Heimlich Süßigkeiten

    • (1) 23.03.17 - 10:58

      Hallo Zusammen,

      ich bräuchte Denkanstöße für eine passende Reaktion ...

      Wir haben eine Süßigkeiten-Schublade in der verschiedene Dinge drin sind. Die Schublade ist frei zugänglich. Ich möchte aber dass kurz gefragt wird bevor man sich einfach bedient, da ich wenigstens im Blick haben möchte was so gefuttert wird. Im Normalfall sage ich dann auch "ist ok". Ausnahmen wenn halt gleich gegessen (wobei ich dann auch oft sage "du kannst es dir als Nachtisch hinlegen) wird oder es an dem Tag schon sehr viel war.

      Manchmal sind in der Schublade auch Süßigkeiten die einer allein geschenkt bekommen hat, die soll natürlich keine anderer wegessen. Dafür gibt es jetzt schon separate Boxen damit eigentlich jeder erkennt "ACHTUNG, Finger weg".
      In den letzten Tagen kam es vermehrt vor, dass Junior sich "heimlich" bedient hat. Mir geht es dabei noch nicht mal um das naschen, ich habe auch Zeiten an denen ich mal mehr mal weniger esse, sondern dass er es so "hintenrum" macht. Ich habe das Gefühl ich bin der Drachen der den Kindern die Süßigkeiten verbietet.
      Ich will jetzt aber auch kein Drama aus der Sache machen ...
      Wie würdet ihr reagieren?

      • (2) 23.03.17 - 11:16

        Hallo,

        ich spreche meine Kinder IMMER direkt an.

        Vermutlich hatte er einfach Angst, dass du diesmal "nein" sagst :-) Ich würde das jetzt auch nicht wirklich hoch bewerten. Sprich es an, dass eure Regel lautet "Erst fragen, dann nehmen" und gut ist.

        VG
        B

        (3) 23.03.17 - 11:20

        Hmm ich weiß nicht ob du Meinungen dazu jetzt so konkret mit erfragt hast, aber ich würde die ganze Schublade in Frage stellen. Ich finde diese Erfindung einfach daneben.

        Heimlich naschen, wenn klar abgemacht ist, dass gefragt wird, würde bei mir dazu führen, dass es nix mehr gibt für ein paar Tage. Schwierig, wenn es eine Schublade ist. Isst jemand etwas von jemand anderem, obwohl er weiß, dass er es nicht darf und es nicht ihm gehört, müsste es ersetzt werden - vom Taschengeld.

        Zwischendurch essen gibt es bei uns im Alltag nur sehr selten. Es gibt die festen Mahlzeiten und gut. Nach dem Essen darf auch gern mal was genascht werden.

        • (4) 23.03.17 - 12:44

          Hmmm, aber irgendwo müssen die Sachen ja aufbewahrt werden. Und wegsperren fände ich jetzt irgendwie doof.
          Manchmal hätte gerne einer etwas weiß aber garnicht was ... dann wird halt geschaut ... wenn nicht das erwünschte dabei ist hat es sich dann auch manchmal erledigt. Dann müßte ich ja jedesmal einen Schlüssel nehmen und irgendwo aufsperren.

          Wo bewahrt ihr Süßigkeiten auf?

          • (5) 23.03.17 - 13:11

            Wir haben Kisten in der Abstellkammer stehen. Die geb ich vom Regal runter und dann suchen sie sich was raus.

            Ach ich weiß auch nicht, das Thema ist halt für mich irgendwie ein rotes Tuch.
            Bei uns zu Hause gab es auch keine Süßigkeitenschublade und ich war immer voll neidisch auf die anderen wo immer eine Packung Knoppers, Kekse, Gummibärchen und Schokolade verfügbar waren.

