Mobbing im Kindergarten - mein Kind macht mit (vorsicht, lang!)

    • (1) 18.06.18 - 16:44

      Hallo!

      Die Erzieherin meines Sohnes kam am Freitag auf mich zu, sie wollte kurz etwas mit mir besprechen. Ein Mädchen aus der Gruppe meines Sohnes war wohl von 5 anderen Kindern - darunter anscheinend auch mein Sohn - immer wieder geärgert worden und körperlich angegangen worden. Das Ganze ging wohl über einen längeren Zeitraum, wobei das Mädchen aufrund dieser Vorfälle jetzt auch schon seit einer ganzen Weile gar nicht mehr in den Kindergarten kommt (war mindestens 2 Wochen nicht im Kindergarten und wird auch nicht mehr kommen).
      Die Gruppenleiterin hat sich jetzt Rat geholt bei einem Sozialpädagogen, dessen Söhne in der gleichen Gruppen sind, der möchte natürlich als Vater nicht eingreifen, empfahl aber das Ganze mit den betroffenen Kindern in Bildern aufzuarbeiten, da wohl in dem Alter (ein 5jähriger, sonst alles Vorschulkinder einschl. des Mädchens) die Empathie noch nicht weit genug ausgeprägt sei, um über Gespräche weiter zu kommen. Das hat die Erzieherin wohl am Freitag versucht, indem sie mit Steinen und Tüchern als "Figuren" die Bedrängung eines einzelnen Kindes durch eine Gruppe anderer nachgestellt hat.
      Mein Sohn hat mir am Freitag von den Steinen und Tüchern erzählt, konnte aber damit überhaupt nichts anfangen, er wusste zwar, was die Steine und Tücher darstellen sollten, die Situation der Bedrängung konnte er allerdings so nicht nachvollziehen oder nachempfinden.
      Ich hab in mehreren Ansätzen versucht, ihm auf die Sprünge zu helfen, hab nachgeforscht, ob er sich an Situationen erinnern kann, die vielleicht ähnlich waren, aber von ihm kam nichts (meine 9jährige Tochter hat immerhin erkannt, dass es um eine Situation viele gegen einen ging, für mehr waren die Schilderungen meines Sohnes zu unpräzise - auch das hat meinem Sohn nicht weiter geholfen). Ich hab dann irgendwann dieses Mädchen ins Spiel gebracht, ob er sich im Bezug auf das Mädchen an Situationen erinnern kann, die ähnlich waren wie bei dem Spiel am Freitag - nichts.
      Am Samstag bin ich dann deutlicher geworden und hab ihm erzählt, dass dieses Mädchen nicht mehr in den Kindergarten kommt, weil es Angst vor den anderen Kindern hat - auch da hatte mein Sohn keine Erklärung für.
      Ich bin dann immer direkter geworden, wollte, natürlich, dass mein Sohn mir erzählt, was da genau abgelaufen ist, aber er hat immer wieder beteuert, dass er nichts davon weiß, dass dieses Mädchen so stark und so oft geärgert worden wäre, irgendwann hatte er sogar Tränen in den Augen.
      Ich hab das Thema dann auf sich beruhen lassen und ihm nur noch ein Buch zum Thema Ausgrenzung und Mobbing im Kindergarten vorgelesen, einfach um ihm zu verdeutlichen, was ein Kind fühlt, das von einer ganzen Gruppe ausgeschlossen und geärgert wird. Mein Sohn hat das auch verstanden und beim Besprechen des Buches gesagt, dass man da nicht mitmachen darf sondern lieber zu helfen versuchen sollte. Wir haben dann zusammen noch Hilfsmöglichkeiten besprochen, und ich denke, dass der Kleine das zumindest jetzt verstanden hat.

