Konfirmation? Taufe? Wer kann mir mal Denkanstöße geben

    • (1) 15.12.16 - 10:03

      Hallo,

      vielleicht kann jemand meine Denke verstehen oder das verwirrende lösen....also wir haben eine ziemlich verkorkste Familie....mein Mann kann mit seinen Eltern nicht und es gibt immer mal Verbindung zu den Geschwistern oder aber auch nicht - wobei mein Mann eher der ruhige Vertreter ist. Ich habe selber Verwandte, die ich nicht kenne aufgrund von damaliger Scheidung meiner Eltern - alles es anders als bei anderen und eigentlich haben wir "nur" uns.
      Wir haben damals schon bei der Heirat mehr mit Freunden gefeiert. Als unser Kind zur Welt kam, haben wir uns gegen die Taufe entschieden - er sollte diese Entscheidung selber treffen. Nun ist er so alt, dass man ihn zum Konfirmationsunterricht anmelden muss. Mein Sohn ist sehr an Religion interessiert - wundert mich immer wieder - freut mich aber auch. Habe ihn nun gefragt, möchtest du zum Konfirmationsunterricht? dann musst du auch noch getauft werden....seine Antwort....weiß nicht, da kommen bei den anderen doch dann so viele Verwandte und bei uns.....
      ist ja auch so, da stehen dann zig Leute bei anderen und bei unserem Lütten nur Mama und Papa.....da bin ich schon traurig.....aber was soll ich machen und deshalb kein Konfirmationsunterricht - fände ich auch schade aber verstehen kann ich seinen Einwand schon und unsere Freunde will er auch nicht dabei haben - was haben die damit zu tun ?

      • Hallo,

        die Taufe kann man bis kurz vor der Konfirmation "schieben". Den Unterricht kann er also auch erst einmal mitmachen.

        In der Kirche sitzen dann nicht nur die Verwandten sondern auch normale Gemeindemitglieder. Und vielleicht bekommt ihr eure Verwandtschaft bis dahin etwas entkorkst.

        Gruß Sol

        Bei mir waren auch Kinder in der Konfi-Gruppe, die nicht getauft waren. Einzige Bedingung war nur, dass sie sich bis x Wochen vor der Konfirmation taufen lassen müssen. Ich kann mich nur nicht mehr an die genaue Frist erinnern, dafür ist das zu lange her. Dein Sohn muss sich aber nicht vorher taufen lassen.

        Man kann einen eigenen Taufgottesdienst machen lassen, man kann sich aber auch in jedem normalen Gottesdienst taufen lassen. Besonders bei Jugendlichen und Erwachsenen habe ich das schon oft gesehen.

        Wenn er keine Lust auf eine große Gästeschar hat, dann finde ich das in Ordnung. Viele Kinder in seinem Alter würden doch allein schon wegen der Geschenke auf viele Gäste bestehen. Ihr könnt ihm ja trotzdem einen schönen Tag machen, vielleicht mit einem Ausflug.

        lg

        Hallo,

        in unserer Gemeinde finden Taufgottesdienste ausschließlich im normalen Sonntags-Gottesdienst statt.
        Da fällt es nicht auf, wenn nur ihr dabei seid, da nur die Taufpaten und Eltern mit ans Taufbecken gehen.

        LG
        Tanja

      • Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe, weil Babys und kleine Kinder noch nicht "Ja" sagen können - deshlab machen das die Eltern. Dein Sohn muss sich nicht sofort taufen. Bei uns ist es oft so, das im Konfirmationsgottesdienst bieher nicht getaufte Jugendliche getauft werden. Das gefällt meist auch den Jugendlichen sehr gut. Komisch finde ich es, wenn 2 Wochen vorher getauft wird, weil dann die Bestätigung "unnütz" ist. Er kann nun "JA" sagen.

