Mein Sohn nimmt mich nicht ernst (7 Jahre) Seite: 2

      • (26) 10.01.17 - 11:13

        ...und noch ganz kurz:

        !!!Nein, du musst nicht härter sein!!!

        Erziehen soll auch lustvoll sein. Warum nehmen das viele so bierernst und gehen nach Ratgeber vor? Kinder machen so viel Freude! Du musst nur aufhören, so viel zu reden und zu erklären. Du sollst auf seine Bedürfnisse eingehen und in anleiten. Im Wald, im Hof, in der Küche, in der Waschküche... Du musst anderen Vertrauen, dass sie dein Kind unterstützen und weiterbringen - und nicht negativ beeinflussen.

        Mein Motto:
        - Alles diskutieren was Kinder interessiert und wonach sie fragen - aber nicht ständig auf das Kind einreden. Sie kommen selber.

        - Ganz wenig Regeln - dafür diese verbindlich einfordern
        - Viel Lachen
        - Viel draussen sein. Und zwar auch MIT den Kindern. Man kann das Kind nicht ständig rausschicken wollen, wenn man ihm gar nie gezeigt hat, was man draussen tun kann. Zumindest nicht in dem Alter!
        - Was man androht, durchziehen. Auch wenn das heisst, dass man drei Stationen früher aussteigt und im Schnee nach Hause läuft, weil das Kind die Füsse aufs Polster im Bus hält... Man muss halt selber überlegen, was man androht. Und bei der Konsequenz nicht mehr "gehässig" zum Kind sein. Die Konsequenz ist die Strafe, nicht die angepisste Mutter!
        - Nicht der Freund des Kindes sein. Sondern Mutter / Vater
        - Keine Erziehungsratgeber lesen ausser "babyjahre" von Remo Lager

        - das Kind geniessen. Jeden Tag. Sie sind so schnell gross...

        (27) 10.01.17 - 11:15

        Hallo!

        Ich erziehe meine Kinder eher so aus Bauch raus, bin konsequent inkonsequent und kann dir wahrscheinlich keinen ausgefeilten Tipp geben. Wenn ich deinen Test lese, tut mir dein Sohn aber ziemlich Leid.

        Er ist 7 und bekommt ein Geschwisterkind. Oder hat es schon. Das ist doch Grund genug, um ein bisschen neben der Spur zu sein. Es gibt immer wieder Phasen, in denen Kinder sich nicht so benehmen, wie man gern hätte. Ich erwarte grundsätzlich kein bestimmtes Verhalten mehr, ich arbeite mit dem, was mir "geboten" wird.

        Mein jüngerer Sohn ist 11. Im Grunde ist der sehr hilfsbereit und "artig" und wenn man ihn bittet, macht er das. Wobei ich ihn nicht bitten würde, wenn er gerade mitten im Spiel mit einem Freund ist. Und dann gibt es so Tage, an denen ihn der Teufel reitet, an denen er schlechte Laune hat und wütend ist. Du würdest sagen, er respektiert mich dann nicht. Ich denke, er kann dann nicht so aus seiner Haut, findet sich am Ende solcher Tage selber ziemlich doof. Da hilft uns, dass wir den Zustand aushalten, am Abend (!) nochmal reden und uns liebevoll (!) in die Nacht verabschieden. vorher haben wir mitunter ordentlich gestritten, weil mich das alles genervt hat, aber am Ende rollen wir nochmal kurz die Fehler auf beiden (!) Seiten auf und dann ist der Drops gelutscht. Meist folgen dann viele Tage mit einem ausgeglichenen Kind.

        Dieses Kind ist ein superguter Schüler und in der Regel beinahe zu sehr angepasst. (Deshalb muss er wohl hier manchmal "die Sau" rauslassen.) Als mein Mann eine Weile krank war, was für uns alle verstörend war, da hatte er auch so Clownphase. Im Gegensatz zu dir, habe ich so was erwartet und der Lehrerin vorher schon gesagt, dass er im Moment ein Päckchen zu tragen hat. Das und sein Verhalten danach hat sie gelassen zur Kenntnis genommen, mir das mal erzählt, aber ohne Tadel, einfach so als Feststellung, damit alle wissen, wie es dem Kind gerade geht. Da es weder in der schule noch hier Zuhause deswegen Getöse gab, war diese Phase ebenso schnell vorüber wie sie gekommen war.

