Buchtipp ?

    • (1) 13.06.18 - 21:14

      Halli Hallo :)
      Ich bin auf der Suche nach Büchern über Erziehung. Würde mich über Tipps und Erfahrungen freuen !
      Schönen Abend euch,
      Erdbeerchen mit Bub 11 Monate an der Hand

      "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" :)

      • (6) 15.06.18 - 20:19

        Ich lese das Buch auch gerade und finde es für meine geschundene Mutter-Seele, die mit zwei Kleinkindern und einem Baby ehrlich gesagt manchmal echt überfordert ist, sehr tröstlich. Dieses Buch weckt schon sehr viel Mitgefühl und Verständnis für die Kleinen, aber manchmal ist mir das einfach zu glatt und zu nett.
        Das ist ja auch eine Typ-Frage. Wie lebhaft die eigenen Kinder sind und ehrlich gesagt auch wie temperamentvoll man selbst ist. Trotzdem halte ich das Buch für Eltern, die das Gefühl haben sich ständig mit ihren Kindern zu streiten, geeignet. Wenn du jedoch zu den immer entspannten und ruhigen Müttern gehörst, glaube ich das dieses Buch nicht das richtig ist.

        Allen Jungs-Müttern empfehle ich übrigens "Kleine Helden in Not". Nach diesem Buch habe ich nicht nur meinen Sohn besser verstanden, sondern sogar meinen Ehemann. Es ist aber eher für ältere.

    (7) 14.06.18 - 09:15

    Die neue Elternschule

    Das glücklichste Kleinkind der Welt von Dr. Harvey Karp finde ich sehr gut.
    LG

    (9) 15.06.18 - 21:44

    Ganz einfach, höre auf dein Bauchgefühl!!!!
    Was sagen dir Bücher, das jedes Kind jeden Monat eine andere Trotzphase hat, mit den man jedes schlechte Benehmen des Kindes entschuldigt.

    Ich habe zum Glück im Forum spät davon erfahren, sonst hätte ich mich davon anstecken lassen.

    Oder willst du "Ich habe mein Kind nach der Lehre von Dr.X erzogen".

    Höre auf dein Bauchgefühl, leider wird es heute immer weniger gemacht!

    lisa

    • (10) 15.06.18 - 23:06

      Es gibt in Sachen Erziehung kein natürliches Bauchgefühl.
      Das was du Bauchgefühl nennst, sind in Wahrheit anerzogene Verhaltensmuster und Glaubenssätze sowie gesellschaftliche Erwartungen.

      • (11) 16.06.18 - 12:53

        "Es gibt in Sachen Erziehung kein natürliches Bauchgefühl."
        So ein Blödsinn! Nur weil du kein Bauchgefühl (mehr?) hast, kannst du das nicht auf den Rest der Menschheit übertragen!

        • (12) 16.06.18 - 14:38

          Du, denk was du willst.
          Es gibt diesen Instinkt nicht. Das ist eine sozial erworbene Fähigkeit, wenn man so will.

          Was glaubst du, wieso so viele ihre eigene Erziehung inkl Gewalt an ihre Kinder weitertragen? Weils als Kind so toll war? Das sind anerzogene Verhaltensmuster. Die Beziehung zu den Eltern prägt das Kind ein Leben lang, insbesondere den zwischenmenschlichen Aspekt.

          Dadurch kommen dann auch immer die tollen Sprüche wie "hat mir auch nicht geschadet", "muss halt sein, es geht nicht anders". Wenn man es nämlich genau so oder ähnlich macht, muss man nichts hinterfragen was die eigenen Eltern da so getan haben, es war eben "notwendig" und der eigene Schmerz wird begraben.

          Der kommt aber dummerweise in Konfliktsituationen mit den eigenen Kindern wieder. Man fühlt sich hilflos, in Not und die alten Programme werden getriggert. Plötzlich hört man die Worte der Eltern aus dem eigenen Mund. Nicht, weil Kinder das so brauchen und es anders nicht geht, sondern weil man es so kennt.

          Da raus zu kommen erfordert aktives Reflektieren. Und eben das Erlernen von Alternativen. Neuer Input muss her und da sind Bücher eine wunderbare Hilfestellung.

          • (13) 16.06.18 - 15:22

            "MAN fühlt sich hilflos, in Not und die alten Programme werden getriggert. Plötzlich hört MAN die Worte der Eltern aus dem eigenen Mund. Nicht, weil Kinder das so brauchen und es anders nicht geht, sondern weil MAN es so kennt."

            Ich weiß ja nicht, was in dir ("MAN") vorgeht oder was du erlebt hast, aber ich spreche nur von LIEBEVOLLER Erziehung des Kindes #kratz.