      Ich weiß natürlich nach wie vor nicht, in welcher Form mein Sohn in all die Vorfälle im Kindergarten involviert war, aber wenn er da mitgemacht hat, würde ich gerne die Gründe verstehen. Ich kann mir zwar auf der einen Seite nicht vorstellen, dass mein Sohn systematisch ein Kind mobbt und misshandelt, auf der anderen Seite kenne ich die Gruppe und weiß um die Gruppendynamik, die bei so etwas entstehen kann. Selbst die Erzieherin war verwundert, dass mein Sohn bei so etwas mitgemacht hat, weil er sonst eigentlich sehr verlässlich ist und auch einen Erwachsenen hinzuzieht, wenn andere Kinder etwas unrechtes oder gefährliches planen (er war mit 3 mal dabei, als seine gleichaltrigen Freunde eine Gewächshausplane mit Taschenmessern zerschnitten hatten (er selbst hat nichts zerschnitten), da war so etwas schon einmal Thema), er hilft den Kleinen zuverlässig und kennt eigentlich alle Grenzen. Ich hab auch nicht dass Gefühl, dass er mich angelogen hat, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass er diese Vorfälle vergessen hat. Auf der anderen Seite gehört er in die Gruppe der Kinder, die das Mädchen geärgert haben...
      Ich weiß jetzt nicht, ob ich noch irgendetwas machen muss und was ich noch machen kann. Ich hoffe, dass mein Sohn begriffen hat, das so etwas nicht geht, aber wie kann ich verhindern, dass er doch wieder zum "Täter" wird?
      Am Freitag soll noch einmal ein Gespräch mit allen beteiltigten Eltern sein - was das bringen soll, weiß ich jetzt nicht wirklich, bis auf einen Jungen kommen alle Kinder jetzt in die Schule - und zwar weitestgehend in unterschiedliche Schulen. Mein Sohn kommt dummerweise mit dem Mädchen in eine Klasse - auch das belastet mich sehr, weil er - ob er jetzt etwas gemacht hat oder nicht - vermutlich von Seiten der Eltern des Mädchens (das übrigens nur das letzte Jahr in dieser Kindergartengruppe verbracht hat und extrem schüchtern sein soll - ich fürchte, wenn die Eltern es nicht schaffen, ihr Kind zu stärken, wird es früher oder später wieder zum Opfer werden) vermutlich immer der Sündenbock sein wird.

      War jemand schon einmal in einer ähnlichen Situation? Hat jemand Ratschläge für mich? Mich macht die Situation wirklich ziemlich fertig, und vor dem Gespräch am Freitag hab ich irgendwie Angst,

      Danke schon einmal fürs Lesen
      LG

      • Hallo,

        Leider schreibst du nicht was dein Sohn konkret getan haben soll. Ich höre von meinen Kindern auch oft: "Der hat mich geärgert." Auf diese Aussage kann man nichts geben. Jeder empfindet "ärgern" anders. Was für das eine Kind als sehr verletzend empfunden wird, ist für ein anderes Kind ein harmloser Spaß ohne dass es sich einer Schuld bewusst ist.
        Ich würde bei den Erzieherinnen immer konkret nachfragen was ganz genau passiert ist. Wurde etwas kaputt gemacht, gestohlen, geschlagen oder Ausdrücke benutzt?
        Wenn man weiß worum es geht kann man es gezielt aufarbeiten. Andernfalls war es vielleicht harmloses Gerangel, mit welchem das betroffene Kind nicht umgehen konnte.

        • Das ist auch so mein Gedanke, aber wenn ein Kind sich nicht mehr in den Kindergarten traut, muss schon etwas gravierendes vorgefallen sein. Es war die Rede davon, dass das Kind mehrfach von den anderen Kindern festgehalten und getreten wurde. Die Mutter des besten Freundes meines Sohnes meinte noch, dass sie ins Gebüsch gezerrt und gekniffen worden ist. Mehr weiß ich leider auch nicht.
          Lg und Danke für deine Antwort.

      (4) 18.06.18 - 22:16

      Ich kann verstehen, dass du beunruhigt bist. Kinder verhalten sich in einer Gruppe meist anders, als man es gerne hätte. Trotzdem liegt die Verantwortung bei den Erziehern. Sie sind vor Ort. Du kannst zwar zu Hause versuchen auf dein Kind einzuwirken, aber du bist nicht in der Gruppe dabei.
      Nach Klärung des Sachverhalts und sollte dein Sohn wirklich beteiligt gewesen sein, könntest du Kontakt mit den Eltern aufnehmen. Dein Sohn könnte ein schönes Bild als Entschuldigung malen und es dem Mädchen überreichen.

      • (5) 19.06.18 - 15:20

        Hallo!

        Vielen Dank für Deine Antwort. In den Gesprächen scheint mein Sohn sehr einsichtig zu sein, allerdings sind meine Kinder beide der Meinung, dass dieses Mädchen eine eingebildete Kuh ist (meine Große kennt das Mädchen auch aus dem Kindergarten, wobei das allerdings schon 3 Jahre her ist #schein). Nach den Schilderungen meiner Kinder scheint die Mutter in ihrem Kind den kleinen Engel zu sehen, der alles am Besten kann und sowieso das tollste Kind ist etc. (meine Große hat das beim Martinsumzug im Herbst so empfunden, also nicht vor 3 Jahren)...
        Ich werde das Gespräch am Freitag jetzt erst einmal abwarten und dann weiter schaue.