            Heute sind halt schon ein paar (natürlich nicht alle) von denen dabei, wo ich mir denke, dass denen ein gesunder Umgang mit Süßigkeiten in der Kindheit gutgetan hätte. Von leichtem Übergewicht bis zum starken oder auch miesen Zähnen. Natürlich ist da auch viel Veranlagung. Aber kommt dann noch das Thema dazu ists natürlich doof.
            Und dieses zwischendurch rumfuttern ist bei allen geblieben, was ich halt auch nicht sonderlich gesund finde (obwohl ich jetzt kein Gesundheitsfreak bin).

            Theoretisch könnten meine Kinder also auch an die Süßigkeiten ran. Aber sie müssten sich halt erst einen Stuhl in die Abstellkammer tragen und dann die Kisten durchkramen. Das ist so mal eben heimlich schwer möglich. Sollte es doch mal dazu kommen, muss ich mir was neues einfallen lassen. Aber bisher sind sie noch nicht auf die Idee gekommen.

            Eigentlich ist mir auch selbst das zu viel. Wir bekommen zu jedem Fest mindestens 2-3 Schuhkartons voll mit Süßigkeiten geschenkt, die räum ich halt dann immer erstmal weg. Und dann sind sie halt da.

            Lieber wäre mir, wenn wir gar nicht immer was auf Vorrat da hätten, schon gar nicht diese Massen und diese Vielfalt. Dann kauft man eben mal eine Packung *irgendwas* und dann wird sie genascht und dann ist gut. Aber das ist utopisch.

            • (6) 23.03.17 - 13:21

              Eine Vorratskammer haben wir nicht und in der Küche will ich das Zeug auch nicht.

              Ich will's auch nicht verbieten, sonst schlägt es ins Gegenteil um. Sie sollen vernünftig mit Süßem umgehen. Ich gabe auch Phasen wo ihr mehr esse. Ich freue mich Weihnachten immer suf Lebkuchen, da könnte ich dann drin baden. Aber nach Weihnachten ist dann auch wieder gut.

              Manchmal will wochenlang keiner was und dann plötzlich diese Heimlichtuerei.

              • Wir haben ein rieeeeeesiges Süßigkeitenglas mitten im Wohnzimmer auf dem Sideboard und es ist und war nie ein Problem. Die Kinder gehen da nicht ran ohne zu fragen. Der Kleine (2,5) hat es am Anfang ein mal probiert, ich hab ihm in Ruhe erklärt, dass ich das Glas wegpacke, wenn mein Vertrauen missbraucht wird. Er hat es scheinbar kapiert.

                Die meiste Zeit wird das Glas gar nicht beachtet und bei Besuch hauen sie auch nicht zu, als wenn es kein Morgen gäbe.

                Der Sohn einer Freundin darf wirklich fast nie was süßes essen. Der arme Junge schlägt sich auf jedem Kindergeburtstag am Buffet den Bauch voll, während die anderen munter spielen. Das Kind ist nicht vom Buffet wegzubekommen. Der freut sich, dass Mama nicht dabei ist und er mal nach Herzenslust schlemmen kann.

                Kein extrem ist gut.

                Erkläre es im ruhigen und wenn es nicht klappt, kommt das Zeugs weg.

            Absprachen sind dafür da, dass sich auch jeder daran hält#kratz.
            Ich würde es am Tisch ansprechen, wenn heimliche Nascherei ohne vorheriges anfragen nochmal vorkommt, dass die Naschereien dann leider weggesperrt werden müssen.
            Hier geht es ja auch mehr um die Absprache und nicht, dass sich jemand an Naschereien zu arg bereichert.

            Gott sei Dank, haben wir dieses Thema nicht, kaufen auch sehr selten Süßigkeiten ein, weil bei uns kaum einer was nascht. Müssen sogar geschenkte Naschreien zu den Schwiegereltern geben, damit es nicht verkümmert #augen. Der Schokoosterhase löst bei uns den Schokoladenweihnachtsmann ab.#augen. Unsere Tochter (11) greift mehr nach Joghurts und Obst, aber auch mit der Absprache, nicht vor dem Essen.