        Bei Taufen erlebe ich alles: von Mutter mit Kind und Paten am Taufbecken bis zu einem großen Auflauf. Der Pfarrer oder die Pfarrer kann das so gestalten, dass es Eurem Sohn gefällt.

        Ich würde das Kind - wenn es will - zum Konfirmandenunterricht anmelden und dann die Taufe mit den Konfirmationen feiern.

        Einen schönen Advent,
        almalach

      Vielleicht etwas gemeine Frage...will er den Unterreicht und die Konfirmation machen, weil er vom Glaube überzeugt ist, oder geht es darum, dass dann viele Verwandet und Bekannte kommen, die dann Geschenke mitbringen?

      • Warum muss man immer an etwas Böses denken und warum antwortet man dann bei so einer Frage ? Es geht hier einfach um Verunsicherung. Geht es Dir nicht so, Du stehst alleine irgendwo und andere sind mit Freunden unterwegs....Konfirmation wird heute doch noch viel größer gefeiert, als zu meiner Zeit. Das hat nichts mit Geschenken zu tun, sondern mit dem Gefühl dessen, dass andere viele Verwandte haben, die sich mit dir freuen und man fühlt sich dann geliebt. Vermutlich kennst du dieses Gefühl nicht oder brauchst es nicht ? Schade, dass einem immer gleich Begierde unterstellt wird....und schade, dass bei einer "Kirchenfrage" so eine Antwort erfolgt....

        • Was ist böse daran, die Motivation des Kindes zu hinterfragen, interessiert an Religion heißt nicht automatisch überzeugter Glaube.
          Man läßt sich aus Liebe zu Gott taufen und nicht weil viele Verwandte da sind.
          Nicht alle Kinder habe viele Verwandte.

          Ich brauche nicht 100 Verwandte, um mich geliebt zu fühlen! Da reichen 2-3 Menschen aus.
          Qualität statt Quantität!

          Ein Posting unter mir (sannimaus) fragt auch, was die Verwandten damit zu tun haben.

    Letztendlich geht es doch darum:

    Möchte Dein Sohn in die Kirchengemeinschaft eintreten oder nicht?

    Wenn ja, Konfirmation/Taufe, wenn nicht, dann nicht.

    Was das jetzt mit der Anzahl der Gäste zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Aber es hat doch eh nicht jeder eine riesen Familie.....
    Manch einer feiert lieber in kleinem Kreis, auch wenn es genug Familie gaebe.
    Ich Grunde ist das Ganze ja fuer ihn, da ist es egal, wer kommt und wer nicht.

    (12) 15.12.16 - 21:13

    Hallo,
    es gibt mittlerweile ganz tolle Möglichkeiten, einen Taufgottesdienst zu gestalten.
    Mit Freunden, Schulklassen, Musikgruppen.
    Wenn deinem Sohn es wichtig ist, kann er seine Freunde zum Gottesdienst einladen. Du kannst entsprechende Gruppen (Musikschüler, Konfirmanden) ansprechen und fragen ob sie was beitragen.
    Es kann aber auch, so wie schon geschrieben, ein sonntags Gottesdienst sein.
    Es ist schön, wenn dein Sohn sich aus eigenem Antrieb taufen lassen möchte. Ich würde das unterstützen.
    Gruß

    • Danke.

      Darum geht es mir - ich will ihn unterstüzten. Mir war nicht bewußt, dass es so unterschiedliche Feiern gibt bzw. es normal ist, wenn die Familie kleiner ist. Bei uns auf dem Dorf war es früher ein Riesenereignis und da bin ich wohl selber etwas voreingenommen gewesen - meine Konfirmation ist aber auch schon über 30 Jahre her.

      LG

(15) 17.12.16 - 17:53

An meiner Konfirmation war ich so mit mir und meiner Familie beschäftigt, dass ich keine Ahnung habe bei wem viele oder gar keine Verwandte kamen. Außerdem weiß man auch garnicht wer Verwandtschaft von wem ist.

Das fällt echt niemandem auf.

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