichen und fairen Umgang miteinander in den Vordergrund zu stellen und auch zu demonstrieren, wie ich selbst mich ärgere und wie ich mich bei Ärger verhalte, in der Hoffnung, dass dieses Verhalten dann als Vorbild genommen wird.

        • (12) 16.12.16 - 16:35

          <<<Mein Sohn sagte mit 3 Jahren mal "aus dem Weg, ihr Penner", als er im Einkaufswagen saß und die Schlange an der Kasser recht lang war. Jau, hatte er von mir beim Autofahren aufgeschnappt. #schein Aber auch später werden v<<<

          Danke für den Lacher #heul#heul#huepf

      Ich würde sagen, dein Sohn ist ganz schön geschlaucht von dem Tag und lässt das mit seiner Wut raus. Er musste den Tag über in der Schule angepasst sein und hat da einfach Anspannung aufgestaut. Er suchte nach einer Lappalie, um den Stress abbauen zu können.Du bist seine liebste Person. Er weiß, dass du ihn auch liebst, wenn er sich so verhält. Deswegen lässt er das bei dir raus. Wie gerne, würde wir Erwachsenen einfach nur rumschreien, um Stress abzubauen? Ich will hier nicht als Heilige auftreten, ich kann das überhaupt nicht ab, wenn meine Kinder schreien und ich mecker auch zurück, dass ich das nicht mag. Manchmal hilft es mir aber, das mit einem anderen Blick zu sehen, wenn ich versuche mir zu erklären, wieso sie das überhaupt tun. Unsere Kinder wollen ja nicht absichtlich gemein sein.
      Dein Kind ist ja schon größer. Vllt. hilft es, wenn ihr gemeinsam nach Stressabbaumöglichkeiten und alternativen Handlungen sucht.

      (14) 14.12.16 - 12:56

      Also ich würde die Wut nicht so überbewerten und in Zukunft nur etwas anders reagieren. Mama wird oft als Ventil für Launen benutzt schon im Babyalter... ich würd ihm sagen:"Ich sehe, dass du wütend bist und vielleicht müde und hungrig. Kann das sein? Wir sind ja gleich zu Haus und dann kannst du Plätzchen oder etwas anderes zu Essen haben."

      Im Prinzip wissen Kinder oft nicht so genau wohin mit ihren Gefühlen und können die auch nicht so richtig einordnen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass DU sie für ihn benennst, so lernt er sie einzuordnen und kann dir irgendwann statt dieser Motzerei sagen:"Mama, ich bin wütend und hungrig!"
      Ihn für seine Gefühle zu bestrafen ist kontraproduktiv. So sitzt er in seinem Zimmer und hat keine Ahnung, warum oder was er ändern könnte. Denn alles, was er weiß, ist: er hatte ein blödes Gefühl!
      Versuhe diese Dinge nicht persönlich zu nehmen, sondern erkläre ihm was mit ihm los ist. Das wird auf lange Sicht am meisten helfen diese Situationen zu vermeiden.

      Ich wünsche euch alles Liebe!

      (15) 14.12.16 - 15:30

      Passiert das immer nach dem Abholen? Könnte er einfach "drüber" sein nach einem langen Tag in der Schule und Betreuung? Dann sind meine 2 nämlich auch gerne mal Rumpelstilzchen. Da hilft nur ruhig bleiben, ich sage dann auch das sie in dem Ton nicht mit mir zu reden haben. Dann gibt es was zu Essen was den Zuckerhaushalt auffüllt, Banane, Apfel, Waffel..... (ganz schlimm ist es nämlich wenn das Essen nicht so nach Geschmack war und nur das Nötigste gegessen wurde also auch noch zur Reizüberflutung Hunger kommt). Und eine Pause, die auch gerne im Zimmer, in Ruhe zum mal kurz abschalten. Danach geht es dann meistens wieder.

      (16) 14.12.16 - 20:17

      Guten Abend #winke,

      sorry mein Tag war echt stressig, deshalb komme ich erst jetzt zum Antworten#schwitz #sorry.

