2 jähriger schreit sich um den Verstand

    • (1) 17.09.17 - 22:02

      Hallo,
      ich bin Vater eines 2 Jahre (und 3 Monate) alten Sohnes und einer 3 Monate alten Tochter.

      Unser Sohn war schon immer sehr aktiv und hat einen sehr starken Willen. Nein wird fast nie akzeptiert und es gibt kaum einen Tag ohne Wutanfall (Schreien, auf den Boden werfen, das übliche).

      Im Moment scheint wieder eine besonders heftige Phase zu sein. Es scheinen auch die letzten Backenzähne zu kommen - das macht es noch schlimmer. Gerade eben habe ich 2 Stunden gebraucht, um ihn ins Bett zu kriegen.

      Dass er in einem schwierigen Alter ist, ist mir klar. Ich denke auch nicht, dass wir etwas falsch machen. Aber ich brauche dringend Feedback von anderen, wie ihr euch in solchen Situationen verhaltet.

      Kurz zur heutigen Situation, die ein Paradebeispiel ist:

      Er geht um 7 nach oben. Hände waschen geht noch. Zähne putzen schon nur noch mit Gemecker und starker Gegenwehr. Umziehen schaff ich dann kaum noch alleine. Ich wollte heute gern noch einmal Fieber messen - das ging dann nur mit meiner Frau zusammen. War aber kein Fieber, also von der Seite alles gut. Geschichte lässt er sich schon lange nicht mehr vorlesen - er will dann sonst immer gleich seine Milch.

      Heute wollte er die auch. Als er die Milchflasche dann in der Hand hatte, wollte er sie nicht mehr. Ich nehm sie ihm also wieder ab.Ergebnis: "Haben!!!". Also wieder gegeben. "Nein!!!" Wieder abgenommen. Usw... Das ging erstmal ne Weile. Ich versuche dann mit ihm zu reden, was los ist, ob er heute keine Milch trinken will, oder sie zu heiß ist. Naja. Reden mit einem 2 jährigen ist so eine Sache.

      Er kennt bereits sehr viel Wörter. Ab und so kommt auch schon mal ein 3-Wort-Satz. Aber Abends ist das alles vorbei. Er schreit sich dann so in Rage und alles was ich mache ist dann falsch und macht es schlimmer. Er sitzt dann mit mir in seinem Sessel und schreit widersprüchliche Sachen, bis einer nicht mehr kann. Heute sind wir dann nach 1 Stunde noch mal runtergegangen. Aber da dort meine Tochter schon geschlafen hat und er auch unten nur am brüllen war, sind wir gleich wieder hoch und so ging das ganze noch eine Stunde weiter, bis er dann irgendwann auf meinem Arm eingeschlafen ist.

      Die Regel ist das nicht. Er schläft sonst durchaus in seinem Bett ein. Aber es gibt leider immer wieder solche Tage und das kann nicht immer an Zähnen liegen.

      Wie macht ihr das? Geht ihr auf euer Kind trotzdem noch ein, obwohl es euch nur rumkommandiert und die Sachen dann nicht mal will? Schreit ihr eure Kinder in solchen Situationen auch mal an? Ich bin immer kurz davor und wechsle mich dann noch mal mit meiner Frau ab. Leider ist er ein Daddy Kind und ruft sofort nach mir, so bald ich den Raum verlasse, daher hab ich in solchen Situationen die Arschkarte.

      • (2) 18.09.17 - 00:26

        Hallo!

        Kommt mir sehr bekannt vor!.. Ich hab zwei Jungs von der Sorte!...
        Der großer ist zehn Jahre (nein, es wird nicht einfacher, aber anders! ;-) ), der kleine wird im November fünf Jahre.
        Erst sagten alle, dass sind die "drei Montas-Koliken, dann waren es die ersten Zähne (als es nach sech Monaten immer noch kein Stück besser wurde), dann war es die Trotzphase und es hieß: "Wenn er Krabbeln kann wirds besser", dann "wenn er Laufen kann" , dann wenn er sprechen und sich ausdrücken kann" usw.... #augen

        Hefige Wutanfälle wegen jeder Kleinigkeit (z.B weil das Legobauen grad nicht so klappt, wie Junior das will) haben wir bis heute (der große hat sich damals oft den wegen Nichtigkeiten den Kopf an die Wand geschlagen oder sich den Legostein an den Kopf gehauen).
        Mittlerweile haben wir das aber im Griff. Beim großen ist das mittlerweile eher ein "Beleidigtsein" und er stapft dann oft heulend (er heult ständig) in sein Zimmer. Er ist seher klug, verhaltenstechnisch aber einige Jahre zurück und lebt manchmal in seiner eigenen Welt!...

        Auch der kleine reagiert (mehrmals täglich) emotional völlig über. Die beiden wissen einfach nicht, wie sie mit Frustration und unvorhergesehen Situationen umgehen sollen. (Haben sie wohl von mir #schein ). Grade deshalb brauchen sie, wahrscheinlich noch mehr als andere Kinder, einen geregelten Alltag (grade die ersten Jahre), und Grenzen die eingehalten werden.
        Sie sind schrecklich jähzornig, emotional, hippelig, zappelig und ungedulig. Einer allein geht noch, beide zusammen ergibt chaos und nicht enden wollende Streiterei.
        Obwohl eine Freundin, die neulich auf die beiden aufgepasst hat meinte, mit dem Kleinen kann man eher reden als mit dem großen! #schock
        Der große ist auch schon seint einem Jahr in ergotherapie und auch der kleine wird bald damit beginnen.
        Das heißt aber auch, das WIR, als Familie, an der Situation arbeiten müssen.