        LG

    (6) 18.06.18 - 23:18

    Hallo,

    „Ein Mädchen aus der Gruppe meines Sohnes war wohl von 5 anderen Kindern - darunter anscheinend auch mein Sohn - immer wieder geärgert worden und körperlich angegangen worden. Das Ganze ging wohl über einen längeren Zeitraum“

    Also das kann doch nicht so ganz hinkommen.
    Entweder es wird etwas übertrieben oder der KiGa ist Schei.......
    „Über einen längeren Zeitraum körperlich abgegangen“, klingt nach desolaten Verhältnissen auf Brennpunktschulen und nicht nach heiler Kindergartenwelt.

    Extrem schüchternes Kind ?
    Oder
    extrem behütet?

    Man weiß es nicht......

    An deiner Stelle würde ich mir darüber keinen allzu großen Kopp machen.
    Dein Sohn hat’s kapiert, oder?

    Soll er nun ewig büßen, weil er mit 5 mal ein Mädchen geärgert hat?

    Wenn die Eltern euch das ernsthaft nachtragen, haben die nen Knall, tut mir leid.

    Und das sagt eine Mutter, deren Sohn über 2 Jahre in der GS gemobbt wurde und der das nicht so einfach weggesteckt hat.
    Hätten die Eltern der mobbenden Kinder so reagiert wie du, wäre ich äußerst dankbar gewesen.


    lg

    • (7) 19.06.18 - 15:30

      Hallo!

      Der Kindergarten ist ein Naturkindergarten, da haben die Kinder natürlich ein relativ großes Umfeld, und es kann tatsächlich mal vorkommen, dass die Kinder nicht permanent im Sichtfeld eines Erziehers sind. Und Brennpunktkindergarten - eigentlich trifft eher das Gegenteil zu. Der Kindergarten gehört zu einer sehr großen Behinderteneinrichtung mit Wohnheim, verschiedenen Schulen, Landwirtschaft, verschiedene Werkstätten...
      Bei 3 von den 5 "schuldigen" Kindern ist mindestens ein Elternteil bei dieser Einrichtung beschäftigt, bei einem weiteren arbeitet die Großmutter in der Einrichtung. Mein Sohn ist also im Grunde das einzige Kind aus dieser Gruppe, was keinen Sozialpädagischen Familienhintergrund hat.
      Es war wohl auch ein recht typischer Mobbingverlauf - das Mädchen wurde immer stiller, wollte immer weniger in den Kindergarten und hat sehr lange gebraucht, bis es den Eltern etwas erzählt hat.
      Wir haben am Freitag noch einmal ein Gespräch mit allen betroffenen Eltern einschließlich denen des Opfers. Mal sehen, was da so rauskommt. So ganz viel hab ich leider von der Erzieherin auch nicht erfahren, eine andere Mutter wusste da schon mehr.

      Vielen Dank jedenfalls auch für Deine Antwort.

      LG

      • (8) 20.06.18 - 09:40

        „Und Brennpunktkindergarten - eigentlich trifft eher das Gegenteil zu.“

        Das war mir schon klar.;-)

        Ich wollte mit diesem Vergleich eher betonen, dass die Erzieher auch bei wohlbehüteten Mittelschichtskindern ihren Job machen müssen.
        Mobbing, welches śich über einen längeren Zeitraum entwickeln kann, ist ein systematisches Problem und nur entsetzt auf die Täter zu zeigen, reicht nicht, finde ich.

(9) 19.06.18 - 09:06

Hallo.

Also ich würde mich mit den Eltern des Mädchens mal in Verbindung setzen, sofern sie bereit sind. Einfach mal nur, um die andere Seite zu hören. Vielleicht erzählt ja das Mädchen ihre Sicht, denn mit den Erzählungen deines Sohnes kommst du ja nicht weiter. Ich finde es sehr schlimm, schon im Kindergarten von Mobbing zu sprechen.

Meine Tochter wurde in der zweiten Klasse gemobbt. Hauptsächlich von der Lehrerin, die Kinder haben da teilweise mitgemacht. Habe auch nachfragt, warum sie es machen. Die Antwort. Damit wir nicht ausgeschimpft werden, haben sie eben gegen meine Tochter gehandelt. Als diese Sache aufgeklärt wurde, waren alle Kinder sehr zugänglich zu meiner Tochter, die Lehrerin bekam eine Abmahnung. Aber ich muss sagen, meine Tochter hatte sich in diese Zeit eine Mauer aufgebaut, sodass sie keinen mehr an sich ran ließ (die Mädchen aus der Klasse). Zum Glück kam ich an sie ran.