            Intuition, sofern man sie denn noch hat, ist da der beste Begleiter und Ratgeber :-). Und wenn da nichts mehr an Bauchgefühl ist, sind Erziehungsratgeber sicher notwendig und gut.

            Im Normalfall sind sie aber nur ein zusätzlicher netter Anstoß, Dinge aus anderer Perspektive zu sehen oder zu verstehen.

            • (14) 16.06.18 - 15:37

              Ich bin jetzt nicht von liebevoller Erziehung ausgegangen.
              Wenn man das eh so intuitiv hinbekommt, weil man es aus dem eigenen Elternhaus kennt, ist ja neuer Input eigentlich überflüssig. 🤷‍♀️

              Das hat nichts mit mir persönlich zu sein, ist nur Basicwissen aus der Psychologie.

              • (15) 16.06.18 - 17:50

                für dichscheint es nur schwarz und weiss zu geben....schlechte Erziehung gibt man an die Kinder weiter, gute Erziehung ebenso....

                wie ist es denn mit schlechter Erziehung aber gute Erziehung den eigenen Kinder gegenüber -ohne Erziehungsratgeber zu lesen????

                • (16) 16.06.18 - 18:06

                  Wenn es ohne gut läuft, braucht man sie ja überhaupt nicht zu lesen;-).
                  Aber was spricht denn dagegen, sie zu lesen, wenn man das Bedürfnis nach Input hat, weil das Bauchgefühl nur Dinge empfiehlt, die nicht weiterhelfen?

                  (17) 16.06.18 - 20:00

                  Was ein Käse. Da schreibe ich ne wall of text und Urbia loggt mich am Handy aus. 😑

                  Ich schätze ich hab mich eingangs doof ausgedrückt.
                  Antworte später vom PC.

                  (18) 17.06.18 - 02:09

                  Puh, SO viel wollte ich ursprünglich gar nicht schreiben. #augen Aber gut, war mir ein Anliegen. :-)

                  ~~

                  Vielleicht haben wir eine unterschiedliche Definition vom Bauchgefühl?
                  Selbstverständlich haben wir Menschen Instinkte, auch was unsere Kinder betrifft. Der Knackpunkt daran ist aber: Die frühkindliche Prägung insbesondere durch die Eltern-Kind-Beziehung ist stärker als diese Instinkte. Sie überlagert das, was die Natur uns mitgegeben hat. Warum? Weil Eltern eine sonst nicht existente psychologische Macht über ihre Kinder haben. "The way you talk to your children becomes their inner voice" - alles was Eltern ihren Kindern gegenüber über sie sagen, wie sie über sie fühlen und denken, halten Kinder für wahr und richtig. Deswegen spricht man in der Psychologie zB vom "(dysfunktionalen) Eltern-Anteil" - die Stimme in uns, die uns beschämt, beschuldigt, klein macht und (zu) hohe Erwartungen an uns hat. Obendrauf kommt unsere westliche Gesellschaft mit ihren - vollkommen unnatürlichen - Erwartungen an Kinder.

                  Ein klassisches Beispiel: Die Natur hat's super eingerichtet, dass das Schreien eines Babys sämtliche Alarmglocken in unserem Hirn aufschrillen lässt und wir instinktiv das Kind umsorgen. Hat ewig prima funktioniert. So, Ende des 19. Jahrhunderts hat sich das aber geändert. Das Kind sollte schreien gelassen werden. Plötzlich war das Kind ein Tyrann, dem man mit Macht und Konsequenz begegnen sollte, von Anfang an. Dort begann die ganze Misere der schwarzen/repressiven Pädagogik. Dieser Quark hält sich bis heute.

                  Ganz heißes Thema: Autonomiephase. Das Kind entwickelt einen eigenen, freien Willen - wie ihn jeder Mensch hat. Es strebt nach Autonomie und Selbstständigkeit. Gleichzeitig sind seine Impulskontrolle und sein Weitblick für mögliche Folgen seines Handeln noch nicht ausreichend ausgeprägt, ggf. klappt es sprachlich auch noch nicht ganz so gut. Für viele Eltern (die keine gesunde Eltern-Kind-Beziehung erlebt haben) DER Genickbruch schlechthin. Denn Konflikte und Stresssituationen sind hier vorprogrammiert, die die erlernten Verhaltensmuster triggern.

                  Wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe, sagtest du, dass du als Kind geschlagen wurdest. Du gibst das nicht weiter. Darf ich fragen wie du das loslassen konntest? Therapie? Einfach so? Denn die Regel ist das nicht, bedauerlicherweise. Solche Erfahrungen gehen ja nicht spurlos an einem vorbei. Auch du hast Verhaltensmuster deiner Eltern und gesellschaftliche Glaubenssätze verinnerlicht.