            • Das mit den Absprachen seh ich prinzipiell genau so. Ich weiß aber, dass das bei Süßigkeiten bei vielen Menschen (großen wie kleinen) nicht funktioniert. Wie viele Erwachsene schaffen es nicht sich an ihre Diät zu halten usw..

              Da ist es meiner Meinung nach besser, wenn sie einfach nicht in Sicht- und Reichweite aufbewahrt werden um die Versuchung zu minimieren.

              Bei uns zum Glück nicht so (trotzdem handhabe ich es so, weil ich ja schon das geschenke nicht verhindern kann), aber im Umfeld kenne ich viele dieser Fälle. Bei vielen habe ich den Eindruck, dass es die erste kleine Sucht ist zu naschen. Sie sehen die Schublade und können einfach nicht anders.

              • (10) 24.03.17 - 16:08

                bei mir ist es umgekehrt.

                sehe ich Süßigkeiten oder was auch immer und habe es da, esse ich kaum davon.
                ist nichts da, bekomme ich Heißhunger und Gelüste und dann könnte ich Massen davon essen. war in der Schwangerschaft ganz arg. Nichts kaufen hieß, dass ich etweder nachts wach lag und beim nächsten Mal mehr aß.

                schaffte ich mich vorsichtshalber einen Vorrat an, hielt der über Tage.

                bei Diäten bei manchen auch. Eine Freundin sagte mal: sie schaut, dass sie sich in einer Diät Naschereien erlaubt, nur insgesamt ausgewogener darauf achtet. Sobald sie sich selbst was verbietet, desto größer der Heißhunger darauf.
                Sie hat sich irgendwann die gesunden Sachen verboten und es hat gewirkt.

                ist / isst aber jeder anders.

          Hallo!

          Deine Variante finde ich eher bedenklich. Ich hatte solche FReundinnen. Die durften Zuhause nie zwischendurch was Süßes.

          Diese KInder konnte man kaum bei sich ertragen, weil sie so fixiert darauf waren.Sie frassen regelrecht bei Kindergeburtstagen. Sie kauften sich überall heimlich SChoki und Co, haben es heimlich gegessen usw.
          Aufpassen würde ich, dass es nicht solche Ausmaße annimmt! Wenn deine Kinder allerdings zu der seltenen nicht-süß Kinder gehören, kannst du mein Geschreibsel ignorieren!

          Lg Sportskanone

          • Ich ignoriere es nicht :-)

            Ist gerade ein sehr aktuelles Thema bei uns.

            Also wenn sie bei Kindern sind bei denen das Naschen auch kein präsentes Thema ist, dann gibt es da überhaupt kein Problem. Da kommt nicht mal die Frage danach oder ein Nein wird auch einfach akzeptiert.

            Sind sie da gegen bei Kindern zu Besuch wo ein Ausgiebiges Naschverhalten oder das Vorhandensein einer Süßigkeitenschublade bekannt sind, da geht das gebettel los. Allerdings habe ich da den Eindruck, dass das von den "Nasch-Kindern" ausgeht. Auch wenn besagte Kinder hier sind, versuchen die Besuchskinder meine Kinder anzustacheln und vorzuschicken zum fragen. Auch gut und gern 5 mal und mehr.

            Von daher würde ich das aus meiner Sicht eher andersrum bestätigen.

            Und mir geht es ja eigentlich weniger um die Süßigkeiten als um das 'rumgefresse'. Da finde ich Obst oder anderes genau so schlimm wie Süßigkeiten. Man muss einfach nicht ständig und bei jeder kleinen Langeweile etwas essen. Es gibt Mahlzeiten und gut ist. Wenn nach dem Abendbrot die große Lust auf Schokolade, Saft oder süßen Joghurt da ist, dann ist das für mich vollkommen ok.