Also ich würde einen Schritt auf die Eltern zu gehen und um Klärung bitten, da du mit den Aussagen deines Sohnes nicht weiter kommst. Und wie hier schon geschrieben, scheint es in dieser Einrichtung ja auch nicht ganz rund zu laufen, wenn Kinder schon mit Taschenmesser ein Gewächshaus zerschneiden. Oder die Kinder über eine Weile ein einzelnes Kind tyrannisieren. Das würde ich die Erzieher auch mal ordentlich mit ran ziehen. Dein Sohn würde ich sagen, lass ihn erst mal. Der muss es auch erst mal verarbeiten. Vielleicht kommt er ja von allein und erzählt noch mehr.

Alles Gute und ich hoffe auf Klärung.

LG

  • (10) 19.06.18 - 15:51

    Hallo!

    Vielen Dank auch für Deine Antwort. Ein Gespräch mit den Eltern ist für Freitag geplant, das wurde auf Wunsch der Eltern des betroffenen Mädchens angesetzt - ich bin gespannt.
    Mein Sohn hat gestern auf Nachfragen meinem Mann noch von einer Situation erzählt, wo 3 Kinder dem Mädchen die Mütze weggenommen hatten, er kam mit seinem Freund dazu und wollte eigentlich helfen, die 3 anderen hatten die beiden aber wohl unter Druck gesetzt, damit sie mitmachen (vermutlich nach dem Motto, wie es unten jemand schreibt: Ihr seit dann nicht mehr unsere Freunde...). Aber er spricht wirklich nur von dieser einen Situation.
    Diese Gewächshausgeschichte wurde von den Erziehern eigentlich sehr gut aufgearbeitet, und wie schon geschrieben, die Kinder waren damals erst 3 - mein 3jähriger hatte noch kein Taschenmesser im Rucksack, die anderen anscheinend wohl. Das liegt in meinen Augen auch in der Verantwortung der Eltern, die den Kindern ein Messer mitgeben (wobei das bei älteren Kindern im Waldkindergarten ja nicht unüblich ist).

    LG

(11) 19.06.18 - 10:03

Hallo,

die Kinder checken in dem Alter teilweise noch gar nicht, dass sich jemand durch sie gemobbt fühlen könnte.

Wenn Dein Sohn noch nicht mal so genau weiß, was er eigentlich falsch gemacht hat, kann man da schwer ansetzen.
Man muss auch sagen, dass Jungs anders ticken, als die meisten Mädchen. Bei Jungs ist es normal, dass man seinen Kumpel mal schubst oder mit Worten ärgert. Dann lachen alle zusammen darüber.
Natürlich gibt es da Abstufungen. Manchmal ist es wirklich böse gemeint. Aber Mädchen sind da häufig viel empfindlicher als die Jungs untereinander.
Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich als Kind fast alle Jungs total blöd fand, weil ich mich von ihnen immer angegriffen fühlte. Seit ich das Verhalten unseres Sohnes und seiner Freunde kenne, denke ich, dass die das vermutlich damals meistens auch nicht so meinten.
Vielleicht kannst Du Deinem Sohn das so erklären?

Unser Sohn hat im Kindergartenalter gerne mal Mädchen geärgert und auf zaghafte Proteste der Mädchen nicht reagiert, weil er meinte, dass die sich ja vehementer wehren würden, wenn es sie ernsthaft stören würde...
Da mussten wir ihm erklären, dass nicht alle Mädchen so sind, wie seine Schwester (die sich bisher noch bei jedem Rabauken durchgesetzt hat, auch, wenn er älter war) und dass auch ein zaghaft gemurmeltes "Nein" oder "Lass mich in Ruhe" als Signal zu werten ist, dass das Mädchen keinen Spaß an der Sache hat.

Mittlerweile hat er das übrigens verstanden. Seit der ersten Klasse ist er einer der Jungs, die bei den Mädchen am beliebtesten sind, weil er sie teilweise auch vor anderen Jungs beschützt.

Gruppendynamik ist bei Mobbing immer ein Problem, selbst bei Erwachsenen findet man das ja noch. Wenn es alle machen, kann es nicht so schlimm sein...
Da kann man nur versuchen, auf die Kinder einzuwirken, dass sie sich selbst Gedanken über eine Sache machen sollen und nicht einfach mitmachen.

Zu dem Mädchen muss man sagen, dass ich, nach Deiner Beschreibung, auch denke, dass sie in der Schule wieder Probleme mit anderen Kindern bekommen wird. Wer sich nicht wehrt, wird als Opfer wahr genommen, und in der Schule sind die Kinder nicht mehr so unter Beobachtung Erwachsener, wie im Kindergarten.
Leider verstehen manche Eltern nicht, dass sie selbst aus ihren Kinder Opfer machen, wenn sie nicht daran arbeiten, dass die Kinder lernen, sich zu wehren.

