Sohn 4,5 extrem schwierig

    • (1) 27.03.17 - 20:05

      Hilfe :-(
      Ich werde am Mittwoch bereits schon zum zweiten mal in den Kindergarten zitiert. Mein Sohn (4,5 Jahre) war schon immer schwieriger als andere. Er hat Hummeln im Hintern, dreht völlig auf sobald mehrere Kinder aufeinander treffen und hört überhaupt nicht. Das die Kurzfassung.
      Wir sind mehr als Konsequent. Daher bitte, bitte keine Tipps, dass wir konsequent sein sollen.
      Hier einige Beispiele:
      Wenn wir mit anderen Kindern vor dem Haus sind, dann klappt es super, wenn nur ein weiteres da ist. Sobald noch welche dazu kommen, fängt er an sie zu ärgern, nimmt Sachen weg etc. Er ist dann überhaupt nicht ,mehr fähig zu spielen. Freunde hat er eigentlich auch nicht so wirklich.

      Im Kindergarten hat er letzte Woche ein Mädchen ständig geärgert. Was ich allerdings extrem scheiße fand, dass die Erzieher mir das erst am Ende der Woche mitgeteilt haben.

      Sagt man er soll mit Dingen aufhören, dann hört er gar nicht zu. Macht immer weiter, bis es dann zum Knall kommt. Zwar entschuldigt er sich immer, aber wir haben das Gefühl, dass alles was wir ihm sagen, überhaupt nicht bei ihm ankommt. Seine Gedanken sind dann bei irgendwelchen Fliegen am Fenster.
      Er übertreibt ständig und lacht dann richtig dreckig. Wenn es nicht mein Sohn wäre, dann würde ich sagen, ein richtiges Arschlochkind. Wir waren auch schon beim Therapeuten und sind derzeit bei der Ergotherapie. Aber ich habe das Gefühl nichts bringt was.
      Ich mag schon gar keine Zeit mehr mit ihm verbringen. Mach ich natürlich, aber schön ist es nie.
      Ich kann und mag nicht mehr....

      • Wie sehen denn eure Konsequenzen aus? Denn davon merke ich in deinem Beitrag gar nichts. Wenn es mit mehreren Kindern nicht klappt, dann muss er eben drinnen allein spielen, wäre jetzt zum Beispiel eine Konsequenz. Wie lange macht ihr schon ergotherapie? Auch das braucht Zeit, bis eine Verbesserung oder Änderung bemerkbar wird.

        Du magst keine Zeit mit ihm verbringen...und wenn dann ist es nicht schön, nie schön....Du magst nicht mehr!...

        Kann ich sogar verstehen!

        Aber Dein Kind kann es nicht verstehen! Er merkt es sicher, das du so denkst!

        Warst du mal in der Pädaudiologie?
        Gerade, wenn du das gefühl hats, das er nicht zu höhrt, die Fliege ihn mehr interessiert...etc, kann es durchaus sein das er ein Problem hat!
        Es gibt sowas und es sollte augeschlossen werden, ob er AVWS also Auditive Verarbeitungs-Wahrnehmungstörung hat!

        Lg Steffi

        • Hab gerade mal geschaut, die AVWS passt nicht zu seinem Verhalten. Danke dir. Ich bin echt für jeden Tipp dankbar, und auf die anderen Kommentare, dass wir nicht konsequenz sind, kann ich verzichten. Ich schreibe nichts über die Konsequenzen, weil die hier überhaupt nicht Thema sind. Gut, dass dann alle Mamis besser Bescheid wissen. Irgendetwas stimmt mit ihm nicht und das gilt es heraus zu finden....

          • Wenn du nach Hilfe fragst, dann ist es doch normal, dass andere Mamas hier die Gesamtsituation (inkl. folgender Konsequenzen) abfragen. Eine Einschätzung und somit Ratschläge sind nur dann möglich und sinnvoll, wenn man die Gesamtsituation beurteilen kann.