                  Was heißt für dich heute im Umgang mit deinen Kindern liebevoll? Hattest du nie eine Konflikt-/Stresssituation in der du falsch reagiert hast? Wo du dachtest "boa Mist, war jetzt total scheiße von mir und das wollte ich gar nicht so machen/sagen"? Oder wo du zumindest den Impuls hattest, etwas zu tun, dich aber zurücknehmen konntest. Denn genau um diesen Impuls geht es mir - das ist das "anerzogene Bauchgefühl", der falsche Instinkt. Das, was so viele Eltern sagen lässt "es geht halt nicht anders", "das Kind muss aber lernen, dass.."

                  Weißt du, vielleicht spüren heute nur noch vereinzelt Kinder einen Teppichklopfer oder Kochlöffel. Dafür hat aber die psychische Gewalt in unserer Gesellschaft stark zugenommen. Die Gewalt ist nicht weniger geworden, sie hat sich nur verändert. Das macht sie aber nicht weniger schädlich. Leider wird emotionaler Missbrauch auch heute noch unterschätzt und in Bezug auf Kinder nur selten als solcher wahrgenommen.

                  Ich sehe fast täglich beim Einkaufen oder auf dem Spielplatz Eltern, die ihren Kindern drohen ("Wenn du nicht... dann" - heute schimpft sich das Ankündigung einer logischen Konsequenz), sie verängstigen ("komm jetzt, sonst geh ich ohne dich!"), manipuliert ("..das macht Mama traurig, Mama hat dich nicht mehr lieb") und sie emotional vernachlässigen ("stell dich nicht so an.. selbst Schuld.. hör auf zu heulen") oder aber auch körperlich werden, in Form eines Klapses, am Arm zerren,...

                  Nachbarn von mir haben einen 4-jährigen Sohn. Anständiger Haushalt würde man sagen, obere Mittelschicht. Die Eltern gehören zu den "klassisch Erziehenden", das Kind muss sich anpassen, sich fügen. Dem Jungen fehlt es an nichts. Aber emotionale Zuwendung scheint dieses Kind nicht zu kennen. Immer wieder bekomme ich Situationen mit, in denen er sich die Augen aus dem Kopf heult und total verzweifelt ist. Getröstet wird er nicht. Nein, nur gedemütigt und verurteilt für die eigenen Gefühle. Egal ob er hingefallen ist oder einen typischen Wutausbruch hat.

                  Was ich damit sagen will: Gewalt ist mehr als ein blauer Fleck. Die Wunden der Seele sind nicht offensichtlich.

                  Sag mir, wo ist da das natürliche Bauchgefühl? Wo ist all das, was uns Menschen MENSCHLICH macht? Bindung, Empathie, Liebe, Fürsorge, Kooperation? Das Miteinander statt gegeneinander. Alles begraben unter dem eigenen Schmerz. Denn was sagen solche Eltern? "Hat mir auch nicht geschadet. Geht nicht anders". Also gibt die Mehrheit es weiter, vielleicht in anderer Form, aber dennoch.

                  Sich dem eigenen Schmerz zu stellen oder ihn überhaupt erstmal wahrzunehmen ist ein schwerer Schritt, aber essenziell um es nicht nur anders, sondern besser zu machen. Sicher gibt es bestimmt Leute, die das so schaffen, aber viele brauchen Therapien oder ähnliche Hilfsangebote, Austausch mit anderen. Oder eben auch Bücher.

                  Ich persönlich bin mit emotionalem Missbrauch durch meine narzisstische Mutter groß geworden. Hat mich viele Jahre Therapie gekostet, aber ich konnte abschließen auch wenn ich die Folgen fast jeden Tag spüre. Eine Leere blieb trotzdem in mir und als mein Sohn auf dem Weg war, kam die Frage nach dem WIE. Wie fülle ich diese Leere und womit? Wie macht man es anders, besser? Was heißt besser überhaupt (für mich)? Wie ticken Kinder, was brauchen Kinder? "Muss" das alles WIRKLICH sein, wie alle sagen? Ich brauchte Alternativen zu dem was ich kannte. Also habe ich Bücher gewälzt. Klassische Ratgeber und auch schwere Kost, sowohl in die eine Richtung als auch in die andere. Ich habe meinen Weg gefunden. Das heißt nicht, dass ich nach Schema F handel, weil das "da und da so geschrieben steht". Es ist mehr eine innere Haltung geworden. Ein "neues Bauchgefühl" quasi. Ohne all dem wäre ich meiner Nachbarin wohl sehr ähnlich. Denn man kann nur das weitergeben, was man selber kennt.