Ob Dein Sohn der Sündenbock bleibt, bleibt abzuwarten. Ich kenne es, von vernünftigen Eltern so, dass die Kinder, die so etwas gemacht haben, nicht der Sündenbock bleiben, wenn sie sich später besser benehmen. Vernünftige Eltern wissen, dass Kinder schonmal "Aussetzer" haben. ;-)
Unsere Tochter wurde mit 3 im Kindergarten von einem älteren Jungen dauernd geschlagen und getreten, bis sie ihm mal kräftig in die Wange gekniffen hat, so dass, zur Abwechslung, er mal weinend zu den Erzieherinnen lief. Seitdem war er total nett und freundlich zu unserer Tochter, und wir haben ihm sein Verhalten am Anfang nicht nachgetragen.
Bei unserer Tochter in der 5. Klasse gab es einen Fall von Mobbing, der von der Schule geklärt wurde. Anschließend hat das Opfer den Haupttäter sogar zum Geburtstag eingeladen, und der hat sich total gefreut. :-)

LG

Heike

(12) 19.06.18 - 14:18

Hallo Dentatus,
Ich würde die Erzieher fragen, warum sie so lange zusehen?!
Muss dieses Mädchen erst so viel Angst bekommen, dass sie nicht mehr in den Kindergarten gehen möchte?
Warum habt ihr Eltern da erst viel zu spät davon erfahren? Warum konnten die Erzieher nicht direkt in der Situation eingreifen und dann direkt den Kindern erklären, dass das weh tut, wenn man das Mädchen ins Gebüsch zerrt und tritt?!

Beim Gespräch würde ich den Kindern und Euch Eltern nicht den "schwarzen Peter" zuschieben lassen.
Meiner Meinung nach sind es die Erzieher, die das direkt hätten klären müssen. sie hätten das doch mitbekommen müssen, so eine Situation passiert ja nicht in 2 Minuten. Wo waren die Erzieher?

Ich würde mich mit den Eltern des Mädchens in Verbindung setzen. Dein Sohn könnte dem Mädchen ein kleines Geschenk (Gummibärchen ect) vorbei bringen und "Entschuldigung" sagen. Dann hättest du die Situation zwischen Euch geklärt und der gemeinsamen Schulklasse steht nichts mehr im Wege.
Ich wünsche Euch alles Gute für das Gespräch am Freitag!#klee
Alles Liebe,
Clara

  • Keiner weiß, ob die Erzieherin stets dazwischen gegangen sind oder nicht. Es kann ja sein, das die Jungs trotzdem immer wieder auf das Neue das Mädchen, trotz stetigen Ansagen , geärgert und bedrängt haben , sich die Mühe mit den Rollenspiel gemacht haben, aber bei den Kindern nichts ankam und jetzt die Eltern mit einbeziehen.
    Warum sollten Erzieher sich die Mühe mit Rollenspiele machen und ein unangenehmes Elterngespräch einläuten? Also muss es sich nicht so einfach abstellen lassen.

    • (14) 21.06.18 - 07:58

      Hallo Du Liebe,
      Der Beitrag liest sich so, als häten die Erzieher sehr lange die Situation "geduldet". Das Rollenspiel fand erst, nachdem das Mädchen schon nicht mehr da war, statt. Es liest sich für mich, als wenn erst reagiert worden wäre, als das "Kind in den Brunnen gefallen" ist. Das Gespräch kommt auch seitens der Eltern des Mädchen.
      Aber, Du hast recht, niemand war dabei, keiner weiß, ob die Erzieher dazwischen gegangen sind. Hoffentlich klärt sich Alles beim Gespräch und es wird für Alle eine gute Lösung gefunden!#klee
      LG Clara

Hallo!

Das ist echt eine sehr verzwickte Sache! Erstmal möchte ich dir gerne sagen, wie toll ich es finde, dass du so reflektiert bist. Du versuchst es von allen Seiten zu sehen und versucht rauszufinden was genau passiert ist. Das finde ich super. Es gibt viele Eltern die sich bzw. ihre Kinder nur verteidigen "X macht das aber nicht"... oder es auf sich beruhen lassen, weil das Mädchen nicht (mehr) kommt bzw. bald in die Schule geht.

Sowas sollte man eben nicht auf sich beruhen lassen. Je nachdem was da vorgefallen ist, signalisiert das den Kinder - sie können machen was sie wollen bzw. dem Opfer "keiner Hilft mir!"

Generell frag ich mich auch was das für ein Kiga ist, wenn die Kids die Möglichkeit haben über einen längeren Zeitraum ein anderes Kind so dermaßen zu "ärgern/mobben", dass es sich anscheinend nicht mehr in den Kiga traut!?