            Dass du dich direkt so verweigerst, finde ich schade, denn dann wirst du nicht viele sinnvolle Ratschläge bekommen.

            Mir drängt sich eher der Verdacht auf, dass du selbst vielleicht schon weißt, dass du vielleicht doch nicht so konsequent bist, wie du es gerne wärst.

            Hallo.

            >>> Ich schreibe nichts über die Konsequenzen, weil die hier überhaupt nicht Thema sind. <<<

            Aber natürlich sind die Thema, um einschätzen können, wie und ob Ihr überhaupt erzieht.

            >>> Gut, dass dann alle Mamis besser Bescheid wissen. <<<

            Ganz ehrlich ... so unsympathisch und schnippisch Du völlig grundlos reagierst, kommt einem direkt "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" in den Sinn.

          • was sagt der Kinderarzt?
            wurde schon was dokumentiert?

            ich selbst habe ADHS und finde mich in deinem Beitrag wieder.
            Das heißt NICHT, dass er das hat. Ich entdecke nur einige Parallelen. (eine davon ist, dass ich schneller gestresst bin, sobald es mehr als 3 Personen sind. Es geeeeeht. ich habe gelernt es mir nicht anmerken zu lassen. Aber gestresst bin ich doch)

            Wenn du Infos dazu möchtest, kannst du mich gerne per PN anschreiben. Fragen, die dich interessieren.
            Infos um für dich zu checken, ob es passen könnte oder doch eher so gar nicht in die Richtung geht.

            ADHS ist nichts schlimmes an sich, nur sehr anstrengend. Besonders so lange man es nicht weiß und vor einem Rätsel steht. und auch dann, wenn man vor lauter Meinungen und Berichten, das eigentliche sieht :-(

            Ansonsten würde ich mit dem Kinderarzt sprechen. Evtl. SPZ oder so.
            Es gibt so viele Möglichkeiten

            die noch dazu in Kombi auftreten können.

            Hören
            Sehen
            Schmerzen, die er noch nicht äußern kann

            anderes
            usw.

            was man tun kann, hängt dann entsprechend sehr von der Ursache ab.
            mein Kind wurde wesentlich ruhiger, als sie eine Brille bekam. Die Werte minimal. Der Ausgleich der Augen - Auswirkungen auf ihr Verhalten: enorm.
            will dir damit Mut machen. Auch kleine Ursachen können eine große Wirkung haben. und wünsche Dir Kraft, diese zu finden.

            • Naja, wenn man mit Mama allein spielt und er auch schon gestresst ist, klingt es eher nach Aufmerksamkeitsdefizit.....da will man durch stetig, zu wenige Aufmerksamkeit dann irgendwann nur noch im Mittelpunkt stehen, um erhört zu werden oder auch seine Wünsche mal durchzusetzen, egal ob im positiven oder negativen Sinne, hauptsache es dreht sich um ihn.
              Keinem gefällt es, wenn man was erzählt, keiner hört richtig zu oder wird nicht ernst genommen. Viele Eltern merken nicht, dass Konsequentheiten oft mit Ansagen, Befehle oder zu oftes NEIN sagen nur enden und das Gegenteil damit bewirkt wird.Ein Kind möchte sich durch Äußerungen auch miteilen und mit seinen Inhalt ernst genommen werden.
              Man sollte sich mal selbst wieder in die Kindheit versetzen und nachfühlen wenn Ansagen kommen wie, "jetzt nicht, später, sofort.......nein! Oder wenn der Partner jedesmal mit sowas Antwortet, dann steht Kontra an....#aerger

              • warum schreibst du MIR das?

                ich kann mich durchaus in mein Kind versetzen und komme gut klar
                was die TE schreibt, kann verschiedene Ursachen haben. Von Erziehung über andere Diagnosen bis hin zu ADHS etc.

                da ich weder sie noch ihr Kind kenne, kann und werde ich mir kein Urteil darüber erlauben, was es ist.
                Lediglich biete ich ihr die Möglichkeit an, sich mit mir auszutauschen, um für sich selbst Ansatzpunkte herauszufinden, welche Richtung sie weiter verfolgt und welche nicht.

