überfordert. frecher 4 1/2 jähriger

    • (1) 03.02.18 - 21:44

      Hallo,

      immer wieder gerate ich (wir) mit meinem Sohn in krasse Konflikte.
      Er macht nicht was wir sagen. Was wir fordern.
      Sagen wir morgens, er soll nach dem aufstehen Socken anziehen, rennt er rum und macht alles andere, nur zieht er keine Socken an.
      Das geht bei vielen Kleidungsstücken so.
      Es dauert ewig bis er mal ein Teil angezogen hat. Meist sucht er seine lieblingsstücke, wenn diese schmutzig sind braucht es viel überzeugungsarbeit bis er ein anders teil anzieht. ( kostet ewig viel zeit und nerven.)

      Draußen will er dann die Mütze nicht anziehen. Wir reden auf ihn ein. Erklären. Erklären... dann werde ich ungeduldig ich schreie ihn an. Ziehe an ihm, setzte ihm mit "Gewalt" die Mütze auf. Er zieht sie ab.
      Das Spiel beginnt von vorn. Ich schubse ihn. Schreie. Ich will das nicht. Aber er ist so stur.

      Warum? Wer kann mir mein Kind erklären?
      Warum ist man so gegen das, was die Eltern wollen?

      Nach einer Ewigkeit Kampf. Hat er die Mütze auf und läuft mit uns durch den verschneiten Park und findet es gut.

      Halbe Stunde WinterErlebnis für 1 Stunde anzieh kampf.

      Und mir geht es schlecht, weil ich schreie und grob bin.

      LG traurige, müde Mama

            • Nein. Er muss nicht raus um im Schnee zu spielen. Doofes Beispiel.

              Aber wenn ich sage wir müssen los, z.b. arbeiten, zu Freunden, egal wohin.
              Er verweigert sich. Es wäre einfach toll wenn er es ohne so viel Gegenwehr macht.


              Kann ihn ja nicht Zuhause lassen.

              • Dann nimm ihn einfach mal in d3n klwmott3n Mut vor die Tür, die er anziehen möchte. Er wird selber merken, daß es zu kalt ist und sich freiwillig etwas wärmeres anziehen. Lass ihn einfach seine eigenen Erfahrungen machen. Er lernt es erst durch eigene Erfahrung. Und schubsen geht gar nicht. Du bist erwachsen, du musst dich soweit unter Kontrolle haben, das du keine Gewalt anwendest. Wenn es dir zu viel ist, geht kurz vor die Tür und atme tief durch. Verlasse kurz die Situation. Aber schubsen oder ähnliches geht einfach nicht. Wir sind alle nur Menschen und machen fehler aber daraus müssen wir lernen. Wenn es einmal vorkommt, ok. Aber öfter geht einfach nicht. Mit deinen er wir und Verzweiflung MUSST du anders umgehen lernen.

      Warum er so stur ist? Mütterliches Erbgut würde ich mal vermuten;-).
      Warum sollte er krank werden, wenn er eine halbe Stunde ohne Mütze raus geht?
      Das wäre das letzte, was mir einfallen würde, so einen Machtkampf auszufechten wegen einer Mütze. Geht er halt ohne raus, merkt, dass es kalt ist und setzt sie dann auf.

      • Mütterliches Erbgut...das könnte passen.

        Vielleicht sollte auch ich nicht so kämpfen, da magst du recht haben.

        Danke

        • Mein Kleiner (der ist 9) ist auch so. Manchmal geht er ohne Socken raus (ich hab es selbst ausprobiert, wenn die Schuhe warm sind, merkt man es gar nicht;-)). Mützen werden nur selten getragen (ich kann es manchmal nicht nachvollziehen, weil er manchmal eine aufsetzt, wenn ich es warm finde und oft keine, wenn ich es kalt finde) und einmal ist er im Winter vor ein paar Jahren ohne Jacke zum Kindergarten gelaufen. Ich habe ihn dann halt machen lassen, die warmen Sachen aber mitgenommen.

          Ich hab als Kind lieber gefroren als zuzugeben, dass meine Eltern recht hatten, ich war auch so stur, bzw. meine Eltern;-). Mit meinen Kindern wollte ich das so nicht. Ich geb eine Empfehlung ab, welche Kleidung ich für angemessen halte, schicke sie eventuell auch kurz vor die Tür, dass sie mal ausprobieren können, wie kalt es ist und diskutiere nicht weiter. Die merken das schon und sind tatsächlich kaum krank.

          Ich hatte bisher zum Glück noch nie so ein Problem mit meinem Kleinen.
          Wenn er sich morgens nicht anziehen will und Terror macht, würde ich den Jungen so in den Kindergarten schicken wie er ist ( Im Pyjama o.ä.), glaub mir, es gibt genug Mütter, die da durch müssen und die indergärtnerinnen werden vollstes Verständnis haben.

          Vielleicht hilft es ja, eure Routine ein wenig umzustellen und es ein wenig "Kinderfreundlicher" zu machen.
          Beispielsweise ein Wettbewerb, wer sich am schnellsten anzieht. Vielleicht hilft es ja auch, mit ihm gemeinsam die Kleidung rauszusuchen, die er haben möchte. Mit 4 1/2 Jahren ist er ja schon groß genug, einschätzen zu können, was er alles anziehen muss.

          Manchmal reagieren Kinder auch so paradox, wenn sie sich eigentlich mehr Entscheidungsfreiheit wünschen und in diesem Alter ist es legitim, wenn euer Sohn nach erster Autonomie strebt.
          Manchmal hilft es, Kindern "Pseudoentscheidungen" zu bieten. Bei der Mütze Beispielsweise, die er nicht anziehen will, oder wieder auszieht, kannst du ihm das nächste mal vielleicht 2 Mützen zeigen und er darf sich selbst aussuchen, welche er tragen will.
          So hat dein Sohn das Gefühl, seine eigene Entscheidung getroffen zu haben und wehrt sich nicht, die Mütze anzuziehen und du kannst beruhigt sein, dass es ihm nicht kalt um den Kopf wird :)

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