Meine zwei Jungs treiben mich in den Wahnsinn

    • (1) 07.01.18 - 21:12

      Hallo zusammen,

      ich benötige mal eure Hilfe und euren Rat. Wir haben drei Jungs im Alter von 12 Monaten, gerade 5 Jahre geworden und 7 Jahre. Die zwei großen sind in den letzten Wochen total neben der Spur. Sie schlagen sich gegenseitig, nehmen sich Dinge wegen ziffen sich total. Wenn es zu doll wird, dann lasse ich sie auf ihren Stuhl am Tisch setzten doch da gehtves dann weiter. Es ist wie wenn ich mit der Wand spreche, es interessiert sie nicht bzw. kaum. Sie schreien laut herum, so dass der kleinste beim Mittagsschlaf wach wird. Egal wie oft ich vorher gesagt habe sie sollen leise sein, sie sind einfach laut. Ich habe als Konsequenz sie an diesem Tag nicht fernseh schauen lassen, doch da gab es nur kurz Gemecker und dann war es wieder vergessen mit dem leise sein. Ich weiß einfach nicht weiter. Bei uns ist es eigentlich klar dass wir während dem Essen sitzen bleiben und nicht herumhüpfen, aber momentan stehen sie auf und holen dies und das. Da hilft es auch nicht wenn ich als Konsequenz Ihnen keine Süßigkeiten geben. Eine Woche habe ich das jeden Tag durchgezogen und es half nicht. Abends wenn sie ins Bett sollen, stehen sie zig mal auf, das ging die Tage teilweise bis um halb elf nachts. Sie gehen um halb acht abschlafen. Vorher liest mein Mann mit Ihnen eine Geschichte und ich bringe den kleinsten schlafen. Wenn der schläft geh ich zu den beiden größeren und sage noch gute Nacht. Es wird auf dem Sofa gehüpft obwohl wir das nicht wollen. Ich weiß nicht mehr weiter, ich hab keine Ahnung was in die zwei Jungs gefahren ist. Ich werde in letzter Zeit auch mal laut, was ich aber überhaupt nicht will. Ich habe momentan keine Lösung und hab keine Ahnung was man z. B.. für Konsequenzen geben kann damit es wieder besser läuft. Es ist auch nichts anderst bei , deshalb verstehe ich es auch nicht. Es sind einfach ein paar Regeln bei uns, die aber überhaupt nicht mehr befolgt werden in der letzten Zeit.

      Danke fürs lesen
      Lg

      • Sind die beiden genug ausgelastet? Sind sie virl draußen und toben, rennen, spielen mindestens 2 Stunden täglich draußen? Mschrn sie Sport? Gehen Sie vielleicht in einen Verein? Mein Sohn ist auch 5 und hat einen enormen bewegungsdrang. Er braucht jeden tag toben, rennen, laufen, spielen draußen. Ist das nicht gegeben, tut er es in der Wohnung und das geht nicht gut. Geh virl raus mit ihnen, viel frische Luft, viel Bewegung, austoben lassen, Fahrrad fahren, Spielplatz, Garten, täglich 2-3 Stunden.

        • Der große geht zweimal die Woche ins schwimmen und einmal die Woche zum ringen. Der mittlere hat jetzt seinen Schwimmkurs beendet und geht ab dieser Woche auch zweimal die Woche zum schwimmen. Seit der große in der Schule ist, kommen wir nicht mehr ganz so viel raus. Muss sich vielleicht auch erst noch einspielen mit den Hausaufgaben.

      (4) 07.01.18 - 22:12

      Hallo,

      habt Ihr einen Garten?
      Dann würde ich die beiden raus schicken, wenn sie drinnen zu sehr toben. Das haben wir bei unseren beiden auch eine Weile gemacht, egal, bei welchem Wetter. ;-)
      Ihnen grundsätzlich Gelegenheiten zu geben, sich auszutoben ist natürlich auch sinnvoll. Aber das schafft man ja nicht immer, oder sie fangen trotzdem drinnen an zu toben.

      Wenn die Jungs sich zu sehr zanken, würde ich jeden in sein Zimmer schicken bis sie sich wieder benehmen können und zwar nach genau einer Ankündigung.

