Erziehung JUNGS 8/10 wie macht ihr das?

    • (1) 20.02.17 - 22:41

      Hilfe!

      Sie haben Regeln sie halten sich nicht dran.

      Wie erzieht ihr eure Kinder?

      Was dürfen sie was nicht?

      Welche Regeln gibt es bei euch?

      Wie haltet ihr das mit technischen Geräten?

      ???? Verzweifeln beider gerade( mein Mann und ich da wir es sehr enttäuschend finden)

      • So wirklich steht da nicht, was euer Problem ist. Welche regeln gibt es? Woran halten sie sich nicht? Was sind die Konsequenzen wenn sie sich nicht dran halten? Wie oft dürfen eure Jungs an technische Geräte, welche sind gemeint, wie lange dürfen sie sie nutzen? Wo gibt es dabei Probleme? Ohne etwas mehr über euer Problem zu erfahren, wird Hilfe oder Rat schwer.

        Hallo!

        Meine Jungs sind 11 und 13 und auch ich verstehe nicht ganz dein Problem. Wo hakt es genau?

        Ich würde aber sagen, dass wir keine Regeln haben. Das lese ich so oft und frage mich immer, wie das gemeint ist. Stehen die irgendwo an der Wand? sind die in Stein gemeißelt und damit unabänderlich? Legen Eltern die fest und Kinder haben sich nun mal daran zuhalten?

        Ich lasse die Kinder an der langen Leine laufen. Wir sind eine Familie und da auch die Kinder gern zur Familie gehören und den sicheren Hafen schätzen, sind sie von sich aus sehr kooperativ. Ja, es rappelt auch mal im Karton. Dann reagiere ich über oder die Kinder. Oder mein Mann. Je nachdem, wessen persönliche Grenze gerade überschritten wurde. Dann streiten wir uns und anschließend ist es wieder gut.

        Wenn ich was verbieten will, brauche ich gute Gründe, weil die Kinder nicht doof sind. Meine daddeln auch viel zu viel. Da sie aber in der Schule ganz gewissenhaft und ziemlich gut sind, da sie aber sozial kompatibel und zu den meisten freundlich sind, habe ich wenig Argumente, ihnen das zu verbieten. Argumente braucht es aber in dem Alter. Sie gehorchen nicht nur, weil ich das eben so sage. Sie wollen schon wissen, warum denn nicht. Zu Recht, wie ich finde.

        Kurz: Sie dürfen alles, was die Grenzen von anderen nicht überschreitet. Ich habe schon den Eindruck, dass sie das zu schätzen wissen und deshalb auch mal einlenken, selbst wenn sie denken (und wissen), dass Mutti gerade mal am Rad dreht.

        "...mein Mann und ich da wir es sehr enttäuschend finden.."

        Nee, enttäuscht sind wir nie. Es sind noch Kinder, die das menschliche Miteinander noch nicht perfekt beherrschen. Persönlich nehme ich ihre "Ausfälle" ganz sicher nicht. Enttäuscht bin nie, manchmal sauer, aber das geht ja wieder weg.

        LG

        (4) 21.02.17 - 09:11

        Hallo,

        unsere Regeln sind im Prinzip, dass andere Menschen und deren Eigentum zu respektieren ist, dass es gewisse Dinge gibt, die man tun muss (z.B. zur Schule gehen oder zu einem Hobby, wenn man sich dort angemeldet hat oder dass man sich die Zähne putzen muss usw.).
        Bei Tisch benimmt man sich nicht, wie ein Ferkel.
        Abends gibt es feste Zeiten, wo sie ins Bett müssen, weil sie sonst unausgeschlafen und quakig sind.
        Hm, jetzt alles aufzuschreiben, was unsere Kinder (Mädchen 9 und Junge 7) dürfen und was nicht, würde den Rahmen sprengen. ;-)

        Wenn sie sich nicht an die Regeln halten, gibt es Konsequenzen, die möglichst etwas mit dem Vergehen zu tun haben sollten, was aber nicht immer funktioniert, weil es nicht immer eine logische Konsequenz gibt, oder diese die Kinder nicht stört.

        Bei unseren Kindern haben wir recht schnell festgestellt, dass locker erziehen keine gute Idee ist, weil sie dann immer weiter nach Grenzen suchen. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch Lehrerinnen und früher die Erzieherinnen.

