8jährige findet Pups-Scherze lustig....Und soll deswegen zum Psychiater?!?

    • (1) 27.01.18 - 18:18

      Hallo ihr Lieben!

      Bin seit jeher ledig, die Beziehung zur Mutter wurde schon Monate vor der Geburt beendet. Nach einigen stressvollen Jahren und Vernachlässigung bei der Mutter (Überforderung, Alkohol, Hygienemängel etc...das ließe sich noch weiteraus länger fortführen) konnte ich meine Tochter ins Wechselmodell nehmen, was vor allem für die Schule sehr wichtig war. Das ging zwei Jahre gut, dann kam die Mutter in den Entzug bzw. über einige Monate in die Psychosomatische Einrichtung und meiner Tochter endlich fest zu mir. Nach langem hin und her sind jetzt Besuchszeiten für die Anfangszeit geregelt.

      Ihr Bruder, fünf Jahre älter, kam zu einer befreundeten älteren Dame. Nennen wir sie mal Frau "V". Diese hat nicht nur den pubertären Teenager dauerhaft, auch meine Tochter besucht ihn regelmäßig an Wochenenden. Dann wird ein oder zwei Tage übernachtet.

      Nun wurde ich von der Kindesmutter bzw. Frau V angehalten, mein Kind dringend pyschologisch untersuchen zu lassen. So würde meine 8jährige Tochter z.B. beim Kuchen backen "Pipi und Kackhaufen" als Zutaten nennen und nichts würde ohne Pupse gehen...Worauf natürlich ihrerseits Gelächter ausbricht.

      Jetzt hat sich meine Tochter nie so wirklich schlimm verhalten, wenn sie bei mir war. Immer nur Diva und auffälliges Verhalten bei ihrer Mutter gezeigt. Und wenn sie bei mir war (auch über Wochen und Monate), zeigt sich sie von ihrer besten Seite. Wenn da wirklich mal ein Pupswitz fällt, dann lache und mache Quatsch mit ihr, so dass die Sache nach einigen Minuten schon wieder abfällt bzw. unlustig wird und der geregelte Gang nachgegangen wird.

      Außerdem ist der Familienzusammenhalt von Tante und Onkeln nur sporadisch vorhanden und es wurde mir zur Last gelegt, dass meine Tochter ein Bild einer Spinne (mitsamt Netz, Alarmglocke für frische Fliegen die ins Netz gehen) gemalt hat. Und sonst eher Menschen malt und sie nach Familienmitgliedern benennt. Und das hat sie eigentlich schon immer gemacht, Menschen und Tiere gemalt. Ich sehe aber halt auch, dass sie schöne Pflanzen malt und Puppen bastelt (große Bastelkiste direkt neben dem Esstisch).

      Sie soll nun dringend untersucht werden, hätte einen seelischen Knacks und das eben auch, weil sie manchmal in ihrer Phantasiewelt die Prinzessin ist. Negative Erlebnisse blockt sie ab und bei Widerworten würde sie heulen (das habe sie schon 2-3 mal gemacht in den letzten beiden Monaten). Ich lasse sie dann halt eben ihre 5 Minuten haben und dann ist es wieder gut.

      Laut der Aussage einer pädagogisch ausgebildeten Fachkraft, ist ihre Phantasie gut ausgeprägt und für ihr Alter normal. Sie sei nicht verschlossen und könnte sich und ihre Gefühle gut ausdrücken bzw. was ihr gefällt und was nicht. Ebenso würde sie sich mehr an ihren eigenen Wünschen orientieren und bei Anfragen auch mal ein Nein als Kontra geben. Auch ihr "Fäkalhumor" wäre eine gewöhnliche Phase.

      Jetzt sehe ich es als nicht besonders wünschenswert wenn da ein Doktor, auch mit Hintergrundinfos vom Jugendamt, Salz in die Wunde streut und wir da wöchentlich einen kompletten Nachmittag aufbringen sollen, in der Vergangenheit und negativen Erlebnissen herumzurühren. Mir wäre es lieber, wenn sie ihre Freundinnen besucht und bei schulischen Defiziten Nachhilfeunterricht in Anspruch nimmt, dass sie sich wertgeschätzt fühlt. Wobei ich keine Probleme damit habe, mich mit meiner Tochter über ihren geistigen Zustand zu unterhalten. Wenn da Hilfe nötig ist, bin ich für alles bereit, möchte da auch nichts leugnen oder abweisen. Aber meine Tochter ist echt ein Pflegeleichtes Kind. Sie stellt nichts an und abgesehen, dass sie noch viel lernen muss, sehe ich keine Bedrängnis, ihren seelischen Status zu hinterfragen.