Da ja mehrere Kinder daran beteiligt gewesen sein sollen, finde ich es schwer das jetzt mit allen gleichermaßen aufzuarbeiten da eben keiner weiß, was genau passiert ist und wie die anderen Eltern dazu stehen. Vielleicht ergeben sich da neue Erkenntnisse, wenn es das gemeinsame Gespräch gab.

Mir wäre es sehr wichtig sowas mit meinem Kind (nachhaltig) zu besprechen, das hast du ja auch schon versucht.
Wäre es möglich Kontakt zu den Eltern des Mädchen aufzunehmen und mal die andere Seite der Geschichte zu hören? Evtl. auch erstmal nur unter euch Eltern sprechen und dann ggf. gemeinsam mit den Kindern.

Vielleicht war dein Sohn auch nur als "Mitläufer" beteiligt... und einer der anderen hat ihn mit den typischen Kindererpressungen zum mitmachen "angestiftet": "Wenn du das nicht machst, bist du nicht mehr mein Freund"... "Wenn du das nicht machst, lade ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein" etc.!
Wenn er in irgendeiner Form daran beteiligt war, sollte er wissen, dass es nicht richtig war. Für mich wäre das Verstehen und die Einsicht am Wichtigsten. Am besten wäre natürlich auch eine schöne Entschuldigung, die er sich selbst überlegt... ein Bild malen, vielleicht will er ihr Gummibärchen schenken etc.!

Noch ein andere Aspekt:
Kennst du das Kind und die Eltern? Ist sicher, dass etwas so gravierendes vorgefallen ist? Oder war nur eine "Kleinigkeit" und es wurde einfach sehr nett verpackt und die Eltern sind eher dir treibende Kraft, dass mehr reininterpretiert wird, wie es eigentlich war. Das sie das Mädchen nun daheim lassen etc.?
Ich will niemand der Lüge bezichtigen oder dergleichen. Im Kiga meiner Tochter gab es nämlich so einen Fall (da war sie aber erst frisch in der Krippe) und es war ein riesen Bohai bis sich eben am Ende rausgestellt hat, dass sich die Eltern da gegenseitig an den Karren fahren wollten #klatsch #augen

Wünsch euch alle Gute und hoffe, dass sich das alles klären lässt!

(16) 19.06.18 - 17:03

Hm, an der Geschichte fehlen ziemlich viele Fakten, also nicht in deinen Schilderungen...eher bei den Ausführungen der Erzieher. Auch dieser halbherzige/unprofessionelle Versuch der Aufarbeitung ist irgendwie fragwürdig. Und schlußendlich bleibt die ganz große Frage offen, wie denn dort über einen längeren Zeitraum so etwas laufen konnte....wenn es denn so stattgefunden hat.

Nein, ich hätte keine Angst vor dem Gespräch, im Gegenteil....ich wäre gespannt auf die anderen Aussagen. Besonders auf die der Erzieher und der Eltern des Mädchens.

Du hast selber gemerkt, das du aus dem Sohn nichts brauchbares rausbekommst. Von daher würde ich da auch nicht weiter bohren. Das Thema selber kann man super, ohne Bezug zu dem Mädchen, bearbeiten.

Stempel jetzt deinen Sohn bloß nicht zum Täter ab, dafür waren die Schilderungen der Erzieher einfach zu platt. Ich habe eher das Gefühl, das da im Kindergarten etwas mächtig schief gelaufen ist, darauf hätte ich ein "Ohr" bei dem Treffen. Oben weiter wurde es schon erwähnt, schau dir auch genau die Eltern des Mädchens an, welche Argumente sie bringen. Wer weiß, was da wirklich hinter steckt. Wer weiß, ob es geklärt werden kann. Um die Zukunft des Mädchens würde ich mir jetzt weniger Gedanken machen (anders wäre es, wenn mein Kind oft von Gemeinheiten ihr gegenüber berichtet hätte), das ist nicht dein Bier....deins ist nur dein Sohn, anscheinend braucht er dich jetzt, als "Anwalt".

Ach so, und ich würde die Eltern des Mädchens nur kontaktieren, wenn ich sie kennen würde. Den Kontakt kannst du bei dem Gesprächstermin aufnehmen.

Da du selbst sagst, das du selbst nichts genau weißt, was vorgefallen ist, kann am Freitag im Gespräch noch Aufschluss über die Vorkommnisse bringen.
Man muss immer beide Seiten sehen, auch mal wenn ihr in der Lage seitens des Mädchen und deren Eltern wärt.
Sollte was daran sein, dass dein Sohn genauso mitbeteiligt war, nochmals mit ihm in Ruhe darüber reden und evtl. deinen Sohn bei dem Mädchen entschuldigen lassen, vorallem wenn sie zusammen in die Klasse kommen und weiterhin täglichen Kontakt haben.
Probleme sind dafür da, dass man sie löst.