        Computer ist bei uns zur Zeit noch kein großes Thema, weil unsere Große ein Mädchen ist. Sie spielt ein- oder zweimal pro Woche kleine Spielchen am Computer. Der Kleine hat noch nicht so viel Draht dazu. Aber Jungs mit 9 oder 10 sind da schwieriger als Mädchen. In der Klasse der Großen verbringen viele Jungs fast ihre gesamte Freizeit mit irgendwelchen Computer-Spielen.

        Wir werden das so machen, dass wir ein Wochen-Kontingent an Zeit festlegen werden, die sie mit Spielen o.ä. am Computer verbringen dürfen, damit die Kinder sich die Zeit einteilen können und nicht mitten im Spiel abbrechen müssen. Wie lang das sein wird, wissen wir noch nicht.

        Auch, wenn die Kinder gute Noten haben und sozial kompetent sind, ist dieses ständige Gehocke vor dem Computer oder dem Tablet schlecht für die Augen und verursacht Verspannungen in Nacken und Rücken, was jeder kennt, der einen Büro-Job hat.
        Außerdem machen die Kinder keine echten Erfahrungen mit der realen Welt.

        LG

        Heike

      • Versteh jetzt auch nicht, wo dein Problem liegt, da du ja nix konkretisierst. Wir haben ein paar wenige Regeln, die eingehalten werden, wenn nicht, gibt's ne Strafe, die empfindlich wehtut, bei unseren Kindern ist das, Playstation/Tablet oder was auch immer zu spielen. Sie haben täglich ihre 25 Minuten und die sind weg, wenn sie es sich versauen. Zu den Regeln gehören: Sachen wegräumen (Klamotten, Essgeschirr, Bonbonpapier, Spielsachen, wenn sie nicht mehr benötigt werden) und Hausaufgaben/Übungen machen beim Großen. Wir ergehen uns nicht in Kleinigkeiten, weil das unserer Meinung nach nicht einem harmonischen Miteinander nicht förderlich ist.

        (6) 21.02.17 - 09:43

        egal, welche Einzeldinge das sind, die bei euch nicht klappen...

        ich habe die Erfahrung gemerkt, dass ich WIRKLICH konsequent sein musste, damit es besser wurde ... ich habe nicht mehr gewarnt, geredet oder angedroht, - nein: auch wenn es im einzelfall immer extrem unfair war: ich habe sofort gehandelt, wenn meine Kids was gemacht haben, was sie eigentlich WISSEN, dass sie es nicht dürfen.

        das war ein paar mal richtig heftig und unfair -- aber auf Dauer hat es viel gebracht - zumindest werden jetzt wieder Äusserungen "wenn nicht-sonst", die eben lange nix gebracht haben, von mir wahrgenommen und ernstgenommen...

        die konsequenzen waren nicht immer fair - aber hart - und so war es mal nötig, beiden zu zeigen, dass der bogen so langsam wirklich überpitzt ist...

      • Danke für die vielen Antworten.

        Konkret dasProblem Nummer 1 ist Tablet spielen you Tube gucken Computer spielen. Wir hatten die Regel von Mo bis Freitag gar nicht was dazu führte das es am Wochenende Überhang nahm. Wir wollten halt nicht immer irgendetwas verbieten. Durch den Überhang sind wir zum täglich eine gewisse Zeit zurück. Und daran haben sie sich nicht gehalten. Wir fanden sie nach der gute Nacht Geschichte und dem Hörspiel was wir immer an machen um 22 Uhr im Intranet miteinander minecraft spielend. Da gibt man ihnen neue Möglichkeiten und sie nutzen Sie aus.

        Vielleicht sollte die Frage sich danach mehr ausrichten. Wie macht ihr das mit der Zeit von technischen Geräten?

        • Häh???? Das ist jetzt wirklich alles???? Na dann werden die Dinger eben vor dem Schlafen gehen einkassiert. Wo ist das Problem?

          (9) 21.02.17 - 11:18

          Hi,

          kann man das Intranet nicht sperren ab einer gewissen Zeit ? Bei uns ist das WLAN für unseren Sohn ab 20 Uhr bzw. 22 Uhr am WE abgeschaltet. Zudem bleibt sein Handy unten im Wohnzimmer, wenn er ins Bett geht. Ebenso wie unsere auch.

          Wie ist denn euer Handykonsum ?? Ich erlebe oft das die Eltern die Kinder sehr einschränken, aber selbst kaum den Blick vom Handy nehmen.

