Tochter 6 Jahre frech und zickig

    • (1) 17.08.17 - 08:54

      Hallo,ich bin am Ende meiner Kräfte und muss mich an euch wenden...
      Unsere Tochter ist gerade 6 Jahre alt geworden und kommt im nächsten Jahr zur schule.vor 5 Monaten sind wir umgezogen und haben nun Freunde als Nachbarn mit einer Tochter im gleichen Alter...die zwei waren vor unserem imumzug unzertrennlich,doch jetzt ist jeden Tag Streit.Unser Kind möchte immer bestimmen und es soll nach ihrer Nase gehen,es wird ständig gepetzt und dem anderen die Schuld gegeben...wir haben das jetzt eine Weile beobachtet,nun reicht es aber.denn das Nachbarland möchte auch nicht mehr mit meiner Tochter spielen...ich kann sie verstehen...
      wie kann ich es meiner Tochter zu verstehen geben,das ihr Verhalten falsch ist....bisher sagt sie,das es ihr egal ist...wenn ich mit ihr schimpfe lacht sie mich aus...
      ich fühle mich als hätte ich total versagt
      ich könnte noch viel mehr schreiben,aber das wird zuviel.

      LG Franzi

      • Hallo,

        ich glaube, Deine Tochter muss jetzt ihre eigenen Erfahrungen machen, das ist in dem Alter so. Meist finden die Kinder von selbst heraus, was sie für Freundschaften tun müssen, oder eben nicht. Deine Tochter testet gerade. Lass sie Ihre Erfahrungen machen, das gibt sich schon.

        LG

        Bei uns ist es immom das selbe. Mein Sohn ist aber 7.

        Ich glaube mehr sls hoffen das es bald vorbei geht, geht nicht

        Lg und starke nerven

        Ich mit Diego7&Adriano 7monate

        Hallo,

        Es ist durchaus alterstypisch, wenn ein Kind kurz vor der Schule zur Zicke mutiert. Im Gehirn passiert gerade reichlich. Es ist auch Kindgerecht, wenn ein Kind irgenwann KEINEN Bock mehr auf ein anderes Kind hat.

        Warum fühlst du dich als hättest du total versagt? Das behältst du hoffentlich für dich, wenn du mit ihr über ihr Verhalten sprichst.

        Gruß Sol

      • Hallo,

        also ich würde mir an deiner Stelle nicht wie ein Versager in dieser Sache vorkommen.

        Kinder werden immer Trotzphasen haben nur sind diese in jedem Alter anders. Sie ist jetzt 6 kommt bald in die Schule und da Kinder noch nicht so weit im Voraus denken können wie wir Erwachsene gehen bei ihnen im Kopf auch ganz andere Dinge vor sich als das wir manchmal glauben.

        Und das mit ihrer Freundin jetzt jeden Tag streit ist kann ich verstehen, zuvor wart ihr keine Nachbarn und es gab vielleicht nicht die Möglichkeit sich jeden Tag zu sehen?! Da Kinder noch nicht wissen was mit Ihnen los ist fangen sie nun mal an das über ihr Verhalten aus zu legen = "Unser Kind möchte immer bestimmen und es soll nach ihrer Nase gehen,es wird ständig gepetzt und dem anderen die Schuld gegeben".

        Meine Freundin würde mir auch auf die Nerven gehen wenn ich sie jeden Tag sehen würde.

        Auch Kinder brauchen mal Abstand von einander, deswegen wäre mein Rat nicht mit ihr zu schimpfen sondern Sie ab und an auch mal ein paar Tage am Stück alleine spielen zu lassen auch wenn Sie der Meinung ist das sie das gar nicht will.

        Bezüglich diese Dinge ihr zu verstehen zu geben das dies so ihren Freunden gegenüber nicht nett ist: mach das am besten nicht wenn andere Menschen dabei sind und vor allem wenn ihr beide gerade einen "guten Moment" habt, heißt wenn du merkst du bist gerade nicht gestresst und sie ist nicht gestresst.

        Das geht vorbei und dann kommt die nächste Phase, meine Tochter ist 10 und gerade auch in einer ganz besonderes ausgeprägten Zickenphase. Aber in so Momenten hilft nur durchatmen und ruhig bleiben. Wenn du dich nämlich aufregst findet sie das nur noch besser denn dann hat sie ihr Ziel mit ihrem Trotz ja erreicht.

        Und um noch einmal auf das Thema Schule zurück zu kommen, Kinder können sich noch kein genaues Bild davon machen was da auf sie zukommt. Es ist eine komplett neue Situation und ich finde deine Tochter braucht dich jetzt ein bisschen wie so einen Fels in der Brandung. Immerhin ist das ihr letztes Kindergartenjahr und das ist schon mehr als nur spannend.