                ADHS ist LEIDER sehr viel in den Medien. Informatives wie :-[#zitter#wolke
                ich selbst habe es und basta. Und habe gelernt damit umzugehen.

                Erziehung ist durchaus wichtig (bei ADS umso mehr, mit noch mehr Feinheiten etc.)
                aber Erziehung ist nicht alles. Als mein Kind zahnte und vor Schmerzen schrie, hieß es auch mal, mein Kind sei nicht erzogen :-[
                Von daher bin ich vorsichtig, anonym nur in die Erziehungs-Konsequenz-Schiene zu raten. Macht unter Umständen nur noch resistenter.

                Eltern in ihren Problemen und Erfahrungen ernst zu nehmen, hilft oft mehr, dass sie den ein oder anderen Weg (den sie vorher ausgeschlossen hatten) auch in Erwägung ziehen.

                Eltern die zu oft hören, dass sie Schuld seien oder ihre Erziehung falsch wäre, schalten irgendwann auf Durchzug

                "Viele Eltern merken nicht, dass Konsequentheiten oft mit Ansagen, Befehle oder zu oftes NEIN sagen nur enden und das Gegenteil damit bewirkt wird."

                Gilt Kindern gegenüber
                Gilt anderen Eltern gegenüber, die um Hilfe fragen :-p

                • Ich hab bei dir geantwortet, eben, dass nicht jedes schwieriges Kind wie z.B. bei TE , immer gleich ADHS hat. Schlichte Aufmerksamkeitsdefizite sind weit verbreiteter, als was jeder denkt...tragen im Grunde die gleichen Symptome, nur sie vom Umfeld kommen. Deshalb meinte ich, sie sollte sich mal in ihre Kindheit hineinversetzen, wie das von einem Gesagten beim Kind ankommen könnte. Ton, Verbote ohne Begründung, auf späteres Vertrösten mit zu häufigen im Sande verlaufen lassen ect. erst sowas bejaht oder ausgeschlossen werden kann, kann man die Ursache medizinisch ect. weiterverfolgen.
                  Ein Kind kommt ca. mit 3 J in die erste Pubertät(Trotzalter) wo Kinder Grenzen testen und sich wie nee Art Halbstarke ausprobieren.Konsequent sein heißt , Grenzen zu setzen...Erziehung heißt klare Ansagen geben und keine endlosen Diskussionen führen, aber trotzdem jedes Verbot oder striktes Nein sollte , sollte aber mit ein Warum, erläutert werden , damit ein Verbot/Nein begründet ist.

          Konsequenzen sind immer relativ, für mich kann niemand Konsequenzen für mein Kind wissen, oder vorschlagen, denn sie kennen mein Kind nicht!
          das dazu!
          Ich frag mich eher, wie du AVWS auschliessen kannst! Das verhalten allein hat keine aussagefähig Kraft!
          Wenn du es aus dem Inet hast......ist es ganauso als ob ih den Pickel google und der wird mir dann als TUMOR diagnostiziert!
          Mensch dein Kind braucht Hilfe!

          Scheue dich bitte nicht und such wenigstens den /die KIA auf!

    Wenn du selbst sagst, das du selbst nicht mehr gerne mit ihm spielst, dann fühlst du dasselbe wie die Kinder, aber jetzt bist du mit ihm alleine....dann kann es nicht an der Kindersammlung liegen, sondern eher, dass ein Kind nach seiner Nase kuscht, sobald es dann mehrere sind, das eine Kind sich von ihm wendet, um mit den anderen zuspielen. Dann sucht er Aufmerksamkeit, egal ob positiv oder negativ, hauptsache er steht ihm Mittelpunkt.