          LG
          Tanja

          Schließe mich Schneemannmama an; seid konsequent und entzieht ihnen zur Schlafenszeit die Geräte. Fertig.

          Da ich persönlich - im Gegensatz zu meinen beiden Kindern - überhaupt nix von stundenlangen Tablet/Computer/YouTube-Spielereien halte (ja, wenn sie könnten, würden sie sich über Tage mit nichts anderem beschäftigen ;-)), handhaben wir es so, dass sie nur einen ganz bestimmten Zeitrahmen des Tages hierfür erhalten und danach ist Feierabend.

          Animiere doch deine Kinder dazu, zur Abwechslung mal etwas Aktiveres zu unternehmen, als die Fingerfertigkeit an Konsole & Co. zu trainieren ;-). Meine Beiden spielen auch gern mit anderen Kindern draußen und das ganz ohne medialer Unterstützung, fahren gemeinsam in die Bücherei oder gehen in der Stadt Eis essen/bummeln, gehen ihren Hobbys nach etc.).

          VLG deichbrise

          (11) 21.02.17 - 11:47

          Hallo!

          Darf man hier Blogs verlinken? ist nicht meins, ich habe gar keines.

          Es gab dann nur neulich einen Beitrag, den ich nachdenkenswert fand:

          http://dasnuf.de/endgegner-computerspiel/

          Wie alle "alten" Mütter rege ich mich natürlich hin wieder auf, wenn die Jungs so viel auf den Bildschirm starren. Ich erlebe es aber auch wie in dem Block beschrieben. Sie treffen sich virtuell mit anderen auf Minecraft, sie bauen ein Rathaus und wählen einen Bürgermeister. Sohn 1 formuliert Gesetze, an die man sich in dieser Stadt halten muss. Wer stänkert, fliegt raus. Sie ganz vertieft und ganz dabei und sehr konzentriert.

          Deshalb übe ich mich in Tiefenentspannung, was das Thema angeht. Ich bin anders groß geworden, meine anerzogenen Maßstäbe gelten nur noch bedingt.

          Mein großer Sohn fragte auch schon listig, was denn passieren würde, wenn er auch nachts daddelte.

          "Dann sitzt DU müde und verdreht in der Schule und nicht ich. Wenn das Folgen für die Leistung hat, kannst du dir denken, was passiert. Wenn du denkst, du verar..... mich, stellst du dir eigentlich selbst ein Bein."

          Ihm kann man gut über den Verstand kommen, Sohn 2 ist sowieso irgendwann müde und kann gar nicht die ganze Nacht daddeln. Der würde einfach einschlafen und zwar nach kürzester zeit.

          Natürlich hängt das vom Kind ab und davon, was man als Eltern aushalten und tolerieren will. Ich will dir nur zeigen, dass man auch anders über Technik denken darf.

          LG

          • (12) 23.02.17 - 12:54

            Sehe ich genauso, liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich selbst zu der eher seltenen Gattung der daddelnden Mädchen gehört habe ;-)

            Wir hatten zu Hause alles mögliche an Konsolen. Mario Kart wurde mit den Eltern zusammen gezockt. Niemand hat glaube ich so oft Koopa Beach gefahren wie mein Vater nur um die beste aller besten Zeiten rauszufahren #rofl
            Es war immer eine schöne Zeit wenn wir als Familie zusammen gezockt haben. Durch den Schichtdienst von meinem Vater auch am Wochenende, waren normale Ausflüge halt immer schwer. Und so musste man nicht aus dem Haus. :-)

            Daher werde ich das definitiv auch nicht so eng sehen, so lange die Schule nicht leidet und wenigstens einem anderen Hobby nachgegangen wird.
            Ich hab noch Volleyball gespielt und viel gelesen. Und trotz der Zockerei und zwar auch stundenlang und ab 12 so lange ich wollte auch nachts, hab ich einen Abschluss und eine Ausbildung ;-)
            Ansage meiner Mutter war nur: morgens pünktlich aufstehen, damit man rechtzeitig am Bus ist. Ob ich gefrühstückt hatte oder nicht war ihr da schnuppe, war ja mein Problem.:-)

            • (13) 23.02.17 - 21:51

              Seh ich genauso. Solange sie nicht ihr gesamtes Leben online verbringen und ihre Freunde auch noch "real" sehen und die Schule läuft.
              Glaub das können aber echt oft nur Mamas ( oder auch Papas) verstehen die selbst als Kind oder auch als Erwachsener am PC oder der Konsole zocken.