        Dieses jüngere Kind hat in der Regel völlig durchgeknallte Freunde. Immer schon. Der zieht sie an. Beklopptenmagnet wie seine Mutter. Das Ergebnis: Mein kleiner Sohn (der große auch übrigens) ist ganz empathisch, kann auch mit "die Doofen", sagt denen Bescheid, wenn es im alles auf den Sack geht und verzeiht anschließend alles.

        Wenn ich den Kontakt zu allen Kindern, die mit nicht so sehr liegen, unterbinden würde, hätte der keine Freunde. Oder nur so ganz langweilige.

        Ich habe gar keine Handhabe gegen meine Kinder. Keine einzige. Ich will auch keine haben. Ich bin manchmal wütend und lass das raus. Noch öfter aber sagen ich ihnen, was ich toll an ihnen finde, dass ich froh bin, dass das meiste so reibungslos läuft. Wenn ich dann doch mal eine Ansage mache, was wirklich sehr selten vorkommt, dann wissen sie gleich, dass das ernst gemeint ist. Dann sind sie eben auch mal sauer, aber so ist das, wenn man zusammenlebt.

        Nochmal: dein Kind ist 7. Er wird großer Bruder. du bist die Erwachsene, die sich in ihn einfühlen muss. er muss noch nicht verstehen, was bei dir abgeht.

        LG

        • Eine sehr schöne Antwort!

          <<<Da hilft uns, dass wir den Zustand aushalten, am Abend (!) nochmal reden und uns liebevoll (!) in die Nacht verabschieden. vorher haben wir mitunter ordentlich gestritten, weil mich das alles genervt hat, aber am Ende rollen wir nochmal kurz die Fehler auf beiden (!) Seiten auf und dann ist der Drops gelutscht.>>>

          Genau so handhaben wir das auch.

      Ich lese nur von dir. Wo ist denn dein Mann? Wenn eines meiner Kinder sich mir gegenüber so benehmen würde, hätte mein Mann sie zwischen genommen. Aber frag nicht nach Sonnenschein.
      Mit dem Handy und den Sportsachen das ist doch ganz einfach. Er bekommt sehr billigen Ersatz. Mal sehen, wie er das findet.

      • Und was verstehst Du unter: "Frage nicht nach Sonnenschein"?
        Handy weg und billiger Ersatz? Ich sehe keinen Sinn in Deiner Antwort #sorry

        "Wenn eines meiner Kinder sich mir gegenüber so benehmen würde, hätte mein Mann sie zwischen genommen"

        Ah so, und dann nehmen deine Kinder DICH ernst?

        Konflikte, die ICH mit meinen Kindern habe, löse ICH mit ihnen.

        "Warte nur bis Papa nach Hause kommt!"

        Der meist gehasste Satz meiner Kindheit. Ich glaube, mein Vater hatte dazu ebenso wenig Lust wie wir, wenn meine Mutter ihren Sch.... auf ihn abwälzte und er nach einer Schicht unter Tage gleich in die Zange genommen wurde. Ganz Vater der 70er ließ er den "Frag nich nach Sonnenschein" raus, aber ich kann nicht sagen, dass ich ihn respektiere. Meine Mutter übrigens auch nicht.

        Andersherum wird auch ein Schuh draus. Wenn sich mein Mann mit den Kinder streitet, halte ich schön meine Klappe. Das können die allein.

        Ich finde es richtig und nötig, dass ich das selbst klären muss. Zudem ist alles bereits gesagt, ehe er von der Arbeit kommt, das wäre nur Wiederholung und wäre der Sache nicht zuträglich. Wenn er daheim ist und ihn etwas stört, dann sagt er das natürlich auch. Aber prinzipiell muss ich in der Lage sein, Konflikte mit meinem Sohn allein zu klären, schließlich verbringe ich wesentlich mehr Stunden der Eoche mit ihm als mein Mann, einfach der Arbeit geschuldet.

        ".....sie zwischen genommen."

        Was soll das denn heißen?

        Ich habe die Tage von dir schon in einem anderen Thread so "seltsame" Kommentare gelesen!

        Möchtest du aufmischen?