Ich weis nicht ob das was hilft. Aber es könnte eventuell besser klären was passiert ist.

Falls du rein zufällig die Kontaktdaten des Mädchen hast oder weist wo es lebt. Geh einfach mal OHNE deinem Sohn dahin und such ein Gespräch mit dessen Eltern. Das du signalisierst das dir nicht EGAL ist was mit dem Mädchen ist und das du das klären möchtest. Du aber nicht an deinen Sohn ran kommst was passiert ist und du das gerne mit deinem Sohn klären willst. Das aber nur kannst wenn du die Umstände kennst. Und was aus Sicht des Mädchens passiert ist (das mit Sicherheit seinen Eltern alles gesagt hat - sonst würden sie es ja nicht herausgenommen haben).

Ich würde jetzt auch nicht dein Sohn vor allen bloß stellen im Kindergarten. Kinder tuen in erster Linie dumme Dinge, weil sie nicht weiter als bis zum Tellerand blicken. Sie können sich durchaus auch mit 5-6 Jahren in ihr Gegenüber hinein versetzen (Empathiefähigkeit bildet sich zwischen dem 3-4 Lebensjahr aus). Aber wie du schon richtig feststellst - wird das gerne mal "vergessen" wenn eine gewisse Gruppendynamik entsteht und die Erzieher gerade nix mitbekommen. Dann tuen auch Kinder Dinge die sie normal nie machen würden, nur um dazu zu gehören und wenn die anderen lachen dann wirds schon witzig sein.

Wenn du dann weist aus Sicht des Mädchens (was dir dessen Eltern wahrscheinlich eher offenbaren werden als das Mädchen das eingeschüchtert ist) was passiert ist und dann gezielt zu deinem Sohn gehst. Dann könnt ihr das GEMEINSAM aufarbeiten. Die anderen Jungs kommen ja eh in andere Schulen (nach ihnen die Sinnflut) - aber dein Kind und das Mädchen werden weiter in Kontakt stehen. Dein Sohn wird Tränen in den Augen gehabt haben, weil ihm durchaus bewusst gemacht wurde, das er etwas falsches getan hat und kein Kind steht gerne in der Missgunst seiner Eltern. Ich meine, es gibt Kinder die fangen schon prophylaktisch das Heulen an, weil was ausversehen zu Bruch gegangen ist, weil sie erwarten Ärger zu bekommen auch wenn es vielleicht gar nicht so ist. Und das er sich nicht öffnet, klingt für mich nach einem indirekten Eingeständnis aber nach dem Motto - je weniger meine Mama weis desto weniger bekomm ich ärger also stell ich mich "unwissend".

Erklär ihm sachlich das das nicht ok war und ob er das was passiert ist bereut und ihm das leid tut. Das er vermutlich ohne es zu beabsichtigen - dem Mädchen weh getan hat und wie es ihm umgedreht gehen würde wenn ihm das passiert wäre. Ob man gemeinsam eine Kleinigkeit z.b. im Supermarkt aussuchen möchte (und wenns ein Ü-Ei ist) und man gemeinsam hingeht damit er ein "Friedensangebot" unterbreiten kann und sich entschuldigt. So braucht das Mädchen auch beim Schulstart keine Schweizperlen vor Angst bekommen wenn sie deinen Sohn wieder sieht und ihm einfach sagen. Du musst nicht mit ihr befreundet sein - aber solche Aktionen zukünftig bitte zu unterlassen und sich nicht an sowas zu beteiligen.

So würde ich vermutlich damit umgehen.

(19) 25.06.18 - 15:01

Ich würde nicht einfach "nichts" machen. Und wenn die Lehrerin das nicht so gut vermitteln konnte, würde ich es selber nochmals machen.

Manchmal neigen Pädagogen dazu, alles so sehr in Watte zu packen, bis das Kind gar nicht mehr merkt, um was es geht. Sag ihm, dass das Mädel nicht mehr in den Kiga kommt, weil es traurig war, weil diese Gruppe es geplagt hat. Ich würde ihm die Schuld nicht zuschieben aber fragen, ob er sich vorstellen kann, dass die Kinder das Mädel geplagt haben. Ob er sich vorstellen kann, wie das Kind sich fühlte - ob man ihr hätte helfen können.. ohne dass du ihn konkret anklagst. Schlussendlich: Das Mädel kommt nicht mehr. An ihrer Situation kannst du nichts ändern. Auch wenn dein Sohn sich als Täter benennen würde, es hilft ihr nicht.
Aber wenn dein Sohn sein Verhalten reflektiert, dann kann er in einer anderen Konstellation anders reagieren. Aber möglichst ohne gleich das Gefühl zu haben, dass er diese Situation oder gar das Kind zerstört zu haben....