      Wer beim Essen aufsteht, ist fertig mit Essen.

      Wenn sie abends ins Bett gebracht wurden, haben sie in ihrem Zimmer zu bleiben. Auf's Klo würde ich sie vorher schicken, damit diese Ausrede entfällt.

      Wenn sie ihren kleinen Bruder durch ihren Krach wecken, können sie selbst zusehen, wie sie ihn wieder zum Schlafen bringen. Da würde ich mich nur daneben stellen und zugucken und vielleicht ein paar Tips geben.

      Wenn Deine Konsequenzen bei den Jungs nicht ziehen, finde andere. Am besten sind welche, die aus dem Vergehen folgen. Wenn es die nicht gibt und wenn ihnen Fernsehen und Süßigkeiten egal sind, ist ihnen vielleicht das Fußball-Training wichtig oder die Verabredungen mit Freunden oder ihre Playmobil-Figuren, die dann für ein, zwei Tage weg kommen.

      Jungs sind in dem Alter häufig ziemlich wild. Da helfen nur kurze klare Ansagen und zeigen, dass man es ernst meint.
      Unser Sohn (8) pariert am besten bei Leuten, bei denen er das Gefühl hat, dass sie ihn mögen und gerecht sind, dass bei ihnen aber auch an einem klar definierten Punkt Schluss mit lustig ist und dass es ziemlich unangenehm für ihn wird, wenn er diese Grenze überschreitet.

      LG

      Heike

      • (5) 07.01.18 - 23:26

        Einen Garten haben wir, der wird aber gerade neu gemacht und da sind ab nächster Woche die Arbeiter mit Maschinen da. Da geht das vorerst leider nicht mehr.

        Beim abends ins Bett bringen stehen sie immer und immer wieder auf. Wir reden uns den Mund fusselig dass sie liegen bleiben sollen. Haben auch schon als Konsequenz das Kabel vom CD Player weggenommen, was aber auch nicht half. Da wissen wir echt nicht was tun damit sie liegen bleiben.

        Ich glaub wenn ich sie zu ihrem Bruder schicken würde, wenn dieser durch ihren Lärm wach geworden ist, würden sie mit ihm anfangen Spaß zu machen. Da muss ich was anderes überlegen.

        Vielen Dank für deine Hilfe

        • (6) 11.01.18 - 17:15

          Ihr redet und redet und redet und wundert Euch, das sie es teotzdem weiter machen.
          Ist das Erziehung?

          Lasst mal einen Urschrei los, seid konsequent und setzt Punkte! Eine Ansage, klappt es nicht, wird gleich mal durchgegriffen ohne weiter zu reden.

          Streiten sie sich...trennen jeder in seinem Zimmer, sollen sie alleine spielen
          Bei Mittagsschlaf vom Jüngsten laut....plane vorher 1/2 TV zu schsurn, dann sind sie still, der Ältere geht doch sicherlich in der Schule und muss Hausaufgaben machen.

          Ihr macht Strafen die nichts mit der tatsächlchen Sache zu tun hat (Süßigkeitenentzug)

          Redet mit den Kids, stellt Ihen "drei" Vorsätze vor....Leise sein beim Mittagsschlaf, Essen am Tisch, .... wenn das nicht klappt, folgen die Konsequenzen mit einer Ermahnung.
          Und bitte durchziehen.

          Meine Nachabrin hat sich auch immer den Mund fusselig geredet und konnte/wollte sich nicht durchsetzen - moderne Erziehung halt - der Sohn (heute 12) lacht sie nur noch aus, wenn sie was will.

          lg
          lisa

        • (7) 13.01.18 - 02:32

          bei mir hat strom im ganzen haus abdrehen geholfen. wenn lichtschalter nicht mehr gehen und es echt überall stockfinster ist erlahmt die motivation schneller.

          (8) 19.01.18 - 08:42

          VEsucht doch, sie nacheinander schlafengehen zu lassen. Begründen kannst du das mit dem Alter. erst geht der 5 jährige, etwas später der Große. meien beiden kennen das nicht anders.
          Und es hat nämlich auch noch den angenehmen Nebeneffekt, dass du dann etwas Zeit mit jedem allein verbirngen kannst.