    (36) 10.01.17 - 19:39

    hi,

    erstmal ist er noch zu jung, um finanzielle vorstellungen zu haben. mein jüngster ist auch 7 und begreift so langsam, dass 5 euro mehr sind, als 50 cent ;-)
    mit dem freund würde ich nicht so hoch aufhängen...kleinsohns bester freund schwingt immer große reden, was für ein glück er doch habe, dass er einzelkind ist, wenn meine söhne mir mal wieder helfen müssen #augen der freund ist 7, da steh ich doch drüber was der so meint ;-)
    überhaupt nimmst du deinen sohn zu ernst--leg nicht alles auf die goldwaage, was er so sagt und interpretier nicht an seiner mimik rum.

    rede in einer ruhigen minute mit ihm, dass er besser auf seine sachen aufpassen soll und mehr durch leistung, als durch witzchen in der schule glänzen soll und fertig.

    lg

    (37) 11.01.17 - 20:10

    Ich hab hier jetzt ein bisschen gelesen.

    Ich lese leider ausschließlich ICH ICH ICH
    Was ist mit deinem Sohn? Du glaubst zu wissen was das Problem ist und den Auslöser zu kennen. Ok. Vielleicht ist es aber ganz anders.

    Du setzt dich zu ihm und erklärst ihm was DICH stört, DICH ärgert. Er muss DICH verstehen.

    Rede doch mal mit IHM über IHN ohne ich ich ich.

    Wenn ich das so lese erinnert es mich ein bisschen an mich selbst und ich hatte schwerwiegende Probleme von den niemand etwas wusste weil nie hinterfragt wurde warum ich so war wie ich war. Hauptsache Strafe für Fehlverhalten.

    (38) 12.01.17 - 13:10

    Hallo,

    ohne jetzt die anderen Antworten gelesen zu haben - dein Sohn ist erst 7 aber du verlangst von ihm ein Verhalten bzw. eine Selbständigkeit die ich gerade mal meiner fast 12 jährigen Tochter zumute!!

    Vergiss nicht, er ist ein noch ein relativ kleines Kind. Bitte behandle ihn nicht wie einen Teenager1

    Alles Liebe

    • (39) 12.01.17 - 21:14

      Ja, diesen Fehler habe ich mittlerweile auch eingesehen. Er ist halt in vielerlei Hinsicht schon sehr zur Selbstständigkeit erzogen, sodass ich wahrscheinlich zu viel erwarte...

Hi,
Ich kenne das nur zu gut, man meint immer man könne Vernunft in die reinquasseln, aber das ist Quatsch.
Du hast schon viele Anmerkungen bekommen, aber ich wollte noch eine Sache schreiben, die mir aufgefallen ist.
Es scheint so, als würdest du deine Probleme zu den Problemen deines Sohns machen wollen und seine Probleme machst du dir zu deinen.
Der Turnbeutel ist weg, klar ist das doof, du ärgerst dich über das verlorene Geld und willst dass dein Sohn diesen Ärger jetzt als seinen empfindet, das kann er aber nicht.
Du kümmerst dich darum, dass er neues Zeug bekommt?
Dabei kann er doch selbst eine Menge zur Wiederbeschaffung beitragen. Erstens, soll er beim Fundbüro eurer Verkehrsbetriebe nachfragen ob die seinen Turnbeutel gefunden haben (in welcher Form er das macht musst du entscheiden), falls ja, muss er es persönlich abholen.
Falls die den Beutel nicht haben, wird eben das Sparschwein geplündert. Und er kommt mit zum Einkaufen, damit er mal ein Gefühl dafür bekommt wie viel Freizeit da flöten geht.

Mein Sohn hat mal Bücher von der Bibliothek beschädigt, da habe ich nicht groß geschimpft, statt dessen sind wir am nächsten Tag dort hingefahren und er musste zeigen und erklären was er angestellt hat. Das hat viel mehr gebracht als alles Rumgeschimpfe.

Und dann die Sache mit dem Smartphone. Du möchtest, dass er damit rumläuft. Ein 150 Euro Gerät für einen 7-Jährigen? Da ist es doch vorprogrammiert, dass das nicht klappt. Trotzdem hätte ich ihn bei der Suche des Geräts mitgenommen, Er soll wenigstens lernen, dass man sich kümmern muss.

