Erziehung

19.03.17 - 08:37

sehe ich auch so.
Verantwortung heißt auch, genauer hinzuschauen, ihn nicht aufgeben. @TE
wenn es dann bei Pubertät übrig bleibt, könnt ihr alle erleichtert aufatmen.
wenn es noch was anderes zusätzlich zur Pubertät ist (Bedrohung, Erpressung, Trauma, Drogen, Persönlichkeitsstörung, unerkanntes anderes, etc.) dann habt ihr wenigstens nicht weggessehen ... und viielleicht sogar könnt ihr ihm helfen

Verantwortung ist die Gratwanderung ... zwischen Kind entwickeln lassen wie es ist und unterstützen wie schwer es auch ist ... und nicht wegzusehen

da es bei euch schon länger geht
Hilfe von außen mit offenem Mund da steht (jemand erfahrenes mit Vergleichswerten, die die Situation kennt)
und ihr mit dem Rat am Ende seid, würde ich auch weiterschauen
aufatmen wenn wirklich nichts ist

und vielleicht gibt es a auch Tipps, falls es doch nur Pubertät ist.

Leider kenne ich ein paar "Exemplare" wo es hieß - nur Pubertät, schwere Zeit (haben viele der hier genannten Ideen konsequent umgesetzt). Tja, inzwischen sind diese "Pubertisten" 30, 40 Jahre alt und verhalten sich weiterhin so. Auch anderen gegenüber.

Manche sind heute unausstehlich. Würden niemals zum Arzt gehen. Finden heute noch Ausreden "die Pubertät war mies" oder "der und der hat Schuld, weil er/sie mich nicht unterstützt hat. und das beschriebene Verhalten zieht sich durch die Jahrzehnte durch. Nur dass man einen über 18jährigen nicht mehr herankommt. Ist ja gesetzlich erwachsen.
Die Vorwürfe kommen natürlich prompt: warum habt ihr nicht?! Ihr seht doch, was daraus geworden ist (von jenen, die immer sagten, lass ihn doch... ist doch nur Pubertät... warte einfach mal ab... der Junge tut mir Leid... er kann doch nichts dafür.... jetzt jetzt es: warum ward ihr nicht strenger? hättet ihr mal besser usw.)

und andere fanden heraus, dass sie tatsächlich was haben. Eine Form von ADS, Asperger und so. Diese konnten nicht wie sie wollten, haben selbst gelitten und die Eltern auch. Seit sie selbst wissen, was los ist, suchen sie sich selbst Hilfe, reden auch mit den Eltern, sagen aber auch klar, "warum habt ihr nicht genauer hingeschaut? Es war nicht nur die Pubertät. :-("

Bei anderen war es wirklich nur die Pubertät :-)
aber auch da half es mit Menschen drüber zu reden, die Ahnung haben. Einfach weil jeder Pubertist anders ist.
Manche brauchen mehr Strenge, klare Regeln, Konsequenzen - um innerlich den Weg zu finden, im inneren Chaos, wenn sie sich darauf verlassen können, dass die Eltern den Rahm eng stecken. Mit Freiheiten sind sie überfordert.
und andere brauchen viel Freiheit, weil sie damit auch umgehen können.

Hör auf dein Bauchgefühl (auch wenn du Hilfestellen abtelefonierst). :-)

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