Ratschläge an erfahrenere Mamas geben (lang)

    • (1) 09.04.17 - 20:04

      Hallo ihr Lieben,

      Ich bin etwas im Zwiespalt bezüglich einer sehr guten und langjährigen Freundin.

      Mein Sohn ist erst ein halbes Jahr alt, da fühle ich mich generell nicht wohl, irgendwas von Erziehung zu erzählen.

      Dazu kommt, dass ich verheiratet bin und mein Mann und ich beide berufstätig, während sie quasi kurz vor dem Abi die Schule abgebrochen hat, weil sie ein Baby wollte, zusammen mit einem Typ, bei dem sie sich lange eingeredet hat, er wäre ein guter Vater - Fakt ist, er hat sie knapp nach ihrem lange erkämpften Ausbildungseinstieg mitsamt der dreijährigen Tochter sitzen gelassen, was aber eigentlich nicht groß auffällt, er hat schon vorher nichts davon gehalten, sich an Kind, Haushalt oder Einkommen zu beteiligen.
      Alles in allem also bin ich im Vergleich zu ihrer Situation "verwöhnt" und fühle mich demnach noch weniger in der Position, einen Kommentar abzugeben.

      Sie kommen uns oft am Wochenende nachmittags besuchen, diese Besuche laufen immer gleich ab: sie kommt, bestaunt das Baby, hängt am Handy, trinkt Kaffe und gönnt sich quasi mal eine Pause vom Kind.

      Der Kleinen merkt man recht deutlich an, dass ihr im Alltag wahnsinnig die Aufmerksamkeit fehlt, und das ist für uns natürlich sehr anstrengend.

      Sie kann sich nicht länger als 3 Minuten mit einem Spielzeug beschäftigen, geschweige denn alleine, hüpft auf ihren Sachen herum/macht Dinge kaputt und konkurriert sehr deutlich mit meinem Kleinen um die Aufmerksamkeit ihrer Mutter - die davon vollkommen genervt ist, nicht darauf eingeht und so entwickelt sich ein Teufelskreis.

      Ich merke ihr an, dass sie darunter leidet, und würde das gerne mal ansprechen, aber ich habe Angst, dass dann nur sowas wie "hab du erstmal ein Kind in dem Alter und in meiner Situation" dabei rauskommt. Nur ist für mich davon völlig unabhängig zB klar, dass man seinem Kind nicht regelmäßig androht, es müsse im Auto warten, völlig widersprüchliche Anweisungen gibt, ein iPad zum ruhigstellen immer dabei haben muss, so tut als ob man ohne Kind gehen will...

      Letztenendes geht mich das alles nichts an, aber ich bin mit ihr gut genug befreundet, dass ich mich angesprochen fühle - und vor allem nicht möchte, dass diese Besuche aufgrund unausgesprochener Differenzen irgendwann abreissen. Ich kann und möchte aber nicht dabei zusehen, wie ihre Tochter ihr Essen vom Teller auf den Tisch verteilt und wieder zurück, grundsätzlich mit den Fingern isst und dabei auch noch fünf mal aufsteht; für meinen Sohn habe ich da andere Wünsche und ich denke man erzieht doch sehr viel über Vorbild. Ich kann ja schlecht einem Besucherkind alles erlauben und meinem Eigenen nicht, denn ich finde, mein Haus, meine Regeln. Nur im Moment gibt es diese Regeln für meinen Sohn ja nur in der Theorie...

      Wie würdet ihr mit der Situation umgehen?

      • Sowas ist ein heißes Eisen.

        Normalweise sollten gute Freundinnen über alles reden können, Kritik bzw. Ratschläge verkraften und annehmen können. In der Praxis sieht es leider aber anders aus. Wenn du selbst nicht sicher bist, ob du mit ihr darüber reden kannst, ist das schon ein Vorgefühl, das es ein Schuß nach hinten werden kann.
        Du kannst sie darau ansprechen mit der Gefahr, das es in negativer Diskussion ausartet und beleidigt ist.
        Du kannst es dir verkneifen und nimmst diese Besuche (auf deine innerliche Unverständlichkeit) so hin wie sie kommen.

        Wenn deine Freundin da ist und sie sich an deinem Baby freut, dann spiel mit ihrer Kleinen, und zwar so, wie du denkst, dass es ihr gut tut. Damit förderst du die Kleine und die Freundin hat eine Pause von ihrem Job als Alleinerziehende. Und vielleicht übernimmt sie ja auch das eine oder andere im Umgang mit ihrer Tochter. Auf ungefragte Ratschläge würde ich verzichten.