        Auch die Schlafsituatio kenne ich, Klingt, als wär dein Kind bereits übermüdet, wenn er Bettfertig gemacht wird. Ja ich weiß, es ist sehr schwierig, den richtigen "müdigkeitsgrad" abzupassen!
        Meine waren beide Katastrohenschläfer und bis vor ein paar tagen hatte der KLeine wieder eine "Phase" (ich hasse dieser Wort!!), da hat er gebrüllt und sich gewehrt, dass ich es kaum geschafft hab ihn nach oben zu schaffen, wenn er das Wort "Bett" gehört hat!... aaaaber: Wenn ich wusste er ist müde und wir oben waren und Bettfertig gemacht wurde, ging es auch nicht merh runter bei uns! Da konnte er sich noch so viel wehren!
        Wir haben abends immer versucht, etwas ruhe reinzubringen. Auf dem Schaukelstuhl kuscheln und Buch vorlesen (nicht mehr als fünf Minunten) hat bei uns immer geholfen die Jungs "runterzubringen". (Natürlich immer nur einer der Jungs, sonst haben sie sich gegenseitig "hochgepuscht")

        Ich glaube man neigt oft, grade wenn Kinder gut sprechen und sich ausdrücken können, dazu, zu viel zu diskutiern und zu reden!
        Da muss man als Eltern einfach lernen hart zu bleiben und sich durchzusetzen. Ich weiß, das sagt sich so leicht! Aber ich erlebe das tagtäglich mit meinen Jungs!...

        Was tagsüber super funktioniert hat und ich auch beim kleinen heute noch anwende: Bei einem Wutanfall SOFORT aus der Situation rausnehmen!
        Ich schnappe ihn mir dann, trage ihn nach oben in sein Zimmer, sorge dafür, dass er mich ansieht und wahrnimmt und sage: "Wenn du dich beruhigt hast und lieb bist, darfst du wieder nach untern kommen!"
        Die Tür ist dabei natürlich nur angelehnt! Alter in Minuten! Dann geht man wieder rein.
        Oft kommt er nach ein paar Minuten an als wär nix gewesen und es ist wieder gut. Beim großen war es so, dass er manchmal ausgeflippt ist und Spielzeug rumgeworfen hat. Auch musste ich bei ihm gucken, dass er sich nicht selbst verletzt. Dann bin ich natülich rein.
        Das war oft das einzige was funktioniert hat, um die Kinder "runter zu bringen"!
        Auch wenn wir nicht zu Hause waren, z.B bei einer Freundin oder im SUpermarkt, hab ich das schon angewendet. (Ja, die Leute haben doof geguckt, aber es hat funktioniert! ;-) ). Den Kleinen hab ich sogar mal, nach einem heftigen Wutanfall, in einem Cafe vor die Tür gestellt. (war allerdings eine Glastür und große Fenster daneben, so dass ich ihn sehen konnte). Ich will nicht wissen, was die anderen Gäste gedacht haben, aber nach etwa drei Minuten saß Junior am Tisch als wär nix gewesen!
        Beim großen hat es ein paar Jahre gedauert, dann ist er in solchen Situtionen von allein beleidigt in sein Zimmer gestapft und auch beim Kleinen werden die Wutanfälle weniger heftig...

        Ich denke, es ist ganz ganz wichtig, sich Auszeiten zu gönnen!
        Jeder für sich und ihr als PAAR!
        Die "Arschkarte" hatte (habe) ich bei uns. Wenn Junior wusste Mama ist da, da wann Papa abgeschrieben!
        -War ich aber nicht da, war Papa für ihn auch o.k. Er wusste die Situation wohl ganz genau einzuschätzen! ;-)
        Mittlerweile kann er schreien wie er will. Wenn Papa dran ist, ist Papa dran mit ins Bett bringen! Ich gehe dann nur noch zum "Gute.Nacht-Lied singen hocht. Ist auch o.k. für alle.

        Und JA! Ich bin ein Mensch und kann und will auch manchmal einfach nicht mehr!... Ja, ich schreie manchmal (na gut öfter) auch mal rum.
        Und nein, ich schaffe es nicht immer konsequent zu bleiben, weil ich manchmal einfach nicht mehr kann. Aber ich schaffe es immer öfter! ;-)

        Aber es gibt einen Unterschied zwischen "anschreien" und "konsequent durchsetzen".
        Ich diskutiere mit einem Kleinkind nicht. Grade solche Kinder wie unsre und eure, brauchen da klare und kurze, aber konsequent durchgesetzte Ansagen!

        Alles Gute und Gute Nacht!

        (3) 18.09.17 - 07:56

        Hallo,

        ja, ich kenne das auch so und mein Großer war auch in dem Alter, in dem er eine kleine Schwester bekam.
        Im Nachhinein denke ich oft, ich habe damals viel zu viel von ihm verlangt.

        Was mir jetzt bei deiner Schilderung auffiel - und es ist wirklich nicht böse gemeint - das Fieber messen hätte man sich, denke ich, sparen können.
        Man merkt, das Kind ist eh schon "am Ende", da muss das doch nicht auch noch sein.
        Ich bin der Typ, der wirklich äußerst selten Fieber misst. Man merkt doch, ob sich das Kind heiß anfühlt bzw. sich schlecht fühlt.

        Milch: Könntet ihr die nicht so platzieren, das er sie sich selbst nehmen/wegstellen kann?