Das ganze Geschimpfe, kannst du dir sparen. Er baut Mist er soll es wieder in Ordnung bringen, so bringst du ihm bei wie das Leben funktioniert. Als Erwachsener wird er auch nicht ausgeschimpft sondern muss für seine Fehler gerade stehen.

Menschen die in die Enge gedrängt werden, reagieren mit Gegendruck und nicht mit Einsicht.
Alles normal bei Euch, das hat nichts mit dem schlechten Umgang zu tun, den hat jedes Kind irgendwann mal.

Grüße
Miriam
P.S.: Weil er seinen Bruder liebt bekommst du die Eifersucht ab und nicht der Kleine, sei froh drum!

  • (41) 13.01.17 - 12:46

    Huhu,

    das funktioniert meiner Meinung nach nur bei Fehlverhalten, welches absichtlich und bewusst passiert. Wenn ein Kind absichtlich Bücher kaputt macht, dann finde ich es auch eine gute Idee, dass das Kind selbst dafür gerade stehen muss.
    Ein vergessener Turnbeutel wurde ja aber deshalb vergessen, weil das Kind es eben NICHT bemerkt hat. Auch bei versehentlich kaputtgegangenen Gegenständen (Buch ist heruntergefallen) finde ich es nicht gut, wenn das Kind dafür bestraft wird. Und es ist ja eine Strafe, wenn das Kind das Buch dann selbst bezahlen müsste.

    Meines Erachtens kann das dazu führen, dass das Kind solche "Unfälle" versteckt und/oder lügt, um die Strafe/unangenehme Konsequenzen zu vermeiden.

    Also: ganz wichtig, hier zu unterscheiden, ob es Vorsatz ist oder "Unfall". Wenn ein Kind einfach (noch) nicht in der Lage ist, bestimmte Dinge umzusetzen, dann hilft die Aussicht auf Strafe nicht, dass es nicht mehr vorkommt. Man muss in so einer Situation überlegen, was man dem Kind für Hilfestellungen an die Hand geben kann, dass es in Zukunft besser klappt.

    LG

    Hanna

    • (42) 13.01.17 - 17:06

      Es gibt aber auch genug Kinder, die extrem schlampig mit ihren Sachen umgehen, weil ja eh immer alles im Überfluss vorhanden ist und Mama sich um alles kümmert.

      Meine Tochter beispielsweise "verliert" deutlich weniger Bleistifte und Radiergummis, seit sie die mal vom Taschengeld bezahlen musste. Selber Schuld, wenn sie der Meinung ist, man müsse seine Sachen nicht ins Mäppchen räumen. Alles war beschriftet, aber ich renne bestimmt nicht täglich in die Schule, wenn sie meint, sie bräuchte nicht in die Fundsachenschachtel sehen.

      Natürlich sind ein kompletter Turnbeutel plus Handy zu teuer, um sie vom Taschengeld eines Grundschülers ersetzen zu können, aber SUCHEN der verlorenen Gegenstände kann man in dem Alter schon erwarten.

      lg

      Hi,
      eines der Sachen die mein Man und ich uns für die Erziehung unserer Kinder vorgenommen haben ist es, dass sie keine Angst haben sollen, auch mit dem größten Bockmist zu uns zu kommen.
      Für mich ist so ein Schwachsinn, wie Fernsehverbot oder Hausarrest oder Sachen wegnehmen eine Strafe. Solche Maßnahmen führen ganz sicher zu Vertuschen und Lügen.
      Etwas wieder in Ordnung bringen ist für mich keine Strafe. Unser Sohn empfindet das auch nicht so, sondern er fühlt sich dadurch wieder besser, die Sache ist aus der Welt geschafft.

      Wenn ihm etwas blödes passiert oder er etwas falsch gemacht hat fragt er uns fast immer was man da jetzt machen kann oder er macht auch selbst Vorschläge.

      Das fängt schon mit Banalem an: Becher aus Versehen umgekippt, da steht er auf und holt einen Lappen, wischt auf und räumt den Lappen auf. Fertig.