        Falls ich irgendwas verwirrendes geschrieben habe tut es mir #sorry

        • vielen Dank für die Antwort,manchmal braucht man auch rat von anderen Müttern...es tut mir so leid für sie,das jetzt die Freundin nicht mehr mit ihr spielen möchte...und sie ja eigentlich auch selber daran schuld hat

          • Ja manchmal ist ein neutraler Rat von außen sehr hilfreich um die Dinge aus einer anderen Sicht sehen zu können, Bitte immer wieder gerne.

            Naja ich würde das jetzt spontan nicht ganz so streng bewerten das sie selber daran schuld ist und ihre Freundin nicht mehr mit ihr spielen möchte.

            Vielleicht liegt es daran das meine Tochter 10 ist und ich diese Phasen schon unendliche male mit ihr durch habe. Mal war ihre Freundin sauer auf Sie mal Sie sauer auf ihre Freundin, aber im Endeffekt sind das Kinder und die raufen sich eh immer irgendwie zusammen.

            Gib den beiden einfach etwas Zeit sich an die neue Situation zu gewöhnen du wirst sehen Kinder sind sehr gut darin ihre kleinen Zickereien und Streitereien selber zu klären :-)

            Es kommt halt nun mal vor das wir Eltern ab und an etwas zu viel Gewicht in gewisse Dinge legen vor allem wenn es um Erziehung geht

      Hallo,

      sie sehen sich jetzt täglich - dann hat das niveautechnisch "Geschwisterstatus" und Geschwister fallen sich auch mal auf die Nerven - das wird dir jeder bestätigen können :-) Von daher Besuche kürzen.

      Ich sage meinen Kindern sehr deutlich, was ich von Lügen halte und wenn ich ihr Verhalten bei Spielkameraden unfair finde und das selbstverständlich auch in dem Moment. Auch einem Gastkind fühle ich mich verpflichtet ihm zu helfen, wenn es Not tut.

      Deine Tochter erlebt gerade das, von dem alle immer so schwärmen, weil pädagogisch einwandfrei - sie erlebt eine logische Konsequenz "ich behandle jemanden unfair - derjenige möchte deshalb nicht mehr mit mir spielen". Das sie nun behauptet, dass ihr das egal ist - nun, dass ist eben das altersgemäße Gezicke. Dabei kannst du sie jetzt unterstützen, mit ihr ihr Verhalten reflektieren, Rollenspiele machen.

      VG
      B

      ...aus den Mini-BFFs scheinen nun quasi Geschwister geworden sein. Was du schilderst, klingt nach Geschwisterrivalität...

      Ich denke, du lässt sie das am besten selber erleben. Das andere Kind will nicht mehr mit ihr spielen. Also erklärst du das deinem Kind so. "XY mag nicht mit dir abmachen. Ich denke, sie möchte halt lieber auch mal sagen dürfen, was und wie sie spielen will".

      Und dann lässt du sie das mal ein paar Tage so fühlen. Und dann vermittelst du zwischen den zwei.

      Aber es gibt nun mal in dem Alter einige sehr dominante Kinder. Sie lernen das in der Regel eher auf die harte Tour - aber sie lernen daran. Dass Freundschaften permanent dadurch in die Brüche gehen, habe ich nie erlebt. Aber das dominierende Kind muss lernen sich zurückzunehmen.

      Hallo

      meine Tochter ist 7.... sprichst du von ihr? Wir haben auch so ein exemplar zuhause...

      hat eine freundin seit dem sie 3 ist... die freundin hat sich immer bestimmen lassen.. jetzt gibt sie konter... ich hoffe das es irgendwann mal aufhört.

      LG

      Hallo Franzi,

      als normal würde ich das trotz der vielen ähnlichen Kommentare nicht bezeichnen, es kann aber auch sein, dass ich da persönlich falsch liege.

      Bei meiner Tochter (mittlerweile fast erwachsen und kein Kind mehr) war das früher nicht so. Allerdings haben wir sie autoritär erzogen - wobei sich dann die Meinungen, ob das die richtige Methode ist, spalten.

      Welche Art von Erziehung hat denn deine Tochter genossen, als sie jünger war? Möglicherweise hat sie in ihren früheren Jahren nicht ausreichend zu verstehen bekommen, dass man mit den Mitmenschen respektvoll umgehen sollte, was auf eine zu sanfte Erziehungsmethode zurückzuführen wäre. Diese hat natürlich nicht direkt von klein auf Auswirkungen auf ihr Verhalten, aber ich kann mir vorstellen, dass sie sich gerade in dieser "Trotzphase", wie ich vermehrt in den Kommentaren gelesen habe, zeigen.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn man Kindern früh zu verstehen gibt, dass sie die Eltern sowie die anderen Mitmenschen zu respektieren haben, sie dieses Bedürfnis nach kindlicher "Macht" und dem "Bestimmen" über andere gar nicht aufweisen.