        Schläft er in einem Gitterbettchen?
        Falls er schon ein großes Bett hat - vielleicht etwas dazulegen?
        Das half bei meinen Kids immer gut.
        Oder er darf sich im Bett allein noch ein paar Bücher ansehen?
        Das hat mein Sohn auch oft gemacht und ist dann dabei eingeschlafen.
        Danach habe ich die Bücher aus dem Bett genommen.

        Halte dir immer vor Augen: Er macht das nicht um dich/euch zu ärgern :-)

        Alles Gute noch
        Salo

        (4) 18.09.17 - 08:05

        Hallo,

        ich sehe es komplett anders als meine Vorschreiberin.
        Unsere Kinder sind 4,5 Jahre und 17 Monate alt und meiner Meinung nach lohnt es sich eigentlich immer auf die Kinder einzugehen und auch mal hinter ihr Verhalten zu schauen.
        Für mich hört es sich so an, als wäre dein Sohn mit sich selbst überfordert. Er ist 2 Jahre alt und kann seine Gefühle und seine Bedürfnisse weder vernünftig deuten noch konkret verbalisieren. Da ist es meiner Meinung nach total am Kind vorbei gelebt "konsequent" zu sein.
        Ich bin nur ein Mensch und habe nur Nerven (die manchmal extrem dünn sind), also ja, ich schreie und schimpfe auch mal. Und gerade in wirklich angespannten Situationen macht das alles nur noch schlimmer! Ich bin da auch nicht stolz auf mich und versuche an mir zu arbeiten.
        Du schreibst, du wolltest Fieber messen, also kränkelt dein Sohn? Das schlägt meinen Kindern auch immer doll aufs Gemüt. Ebenso wie Müdigkeit.
        Meiner Tochter kann ich auch mal sagen, dass ich nicht möchte, dass sie in diesem Ton mit mir spricht (andersherum sagt sie es mir auch und wird ernst genommen!), sie ist 4,5 Jahre alt und versteht was ich meine.
        Von meinem kleinen Sohn lasse ich mich auch mal rumkommandieren, wenn ablenken absolut nicht hilft. Er spricht noch nicht sehr viel, zeigt dann aber auf etwas und wenn man es ihm gibt, möchte er doch etwas anderes,..... ;-)

        Ich fand meine Tochter phasenweise auch sehr fordernd und auch einfach mal anstrengend. Mittlerweile ist das Zusammenleben mit ihr meistens total entspannt. Sie weiß, dass sie ernst genommen wird, dass wir aber auch eine Familie sind und sich alle wohlfühlen müssen.
        Bei unserem Sohn bin ich sowieso viel entspannter. Ich weiß, dass viele Dinge auch einfach eine Entwicklungssache sind.

        LG

        • (5) 18.09.17 - 17:08

          Mit "Konsequent" meine ich ja auch nicht solche Dinge wie das Fiebermessen um jeden Preis! ;-) (mit der Zeilt lernt man ja, die Temperatur durch fühlen ziemlich genau einzuschätzen und Fiebermittel müssen und sollen bei nur erhöhter Temperatur gar nicht gleich gegeben werden).

          Aber als Mutter oder Vater kann man doch meist ganz gut einschätzen, was das Kind grade braucht. Und wenn ich weiß, mein Kind ist müde, wird es ins Bett gebracht und wird nicht wieder mit nach unten genommen, weil es schreit und bockt.
          Ich weiß, dass das verdammt viele Nerven kostet - wir hatten jeden Abend einen einschlafschreimarathon von DREI Stunden, als der Kleine noch ein Baby war! Er hat einfach IMMER geschrien, gemotzt oder gebockt. Ein zufriedenes Kind/Baby hatte ich vielleicht ein paar Minuten am Tag.

          Andere Dinge wie Zähneputzen müssen halt einfach sein. Ging bei unrem Kleinen eine Zeitlagn auch nur mit "Gewalt". Ich musste ihn richtig festhalten. Hab ihn mir über den Schoß gelegt und während er beim Schreien den Mund aufgemacht hat, hab ich schnell die Zähne geputzt. Anfangs hat das nur etwa 10Sekunden lang geklappt, aber wochenlang gar nicht Zähne üutzen geht halt auch nicht. Und mit Spielerisch war bei unsrem kleinen Sturschädel NIX zu machen!!
          Eine Freundin meinte mal, wenn man bei uns am Haus vorbei läuft, könnte man wunder was meinen, was ich mit dem Kind grad antue!... Dabei wurde ihm nach dem Essen nur schnell der Mund abgeputzt! #schrei (mittlerweile macht der Kleine das selbst, als Kleinstkind ist der Lappen nur in die Ecke geflogen, wenn man ihm angeboten hat den Mund selbst abzuputzen!)

          Bei einem PHASENWEISE sehr fordernden oder MAL anstrengenden Kind, kann man wohl eher mal ruhig bleiben und die Nerven behalten. Geht das aber über Jahre Tag für Tag von früh bis spät und wird nicht besser, ist man irgendwann selbst kapputt.
          Na ich hoffe mal nicht, dass das beim TE so ist/sein wird. Unser zehnjähriger kostet uns jedenfalls nach wie vor extrem viel Nerven und Kraft! Nur eben auf andere Weise, wie noch als Kleinkind!...
          Wie gesagt, es wird nicht besser, aber anders!