                  Und trotzdem gibt es dann und wann, zB wenn ich sehr gestresst bin oder nicht gut auf meine Bedürfnisse geachtet habe, noch Situationen in denen ich die Vergangenheit in mir spüre und ich kurz die Augen schließen muss, um den ersten Impuls loszulassen.

                  Vielleicht verstehst du jetzt was ich meine und siehst, das Bücher über Erziehung mehr sein können, als simple Handlungsanweisungen.

                  (Falls sich jemand durch o.g. auf den Schlips getreten fühlt: "Sorry, if the shoe fits, feel free to wear it.")

            (20) 16.06.18 - 15:53

            Und wer sagt eigentlich was liebevoll ist? Das ist sehr subjektiv und ebenfalls vom eigenen Elternhaus abhängig.

            Hab schon Leute kennengelernt die ihre "logischen Konsequenzen" und nen maßregelnden Klaps liebevoll finden, einfach weil sie mit Prügel groß geworden sind. 🤷‍♀️

        (21) 16.06.18 - 17:48

        neuer Input...aha und welcher Ratgeber für die beste Kindererziehung g ist jetzt der absolut Richtige....

        Sorry, ich wurde auch altmodisch erzogen (oder teils gar nicht erzogen) mit Bestrafung und Schlägen aber das heisst nicht, das man es weiter gibt.

        Bein Bauchgefühl sagt mir ganz oft "Drück dein Kind , schimpfe es oder oder oder.
        Ich mache fast alles aus menem Empfinden aus meinem Bauchgefühl. Die meisten Entscheidung trifft man nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch, besonders in Geschäftsbereich.

        Wenn man das nicht mehr kann, sondern jede Altersphase erlesen muss, was mein Kind können muss, welche Emotionen es haben sollte , wie er sich verhält.....
        Schauen sich solche Eltern nie das eigene Kind an?
        Sorry, solche Eltern machen mir Angst,

        Das sind auch die Eltern, die jede Phase des Kindes aus dem Buch kennen und auflisten können, weil irgendein Autor, Studie aufgelistet hat, das alle zwei Monate eine Trotzphase besteht. Wie dumm ist das denn bitte?

        Manche schalten dann den Verstand und Erziehung aus

        lg
        lisa

        • (22) 16.06.18 - 18:54

          Schön wenn das für dich so klappt und dir das reicht.

          Anderen reicht das nicht oder sie haben Probleme damit aus o.g. Gründen. Oder wollen einfach wissen, wie das kindliche Gehirn so tickt, wie es sich entwickelt,..

          Wenn du neuen Input nicht brauchst, weil dir dein "Bauchgefühl" ausreicht, schön. Aber das per se als unnötig zu bezeichnen halte ich für ungut. Man kann seinen Kindern nur das weiter geben, was man selbst gelernt hat.

      (23) 20.06.18 - 10:49

      >> Es gibt diesen Instinkt nicht. Das ist eine sozial erworbene Fähigkeit, <<

      Bestimmt auch ein schlauer Satz aus irgendeinem Buch...

      Ich glaube an "Bauchgefühl" beim Erziehen und finde, dass mein Kind damit nicht einmal schlecht geraten ist.

      Auch würde ich nicht verallgemeinern, dass Eltern, die Gewalt erfahren haben, diese auch zwangsläufig an ihre Kinder weitergeben. Ich kenne persönlich einige Gegenbeispiele, die ihre Kinder ohne Hilfe von Literatur gewaltfrei erzogen haben und wäre daher mit Verallgemeinerung vorsichtig.

      Was nun besser ist - seine Kinder nach "Bauchgefühl" zu erziehen oder irgendwelchen Erziehungsmethoden aus Büchern anzuhängen...

      Bücher können sicherlich eine sinnvolle Unterstützung sein. Man läuft aber doch meiner Ansicht nach Gefahr, sich zu sehr auf die Meinung eines Einzelnen (des Autors) zu versteifen oder aber mit den Widersprüchen diverser Autoren nicht zurecht zu kommen.

      • (24) 20.06.18 - 10:53

        Es hätte geholfen, wenn du den ganzen Thread gelesen hättest. 😉

        Aber wenn ich nicht in der Lage bin, zu reflektieren, ob das was ich da gelesen habe, irgendeinen Sinn für mich und mein Kind ergibt, dann kann es mit meinem Bauchgefühl ja nicht so weit her sein.
        Man muss doch nicht sein Bauchgefühl in der Buchhandlung liegen lassen.

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