      Ich will euch noch kurz erzählen, wie es dann gestern weiterging:

      Ich war wirklich willens, nicht zu ihm hoch zu gehen. Ich hatte selbst einen stressigen Tag und hab mir gedacht, es bringt eh nix. Ich muss mich erst mal selbst beruhigen. Nach ca. 20 Min. kam er von alleine wieder runter. Er hat sich neben mich hingesetzt und leise gemeint: "Tut mir leid Mama, ich hab mir jetzt überlegt, wie ich mit dir zu reden hab." Ich hab mich sehr gefreut, dass er wirklich von selbst wieder gekommen ist. Wir haben miteinander gesprochen und er hat dann nach einem Besuch bei den Plätzchen einsehen müssen, dass wir wirklich keine blaue Dose haben (;-)). Ich habe ihm erklärt, dass ich es total verstehen kann, dass er nach der Schule erst mal was essen will (jemand hat den Einwand Unterzuckerung gebracht, das trifft auf meinen 100%ig zu :-p) und seine Ruhe braucht. Aber das kann er mir auch ganz klar mitteilen. Ein einfaches: "Nicht jetzt Mama, ich brauch Ruhe!" hätts auch getan. Ich bin wirklich die Letzte, die das nicht versteht.

      Ich zermartere mir nur das Hirn tagein tagaus was ich falsch mache, dass er zu 80 % bei mir so ist. Er ist ein total lieber, aufmerksamer und aufgeweckter Junge, aber mit seinen plötzlichen Wut- und Heulanfällen kann ich echt nicht umgehen.

      Danke an alle für die Kritik und die Ratschläge :-D. Ich wünsch euch noch einen schönen Abend und eine stressarme Vorweihnachtszeit #liebdrueck

      • Ich. glaube aber dass es bei dir an der eigentlichen Verständnis deines Sohnes mangelt. Du erwartest Dinge, die ein sechsejähriges Kind noch nicht kann. Nicht jedes Kind kann wie ein Computer über seinen Seelenzustand eine präzise Auskunft geben.

        Dein Kind ist k.o., du bist gereizt nach der Arbeit. Der beste Weg wäre gemeinsam/auch alleine für sich zu überlegen, wie man bestimmten Situationen aus dem Weg gehen kann.

        Wenn ein Kind später aufnahmefähig ist, kannst du deutlich zum Ausdruck bringen, dass sich solches Verhalten verletzt und dass du es nicht tolerieren willst/kannst.

        Solches Verhalten wird sich spöter in der Regel bessern, wenn sich die Kinder sich an die Belastung der Schule gewöhnt haben.

        #winke

        (18) 15.12.16 - 06:55

        Hallo,

        siehste... klappt doch auch.

        Obwohl ich doch darauf eingehen möchte: Für mich macht es den Eindruck, daß dein Sohn einfach nicht (mehr) unmittelbar nach der Schule gefragt werden möchte: "Wie wars?"... das zeigt wohl seine Reaktion darauf. Ich glaube, es ist von einem 6jährigen etwas viel verlangt, daß er pfleglich darauf antworten soll "Nicht jetzt Mama, ich brauch Ruhe"... er bringt seine Gefühle klarer zum Ausdruck...und das sollte Kindern schon auch noch möglich sein. Klar sollte sein Ton dir gegenüber dennoch im Rahmen bleiben, da kann man daran arbeiten (sicher muß man daran noch öfter und ein paar Jahre arbeiten...#schein)
        Die Sache mit der blauen Dose: Ich hätte das Thema dann wohl einfach beendet... "So will ich nicht mit dir darüber weiter reden, dann gibt es eben gar kein Plätzchen....
        LG

        Ich glaube wirklich, dass du nichts falsch machst, dass er bei dir so ist. Das zeigt nur seine sichere Bindung zu dir, auch wenn es hart ist, das auszuhalten und die Ruhe zu bewahren.

        (20) 15.12.16 - 15:49

        Meine Jungs brauchen beim Abholen was zu Essen!
        Hab ich nichts dabei, wird es eine Heimfahrt mit Genoele, Streit und Gemotze.

        Gibt es aber ein Broetchen, Kekse.... ist es eine entspannte Fahrt. Mein juengerer Sohn braucht generell viel Nahrung, er wird super motzig wenn er hunrig wird....Es hat eine Zeit gedauert, bis wir begriffen haben dass es am Essen liegt, da der grosse mit wesentlich weniger auskommt.

