Ich bin völlig verzweifelt - bitte um Hilfe!

    • (1) 23.04.18 - 11:15

      Hallo,

      meine beiden Mädels sind aktuell knapp 2,5 und 3,5 Jahre alt.
      Grundsätzlich würde ich sie als eher "brav" einschätzen, vor allem mit dem Vergleich anderer Kinder. Ich vergleiche meine Kinder aber normalerweise nicht mit anderen - ich weiß, jedes Kind ist anders.
      Ich versuche, immer ruhig zu agieren und die Ursache zu finden, wenn es ein Problem gibt. Sollten sie meine vorgegebenen Grenzen überschreiten, weise ich sie darauf hin und ziehe Konsequenzen, wenn sich nichts ändert. So weit, so gut.

      Nun das eigentliche Problem:
      Gehe ich mit den Mädels einkaufen (Lebensmittel, Einkaufszentrum etc), artet es jedes Mal aus. Sie gehen zu Beginn neben mir, Hände halten wird meist verweigert. Doch spätestens nach einer Minute reißt sich die Kleine los und läuft davon. Zwar halbwegs in Sichtweite, aber immerhin ist es ein Einkaufsmarkt und kein Spielplatz. Die Große lässt sich total mitreißen und ist sofort dabei. Egal was ich mache, ob ich versuche ruhig zu erklären, mit überreden, nicht einmal mit drohen (im Einkaufswagen sitzen, nicht mehr beim Einkaufen mitfahren dürfen) erreiche ich etwas. Setze ich die Kleine in den Einkaufswagen, versucht sie rauszuklettern.
      Da mein Mann beruflich sehr oft weg ist, bin ich auf das Einkaufen mit Kindern einfach angewiesen - soll ich meinen Zeitplan trotzdem versuchen umzukrempeln und sie einfach ein paar Monate nicht mehr mitnehmen?

      Bitte gebt mir irgendwelche Tipps. Es kann doch nicht so schwer sein, sich halbwegs gesittet beim Einkaufen zu verhalten? Auch beim Spazieren gehen artet das völlig aus und es ist mehr ein "Hinten-nach-Laufen und Schimpfen", als ein Spazieren. Denn dauernd bockt jemand, geht nicht weiter, läuft auf die Straße... So wird das Zu-Fuß-Gehen in den Kindergarten jeden Tag zum Graus.... #schwitz#bitte

      • Hallo,
        ich habe dahingehend keine wirkliche Erfahrung. Unsere Tochter war da immer pflegeleicht, aber den Zeitplan umkrempeln finde ich nicht wirkungsvoll. Dann wissen die Kinder ja nicht, dass ihr Verhalten eine Konsequenz hat.

        Eine Bekannte hat ihr Kind mal zurück ins Auto gebracht. Dort musste es dann warten. Das war sehr heilsam.

        Ich würde mir den Stress beim Spazieren allerdings nicht antun. Wir haben mal Leinen für Kinder gesehen - grade bei der Straße ist ja das auch wahnsinnig gefährlich. Bei unserem Kind würde allein schon die Androhung einer Leine wirken.

        Alles Gute und gute Nerven!

        Das Kind hat tatsächlich den kompletten Einkauf allein im Auto zugebracht?
        Das finde ich mehr als fahrlässig!
        Wie soll das gehen: Kind im Auto eingeschlossen? (besonders toller Tipp bei warmem Wetter!) Oder Auto nicht zugeschlossen und jeder hätte das Kind rausholen und wegtragen können?
        Sorry, aber das kann nun wirklich nicht die Lösung sein!

    Als meine jüngeren Söhne in dem Alter waren sah es hier genauso aus.
    Wenn es möglich war, habe ich sie zum Einkaufen nicht mitgenommen. Tipps? Abwarten, sie werden älter;-).

  • Drohst du denn nur, oder reagierst du auch? Mein Sohn meinte auch mal, er müsse beim Einkaufen das Rumpelstilzchen spielen. Also hab ich ihn mir genommen, aus dem Laden getragen und ihn solange bocken lassen, bis er wieder ansprechbar war. Hat eine Weilche gedauert, aber er hat sich NIE wieder so aufgeführt.

    Wer hier meinte, auf die Straße laufen zu müssen, durfte nur noch ein meine Hand. Und da verstehe ich auch keinen Spaß, das ist einfach zu gefährlich. Und dann bleibt das Kind auch eine ganze Weile nur an der Hand, bzw. ich halte es am Handgelenk.

    Meine Kinder durften auch schon immer viel mitentscheiden, aber wenn sie sich oder andere in Gefahr bringen, ist Schluss. Da wird nicht groß diskutiert, sondern gehandelt.

    lg

    Hallo,

    ich kann verstehen, dass es momentan kein Spaß ist, zum Einkaufen zu gehen.

    Hast du schon einmal in Erwägung gezogen, dir Lebensmittel liefern zu lassen?
    Reicht ja oft schon eine Obst- und Gemüsekiste, das andere kann man im Großeinkauf als Grundstock anlegen und braucht dann nicht ständig los.