      Meiner Erfahrung nach geht diese Art der Erziehung also nicht nach hinten los.
      Grüße
      Miriam

Es ist auch so passiert, wie hier beschrieben. Das verlorene Handy haben wir gemeinsam gesucht, ging natürlich nur mit Auto und als ich auf die Bushaltestelle fuhr, sah ich es schon mitten auf den Straße liegen. Da konnte er natürlich nicht selbst hinlaufen, da war ja Verkehr. Ich hab noch schön gesehen, wie noch ein paar weitere Autos drüber gefahren sind :( Na gut, jetzt ist es im Müll und er hat ein Internetunfähiges Gerät mit SMS Verbot wegen fehlender Flatrate.
Bezüglich des Turnbeutels hatte ich selbst am nächsten Tag bei der LVB angerufen ,wo mir gesagt wurde, der Beutel wäre nicht gefunden worden. Eine Woche später kam der Brief von Fundbüro, dass der Beutel identifiziert wurde. Hat fünf Euro gekostet, die ich mir aus der Sparbüchse habe geben lassen. Die Klamotten hatten wir natürlich trotzdem schon teilweise neu gekauft, brauchte er ja für die Schule... zum Fundbüro konnte er jedoch auch nicht allein fahren, da das eine halbe Weltreise ist (mit dem Auto 45 Minuten Fahrt)

Ich konnte also die Maßnahmen nur bedingt umsetzen.

Wahrscheinlich bin ich auch einfach nur von meiner eigenen Kindheit voreingenommen. Von mir wurde so viel verlangt und ich wurde so oft ordentlich ver"wamst", dass ich mir sein Verhalten nicht mal annähernd so getraut hätte. Natürlich lehne ich selbst diese Art der Erziehung gerade deshalb auch ab, weil es mich jede Menge Selbstvertrauen gekostet hat, was mich jahrelang benachteiligt hat und den falschen Weg hat gehen lassen.

Gestern kam raus, dass der Bub sich wohl auch einfach einen Schal von meinem Mann aus dem Schrank genommen hat und ihn unterwegs verloren hat. Mein Mann war stinksauer, weil das ein 12 Jahre altes Geschenk von einem verschollenen Freund war. Der Bub ist einfach zu zerstreut...

  • Hey,
    klar kann er nicht auf einer befahrenen Straße rumspringen oder quer durch die Stadt alleine! Mir ging es nur darum, dass er mal merkt was das alles für ein Aufwand ist und ich hätte ihn dann mitgenommen zum Fundbüro und er hätte eben voraus laufen dürfen, hätte sagen dürfen:" Ich heiße xy und ich habe meinen Turnbeutel verloren, kann ich ihn bitte wieder haben." Klar steht man dahinter und unterstützt, aber man übernimmt nicht alles.

    Vermutlich ist er gerade wirklich sehr zerstreut, vielleicht ist er einfach gerade nicht so selbstständig wie ihr euch das wünscht, solche Phasen und auch Rückschritte sind doch auch normal. Vielleicht hilft es wenn ihr auch einen Schritt rückwärts macht und ihn wieder mehr wie ein Kindergartenkind unterstützt. Vielleicht ist er auch überfordert.
    Ich war auch so ein Kind, früh schon sehr selbstständig allein unterwegs, aber sehr schlampig.

    Meine Mutter hat immer elendlange Schimpfmonologe geführt, klar war ich davon betroffen, aber genützt hat es nichts. Ich hätte praktische Hilfe gebaucht, kein Gerede.

    Grüße
    Miriam

(46) 17.01.17 - 08:59

mein Sohn ist jetzt bald 9 -- und ich hatte vor einem Jahr auch so ne Phase, wo nix half, - er war aufmüpfig, frech, hörte nicht (ganz anders als vorher).

er hielt meine Ankündigungen und das Reden nicht für bare Münze.

Erst als ich eine zeitlang mit Konsequenzen kein einziges Mal mehr gewartet habe, nicht vorangekündigt habe, sondern gleich gehandelt hatte (von aussen betrachtet, bestimmt zu überempfindlich und zu überspitzt), hat er gemerkt, dass ich wirklich so meine, wenn ich ihn um etwas bitte... - und es keinen Spielraum bei einigen Dingen gibt....

Es war einfach ein paar mal "drüber und überspitzt" nötig, um ihn wieder geradezurücken...