        Ach, und wenn die Kleine vom Tisch aufsteht würde ich sie Hände waschen schicken, "weil du nicht gerne putzt". Nicht mehr und nicht weniger.

        Hallo,

        Freundinnen Erziehungsratschläge zu erteilen, ist immer ein ganz heißes Eisen. (Es sei denn, sie fragen um Rat.) Ehrlich gesagt, würde ich es bleiben lassen, falls Du noch wert auf die Freundschaft legst. Die meisten sind dann ganz schnell tödlich beleidigt.
        Meine Freundinnen oder Bekannte erziehen auch nicht alle so, wie ich. Solange ihre Kinder nicht unser Haus zerlegen oder total dreckig machen, ist mir das egal. Wenn doch, sage ich zu den Kindern, dass ich das nicht möchte. Meistens reagieren die Mütter dann auch.

        Manche Familien lassen den Kindern sehr viele Freiheiten oder sind inkonsequent und sagen jetzt hüh und später hott, aber das ist nicht mein Problem. Die müssen sich u.U. später mit ihren ungezogenen Kindern/Jugendlichen herum ärgern, nicht ich. ;-)

        Unsere Kinder (7 und fast 10) müssen (bzw. mussten sich auch früher) an unsere Regeln halten, wenn Kinder zu Besuch waren, die das anders kannten. Kinder lernen recht schnell, dass es bei anderen Leuten andere Regeln gibt. Das Problem hat man immer. Da reicht schon, dass die Kinder in den Kindergarten gehen, wo Kinder sind, die offenbar zu Hause mit beiden Händen im Essen matschen und die übelsten Schimpfworte benutzen dürfen, ohne daß es Ärger gibt. #schwitz
        Das wird noch viel "spaßiger", wenn die Kinder älter werden.
        Aktuell in der Schule hat unser Sohn (1. Klasse) in der Parallelklasse ein paar Früchtchen, die anscheinend zu Hause nicht mal Ärger bekommen, wenn sie andere Kinder zusammen schlagen und den Unterricht so aufmischen, dass die Lehrerin nicht mehr unterrichten kann. #schock
        Ich habe unserem Sohn schon gesagt, was ihm blüht, wenn er meint, er könne das auch. #aerger
        Eine Freundin unserer Tochter (4. Klasse) wurde letztens von einem 4.-Klässler und einem 3.-Klässler mit einer Airsoft-Pistole ins Gesicht geschossen, ohne, dass es deren Eltern tangiert hat. (Die interessiert auch nicht, dass die Jungs Filme und Spiele ab 18 gucken bzw. spielen.)

        Dass 3-jährige sich schlecht alleine beschäftigen können, finde ich übrigens recht normal. Unsere Große hatte man in dem Alter auch ständig an der Backe, wenn man wo zu Besuch war, wo keine Kinder waren, mit denen sie etwas anfangen konnte.

        LG

        Heike

      • Hallo,
        für mich hört sich das eher so an, als würde eure Freundschaft die Entwicklung und Reifung von euch beiden nicht überstehen. Da die Entwicklung in unterschiedlichen Richtungen geht.

        Auch wie du sie beschreibst, wirkt es so auf mich, als bist du schon genervt von ihr und ihrem Kind!
        Ich glaube nicht, dass du das Verhalten von ihr, was dich stört ändern kannst.

        Vielleicht ist es besser, die Freundschaft einschlafen zu lassen.
        Gruß

        Leider schreibst du nicht wie alt das Mädchen ist.

        Aber du schreibst "mein haus, meine Regeln" und genauso ist es. Wenn du nicht möchtest, dass sie das Essen am Tisch verteilt, dann sag es ihr einfach. Das ist dein gutes Recht!

        Wenn sie fünf mal aufsteht, das ist natürlich schwieriger. Aber du könntest es durchaus mal versuchen mit "wir bleiben sitzen bis wir aufgegessen haben, bist du fertig, dann räum ich deinen Teller weg und du kannst aufstehen". Wobei ich das bei Kaffe und Kuchen nicht so eng sehe. Da kommt auch meine Tochter und beißt ab und spielt dann weiter, was bei Frühstück, Mittag und Abend essen überhaupt nicht in Frage kommen würde. Sie kann das aber Prima unterscheiden.

      • Ich würde jedenfalls keine "Erziehungstipps" geben. Das Verhalten ihres Kindes kann an falscher Erziehung liegen oder aber auch nicht. Es gibt Kinder, die sich in dem Alter nicht länger mit einem Spielzeug beschäftigen können oder viel kaputtmachen, und da hilft dann wenig außer Geduld, da wäre ich vorsichtig mit Vorschlägen.