          • (6) 19.09.17 - 12:17

            Weißt du, ich möchte dir nicht zu nahe treten. Ich kenne weder deine Kinder noch dich, aber ich finde so ganz "normal" hört sich das bei euch nicht an.
            Kinder sind unterschiedlich, keine Frage, aber deine Schilderungen klingen für mich schon heftig.
            Ich bin heute froh dass meine Tochter unser älteres Kind ist. Sie hat uns in vielerlei Hinsicht einiges abverlangt. Ich finde aber, es hat sich gelohnt. Der Alltag mit ihr ist wirklich schön und meistens sehr angenehm.
            Wir halten nichts von konsequenter Erziehung. Es gibt ganz wenige Dinge, in denen wir konsequent sind. Bei uns funktioniert es soweit gut. Witzigerweise wirkt meine Tochter besser erzogen als so manches Kind der "konsequenten" Mütter. Hier muss keiner Kraft für Machtspielchen vergeuden und wir können unsere Energie in andere Sachen stecken.
            Ich sage es dir ehrlich: Ich würde niemals zu meinem Kind so etwas sagen, wie: Wenn du wieder lieb bist, kannst du aus dem Zimmer kommen.
            Mein Kind ist immer "lieb". Manchmal vielleicht müde, zickig, wütend, aber ganz sicher immer lieb und liebenswert!
            Ich würde mein Kind auch nie in der Öffentlichkeit bloßstellen, in dem ich es in einem Café vor die Türe stelle. Dafür habe ich zu viel Respekt vor meinen Kindern.
            Ich glaube, wir haben eine sehr unterschiedliche Erziehung, aber natürlich auch unterschiedliche Kinder.

            LG

            • (7) 19.09.17 - 18:34

              "Wir halten nichts von konsequenter Erziehung. Es gibt ganz wenige Dinge, in denen wir konsequent sind. Bei uns funktioniert es soweit gut. Witzigerweise wirkt meine Tochter besser erzogen als so manches Kind der "konsequenten" Mütter."

              Die Erfahrung machen wir auch, was mich am meisten ärgert ist dann der Spruch "Seid froh dass Euer Kind so einfach ist, hättet ihr unseren Knaller ..." Auf die Idee dass auch ein einfaches Kind Ergebnis einer Erziehung ist kommt keiner.

              Kinder spiegeln Ihre Eltern, sind die Eltern kompromissbereit und versuchen auf ihre Kinder einzugehen tun das die Kinder auch. Sind die Eltern kompromisslos und "wir haben nunmal unsere Regeln" sind die Kinder halt auch kompromisloser wenn es darum geht ihren Kopf durchzusetzen. Sie bekommen es ja vorgelebt! Davon abgesehen muss man Kindern beibringen mit dem Frust umzugehen, stellt man sich nur daneben und wartet bis sie "ausgebockt" haben lernen sie nicht mit dem Frust umzugehen den ein Untersagen eines Wunsches mit sich bringt. Ich finde das ist ein Teufelskreis aus dem man nicht rauskommt.

              Ich finde Deine Beiträge dazu klasse!
              LG

      (8) 18.09.17 - 11:15

      ...ohne Gegenwehr? ...schaffe ich nicht mehr alleine? ..nur mit der Frau????
      Entschuldige -aber du kämpfst körperlich gegen ein Kind? Das ist ein Fehler, wenn du mich fragst. Mal ein Pulli anziehen, den er nicht will - okay. Aber zu zweit ein Kind z.B. zum Fiebermessen zu zwingen ist schon nahe bei einer übergriffigen Handlung. Das geht nicht.
      Dann lässt du das Fiebermessen weg, wenn schon Händewaschen ein Kampf war. Und das Kämpfen beim Händewaschen kannst du z.B. lösen, indem er halt mal mit Feuchttüchern selber seine Hände putzen darf.

      Ein körperlicher Kampf mit einem 2 Jährigen muss man vermeiden. Indem man vorher auf andere Ideen kommt: Ablenken, belohnen, aufmuntern etwas selber zu tun.
      Solche Gewalt ist ungefähr gleichzusetzen mit Schlägen. Die in DE ja verboten sind. Also such schon nach Lösungen, bevor du deine körperliche Überlegenheit gegen dein Kind einsetzt.

      Mach ein Spiel aus dem Waschen, lasss ihn selber was machen, lass das Fiebermessen weg wenn es sonst einem Übergriff gleichkommt, nutz eine "singende" Zahnbürste, mach Abzählreime fürs Zähneputzen... all das, was man in den Erziehungsratgebern findet, BEVOR eine Situation ausartet....
      Ich denke du musst nach Lösungen suchen, bevor es ein Machtkampf wird. Den verlierst du nämlich auch dann, wenn du gewinnst. Zwar hast du dem Kind dann deinen Willen gleich 5x am selben Abend aufgezwungen und durchgesetzt. Aber das ist es nicht, was "konsequent" in der Kindererziehung bedeutet. Du musst ihm lernen, mitzumachen. Nicht gegen dich zu kämpfen.

      (9) 18.09.17 - 14:30

      Hallo,

      warum gebt ihr Euch den Stress so spät?
      Oft ist das Abend-Fertig machen ein Problem weil die Kleinen einfach durch sind, überreizt sind und ihre Ruhe haben wollen. Deswegen einmal Dinge zeitlich vorziehen und dann auf das Notwendigste beschränken.