      Natürlich wird mir, angesprochen auf diese Herangehensweise, vorgeworfen ein "verliebter Papa" zu sein, der alles anders sieht und die Pädagogin keine Ahnung von ihrer Arbeit und Kindern hätte. Wie seht ihr das?

      • (2) 27.01.18 - 21:13

        Hallo,

        Die Backzutaten würde ich mir verbieten und das Kind aus der Küche verbannen, mehr aber auch nicht. Je mehr aufhebens man macht desto mehr solcher Witze kommen.
        Das mit den Bildern verstehe ich nicht. Was ist an denen auffällig? Das beschriebene Spinnennetz ist cool. Das Menschen nach Familienmitglieder benannt werden ist auch durchaus normal.
        Kannst du mal ein Bild einstellen?
        Sie ist manchmal eine Prinzessin? Eine hilflose oder wo soll das Problem sein?
        Sie hat lediglich 2-3 in den letzten 2 Monaten bei Widerworten geheult, das bekommen einige Kinder pro Tag hin.

        Ihr solltet die Vergangenheit aufarbeiten aber das sie dafür einen Psychotherapeuten braucht kann ich aus der Beschreibung nicht raus lesen. Abef wenn die einen auf suchen sollte; so eine Sitzung dauert max eine Stunde und geht sanfter von statten als deine Beschreibung.

        Gruß Sol

        • (3) 29.01.18 - 21:53

          Danke für die aufmunternden Wort. Es ist wohl so, dass sie sich nicht derart benommen hat bei Frau V oder gar ihrer Mutter. Das ist reines Wunschdenken. Mit ihrer Schulbetreuung heute geredet und ihr sind ebenfalls keine bedenklichen Züge aufgefallen. Zu den Bildern meinte sie lediglich, dass es ein gutes Zeichen wäre, wenn die Spinne 8 Beine hätte und nicht etwa den Fliegen mit scharfen Zähnen die Beine ausreißt etc...da gäbe es schlimmere Kinder.

      (4) 27.01.18 - 23:06

      Hallo,
      ich frage mich, warum du dir hier in diesm Forum Laien Antworten suchst, anstelle deine Tochter einem KJP vorzustellen. Die Pupsnummer ist natürlich völlig irrelevant, aber was du aus ihrer Vergangenheit schilderst und die Tatsache, dass sie sich bei Dir augenscheinlich so angepasst verhält, reicht völlig aus, eine Diagnostik vornehmen zu lassen.
      Beste Grüße,
      n.

      • (5) 29.01.18 - 21:55

        Ja, das wird zwangsläufig auch so kommen, dafür hat die Mutter und Betreuung ja gesorgt. Aber ich mache mir da viel eher Sorgen, dass dem Kind mutwillig eingeredet wird, von eben jenen zwei Personen, dass mit ihr was nicht ok ist und sie das dann auch glaubt.

        • (7) 02.02.18 - 10:07

          Lach...dann wird der KJP ihr eigentlich zeigen, dass sie so wie sie ist, perfekt ist. Du bist ziemlich mit Vorurteilen behaftet. Ist dir das eigentlich klar?
          Kannst du deiner Tochter ALLEIN zeigen, dass sie gesund ist? Kommst du wirklich gegen die Mutter und gegen Frau V ALLEIN an? Dann vielleicht noch eine einzige blöde Bemerkung in der Schule, die noch nicht mal so gemeint war...und schon ist das Selbstbewusstsein ziemlich dauerhaft im Keller.

    (8) 28.01.18 - 08:07

    Diese Kacka-Pipi-Pups-Witze fanden meine Jungs mit 2-3 Jahren lustig. Vielleicht ist das der Punkt: Das es Hinweise gibt, das Deine Tochter in manchen Punkten nicht ganz altersgerecht entwickelt ist. Das wäre bei der Vergangenheit ja auch nicht verwunderlich.

