Erziehung

Was taugen Erziehungskonzepte? Hier werden verschiedene Ansätze erklärt und Anekdoten ausgetauscht.
Ein Tipp vom urbia Team

18.05.17 - 10:34

Ich hab davon schon gehört. Kenne auch solche Kinder, das sind ziemliche "Goldstücke". ;-)

Eins denkt, es könne selber die Regeln für alles bestimmen. Das Mädel kriegt einen Schreianfall wenn es nicht als erstes eine Treppe hinuntergehen darf, und sich auch sonst keiner nach "ihren" Regeln richtet. Da scheint das "Vorbild" der Eltern (Bankerin und Lehrer) nichts genutzt zu haben und es ist auch im Kindergarten nicht besser geworden. Die anderen Kinder meiden sie oft, weil: wer will im Ernst mit so jemandem spielen?

Ich selber habe schon eher bürgerlich-traditionelle Ansprüche: ich möchte, dass meine Kinder abends um 20 Uhr pünktlich im Bett liegen, am Tisch manierlich mit Besteck essen, ihren Teller in die Küche tragen, auf mich im Großen und Ganzen halbwegs hören, grüßen und ein Gespräch führen können, im Restaurant andere Leute nicht beim Essen stören, sich auch mal nach anderen richten können, abwechseln können, bitte und danke und ja bitte und nein danke und Entschuldigung sagen, zu anderen Leuten (Kindern und Erwachsenen) nett sind und wenn Besuch da ist, fröhlich mit den anderen Kindern spielen.

Medienzeit ist bei uns auch streng limitiert.

Schon als Kind waren die Kinder mit den (aus Kindersicht) "besonders lieben Eltern" irgendwie immer am gemeinsten und bei Kindern am unbeliebtesten, da kann ich mich noch gut dran erinnern.

1 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

30.05.17 - 11:36

Das kann ich auch so unterschreiben.

Die Kinder die ich kenne und so erzogen wurden/werden sind wirklich außer Rand und Band. Einfach weil genau diese Kinder eben Grenzen und Regeln brauchen und die Eltern es nicht in Betracht erwägen ihre Meinung umzuändern, da sie sonst schlechte Eltern wären.

Meiner Meinung nach gibt es kein Erziehungsstil was nicht Erzieht. Auch das dieses Antiautoritär oder wie das sonst noch genannt wird, ist ein Erziehungsstil.

Entweder zieht man die Kinder mit Grenzen und Regeln und einem geregelten Tagesablauf groß oder man zieht sie eben nicht damit groß. Aber Kinder, die man nicht erzieht gibt es meiner Meinung nicht.

Ich finde, dass man sich selbst nicht in eine Schublade stecken sollte nur weil man das gerade so toll findet. Da gibt es bei Thema Kinder genug Bereiche wo das der Fall ist. Ob es der Erziehungsstil ist, die Ernährung, die Freizeitgestaltung, etc. Es gibt so vieles was Eltern dann blind gegenüber die Bedürfnisse des Kindes macht, nur weil es aktuell modern oder beliebt ist oder andere Ansichten verhöhnt. Deswegen werden viele Kinder dann aufgedreht und haben dann Probleme.

Meine Tochter hat seit sie 5 Wochen alt ist einen geregelten Tagesablauf. Sie hat feste Essenszeiten (auch wenn sie oft variierten). Ich höre oft dass das Unnötig ist. Wo ich mal sagte dass ich mit 5 Wochen schon ans Mittagsschlaf arbeite, wurde ich viel belächelt.

Ich finde die anderen Erziehungsstile toll und ich bedaure dass ich paar Sachen mit meiner Tochter nicht so umsetzen konnte wie ich es gerne getan hätte.

Aber sie braucht dieses Strukturierte, den Ablauf, das schlafen im eigenen Zimmer und und und. Sie ist ausgeglichen und ruhig. Zeiten wo es dann doch mal durcheinander verlief verwirrten sie. Sie wurde in den Zeiten dann unruhig, schlief schlecht, weinte und meckerte viel. Ich konnte es ihr schlicht weg nicht recht machen.

Man sollte meiner Meinung nach die Erziehung nach dem Kind richten und nicht nach dem was man selber Gut und Toll findet und bei anderen Bewundert. Es kann durchaus bei anderen klappen, muss aber nicht beim eigenen Kind passen.

Sorry langer Text aber das ist meine Meinung dazu. Ich finde es nur verkehrt wenn Kinder offensichtlich Probleme oder Schwierigkeiten haben und Eltern kein anderes Verhalten in Erwägung ziehen, weil sie eben ihre Prinzipien haben und es so funktionieren muss, wie sie sich das vorstellen.

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