    Kann es sein, dass er immer im Recht sein möchte und wenn es nicht funktioniert, dann ausartet?

    Vielleicht wäre langsam mal ein Sportverein zur Auslastung eine Überlegung wert.

    ----Wir sind mehr als Konsequent. Daher bitte, bitte keine Tipps, dass wir konsequent sein sollen.

    Sagt man er soll mit Dingen aufhören, dann hört er gar nicht zu. Macht immer weiter, bis es dann zum Knall kommt. ------

    Das Widerspricht sich aber schon. Wenn ihr Konsequent seid, dann kommt es gar nicht zum Knall! Und was verstehst du unter Knall? Was passiert denn dann und wofür entschuldigt er sich?

    Es gibt zwei Möglichkeiten Entweder ihr denkt nur, dass ihr konsequent seid bzw. ihr macht "falsche" konsequenzen ...... oder ihr überseht die Bedürfnisse eures Sohnes und könnt ihn dadurch auch nicht "lenken".

    Den Ansatz der anderen Userin fand ich ganz gut. Mit einem Kind klappt es weil er dann im Mittelpunkt stehen kann.... kommen mehr dazu artet es aus, weil sich die Kinder dann evtl von ihm abwenden. Und dann hast du als Kind noch eine Mama die keinen Bock auf dich hat...... Prima oder? Da würde ich auch ausrasten.

    • Naja ohne die TE in schutz nehmen zu wollen!

      Bei uns kam es regelmässig zum so genannten " knall" bis wir wussten was los ist!
      Es ist zu mühsam das jetzt hier zu erklären!

      Einmaliges Beispiel: Julian, dreh das Blatt Papier bitte um!
      Er hat es gedreht....aber im Kreis und nicht auf die andere Seite!
      Er bemerkte , das er falsch lag und ist"abgedreht"
      Abdrehen können die Kinder in dem sie agressiv werden oder dicht machen...Julian hat geweint und gesagt das er dumm ist! Hat DICHT gemacht!

      Julian hat Therapie bei Logo und Ergo gemacht und ist jetzt ganz normal in der Grundschule......!

      Zum abschluss wünsch ich mir, das alle Eltern einfach mal aufhören druck zu machen, sondern ihre Kinder Fördern........nicht fordern :P#wolke

Es ist wirklich sehr anstrengend und belastend, besonders wenn man merkt, dass man anfängt negativ über das eigene Kind zu denken. (Ich kenne das, ich habe mal eine Zeitlang an der Intelligenz meines Kindes gezweifelt, auch nicht schön.)

Es gibt eine ganz konkrete und EINFACHE Sache, die SICHER wirkt:
Schreibe jeden Tag mindestens drei, aber gerne mehr Dinge auf, bei denen du dich über dein Kind gefreut hast oder stolz auf es warst. Jeden Abend.

Damit ändert sich dein Blick, (du sammelst plötzlich gedanklich die positiven Momente, damit du auch was zum Aufschreiben hast), du nimmst ihn anders wahr und das wirkt unmittelbar auf ihn zurück. Du musst nicht mit ihm darüber sprechen, (Lob wird oft als Manipulation eingesetzt. Wenn dir von innen heraus was gefällt, darfst du natürlich sagen, dass du es gerade so richtig schön mit ihm findest, aber nicht weil er "brav" war, sondern weil ihr gerade einen besonderen Moment erlebt.)

Es kommt drauf an, dass du ihn wieder positiv siehst/ (sehen kannst) und dieses Wahrnehmen hat unmittelbaren Einfluss auf sein Verhalten. Ich wette wenn du das eine Woche machst merkst du schon eine deutliche Veränderung. Wenn die Beziehungsebene wieder stimmt, fühlt sich das Kind zugehörig und kooperiert aus eigenem Willen.

Ich habe das selber schon mehrmals in schwierigen Phasen angewendet und bin immer wieder überrascht, WIE gut es funktioniert.

Liebe Grüße und alles Gute,
doremi

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