        Dass das Kind mit den Finger isst oder einige Male aufsteht, geht dich eigentlich nichts an. Wenn dabei etwas schmutzig oder kaputtgemacht wird aber schon.
        Dass du nicht möchtest, dass dein Haus schmutzig gemacht wird oder etwas kaputtgeht ist ganz normal, und da würde ich auch was sagen, das Kind Händewaschen schicken oder verbieten irgendwo draufzusteigen.

        Und um der Freundin mal zu sagen, dass du widersprüchliche Anweisungen und Drohungen, das Kind müsste allein im Auto bleiben oder würde zurückgelassen, falsch findest, dazu braucht man keine Erziehungserfahrung, so was ist im Umgang mit Kindern nie gut.

        Ratschläge geben ist immer heikel. Vorallem, wen einer ein Kind hat, das älter ist als deins. Ich habe auch schon gemerkt, dass das erstens nicht gut ankommt und ich mich zweitens wirklich in der Situation noch nie bewähren musste.

        Machs doch so: Sag ihr nur, dass du es nicht magst, wenn sie am handy/telefon ist, wenn sie bei dir ist. Sowas geht sowieso nicht. Schon gar nicht, wenn man ein lautes, lebhaftes Kind dabei hat. Würde ich nie akzeptieren.

        Und dann gib ihr das Baby auf den Arm... und kümmere du dich gezielt um ihr Kind. Erstens ists dann friedlich, zweitens macht es nichts kaputt und drittens tust du was gutes, weil es deine Aufmerksamkeit absolut hat.

        Bereite dich also vor: Irgendwas, was sie beschäftigt, mir dir verbindet, sie fördert und gleichzeitig raum zum Reden mit der Freundin lässt (-> der grössere Konkurrent ist hier das Natel deiner Freundin).

        z.B. leg ihr ein Mandala-Buch bereit welches ihr zusammen ausmalt, oder setzt euch zu viert an den Sandkasten und du buddelst wärend des redens mit ihr... etc.

        Den Spruch von wegen "mein Haus meine Regeln" finde ich übrigens auch doof. Auch "ich mache das nur für das Kind" ist so ein Spruch... Sie kommen beide aus einem anderen Umfeld als du. Sie können deine Regeln ggf. nicht erfassen. Und gemäss Knigge (egal wie out der ist) ist wahre Grösse, über die Fehler der anderen hinwegzusehen und ihnen das Gefühl zu geben, geborgen und aufgehoben zu sein. Du musst sie beide nicht erziehen.

        Aber du kannst durchaus sagen, dass du dich auf die Treffen freust - wenn sie nicht vom Telefon unterbrochen werden...

        Wenn du dich sehr ärgerst: Trefft euch eine Weile nicht mehr. Schau: Gerade mit Kindern merkt man, dass man in anderen Welten lebt...

        folgende Möglichkeiten fallen mir ein

        1. trefft euch woanders. z.B. auf dem Spielplatz. Grade jetzt wo es wärmer wird. Deinem Knirps eine Decke mitnehmen, ihr Kind kann sich draußen austoben.
        Hab ich früher oft gemacht, wenn ich mit Kind und Freunde kinderlos und treffen wollten.

        Zu Hause ging meistens schief. Entweder waren sie nicht kindgerecht eingerichtet - verständlich! oder mein Kind hatte wenig Interesse bei Fremden mit Spielsachen zu spielen und wollte Aufmerksamkeit. Meist von den anderen als von mir (micht gibt's ja jeden Tag :-p)

        Bei uns zu Hause ähnlich. Spielsachen vorhanden. Aber wozu alleine spielen, wenn die Großen sich haben. Fand ich als Kind auch dooooooof. Klar kann ein Kind lernen ruhig zu sein. Ist aber irgendwann auch langweilig.

        Die meisten Besucher vereinbaren mit mir einen Kompromiss. Halbe Zeit ist Kinderzeit, halbe Zeit ist meine Zeit. Wirkt Wunder. Spielt mein Kind dann auch alleine und lässt uns Großen machen. So hatte Kind auch was vom Besuch #schein

        2. mein Haus meine Regeln
        oder besser gesagt: mein Kind, damals ca. 3 Jahre alt, sagte zu mir: "Mama, dein Verbot gilt hier nicht. X hat hier das Sagen. Nur wenn sie mir das verbietet" :-p

        Fand ich auf den Punkt gebracht. Klar hört mein Kind auf mich. Aber wenn Gastgeber sagt, Kind darf und ich sage, Kind darf nicht. Dann klären wir Großen das. Entweder: Generelles Verbot, dann gilt meines. Oder es ist was, womit ich leben kann, aber ohne Zustimmung des Gastgebers nicht erlauben würde. Wenn Gastgeber sagt, ist ok, dann ist es ok.