              (14) 23.02.17 - 22:49

              Hallo!

              Ich kann dir ganz brandaktuell berichten, was es auch bringen kann, wenn man die Kinder einfach lässt und ihnen vertraut.

              Mein Sohn geht seit Sommer zum Gymnasium. Gerade war Elternabend. Eine der vielen Fragen lautete: Wie geht das, wenn die Kinder krank sind und Hausaufgaben bzw. Unterrichtsinhalte nachholen müssen? Wie kommen die schnell an die nötigen Infos?

              Die Lehrer hatten verschiedenen Antworten, eine Mutter sagte dann: "Ist doch ganz einfach! Die Klasse hat doch eine eigene Homepage. Da steht jeden Tag, welche Hausaufgaben zu machen sind, welcher Unterricht ausfällt usw."

              Alle, auch ich, so: ??????

              Sie hat dann die Adresse an die Tafel geschrieben und ich denke noch so: Das ist die Adresse der Homepage von Sohn 1, die er in der Grundschule eingerichtet hatte.

              Die Lehrer: "Boah, wie toll ist das denn? Das hatten wir noch nie! Das ist ja Goldstandard! Wer hat die eingerichtet?"

              Ja, Sohn 1 hat die eingerichtet und pflegt die. Dieses Kind verbringt viel Zeit vor dem PC und wenig mit Sozialkontakten. Einfach, weil er so ist. Er ist lieber allein und macht seinen Kram auch allein, aber er macht auch so was wie die Homepage, fühlt sich dafür verantwortlich. Er ist unsportlich und unsicher und oft sehr ängstlich, aber er hat seinen Platz im WWW gefunden.

              Den hätte er nicht, wenn ich ihn streng reglementieren würde. Ich hätte das Talent auch nicht erkennen können, weil ich selber damit nicht groß geworden bin und davon kaum Ahnung habe.

              Deshalb bin ich für einen entspannten Umgang mit Medien, die uns vielleicht nicht so vertraut sind.

              LG

        Hallo!

        Ich habe auch einen 8jährigen. Er bekommt am Sonntag zusammen mit seinem Taschengeld 6 Karten (einfache Pappkarten) a 15 Min Spielzeit. Die darf er ab Montag einsetzen, wann er möchte. Allerdings mit Einschränkungen. Spielen ist erst nach den Hausaufgaben erlaubt, pro Tag dürfen maximal 4 Karten und maximal 3 Karten am Stück eingesetzt werden. Wir haben die Regel eingeführt nachdem er mehrfach gemosert hat, weil er auch nur am Wochenende spielen durfte. Bisher klappt es.

        Ich denke auch, dass du schauen solltest, warum deine Kinder gerne viel Spielen. Mein Sohn spielt zum Beispiel gerne zum Entspannen. Da ist mir wichtig, dass er noch auf andere Arten lernt sich zu entspannen.

        Mein Sohn hat noch kein eigenes Handy. Ich würde allerdings darauf bestehen, dass es abends im Wohnzimmer bleibt. Genau wie das Tablet jetzt.

        Alles Gute
        Katharina

        (16) 21.02.17 - 13:54

        Huhu,

        das ist relativ einfach. Wenn die HA alle zufriedenstellend erledigt sind, darf gezockt oder geguckt werden. Die Geräte sind nicht im Kinderzimmer, sondern im Wohnzimmer. Ansonsten ist mir wichtig, dass genügend andere Freizeitaktivitäten stattfinden.

        Welche Hobbys haben deine Kinder denn sonst noch so und wieviel Zeit müssen sie "totschlagen"?

        Man kann übrigens auch eine Zeitkontrolle installieren.

        https://play.google.com/store/apps/details?id=com.screentime.rc&hl=de

        Gibt es auch für Apple.

        Wir haben das nicht, da die Geräte im Wohnzimmer aufbewahrt werden. Bekäme ich aber mit, dass mein Sohn sein Tablet außerhalb der erlaubten Zeit nutzen würde, wäre das Teil erstmal weg, und zwar für mindestens eine Woche.