    Die Drohungen, in den Einkaufswagen zu setzen bzw. es auch zu tun, halte ich persönlich für absolut ungeeignet.
    Mein - eher braves - Kind hat es fertig gebracht, mit dem Wagen umzukippen und sich dabei den Arm zu brechen, als ich ihm für zwei Sekunden den Rücken zugewandt habe, wohlgemerkt nur umgedreht, nicht weggelaufen. #schwitz

    An gefährlichen Wegen musste es an die Hand, da gab es kein Erbarmen, auch wenn das Kind dann gerne mal die Aufmerksamkeit der halben Stadt auf sich gezogen hat, bei zweien hab ich oft gesehen, dass mind. eines in den Buggy musste, wenn nicht gehört wurde.

    Und, wie viele hier, sage ich auch, sie werden größer und verständiger,

    VG, midnatsol

    Hallo,
    kannst du sie zusammen in den Einkaufswagen setzen? Oder jedes Kind schiebt einen kleinen Wagen?
    Jeder bekommt einen Einkaufszettel und muss in seinem Wagen entsprechende Waren einpacken.
    Oder, kleiner Puppenwagen mit?
    Versuche sie miteinzubeziehen, vielleicht klappt es dann.

    Auf keinen Fall im Auto lassen. Würde ich niemals bei so kleinen Kindern!

    Zum Spaziergang: Haben sie schon Dreiräder oder Laufrad?
    Es gibt auch super moderne und leicht zum ziehen Bollerwagen. Wäre vielleicht eine Möglichkeit wenn es schnell gehen muss mit 2. Kindern. Oder auch hier der Puppenwagen?

    Viel Glück

    • Hey,

      ich finde, es gibt einfach Situationen, die sind nervig und unangenehm. Da muss sich ein Kind im Supermarkt mal ein paar Minuten an Regeln halten. Muss man aus allem ein Happening machen? Klar sind alle Erziehung-ist-Gewalt-Mütter jetzt auf 180, aber ich finde, wenn der Mama wichtig ist, wie der Einkauf jetzt halt mal eben laufen muss, dann muss das auch mal akzeptiert werden. So funktioniert Leben mit Menschen.

      Schöne Grüße

      • Hallo,
        ich denke nicht, dass es zu übertrieben ist, wenn jedes Mädchen einen kleinen Wagen schiebt. Auch finde ich einen Puppenwagen nicht als Problem.
        Mit dieser Lösung müssen die Mädchen ja auch viele Regeln lernen einzuhalten.

        Aber auch mein Vorschlag, beide Mädchen von Anfang an in den Einkaufswagen und dann schnell durch.
        Wäre ja auch eine Möglichkeit, dass jetzt mal zu üben damit es auf Dauer klappt wenn es schnell gehen muss.

        Nein, ein Happening muss nicht aus jedem Pups gemacht werden, aber Kindgerechte Lösungen suchen um mehr Entspannung rein zu bekommen ist ja nicht verkehrt.
        Grüße

        Und wie bekommst du das hin, dass es einfach mal so läuft und sich das Kind an Regeln hält?
        (Ich meine jetzt natürlich bei schwierigeren Kindern; bei meinem Ältesten zum Beispiel war es keine Kunst, da lief das einfach.)

(13) 24.04.18 - 20:43

Alleine mit zwei so kleinen Mäusen einkaufen zu gehen ist.....sportlich. Du bist eigentlich anderweitig beschäftigt, es gibt Dinge zu schauen und zu schleppen....und für die Kinder ist es wie ein Rummelplatz. Verständlich das da kein Halten mehr ist. Ich würde es, ehrlich gesagt, vermeiden soweit es geht.

Lass dir Lebensmittel liefern. Und leg für haltbare Sachen Vorräte an wenn du den Platz hast. Dann musst du nur einzelne, frische Dinge nachkaufen und nicht lange Einkaufstouren machen. Wir haben ein Regal im Keller mit so Kram wie Nudeln, Konserven etc. Aber auch Getränke, Waschmittel und gängige Kosmetika.

Allenfalls würde ich die Mädels einzeln mitnehmen. Und als Regel einführen das sie sich am Wagen festhalten müssen. Sollte das nicht klappen- Verwarnung. Und dann bei Wiederholung Einkauf abbrechen. Bei meinem Patenkind war genau 1 Versuch notwendig. Dann wusste sie ich mache Ernst. Da war sie 2,5 Jahre alt.

  • Einkauf abbrechen kann auch nach hinten losgehen;-). Meine Söhne gingen immer sehr ungern einkaufen (daran hat sich nichts geändert, aber jetzt sind sie groß genug, um allein daheim zu bleiben), die hätten sich noch extra schlecht benommen, um schneller heimgehen zu können, und manchmal ließ es sich halt nicht vermeiden.

    An sich stimme ich dir aber zu.

    • (15) 25.04.18 - 22:04

      #rofl

      Tja, das war aber schlau gedacht! Von beiden Seiten.

      Klar, das klappt nur wenn es auch wirklich eine Strafe ist. Mein Patenkind, und auch mein Sohn (18 Monate) gehen sehr gern einkaufen. Meinen Sohn kann man aber mit einem Brötchen oder einer bunten Verpackung im Wagen gut beschäftigen. Das Patenkind ist bereits Teenager und benimmt sich (meist) gut.

      Im Oktober kommt bei uns Nr. 2. Ich denke nicht das ich dann noch alleine losziehe mit den Ablegern......zumindest vorläufig nicht....

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