        Umgekehrt gilt: wenn etwas zu Hause erlaubt ist, bei Freunden aber nicht. Dann gilt auf jeden Fall das Verbot bei Freunden.

        Wirkt am besten, wenn die Gastgeber das auch DIREKT meinem KIND sagen. "Mama, du kannst nicht wissen, ob das erlaubt ist". Kommt die Ansage und/oder Bitte vom Gastgeber selbst, ist es klar und für mein Kind eindeutig. Dann fluppt das auch. Sogar noch besser, als wenn es von mir kommt. #schein

        Umgekehrt übrigens auch, wenn Besucherkinder bei uns sind. #schein

        "Ich kann und möchte aber nicht dabei zusehen, wie ihre Tochter ihr Essen vom Teller auf den Tisch verteilt und wieder zurück, grundsätzlich mit den Fingern isst und dabei auch noch fünf mal aufsteht;"
        dann sprich das an. Dem Kind direkt. Zumindest wenn sie bei euch sind.

        Trefft ihr euch draußen, kann es dir egaler sein. Fällt leichter drüber hinwegzusehen. Oder doch nicht. Dann kannst du das dem Kind auch sagen, dass du das unappetitlich findest.

        Wie gesagt, wenn andere Eltern/Große was sagen, wirkt das manchmal mehr, als wenn es die öde alte Dauer-Mama-Leier ist :-p

        Kommt natürlich auf den Ton an. Geht ja nicht um Anbrüllen oder "erziehen", sondern darauf hinweisen, was in deinem Beisein so ist.

        Moin,

        mit Deiner Engstirnigkeit was "no gos" in der Erziehung angeht wirst Du nie Eltern finden mit denen Du gut auskommst. Es wird immer einige Punkte geben die für dich nicht in Fage kommen. Und warte erst mal ab ob Du zu einigen dieser Sachen nicht doch greifst, man lernt Erziehung finde ich immer nur für das Stadium in dem man sich befindet, es ist ständig irgendwie alles anders und man muss immer wieder neu überdenken was man tut oder nicht. Ob man so tut als ob man geht und ob das als Methode taugt hängt immer vom Kind ab und seinem Verhalten.

        Nur weil eine Dreijährige ständige am Rockzipfel hängt wenn man irgendwo zu Besuch ist und Aufmerksamkeit will heißt das noch lange nicht dass ihr im Alltag Aufmerksamkeit fehlt, es kann genauso gut heißen dass sie immer im Mittelpunkt steht und gerade nicht damit zurecht kommt dass es anders ist. Also vorsicht mit solchen Urteilen.

        Und keine Angst DU bist das Vorbild für Deinen Sohn, ich hatte schon öfter Situationen in denen ich dachte "Oh je wenn er sich das nun abschaut" und mein Sohn sah mich nur verwundert an und ich dachte "wenn er reden könne würde er es dem anderen Kind sagen dass das nicht geht"

        Geh mal in einen Kindergarten, Kleinkinder die vom Elternhaus gut erzogen sind lassen sich nicht leicht beeinflussen sondern erziehen im Gegenteil oft selber die anderen Kindern. Ich bin da gerade viel zur Eingewöhnung und ständig geht es "Ih der xy hat die Nase am Ärmel abgeschmiert das ist ecklig" etc. Und wenn hast Du mal ne kurze Diskussion ala "auch wenn xy das darf ich möchte das nicht so" und gut. Und diese Diskussionen hast Du egal wer zu Besuch kommt oder wo ihr seid sowas sehen sie überall.

        Meine Freundin und ich sind auch sagen wir "in verschiedenen Bereichen unterschiedlich konsequent" und die Kleinen haben sich voll darauf eingestellt, gewisse Dinge die ihr kleiner darf weiß meiner schon mit einem Blick auf mich dass ich das nicht dulden werde und umgekehrt muss sie ihren auch nur einmal kurz anrufen und er weiß dass für ihn ewas anderes gilt. Die kleinen haben damit überhaupt keine Probleme. Ich urteile aber auch nicht darüber, wir haben erziehungstechnisch einfach andere "Baustellen" und jede bewältigt ihre halt so gut sie es kann. Und da ich diese Baustellle gar nicht habe maße ich es mir auch nicht an zu beurteilen ob sie es richtig macht.