            Aber es muss nicht beim Abholen, auf dem Nachhauseweg, auf dem Spielplatz, beim Spielen zwischendurch, beim Kindersport uswusf. jedesmal nebenbei etwas geben. Weder Obst noch Süßkram. Ich finde halt, dass man sich damit einfach ein grundfalsches Essverhalten anerzieht.

            Deswegen bin ich gegen die Schublade, da sie für mich dieses "Zwischendurch mal eben was kleines" bedeutet (und auch alle die so eine Schublade in meinem Umkreis haben es so praktizieren).

            Beim Taschengeld sind meine Kinder übrigens bisher zu geizig es in Süßigkeiten zu investieren. Dürften sie auch ohne Heimlichkeit. Aber da kaufen sie sich lieber Dinge von denen sie länger was haben. Da sind sie (noch?) sehr vernünftig (wenn man bei dem 20. Pferdchen noch von Vernunft reden kann ;-) ).

    (13) 10.05.17 - 21:37

    Hallo 8P,

    meine Tochter ist jetzt 7 und weiß wo unsere Süßigkeiten lagern. Ich habe letztens gesehen, dass sie eine Packung M&Ms bei sich im Bett gebunkert hat. Ich habe mit ihr gesprochen und sie hat sich entschuldigt und sagte selbst, dass es nicht gut ist ohne zu fragen. Was würdest Du denn dann machen? Lieber öfter Süßes geben, damit sie nichts heimlich machen oder weiterhin ohne viel Süßes bleiben? (es gibt bei uns schon auch immer mal was süßes, aber nicht jeden tag und auch nicht kurz vor dem essen).

    LG KayKay

    • (14) 11.05.17 - 13:50

      Hallo KayKay,

      hmm schwer zu sagen. Warum hat sie sich denn die M&Ms geholt?

      Ich kann das so echt nicht beantworten. Mir geht es letzlich wirklich am Meisten um das rumgefuttere zwischendurch. Ich möchte, dass die Kinder bewusst essen und sich nicht 'ständig' nebenbei was in den Mund schieben.

      Es ist halt ein schmaler Grat... einerseits den Süßigkeiten bewusst einen besonderen Stellenwert lassen und andererseits aufpassen, dass sie nicht so besonders werden, dass über die Möglichkeit zu naschen alles andere vergessen wird.

      Ich denke den Mittelweg musst du selbst finden, da es ziemlich individuell ist.

      Auf jeden Fall bemühe ich mich, auf die Frage "dürfen wir was naschen?" nicht einfach nur platt mit nein zu antworten. Manchmal einigen wir uns auf einen anderen Zeitpunkt (nach dem Abendbrot), manchmal steckt Hunger dahinter, dann suchen wir nach einer Alternative die auch wirklich satt macht und manchmal auch einfach das dringende Bedürfnis nach schnellem Zucker.

      Deswegen auch meine Frage warum sie es denn gemacht hat. War es der Reiz des Verbotenen? Die Ungeduld nicht abwarten zu können bis sie darf? Die Ungewissheit ob sie es überhaupt essen darf? Hunger? Zuckerverlangen? Je nach dem muss man da denke ich anders drauf reagieren.
      Was sagt sie denn, wie man das in Zukunft machen könnte um es nicht heimlich und im Bett naschen zu müssen? Findet sie sie darf zu wenig naschen? Oder das falsche? Oder zum falschen Zeitpunkt?

(15) 23.03.17 - 11:23

Hallo,

ich würde es auch direkt ansprechen. Je nach Alter/Entwicklung des Kindes aber auch in Betracht ziehen, die Regelung aufzuheben. Ich würde ja auch nicht jedes Mal meinen Partner fragen wollen, wenn ich mir eine Süßigkeit nehmen will. Auch meine Tochter (13 Jahre) darf sich schon lange ohne zu fragen bedienen. Als Kleinkind musste sie natürlich noch fragen... aber irgendwann kommt halt der Punkt, da sollten die Kinder sowas allein entscheiden dürfen.

Viele Grüße
H.

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