      Wir haben deswegen bis jetzt (über 3! Jahre) gar keinen Schlafanzug angezogen. Geschlafen wird bei uns im Body (den den er auch tagsüber anhatte) und je nach Temperatur kurze Sporthose oder Strumpfhose. Haben wir in der Frühchenklinik gelernt, warum überreizte Kinder mit was Unnötigem wie Nachtmode ärgern? Was anderes ist es doch nicht, ob nu Schlafanzug mit Bein oder Langarmbody mit Strumpfhose ... funktionieren tut alles gleich. Spart schon mal einige Handgriffe.
      Vielleicht könnt ihr ihn ja auch vor dem Abendessen schon bettfertig umziehen?

      Lasst ihr ihn viel selber machen oder macht ihr? Zähneputzen z.B.? In dem Alter hat der Lütte vieles selber gemacht, da war er glücklich, ob nun das Windelmotiv herausgesucht, den Waschlappen nass gemacht. Wir machen eigentlich fast alles zusammen, nicht "er putzt Zähne" oder "ich putze ihm die Zähne", sondern wir putzen zusammen, manchmal putze ich meine auch und er darf dann bei mir mal putzen und ich bei ihm ...

      Bei uns gibt es abends nur noch Wasser zu trinken und gegessen hat er beim Abendbrot, wir haben da eigentlich nichts was zu Diskussionen führen könnte. Wenn die Zähen geputzt sind geht es ins Bett, dann singen wir das Gute Nacht Lied, zum Kuscheln gibt es den Bären und gut ist. Wir liegen mit ihm, reden leise mit ihm über den Tag, aber sonst gibt es da nix was er fordern könnte, wir nehmen ihn in den Arm, schaukeln vielleicht etwas hin und her wenn er nicht zur Ruhe kommt, aber sonst ...
      Ihr müsst ihm Methoden zeigen wie man runterkommt. Bewusst atmen, ihn animieren auch ruhig zu atmen. Vorher schon was ruhiges spielen ... durch Eure Kämpfe beim Anziehen peitscht ihr ihn ja schon so auf dass er gar nicht schlafen kann! Und warum Fieber messen bei einem gesunden Kind? Wenn sie so glühen dass sie Zäpfchen brauchen merkt man das doch und ob er nun 38,2 oder 38,6 hat ist doch schnuppe.
      und Zähneputzen würde ich auch eher machen, wenn er danach eh noch Milch trinkt ist es doch eigentlich auch egal ob er es kurz nach dem Abendessen macht oder vorm Bett gehen! Generell würde ich ihn vielleicht mal eine Weile viel früher bettfertig machen (1 Stunde) und dann versuchen ruhig mit ihm zu spielen, dass er gar nicht so aufdreht mehr ist.

      Dass ihr Euch abwechselt finde ich toll, wir haben in harten Zeiten auch getauscht wenn es einem zuviel wurde.

      • (10) 18.09.17 - 14:39

        PS: Und selbst jetzt ist der Schlafanzug an manchen Tagen bei uns keine "Pflicht" und es geht auch mal wieder mit Body und Strumpfi ins Bett wenn nix mehr geht.

    Natürlich haben Kinder Entwicklungsschübe, wo sie etwas schwieriger werden. Mir klingt es eher aber nach trotzige Unzufriedenheit, wo er seinen Willensbruch mit Frust rauslassen zeigt.
    Kann es sein, das ihr strikt und nüchtern nur eure Rituale durchzieht, ohne auch auf ihn einzugehen.
    Essen, Umziehen, Zähne putzen und zu Bett gehen, irgend was fehlt ihm davor , wenn er dieses alltägliche, endende Schluss- Ritual als Horror sieht. Fehlt ihm das gemeinsame spielen, gemeinsames kuscheln, wo er seine benötigte Aufmerksamkeit und entspannte Geborgenheit tanken kann?

    (12) 19.09.17 - 09:29

    Hallo Daddymom!

    Dein Schreibstil kommt mir bekannt vor??

    Naja jedenfalls möchte ich Dir dringend and Herz legen mit sehr viel Einfühlvermögen auf Dein Kind einzugehen.
    Wenn man sich in solchen Situation selbst auch noch hochschaukelt dann bringt das niemandem was... Du kommst nicht damit klar. Also erübrigt sich die Frage wie sich Kinder fühlen wenn sie von ihren Eltern angeschrieen werden. Bevor es dazu kommt verlass die Situation, hol Luft und geh dann wieder zu ihm.
    Aber Grundsätzlich scheint es mir an Deiner Einstellung zu hapern und das erschliesst sich mir aus folgenden Schilderungen Deinerseits:

    „Dass er in einem schwierigen Alter ist, ist mir klar. Ich denke auch nicht, dass wir etwas falsch machen“
    Ist meines Erachtens völlig falsch angesetzt und wenn Du meinst Du machst nichts falsch was ist dann genau Deine Frage??
    „Ich wollte heute gern noch einmal Fieber messen - das ging dann nur mit meiner Frau zusammen“
    Mit was messt Ihr denn Fieber?????
    „Leider ist er ein Daddy Kind und ruft sofort nach mir, so bald ich den Raum verlasse, daher hab ich in solchen Situationen die Arschkarte“

    Bei so einer Aussage stellen sich mir die Nackenhaare hoch! Ganz schlimm echt... Da wundert mich die Reaktion Deines Kindes nicht. Hast Du Dir mal überlegt ob Du wirklich alles richtig machst????

    Wie wäre es mal mit mehr Einfühlvermögen und Liebe??? Und ach, gut das Du keine Zähne mehr bekommst. Aber daran liegt es bestimmt nicht! #klatsch

    Alles Gute für Euere Kinder!