        Da Dein Sohn jünger ist kannst Du getrost die Regel einführen und die gilt dann für alle, mit einem "Du bist ja sogar Älter".

        Und sowas wie Ipad zum "Ruhigstellen" ist zwar in Deinen Augen nicht gut aber wenn sie alleinerziehend ist und mal eine Auszeit braucht um danach eine gelassenere liebevollere Mutter zu sein, dann lieber jeden Tag ne halbe h ipad als ne total gestresste überforderte Mami!

        Also ja, rede mit ihr wenn sie wirklich so eine gute Freundin ist solltest Du solche Dinge man ansprechen, aber nicht alle und schon gar nicht alles auf einmal!

        Aber sehe Dinge auch lockerer und verschließe dich nicht so, einiges wirst Du erst verstehen wenn Du selber eine Dreijährige im Haus hast ;und nichtmal dann weil wie gesagt jeder hat eine andere Baustelle ;-)

        Hallo!

        ich wäre da mal ganz zurückhaltend.

        Eine Freundin von mir hat selber 4 Kinder, ihre Schwester 2 Kinder und auch da läuft Erziehung unterschiedlich und man kann die verwandschaftliche Bande gar nicht so trennen.
        Schon öfters fiel beideseitig die Erkenntnis: meine Erziehung, meine Kinder- damit habe ich genug zu tun, um mich auch noch um die Erziehung anderer kümmern zu wollen / können / sollen. Die Nichten und Neffen geniesse ich - es sind nicht meine Kinder, ich bin denen weder erziehungsverpflichtet noch erziehungsberechtigt!

        Und das was Du da zitierst: "Nur ist für mich davon völlig unabhängig zB klar, dass man seinem Kind nicht regelmäßig androht, es müsse im Auto warten, völlig widersprüchliche Anweisungen gibt, ein iPad zum ruhigstellen immer dabei haben muss, so tut als ob man ohne Kind gehen will..." ist "Schmuck am Nachthemd!!!" Das sind Mini-Auschschnitte aus einem ganzen großen Bundle an Umgangsformen, die allesamt genausogut der ultimative Tipp sein können, wie auch eine Verwahrlosung darstellen.

        Und Kinder die mit 3 Jahren nicht ewig am Tisch sitzen können sind eben weder unerzogen noch böse, noch irgendwas. Genauso so sind auch 3-jährige, die am Tisch sitzen bleiben weder besonders gut erzogen, noch besonders clever. - Das darfst Du bei einem 14-jährigen anmeckern ....

        LG, I.

        Statt Kaffee und Handy - wie wäre es mit einem Brettspiel für alle am Wochenende, einem Zoobesuch, einem Spaziergang zum Spielplatz, Plätzchen backen etc.?
        Klar ist der Maus langweilig bei dem Besuch.

        Wenn bei den Besuchen nichts Nettes für euch bei rumkommt, würde ich sie etwas weniger oft haben wollen. Soll doch für alle Beteiligten etwas Schönes sein.
        VG

        Dass ein 3 jähriges Kind mal mit d Fingern isst ist normal -genau so wenig wie es längere Zeit still sitzen kann wenn die Erwachsenen Kaffee trinken.

        Aus der Erziehung würde ich mich komplett raushalten. Anmerken würde ich nach dem Essen allerdings schon, dass sie dich bitte die Hände waschen sollte. Mehr nicht.

        Ich find das eigentlich ziemlich einfach:

        Ich hab meinen Kindern beigebracht, dass überall die Regeln des Gastgebers gelten (sofern sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen).

        Soll heißen: Bei mir zu Hause bestimme ich die Regeln. Benehmen sich Besucherkinder nicht entsprechend, bekommen sie eine Ansage.

        Bei allem anderen: Entweder Du akzeptierst Deine Freundin und ihren Umgang mit ihrem Kind so, wie sie ist oder Du akzeptierst, dass ihr nicht (mehr) zueinander passt. Ändern wirst Du sie nicht.

        Ich würde mich mit Erziehungstipps zurück halten.

        Aber so beim Lesen frage ich mich, in wie fern deine Freundin denn Mal Zeit für sich hat und ob es ihr und auch dem Kind hilft, wenn du anbietest die Kleine auch Mal so nen Nachmittag zu betreuen? Zum einen sind Kinder ohne Eltern oft anders und zum anderen tut es der Freundin vielleicht gut.

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