        LG

        Hanna

        hallo,
        2 mädchen, fast 10 und fast 12.
        um 19.30 uhr (die jüngere) bzw. um 20 uhr (die ältere) geben sie in der woche ihre geräte (handys/tablets) über nacht ab. klappt das nicht selbstständig (!) zur vereinbarten zeit, ziehe ich die geräte auch mal 1 tag ein.
        eine weitere vereinbarung ist, dass erst sämtliche pflichten (hausaufgaben/lernen/instrumente) erledigt werden. danach kommen verabredungen und/oder hobbys. ist dann noch zeit, können sie gerne etwas am tablet oder handy machen oder tv gucken. am wochenende auch ruhig mal länger, nur überhand sollte es nicht nehmen (hatten wir mal bei der älteren, dreieinhalb stunden tablet an einem tag - ich habe eine app dafür), dann sprechen wir darüber und gut ist's.
        vg

        (18) 26.02.17 - 13:28

        Hallo,

        ich frage mich, wie eure Kinder sich im Intranet zu so einer Uhrzeit noch gegenseitig bespielen können...wie wäre es mit einem Kinderschutzprogramm?

        Meine Jungs sind fast 8 und fast 11.
        Der Kleine besitzt keinerlei eigene Geräte, bekommt aber zum Geburtstag ein Tablet, auf das wir eine Kindersicherung installieren werden, so dass er nur zu bestimmten Zeiten und auch nur für eingeschränkte Zeit Zugang hat.
        Abends wird er das Tablet abgeben müssen, damit er störungsfrei schlafen kann.

        Mein Großer hat einen Laptop - dort ist eine gewisse Nutzungszeit pro Tag gestgelegt. Ist die aufgebraucht, kann er nicht mehr ins Internet. Außerdem haben wir Nutzungsuhrzeiten festgelegt - er kann z.B. unter der Woche nicht vor 15 Uhr an den Rechner und auch nach 20 Uhr lässt er sich nicht mehr anschalten.
        Zudem bekommen wir wöchentlich einen Nutzungsbericht, so dass wir wissen, was er am Rechner macht.

        Wenn irgendwas nicht funktioniert, muss er den Laptop abgeben, ganz einfach.

        LG

        a79

    (19) 21.02.17 - 11:38

    ... Naja, das ist jetzt recht allgemein :-)

    Wir erziehen möglichst viel mit Vorbild. Vorleben. Danke, bitte, helfen, Verlässlichkeit... Das kann man den Kids tausendmal sagen - oder halt einfach vorleben.

    Wir sagen öfters, dass eine Familie funktioniert, weil jeder sich einbringt. Mit seinen Fähigkeiten, seinem Können - seiner Empathie. Sonst ist man bestenfalls eine WG... wir anerkennen, was die Kinder machen und leisten - und geben ihnen enorm viel Freiheit und Vertrauen. Und schränken das ein, wenn es nicht funktionierte - um es dann wieder zu probieren.

    Sprich: unser älterer Sohn (10) geht per Bus ins Fussballtraining. Wir anerkennen seine Selbständigkeit. Entsprechend lassen wir ihn an schulfreien halbtagen ohne Einschränkung mit seinen Freunden im Quartier spielen. Frei und ohne Rechtfertigung. Verpasst er es dadurch aber z.B. rechtzeitig daheim zu sein, ist die Freiheit wieder kurzfristig weg...

    Wir lassen ihn Aufgaben, Vorträge etc. absolut alleine machen - und mit dem Aufwand, den er angemessen findet. Wir mischen uns nur ein, wenn gewünscht. Reicht es nicht für genügende Noten, machen wir für kurze Zeit wieder eine "Aufsicht".

    Wir lassen den Kids allgemein recht viel Verantwortung - und mischen uns dafür auch nicht ständig ein, wenn sie was selber organisieren wollen .Sind aber immer da, wenn wir gebraucht werden. Lässt einer sein Kickboard stehen, lassen wir ihn erst mal selber versuchen, das Ding retour zu bekommen. Klappts nicht, helfen wir...

    Technische Geräte etc. sind bei uns absolut kein No-go. Aber es gilt prinzipiell, dass sie kein "Recht" darauf haben, TV oder Games zu nutzen. Sondern zuallererst steht alles andere - ist dann Zeit.. .okay.

    Das heisst dann z.B., dass sie an einem verregneten WE 6 Stunden mit den Freunden ein Game nach dem andern spielen - unterbrochen nur von Essen und blöden Sprüchen... aber danach auch durchaus 2 Wochen gar nichts elektronisches läuft... weil wir gerade andere Schwerpunkte haben.