        Alles Gute!

        (21) 16.12.16 - 13:08

        "Ich zermartere mir nur das Hirn tagein tagaus was ich falsch mache, dass er zu 80 % bei mir so ist."

        Denk mal andersrum: Vielleicht machst du im Gegenteil ganz viel richtig, und dein Sohn fühlt sich bei dir sicher genug, dass er seinen Frust raus lassen kann.

        Viele Grüße

        (22) 22.12.16 - 22:13

        Er macht das zu 80% bei dir, weil du sein sicherer Hafen bist. Weil er weiß, dass du ihn immer liebst - egal, wie eklig er grade ist.

        Du machst also nicht falsch, sondern offenbar so einiges richtig!

    (23) 16.12.16 - 00:27

    Also die "Konsequenz" für diesen Ausraster wäre bei mir gewesen, dass ich die Lust verloren hätte, darüber nachzudenken, welche Plätzchen er wohl meinen könnte und somit wird er dann wohl auch keine essen können. Reicht doch völlig.

    Ich denke, dass du deinen Sohn zu hart bestrafst. Er war ja schon unglücklich mit der Situation. Hat sich darüber geärgert, dass du "so schwer von Begriff" bist. Auch wenn dieser Ärger logisch vielleicht nicht begründbar ist, war er ja trotzdem da. Dein Sohn war also schon bestraft. Er muss eine gute Strategie finden, mit dir zu kommunizieren, so dass du ihn verstehst. Dann kommt dieser Ärger in Zukunft nicht mehr auf. Das ist aber keine ganz einfache Aufgabe. Dafür braucht er Ressourcen in Form von Geduld, Menschenkenntnis, Kreativität. Dabei könntest du ihm helfen oder du kannst ihn selbst ausprobieren lassen. Indem du ihn aber für seinen Ausraster bestrafst, entfernt sich der Fokus total weg von der missglückten Kommunikation über den Aufenthaltsort der Plätzchen. So kann er gar nicht darüber nachdenken, wie er das besser hätte lösen können, weil dieser danachfolgende Streit so viel Aufmerksamkeit hat.

    Also nochmal: In dem Moment, wo du auf seine Frage nach der Plätzchendose für ihn völlig überraschend nicht weißt, welche Dose er meint, hat er zwei Handlungsmöglichkeiten. Er kann sich seiner Überraschung hingeben, sich in Ärger hineinsteigern und das Problem nicht lösen ODER er kann überlegen, wie er dir besser beschreiben kann, was er meint. Die zweite Variante ist rein objektiv betrachtet die deutlich sinnvollere. Irgendwie schafft dein Sohn es aber nicht, diese zu wählen. Anstatt hier Ärger zu empfinden, könntest du auch Mitleid haben. Es wäre schlecht, wenn du jetzt völlig aufgebracht alle möglichen Dosen vorschlagen würdest, da er dann mit seiner antisozialen Strategie Erfolg hätte. Aber du kannst ihn mitleidig anschauen und sagen: "Ja, das ist wirklich schade, dass ich so schlecht von Begriff bin." und dich dann wieder deiner vorherigen Tätigkeit zuwenden.

    (24) 29.12.16 - 00:59

    Ich kann nur sagen dass diverse Tonfaelle bei mir kaum vorkommen (meine Kinder sind 8,6,5), bei meinem Mann dafür leider relativ oft. ....
    Wasser d unterschied zwischen mir und meinem Mann. ....

    Mein Mann redet für mein empfinden zu lange, droht zuviel an was er im Nachhinein nie als Konsequenz einhalten kann.

    Wenn mein Kind so mit mir reden würde wuerden wir ordentlich zusammenkrachen. ...

    Lg

    • (25) 29.12.16 - 01:04

      Selten aber doch kam es bei uns auch vor dass mich mein 8 jähriger aber sowas von frech ansprach. ...war bei seiner Geburtstagsfeier. ..Denke die These stimmt schon. ..bei den engsten Bezugspersonen traut man sich eben.

      Kommt aber nicht oft vor -worüber ich trotzdem froh bin.

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