    Gruss

    (13) 19.09.17 - 11:44

    Hallo,

    was ich versuchen würde: Früher ins Bett gehen und mir abends mehr Zeit für ihn nehmen. Ich vermute mal, dass dein Sohn wirklich müde ist. Nicht nur aktiv sein macht müde, sondern auch wachsen und reifen. Und die Situation mit einem neuen Familienmitglied ist auch für ihn eine neue Situation, in die er erstmal hineinwachsen muss.

    Und ich würde mich abends auch mit ihm zusammen hinlegen und einfach kuscheln. Wenn er schreit und wütet, dann setz dich zu ihm mit offenen Armen. Wenn die Wut oder Frustration oder einfach die Energie weggearbeitet ist, dann wird er sicherlich gerne in deinen Armen Ruhe finden.
    Stoppen würde ich ihn, wenn er Dinge kaputt macht oder einfach übertreibt. Aber grundsätzlich gehört zum vollen Gefühlsleben auch dazu, dass man sich in alle Richtungen ausdrücken kann. Und immer im Kopf behalten: Dein Sohn kann sich in dem jungen Alter noch nicht so selbst reflektieren und sich auch nicht so ausdrücken, wie du dir das vorstellst. Er kann das, was in ihm vorgeht, nicht benennen und versteht es nicht.

    Viele Grüße,
    lilavogel

    (14) 19.09.17 - 14:26

    als meine in dem Alter abends so gebrüllt hat, waren es auch die Zähne. Nächtliches Brüllen im zwei-Stunden-Takt (sonst nie)

    abends haben wir es dann so gemacht: alles einfach früher begonnen. Z.B. Schlafanzug anziehen (ich meinen auch, damit war klar, dass Mama nicht noch weg geht). Noch ein bisschen spielen, kuscheln etc. in Ruhe Zähne putzen. Noch mal kuscheln. Dann ins Bett. Also alles erst mal entzerren.
    Ein müdes Kind ins Bett zu stecken, das vor Übermüdung brüllt und selbst gar nicht mehr merkt, was los ist, was er/sie braucht, ist stressig - auch für das Kind selbst.
    Daher haben wir alles wichtige vorgezogen, solange Kind noch wach war.

    Entsprechend war ich entspannter und konnte so leichter herausfinden, wann der Müdigkeitspunkt erreicht war.
    Während der Backenzahnzeit war insgesamt vieles anders, viel Brüllen, Schmerzen. Danach wurde es wieder besser.

    Das mit dem früher umziehen und Zähne putzen machen wir heute noch manchmal. Einfach damit das erledigt ist. Hilft mir ja auch, wenn ich nur noch ins Bett muss und nicht auch noch... ;-)

    (15) 19.09.17 - 15:58

    Meine Erfahrung:

    Spart euch die Kämpfe! Ein Kind, welchem grade zuvor unter Zwang Fieber gemessen wurde, kann natürlich nicht zur Ruhe kommen und einschlafen.
    Bei uns war das Zähneputzen teilweise auch ein Krampf. Wir haben dann einfach mittags sehr gründlich geputzt und dafür reichte es am Abend, wenn die Kinder die Zahnbürste einmal halbherzig durch den Mund geführt haben. Mittags nach der Kita waren die Kinder viel kooperativer.
    Gleiches mit dem Schlafanzug: Dann wird halt in den Alltagsklamotten geschlafen. Im Sommer mit Unterwäsche und evtl. T-Shirt und im Winter auch oder sie haben noch die Hose anbehalten. Da meine Kinder zuhause in dem Alter eh fast immer in bequemen Jerseyhosen ohne störende Knöpfe und Reißverschlüsse gespielt haben, war das kein Problem.

    Für mich klingt das übrigens nicht nach einem besonders anstrengendem oder willensstarken Kind, sondern ziemlich normal. Meine waren mehr oder weniger alle so und wissen bis heute sehr genau was sie wollen. Aber sie sind mit den Jahren sprachgewandter geworden und können argumentieren und über ihre Bedürfnisse sprechen. Das macht vieles leichter, weil ich nicht mehr raten muss. ;-)

    (16) 19.09.17 - 16:13

    Ach und wegen dem Schreien:

    Anschreien als Erziehungsmittel, definitiv nein! Das mir mal der Draht aus der Mütze geht und ich kurz laut schimpfe oder auch mal eine Tür knalle kommt vor. Dann nehme ich mir wenn möglich einen kurzen Moment für mich und entschuldige mich anschließend. Kein Weltuntergang, aber auch keine Hilfe. Einfach nur ein Gefühlsausbruch.

    (17) 19.09.17 - 16:38

    Hallo

    Kommt mir auch sehr bekannt vor. Meine ist auch in einer solchen phase. Manchmal gehts bei uns auch zwei stunden bis sie einschlaeft. Wenn sie bockt und schreit dann nehm ich sie zu mir, wenn sie das nicht will dann bin ich einfach da und sag ihr dass ich da bin und sie mit mir reden darf aber wenn sie schreit kann ich nichts machen da ich sie nicht verstehe. So warten wir dann ab, bis sie sich beruhigt. Das geht meistens besser als wenn wir immer wieder was sagen, da kommt sie immer mehr in rage. Wir haben gemerkt umso mehr wir wissen wollen was los ist, umso weniger geht sie auf uns ein. Aber wenn einer von uns dann da ist und ihr klar wird, dass sie nicht alleine ist, kommt sie von sich aus zu uns und beruhigt sich. Manche wuerden sagen, wir ignorieren sie. Aber es ist kein ignorieren. Wir sind da und das sagen wir ihr auch. Es hilft wirklich mehr. Und das mit der milch, ich wuerde es nicht immer wieder geben wenn er das will und wieder nehmen wenn er sagt, ah doch nicht. Das hin und her verunsichert ihn. Wenn meine zu etwas nein sagt, dann lass ich es stehen und sage sie kann es sich nehmen wenn sie will. Nun kam es vor dass sie dann auch die flasche genommen hat und weggeschmissen hat. Dann hab ich die flasche oder halt sonstwas weggestellt und es gabs nicht mehr.