    Ich denke, man kann von den Kids erwarten, dass sie sich in dem jungen Alter noch in die Familie einbringen. Sind sie mal in der Pubertät, hast du eh kein Stich mehr. Mir ist es wichtig, dass wir gemeinsam Zeit verbringen. Abends Brettspiele machen statt TV glotzen. Und ja - das heisst auch, dass ich nach der Arbeit noch freundlich, fitt und nett sein muss. Und ja das ist selbstverständlich. Denn von den Kindern erwarte ich das ja auch. Und wenn ich nicht fit und anständig bin, dann lass ich die Kinder in Frieden.

    Was Regeln anbelangt: Je weniger je besser. z.B.

    Was soll ich um genaue Schlafenszeiten streiten - solange sie genug Schlaf bekommen, ist alles okay. Auch wenn der grosse um zehn noch liest. Wird er maulig oder träge, dann besprechen wir das.

    Essen - was soll ich darauf bestehen, dass der Teller leer gegessen wird oder alles probiert wird? Solange sie nicht über das Essen lästern oder gar ein Sondermenü erwarten, macht es mir ja keine Umstände. Dann bleibt der Broccoli halt übrig und landet in der Suppe für den Abend.

    Ich meine damit nicht, dass ich die Kids "laisse-fair" mässig erziehe. Gar nicht. Wir haben Verbindlichkeiten. Aber das meiste beruht in dem Alter schlicht noch darauf, dass sie uns eine Freude machen wollen und ja auch "lieb" sein wollen. Hilfsbereit sind.

    • (20) 21.02.17 - 11:47

      Super!
      Kind sein darf auch Spaß machen, das hat man bei euch bestimmt!

      (21) 21.02.17 - 13:33

      Hallo!

      Das hast du schön geschrieben!

      Nur, allein Vorbild sein, funktioniert nur leider nicht immer. Mir ist es zum Beispiel wichtig, dass man "Guten Morgen" oder ähnliches sagt, wenn man irgendwo hinkommt und ärgere mich auch, wenn andere Erwachsene dazu zum Teil nicht in der Lage sind. Jetzt hat es aber etwa 2 Jahre gebraucht, bis mein Sohn das auch gecheckt hat und endlich in den beiden letzten Kindergartenjahr regelmäßig gegrüßt hat. Offensichtlich hatte er da eine seeehr lange Leitung.

      Viele Grüße

      Katharina

Danke an die die geantwortet haben.

(23) 21.02.17 - 11:44

Hallo,

bei uns (Sohn ist 10 Jahre alt), klappt "erlauben" viel besser als "verbieten".
Nach den Hausaufgaben hat er Freizeit und darf sich erholen. Das ist bei ihm meistens das Ipad (YouTube oder spielen). Er darf am Wochenende mit seinen Freunden auch zocken. Je nach Wetterlage auch mal länger. Aber da bei uns alle Jungs zu Weihnachten kleine Drohnen, Hubschrauber und Fernsteuerautos bekommen haben, sind sie eh meistens draußen.
Handy und Ipad bleiben über Nacht um Wohnzimmer.

Ich spiele selbst gerne am PC (bin noch altmodisch) und ich weiß, daß es keinen Sinn macht, z.B. eine halbe Stunde Minecraft zu erlauben. Da hat man gerade angefangen, dann ist schon Schluss. Oder wir spielen gern Olympiade auf der X-Box. Da kann man auch nicht mit der Stoppuhr spielen und mittendrin aufhören. Das macht keinen Spaß.
LG

(24) 24.02.17 - 10:17

Hallo,

ich glaube ich verstehe in etwa, was du meinst.

Mein Sohn wird 10 und viele Regeln sind für ihn so unlogisch, dass er sie nur schwer einhalten kann. Tatsächlich sind die Regeln oft seltsam. Warum sollte er jetzt nicht eine halbe Stunde fernsehen, wo er doch eine Eins geschrieben hat und mal entspannen müsste? Sowas in der Art.

Tatsächlich hilft nur reden reden reden und auch mal eine Regel aufweichen.

Die Kinder werden älter und wollen auch mitbestimmen ,gerade, wenn man sie sehr liberal erzieht. Sinnlose Verbote und Einschränkungen sind da nicht mehr angebracht.
K.

(25) 28.02.17 - 18:08

... und was hat das jetzt bitte mit JUNGS zu tun? Ihr scheint einfach nicht besonders konsequent zu sein - aber das weder mit JUNGS noch mit MÄDCHEN zu tun #augen

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