      Das sind keine Konsequenzen, sondern Strafen.

      Was haben Playmo-Figuren damit zu tun, dass die Kids z. B. auf dem Sofa toben #augen.

      Und parieren muss ein Kind ja nun auch nicht.

      Bei den meisten wundert es nicht, dass die Kids sie nicht für voll nehmen #aerger.

      (10) 19.01.18 - 08:46

      Oh, dann köme ich wahrscheinlich gut mit deinem Sohn kalr. Ich mache viel Spass mit aber sage auch was, wenn mir was nicht passt, auch bei Gastkindern.

(12) 08.01.18 - 01:20

Teilen die beiden ein Zimmer? Klingt so für mich.
Ich denke, der 7 jährige hat einfach ein anderes Schlafbedürfnis als der 5jährige und insgesamt verändert es sich ja auch immer wieder. Beide zur gleichen Zeit ins Bett zu schicken ist vielleicht nicht mehr der beste Weg, sie schaukeln sich gegenseitig hoch weil mindestens einer noch nicht müde genug ist. Ich würde zusehen, das sie getrennte Zimmer bekommen und wenn das nicht geht, muss eine Trennwand/ Raumteiler o.ä. her. Der Ältere bzw derjenige mit geringerem Schlafbedürfnis (das kann durchaus der jüngere sein) geht später ins Bett, im besten Fall, wenn die beiden anderen schon schlafen. Während einer ins Bett gebracht wird kann der anderen sich Bettfertig machen (zumindest der 7jährige sollte das schon schaffen und ihm auch Ansporn sein). Zum einschlafen wir im Bett geblieben und das Licht gedämpft oder gelöscht. Geht das nicht ruhig und ohne aufstehen, kann nicht mehr vorgelesen werden und man(n) bleibt dabei, bis das Kind schläft. Gleiches Spiel beim zweiten "Grossen". Zumindest für den Anfang, damit sie verstehen, wie das ab sofort läuft.

.. und wer beim Essen aufsteht, ist fertig und die Mahlzeit für ihn beendet - und zwar ohne Süßigkeit zwischendurch bis zur nächsten Hauptmahlzeit.

Bei Streitigkeiten werden sie räumlich getrennt und nicht noch gemeinsam an den Tisch gesetzt - das heizt sich nur noch mehr auf.
Da muss man einfach Konsequent bleiben - in beiden Fällen. Sicher ist das nicht ganz leicht, und ich habe leicht reden mit meinem Einzelkind. Aber gerade habe ich 2 Wochen Ferien mit einer 12, einer 11 und einer 8 jährigen hinter mir. Die beiden Älteren sind Schwestern und leben in ständigem Zickenkrieg, auch beim Schlafen gehen. Nach wenigen Tagen haben sie begriffen, das Zusammenleben bei/mit mir so nicht funktioniert und plötzlich war um halb 10 am Abend Ruhe im Zimmer der 3, etwas später als bei uns zu Hause normalerweise, aber in den Ferien war das mein Kompromissangebot, und alle waren morgens ausgeschlafen und gut gelaunt und wir konnten gemeinsame Unternehmungen angehen, die sonst ausgefallen wären.

  • (13) 08.01.18 - 07:05

    Die zwei haben jeder ein Zimmer, nur zum vorlesen sind sie zusammen. Sie stehen auf, weil ihnen immer etwas einfällt. Oder sie sich gegenseitig noch etwas geben müssen.

    Alles nicht ganz so einfach, vielleicht wird es jetzt besser wenn wieder Kindergarten und Schule ist.