    Viel kraft euch nicht aufgeben, sind ja unsere kinder :D

    (18) 20.09.17 - 10:17

    Ich antworte mir mal selbst, anstatt jedem einzeln.

    Erstmal zum Fieber messen: Wir messen im Po. Er war schon recht heiß und Fieber ist ja nicht ungewöhnlich beim Zähne kriegen. Und bevor ich ihm das Parazäpfchen grundlos reinhau, mess ich lieber erstmal.

    Früher ins Bett haben wir schon häufiger probiert, dann dauert es nur länger.

    Kuscheleinheiten kriegt er auch genug. Er ist ja nicht per se schlecht gelaunt. Er hat sehr viel Spaß tagsüber und sonst auch wenn wir uns Bettfertig machen. Beim Zähneputzen albert er halt rum und lässt es nicht zu. Da das aber wichtig ist, mach ich das halt irgendwann gegen sein Willen. Klappt dann auch einigermaßen und danach beruhigt er sich auch wieder.

    So und aktuell hat er halt Zahnschmerzen. Dann ist er erst recht knatschig. Vor allem abends. Und vor allem beim Zähne putzen.

    Die letzten 2 Tage habe ich mir nun Abends mehr Zeit genommen. Es ist alles gut, bis ich das Licht aus mache und er ins Bett soll. Ergebnis: Er saß jeweils 1 1/2 Stunden auf meinem Schoß und wir haben gelesen. Irgendwann war er dann so müde, dass ihm schon die Augen zu gefallen sind und ich das Licht aus bekommen habe. Dann schlief er auf mir ein.

    Vorgestern ist er leider wieder nach einer Stunde schreiend aufgewacht und lies nicht mit sich reden. Wieder unter Gewallt ein Parazäpfchen und nach einer weiteren Stunde schlief er wieder auf meinem Arm ein.

    Es gibt eigentlich nur eine Regel abends: Er geht ins Bett und zwar nicht erst um 10. Und idealerweise in seinem Bett. Bei so was bieten wir ihm aber auch an, dass er zu uns kommt. Will er aber gar nicht. Er darf auch gerne noch lesen oder sonst was. Will er aber auch meistens nicht. Ich hab mich auch schon zu ihm ans Bett gesetzt aber so bald ich ihn ins Bett bring, fängt das Geschrei an. Dann nehm ich ihn halt gleich wieder raus und beschäftige ihn.

    Auch wenn das jetzt nur eine Phase ist: Jeden Abend 3 Stunden damit beschäftigt sein, schlaucht auf Dauer. Daher meine Frage an euch, wie ihr das macht.

    • Ich muss gestehen, mir stellen sich auch die Nackenhaare auf, du schreibst, ihr macht bestimmt nichts falsch und dann lieferst du die Lösung eigentlich gleich mit:

      Erstmal, ich sehe es zwar genauso, dass Zähneputzen ein Muss ist, aber die man zum Ziel kommt, ist individuell und hängt vom Kind ab.

      2. Zahnschmerzen wegen dem Zahnen, da gibt es homöopathische Globuli, da muss man nicht jedesmal ein Zäpfchen geben. Zum Thema Zäpfchen: soetwas gebe ich nur im absoluten Notfall, wenn wegen Übelkeit oder dergleichen der SAFT (Nurofen aud idem) nicht geht, sonst gebe ich immer statt Zäpfchen Saft. Vielleicht solltest du das mal probieren. Das gleiche gilt für das Fiermessen im Po. Kauf dir ein GUTES Ohr- oder Stirnthermometer, dann hast du verlässlich die Temperatur ohne einen übergriffigen Kampf mit deinem Kind auszufechten, die gemessene Temperatur nach dem Kampf kannst du dann eh in die Tonne treten (vgl. Tobefieber).

      3. Wegen Temperatur gebe ich kein Para, sondern nur bei Fieber 39 aufwärts, oder wenn es dem Kind extrem schlecht geht.

      4. Wenn es meinem Kind schon körperlich nicht so dolle geht, ist des Rätsels Lösung eigentlich oftmals körperlicher Kontakt, hier wird natürlich, wie sonst auch nach dem Lesen das Licht gelöscht, das Kind aber vielleicht nicht allein gelassen, sondern wir praktizieren Einschlafkuscheln, sprich, ich lege mich daneben und es wird so lange gekuschelt, bis das Kind eingeschlafen ist, alternativ ein getragener Pulli/T-Shirt mit ins Bett gelegt der/das nach Mama riecht.

      5. Absolutes no-go: Licht wieder an, Kind weiter bespaßen. sollte eigentlich jedem klar sein, dass DAS ein Rad ohne Ende werden kann.

      (20) 21.09.17 - 12:17

      Hallo.

      In Bezug auf Kinder finde ich die Wortwahlt "Parazäpfchen grundlos reinhau" nicht sehr glücklich gewählt und, entschuldige, es verleiht Dir wieder einen leichten "brutalen" Touch.

      Ich hatte nach der Art des Fiebermessens gefragt weil ich Dir, wie schon erwähnt wurde, ein Stirn - oder Ohrmessgerät ans Herz legen möchte.