    Und kein Doktor wühlt in alten Wunden: Ich fürchte, Du hast ein falsches Bild von Kinderpsychologen. Du findest es völlig ok, bei schulischen Defiziten Nachhilfeunterricht zu nehmen, aber seelische soll man lieber totschweigen?

    Ich sehe das so: Such' Dir einen guten Kinderpsychologen und mache einen Termin. Die sind wirklich sehr behutsam und wenn alles im grünen Bereich ist, weisst Du Bescheid. Und wenn nicht, bekommt Deine Tochter Hilfe.

    Grüsse
    BiDi

    • (9) 29.01.18 - 22:01

      "seelische soll man lieber totschweigen?"

      Tut mir leid wenn du das überlesen hast, war viel Text. Ich werde keine Hilfe verweigern. Nur muss man ein Kind nicht kränker reden als es tatsächlich ist.

      Sowohl bei Freunden und Bekannten, einer Pädagogin (ausgebildet) und auch in der Betreuung sind keine negativen Entwicklungen zutage gekommen. Eher ist es anders herum, dass die Tochter nun lebendiger, wacher, fitter und zufriedener ist und mehr auf andere zugeht, ohne ihre eigenen Wünsche und Gefühle zu unterdrücken. Faktisch passen die Aussagen beider Parteien (Mutter/ Frau V) überhaupt sowas von gar nicht ins Bild. Und diese Leute inklusive mir, sehen das Kind täglich von morgens bis abends, die Kindesmutter dagegen etwa 3 Stunden pro Woche, wenn überhaupt. Ja, das wird noch ausgeweitet, aber meiner Meinung nach zu wenig Zeit um sich ein umfassendes Bild (zumal keine Fachausbildung voliegt) über ein liebes Kind zu machen.

      • Kann es sein, dass die kleine in die fäkalschiene rutscht, weil sie bei der Kindesmutter ja so krasse hygienemängel usw hatte? Also quasi dass sie versucht sich bei ihr anzupassen um eine Verbindung herzustellen/Aufmerksamkeit zu kriegen oder sowas?
        Den Rest sehe ich sehr ähnlich wie du, allerdings stimme ich den andern zu und würde wirklich mal drüber nachdenken, ob ihr in Bezug auf die Vergangenheit mit der Mutter nicht doch eine Unterhaltung mit einem Fachmann guttun würde.
        Prinzipiell ist es bestimmt gut, alles schön zu beleuchten, sodass man bei normalem oder jedwedem anderen Befund auch gegen diese Vorwürfe gegenhalten kann, oder? 😊
        Psychologen machen das ja sehr unaufgeregt und ohne dass das Kind Schäden nehmen würde.

(11) 29.01.18 - 22:24

Also ICH an deiner Stelle würde zum Kinderschutzbund. Die beraten dich alleine. Dann ggf auch die Kindesmutter. Üblicherweise auch vielleicht das Kind. Auf eine wirklich nette Art und Weise.

Zumindest hier sind sie sehr professionell und top organisiert.
Die Mutter hat ja den Knacks und du kannst natürlich versuchen den Kontakt nur begleitet zuzulassen.

(12) 31.01.18 - 22:27

Also nein! Für Kinder ist diese Fäkalsprache lustig, wo ist das Problem. Dann backen wir eben Pupskuchen oder trinken pipilimo. Wenn es die Kids freut. Mein Gott! Und soweit ich es ausgelesen habe ist ihr Verhalten sonst unauffällig. Ich würde behaupten, sie ist ein ganz normales Kind und man kann echt aus einer Mücke einen Elefanten machen.
Und das sei dir gesagt, wir Pädagogen sind immer unfähig 🤣

(13) 02.02.18 - 10:00

Und welche Rechte haben die Kindsmutter bzw. Frau V gegenüber dir und dem Kind nun konkret?
Ich sehe das jetzt nicht als ganz unwichtig an. Hat die Mutter noch das Sorgerecht oder nicht? Ist Frau V wirklich nur irgendeine Privatperson oder ist sie eine Fachkraft, die für das Jugendamt arbeitet?