      Ich kann von meiner Tochter sagen, dass sie schnell den respektvollen Umgang mit anderen erlernt hat, obwohl wir sie erst spät in ein soziales Umfeld gebracht hatten (wir haben sie damals im Kindergartenalter eher intellektuell gefördert, also Lesen, Schreiben etc.)
      Wie gesagt, es ist nur mein Eindruck, aber es kann natürlich auch von Person zu Person unterschiedlich sein.

      Also ruhig auch mal deine Tochter zurechtweisen und ihr verdeutlichen, was Sache ist. Andererseits nicht einfach schimpfen und bestrafen, sondern auch sichergehen, dass sie versteht, dass ihr Verhalten inadäquat war. Ansonsten weiß ich leider auch keinen Rat...

      Liebe Grüße
      mutter33

      • (12) 21.08.17 - 22:23

        Hallo,

        einerseits gebe ich Dir recht, dass ein solches Verhalten bei zu lascher Erziehung entstehen kann, aber es gibt durchaus auch Kinder, die so veranlagt sind, auch bei strenger Erziehung.

        Uns empfinden viele Eltern z.B. als streng und teilweise auch als zu streng. Und natürlich haben wir immer versucht, den Kindern zu vermitteln, dass man sich mit anderen Menschen einigen muss und sie nicht herum kommandieren darf.
        Trotzdem haben wir zwei Kinder (7 und 10), die gerne den Ton angeben wollen. Die Große hat mittlerweile verstanden, dass man auch Kinder, die sich nicht wehren, nicht herum kommandieren darf, weil man sich sonst total unbeliebt macht (nur der kleine Bruder wird immer noch herum kommandiert). Sie findet mittlerweile subtilere Mittel und Wege, um die anderen Kinder dazu zu bewegen, zu tun, was sie möchte. Die Erzieherinnen im Kindergarten sagten damals, unsere Tochter würde mal Chef, und den Eindruck macht es immer noch. Nur ist sie mittlerweile nicht mehr der unbeliebte Chef, der seine Leute zusammen brüllt, sondern der nette Chef, auf den man trotzdem hört. #rofl
        Bei dem Kleinen klappt es mal mit der Diplomatie und mal nicht. Aber ich denke, er hat es auch schwer mit der großen Schwester, die ihm dauernd sagt, was er tun und lassen soll. #schwitz

        LG

        Heike

    Wenn sie dich auslacht, fehlt schon mal der natürliche Respekt.
    Kinder haben immer mal Trotzzeiten, wo einige sich so weit wie es geht , ihren Willen durchsetzen möchten. Meine Tochter hat eigentlich sehr viele gute Freundinnen, kommt mit jeden in der Schule schnell und auch auf dauerhaft klar.....sie hat auch etliche Erfahrungen mit dominanten Freundinnen machen müssen, ob im KiGa, Schule oder Bekanntenkreis. Sie meidet gerne unnötigen Streit und wendet sich dann lieber mal nee zeitlang mit Ignoration oder Gernervtheit ab, entweder die Dominante beruhigt sich wieder oder sie macht halt dann ihr eigenes Ding....Sie wuchs nach dem Motto Rechte und Pflichten, sowie Geben und Nehmen auf, dadurch erlangte sie im Laufe der Zeit Verständnis , Einsicht und Fairness.

    Ursachen können dafür sein, dass Eltern immer wieder einknicken, wenn das Kind ihren Willen mit Tränen, Geschrei, Generve oder Schmollen durchsetzen möchte oder auch indem Kinder von den Eltern alles vorgeschrieben bekommen, ohne Rücksicht auf die Rechte oder Wünsche des Kindes, wo sie stetigen den Willensbruch , ihren Willen dann bei schwächeren Kindern ausleben.Egal ob stetigen Willen bekommen oder gar keinen Willen bekommen, beides ist ungesund für das Sozialverhalten

    Hallo,

    mir wäre auch als erstes die Geschwister-Rivalität in den denn Sinn gekommen:

    bisher haben die Mädchen sich immer im "Revier" der einen oder anderen gesehen. Jetzt gibt es quasi ein gemeinsames "Revier" und Kompetenzstreit... ;-)

    Anders als die meisten finde ich nicht, dass die Mädels das unbedingt alleine klären müssen. Natürlich ist die Rückmeldung "siehst du, jetzt will sie nicht mehr mit dir spielen" wichtig. Aber wie sollen die Mädchen da wieder raus kommen? Die eine aus dem trotzigen "ich mach nicht mehr mit", die andere aus dem genauso trotzigen "mir doch egal". Ich würde mich, wenn möglich, viel mit beiden gemeinsam beschäftigen: mit ihnen basteln, Spiele spielen... Dabei kann man dann direkt eingreifen, sobald die eine zu übergriffig wird oder zu dominant. Man kann eingreifen, bevor es eskaliert. Dadurch lernen die Mädchen dann, wieder miteinander umzugehen; finden einen vernünftigen Umgangston. Und haben gleichzeitig ein paar gemeinsame Erlebnisse, die verbinden.

    LG!

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