      Dein Kind schläft auf Dir ein. Ich glaube er hätte einfach gerne ein bisschen Deiner körperlichen Nähe.
      Kannst Du nicht ein bisschen davon abrücken das alles so perfekt laufen muss und Deinem Kind einfach ein bisschen mehr Papa geben???

      LG

      Hallo,

      auch wenn ihr sicherlich das Beste für euer Kind möchtet - vor allem dein zweiter Beitrag tut mir in der Seele weh! :-(

      Wenn das Kind heiß ist und Zahnschmerzen hat, dann gibt's lieber "auf Verdacht" (du weißt ja nur die genaue Temperatur nicht) ein Zäpfchen (oder Schmerzsaft, noch einfacher), als dass ich das Kind mit 2 Erwachsenen brechen muss um Fieber zu messen. Ebenso Zähne putzen. Ich bin geschockt, wieviele Eltern, die propagieren, dass alles bedürfnisorientiert ablaufen muss und sogar soweit gehen, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse nicht nur hinten anstellen sondern ganz vergessen, bereit sind beim Zähneputzen gröbste Gewalt anzuwenden, mitunter liest man von 2 Erwachsenen, die das Kind festhalten, um ihm die Zähne zu putzen #schwitz - und die finden das ganz normal! Verdammte Axt, Zähneputzen beim zahnen tut weh!

      Und ja, auch bei uns gibt es Tage, an denen Zwergnase keine Lust hat auf Zähne putzen, er weiß aber auch, dass Nein keine Option ist. Das geht aber auch ohne Gewalt.

      Und er soll bitte nicht erst um 22 Uhr ins Bett, du kämpfst dann aber 2-3 Stunden darum, dass er ins Bett geht. Ganz ehrlich, dann lass ihn doch lieber noch bei euch spielen oder Buch kucken, das ist entspannter für alle, als dieser Krampf abends.

      Ich bin auch froh, wenn hier "Feierabend" ist und ich mal ein vernünftiges Gespräch mit meinem Mann führen kann, keine Frage. Aber das kann ich auch nicht, wenn ich uns allen so einen Stress gebe.

      Ich denke bei euch muss sich noch einiges einpendeln gerade auch mit dem zweiten Kind. Trotzdem glaube ich, dass man miteinander weiter kommt als gegeneinander.

(22) 25.09.17 - 17:22

Auch ich empfehle euch ein gutes Ohr/Stirnthermomezer. Im Alter deines Sohnes haben meine beiden Kinder es sich auch (längst!) nicht mehr gefallen lassen, rektal gemessen zu werden oder ein Zäpfchen zu bekommen. Kauft euch diesen Schmerz/Fiebersaft, dann braucht ihr kein Zäpfchen.
Ansonsten hilft euch nur viel, viel Geduld und Ruhe. Leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber je unruhiger und gestresster ihr seid, desto schwieriger ist das Kind.
Manchmal sind die kleinen abends einfach so fertig mit der Welt, dass es hilft, sie einfach wortlos in den Arm zu nehmen und mit "sch" Lauten über den Rücken zu streicheln. Meine haben sich dann eine kurze Zeit ausgeheult und dann ging es Ihnen viel besse. Sie haben auf die Art und Weise ihren Stress abgebaut.
Manchmal ist wirklich wenige mehr! Redet nicht grundlos auf ihn ein. Redet nur die nötigsten Worte und die mit ruhiger, langsamer Stimme. Legt euch mit ihm zusammen hin, hört Beruhigungsmusik oder nimm ihn auf den Schoß und wiege ihn sanft hin und her. Das hat bei uns oft geholfen.
Alles Gute!

Hallo,

er ist 2 und gerade großer Bruder geworden.

Ich halte es wie beisha und wuschelke und fahre damit sehr gut.

Geschlafen wird im Body und wenn er zu "durch" ist, auch mal ohne geputzte Zähne. Und zwar dann, wenn er müde ist, nicht, weil 19 Uhr ist. Das kann um 19.30 sein, das kann um 22 Uhr sein. Das widerum hängt davon ab, wie der Tag war. Zähne werden never ever mit Gewalt geputzt #schwitz und auch nicht Fieber gemessen. Natürlich muss manchmal der Pullover an oder die Schuhe, aber meist findet sich doch eine gewaltfreie Lösung, oft reicht es, eine Minute zu warten. Auch bei uns gibt es wut- und trotzanfälle, auch bei uns wird mal gemeckert und auch bei uns läuft mal alles verquer. Und trotzdem sehe ich meine Kinder als eigene Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen und versuche da bestmöglich drauf einzugehen.

Wenn mal gar nix mehr geht, so wie bei euch gestern - dann bleib ich dabei, am besten hilft aber ignorieren.

Groß werden ist manchmal so sCheer, manchmal muss die Verzweiflung dann einfach raus.

LG

(24) 07.10.17 - 19:12

Hallo,

Schlafanzug hab ich bei allen Kindern auch die meiste Zeit weggelassen, weil sie
Pulli ausziehen nicht gerne gemacht haben, vor allem wenn sie müde waren.
Natürlich keine unbequeme Jeans und dicker Pulli. Aber dünner Pulli und wenn ich bei kleineren die Windel gewechselt habe, Schlafhose oder kurze dünne Hose.

Die Milchflasche würde ich vorher 1. Mal anbieten und eventuell zum selbst holen bereit stellen, aber vorher zum Abendessen, und vor dem Zähneputzen.

LG Bigi

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