(solche dinge wie: mach jetzt bitte die PS3 aus, es ist wie abgemacht 30 Minuten rum: er macht es nciht ... oder gleich gleich gleich.... ---- ich bin in solchen Fällen hin, und hab, wenn er nicht gespurt hat sofort den TV ohne Speichern ausgeschaltet.... --- Er hat nicht gleich gefolgt. also Spielstand seit dem letzten Speichern dahin....) .... solche Dinge halt, bestenfalls eben mit sofortigen Konsequenzen ....

Nicht aufgeräumt (oder angefangen, wenn es ausgemacht war): Müllsack geschnappt und ab in den Keller.

so sachen halt.... -- da hab ich vorher mir den Mund fusselig geredet, er soll doch jetzt bitte, -- mach doch jetzt .... du hast ja noch immer nicht angefangen, es gibt aber bald essen....

bei dieser Wäscheaktion hätte ich mir eine andere Hausarbeit für ihn ausgedacht. -- oder wenn er sich geweigert hätte, hätte ich seine Wäsche raussortiert und nicht mehr gewaschen und ihm gezeigt, wie man das macht und ihn alleine machen lassen .... solche Dinge halt.... Es ist sauschwer immer so gleich Konsequenzen zu finden.... aber man sollte sie in solchen Aufmüpf-Phasen echt so oft wie möglich aktiv suchen und durchsetzen....

bei uns hats geholfen.

(47) 17.01.17 - 09:26

Situation gestern, Kind bringt Eintrag aus der Schule mit, weil er sich eine Hausaufgabe nicht eingeschrieben hatte und wir sie deshalb auch nicht gemacht hatten. Beim Nachholen dauerte die Aufgabe 10 Minuten.

Ich: was hast du denn gemacht, während die anderen die Aufgabe aufgeschrieben haben?
Er: Meinen Radiergummi angemalt.
Ich: und warum? Du merkst doch, dass die Aufgabe ganz schnell erledigt war und du dir viel Ärger gespart hättest. Jetzt hast du schon wieder einen Eintrag bekommen und in deinem Zeugnis wird stehen, wie unordentlich du bist. Möchtest du so unordentlich sein?
Nur ein "Mmh" und Schulterzucken.

So richtig gehen mir dann auch die Argumente aus. Man kann ja nicht immer nur mit Strafen kommen, die bringen unterm Strich auch nichts.

Mein Mann hat ihm jetzt das Angebot macht, dass er jeden Freitag fünf Euro Taschengeld bekommt und der Betrag bei jedem Fehler um einen Euro gemindert wird. Dann hat er ihm vorgerechnet, was er mit den vollen fünf Euro nach drei Monaten schon alles machen kann. Bisher bekommt er gar kein Taschengeld. Kind hat sofort angefangen, sich Gedanken zu machen, was man alles kaufen kann. Also hat er das Prinzip verstanden... und heute morgen trotzdem sein Hausaufgabenheft auf dem Tisch liegen gelassen...

  • Hallo!

    Die Konseqenz war doch das er die Hausaufgabe nachholen musste...
    Mein Sohn ist ähnlich in solchen Situationen...nur ich würde da nicht noch fragen wieso weshalb warum? Was bringt dir das zu wissen was er in der Zeit gemacht hat?

    Ist es deinem Kind nicht schon peinlich genug mit einem Eintrag nachhause zu kommen?

    Meiner kam 2 mal (in 4 J.) mit einem Eintrag nachhause wegen fehlender Hausaufgaben meine Reaktion ist folgende ,ich sage meinem Kind setz dich hin hole die Hausaufgabe nach,du hast heute keine Zeit mit deinem Freunden zu spielen.Ende. Da hat er gemerkt das seine Freizeit flöten ging seither kam es nicht mehr vor.

    "Mein Mann hat ihm jetzt das Angebot macht, dass er jeden Freitag fünf Euro Taschengeld bekommt und der Betrag bei jedem Fehler um einen Euro gemindert wird."

    Dein ernst? Wie soll ich mir das vorstellen?Das ihr jetzt Strichliste darüber führt welche Verfehlungen euer Sohn pro Woche hat?Ich bin der Meinung (falls ihr das tatsächlich so machen wollt) das der Schuss nach hinten los geht.

    Lg JennyJan1818

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