Ansonsten braucht das Jugendamt und der Arzt eine Schweigepflichtsentbindung von den Sorgeberechtigten, damit sie miteinander reden dürfen. Das würde ich auch sehr eng eingrenzen. Du musst keine vorgefertigten Formulare unterschreiben. Ich gebe Schweigepflichtsentbindungen nur immer für einen ganz bestimmten Tag für eine ganz bestimmte Begebenheit (Runder Tisch Gespräch natürlich mit den aktuellen Therapeuten und Ärzten, die alle deiner Meinung sind) und natürlich auch nur dann, wenn ich auch dabei bin.
Grundsätzlich wäre ich vorsichtig gegen das Jugendamt zu arbeiten. Man verliert echt schneller (auch zu unrecht) sein Kind, als einem lieb sein kann. Ich habe zu viele Gespräche mit dem Jugendamt hinter mir wegen meines Ältesten - dabei ist er nur Autist und wir bekommen keinerlei Leistungen der Familienhilfe. Nur die Sachbearbeiter "vergessen" das oftmals. Man braucht prinzipiell vertrauenswürdige Zeugen für ein Gespräch mit dem Jugendamt. Daher gibt es bei uns nur Runde-Tisch-Gespräche.

(14) 03.02.18 - 22:43

So lange von Seiten der Schule alles in Ordnung ist, wäre ich vorsichtig. Wenn die beiden drauf bestehen, das Mädchen zu einem Psycho-Doc zu schleppen, denn wähle DU diesen aus - und lasse sie nicht zu dem von der Mutter ausgewählten gehen. Es gibt viele gute, aber auch einige schwarze Schafe. Da wird dann unter Umständen schnell was ganz Banales pathologisiert, und dem Mädchen das Gefühl eingeredet, dass mit ihr was nicht stimmt.

Pupswitze sind zwar eher ein Ding für Jungs im Kindergartenalter, aber ich würde mir deswegen keine allzu großen Sorgen machen. Offenbar legt sie ja ihren etwas seltsamen Fäkalhumor nur der Mutter und dieser Frau V. gegenüber an den Tag. Evtl. fühlt sie sich dort nicht wohl? Ist das möglicherweise ein Ausdruck von Verachtung gegenüber ihrer Ex-Alki-Mutter?

Mit 8 ist müßte sie eigentlich schon reif genug sein, dass Du mit ihr mal ein ernstes Vater-Tochter-Gespräch führst. Warum sie sich dort so benimmt. Wenn ihr sonst ein gutes Verhältniss habt und sie Dir vertraut wird sie Dir auch ihre evtl. vorhandenen Probleme anvertrauen. Evtl. kannst Du sie ja im vertrauensvollem Gespräch überzeugen, dass sie Ihre Pups-Witze bleiben läßt - bevor ihre Mom sie noch zum Psycho-Doc schickt...

(15) 06.05.18 - 14:18

Hallo ihr Lieben,

das Endergebnis lautet wie folgt: Tochter ist ein überdurchschnittlich durchschnittliches normales Kind. Gefestigte Persönlichkeit, kein noch so klitzekleiner Grund sich über irgendwas auch immer Sorgen zu machen. Schwarze Gedanken? No way!

Das war ein regelrechter Schock für die Mutter. Jetzt versucht sie uns zu ärgern indem sie, und die Oma, der Tochter wahllos Kleidung in unterschiedlicher Größe kaufen. Tochter hat, nach Anprobe jedes Kleidungsstücks im Kaufhaus zwischen 140 und etwas größer, da fallen die Hosen, Kleider und T-Shirts echt krass unterschiedlich aus. Aber die vom Mama-Wochenende mitgebrachten Leggings (Gr. 164) liegen an wie ein Sack Kartoffel, die T-Shirts enden an den Knien. Schuhe werden statt Gr. 37 in kleinerer Größe besorgt (Es kommt nicht nur auf die Länge an, auch die Fußbreite muss laut Fachhändler berücksichtigt werden!). Der Geburtstagseinkauf war mit seinen 4 Stunden schon sehr quälend (alá Nein, du musst viel größer nehmen...nein, eine Nummer höher...Oder Das passt ihr in 4 Monaten nicht mehr...) Was interessiert mich die Größe in 4 Monaten? Da bekommt die Tochter ja schon wieder Klamotten für den Herbst...

Ich sehe schon, ich werde die nächsten 10 Jahre noch viel "Spaß" mit dieser Frau haben.

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