    • (14) 08.01.18 - 13:00

      das sie getrennte Zimmer haben, macht es doch eigentlich leichter. Zuerst wird derjenige mit höherem Schlafbedarf ins Bett gebracht und konsequent dabeigeblieben, ggf. bis er schläft und zwar ohne, das er noch mal aufsteht (ja, da wäre ich autoritär und würde das unterbinden).
      Der andere kann sich inzwischen bettfertig machen und evtl. noch was lesen/Hörbuch hören - das Ganze ebenfalls leise - bis zum "Gute Nacht" sagen und ggf. dabei bleiben.
      So Sperenzien wie aufstehen und noch was sagen/zeigen/trinken/Pippi gäb es bei uns definitiv nicht. Jeder hat eine Flasche Wasser am Bett und war auf der Toilette, bevor er zu Bett gegangen ist. Alles andere kann warten bis zum nächsten Tag.
      Bei aller Konsequenz würde ich aber auch auf das vielleicht geänderte Schlafbedürfnis eingehen. Wer nicht müde genug ist, schläft schlechter ein. Also ggf. die Schlafenszeiten anpassen. Unsere Tochter (8) schläft ziemlich genau 9 1/2 h pro Nacht und geht normalerweise um 21:00 Uhr ins Bett und schläft spätestens 21:20 Uhr. mit 5 sah das noch ganz anders aus, da brauchte sie deutlich mehr Schlaf

(15) 08.01.18 - 07:55

Für mich klingt es eigentlich so, als seien sie eifersüchtig auf das Baby/Kleinkind, weil es so viel von Dir einnimmt. Denn letzten Endes brechen sie ja vor allem Regeln die dich wegen dem Baby zur Weißglut treiben. Ich war noch nicht in der Situation, aber ich denke, dass zu viel schimpfen und zu viele Strafen sich für die Jungs möglicherweise nach "zwei Lagern" anfühlen. Das liebe süße kleine Baby/Kleinkind - die großen bösen unartigen Jungs. Und wenn es nicht genug positive Aufmerksamkeit durch dich gibt, holen sie sie sich negativ.

Wäre es vielleicht Mal denkbar, dass dein Mann den kleinsten ins Bett bringt oder mehr aufpasst und Du nur mit ihnen mehr Zeit verbringst. Z.b. raus gehen auf den Spielplatz, wenn der Garten umgebaut wird, oder dass du ihnen die Gute Nacht Geschichte erzählst? Wenn eure Zeit nämlich vorwiegend aus Spannungen und Rücksicht auf das Baby/Kleinkind nehmen besteht, ist das vielleicht wie so eine Spirale, die den Jungs gerade zu viel ist und ich würde versuchen auch wieder mehr schöne Momente zu schaffen. Und dann in ganz ruhigen schönen Momenten könntest Du mit ihnen noch Mal ganz in Ruhe reden, dass Du weißt, dass es gerade anstrengend ist, dass mit dem kleinen Bruder. Dass es dir aber auch so geht und dass auch sie so waren, als sie klein waren, und du dich dann auch ganz genauso viel kümmern musstest, aber dass der ja wächst und dann auch alles wieder entspannter wird. Dass du sie unendlich Doll liebst und jeden gleich und dass sie immer zu dir kommen können, wenn ihnen was auf der Leber liegt. Denn vielleicht liegt ihnen etwas auf der Leber. Die Regeln in eurem Haus müssten sie mit 5 und 7 kennen.

Ansonsten würde ich bei den Strafen, wenn es zu sehr über die Strenge geht, näher beim Problem ansich bleiben z.b. vor dem Essen/ zu Bett gehen die Ansage, dass jetzt noch jeder noch 3 Minuten Zeit hat Pullern zu gehen und sich dies und das zu holen was gebraucht werden könnte und dann wenn alle am Tisch sitzen, ist aber Schluss mit aufstehen und ich würde sie da auch nicht aufstehen lassen. Ihr rennt schließlich auch nicht herum oder?

Vielleicht kannst Du sie auch in Arbeiten mit dem kleinen Bruder starker einbeziehen (auch wenn ihr es nicht bräuchtet). Z.B. "Holst du mir Mal bitte die Windel? Oh danke, ein Glück, dass Du schon so groß und zu vernünftig bist und mir hilfst." Vielleicht erleben sie groß sein, gerade als einen Nachteil und müssen wieder mehr entdecken, dass es auch Vorteile hat die "Großen" zu sein. Ich würde sie daher besonders wertschätzen für kleine Situationen in denen sie "Größe zeigen", damit sie den richtigen Weg erkennen positive Aufmerksamkeit zu bekommen.

Mit drei Jungs werdet ihr aber sicher auch Mal Momente haben, wo man es nicht jedem Recht machen kann.

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