Es gibt eine Trillion Bücher zum Thema. Auch Bilderbücher. z. B. Mit dem spielen wir nicht!
Da kann man dann auch das Thema einfach mal wieder aufnehmen.

Hallo noch einmal!

Auch wenn der Eingangsbeitrag schon einige Zeit her ist, möchte ich Euch jetzt noch ein kurzes Fazit geben.
Zunächst danke ich Euch, für die vielen überwiegend hilfreichen Antworten, das hat mir durchaus weitergeholfen.
Nach einigem Hin und Her im Kindergarten hatten wir nun gestern ein Gespräch mit einem Teil der betroffenen Eltern, den Erzieher(in)en der Gruppe, der KiTa-Leitung und einer Moderatorin. Zunächst einmal haben wir die Eltern des Mädchens erzählen lassen, was denn aus Sicht des Mädchens so vorgefallen ist, da alle Eltern nur Teilinformationen hatten. Das hat schon einmal etwas Licht ins Dunkel gebracht. Es hatte wohl einen Vorfall im Kindergarten gegeben, der von der Gruppe auch aufgearbeitet worden war. Bei diesem Vorfall war es wohl um die Mütze (wegnehmen und hin und her werfen) des Mädchens gegangen, wobei die Situation in meinen Augen noch absolut harmlos war und vermutlich fast täglich im Kindergarten vorkommt - jedenfalls hat mir auch mein Sohn schon erzählt, dass ihm andere Kinder die Kappe weggenommen hatten bis die dann im Dreck gelandet war. Für ihn hatte das aber keine wirkliche Bedeutung. Es war wohl eher ein lustiges Spiel in diesem Freundeskreis, und da das Mädchen immer wieder mitspielen wollten, haben sich die Kids dabei noch gar nichts gedacht. Allerdings haben die Eltern des Mädchens sich danach gleich an die Erzieherin gewendet, die dann wiederum mit den Kids gesprochen hat. Die Kinder haben also quasi für ein Spiel Ärger bekommen, was eigentlich gar nicht böse gemeint war. Und das haben sie dem Mädchen nun übel genommen, ein Teil der Gruppe hat sich wohl dann rächen wollen, der Rest hat mehr oder weniger mitgemacht. Und so haben die Kinder das Mädchen immer wieder geärgert, gehauen, geschubst etc. Das Mädchen hat aber auch erzählt, dass die Kinder immer sofort aufgehört haben und umgeschwenkt haben, sobald ein Erwachsener in die Nähe kam. Und da das Mädchen (wie die meisten Mobbingopfer) sehr lange nichts gesagt hat, konnten diese Vorfälle recht lange unbemerkt bleiben.Dazu kommt noch, dass es sich um eine Natur-KiGa-Gruppe handelt, die natürlich nicht in einem Gruppenzimmer oder auf einem übersichtlichen Spielplatz ihr Terrain hat, sondern eben in der freien Natur auf einem waldähnlichen Gelände.
Es haben mittlerweile alle Eltern mit ihren Kindern gesprochen, von den Kids kamen natürlich teils etwas unterschiedliche Darstellungen, aber die Kinder scheinen verstanden zu haben, dass sie zu weit gegangen sind. Das Mädchen war in der letzten Woche noch einmal ein paar Stunden im Kindergarten, da hat sich ein Kind schon bei ihr entschuldigt (worüber sie sich sehr gefreut hat), mit den anderen Kindern ist ähnliches geplant. Momentan steht im Vordergrund die Hilfe für das Mädchen, da die wohl sehr zu knabbern hat an den ganzen Vorfällen. Darum wird sie in der kommenden Woche (letzte Woche vor den KiTa-Ferien) noch ein paar Mal mit der Mutter in den Kindergarten gehen, damit der Kindergarten für sie nicht mehr nur negativ belegt es (es soll versucht werden, ihr dabei möglichst viele positive Erfahrungen zu geben). Leider sind wir in der nächsten Woche bereits im Urlaub, sodass mein Sohn nicht mehr in den Kindergarten gehen wird. Da die beiden aber gemeinsam eingeschult werden, haben wir vereinbart, dass sich die Kinder in den Ferien noch einmal auf dem Spielplatz treffen. So kann mein Sohn sich bei ihr entschuldigen und die Kleine merkt, dass sie keine Angst haben muss, dass mein Sohn sie in der Schule weiter trietzt.
In dem Gespräch gestern wurde den Eltern des Mädchens noch nahegelegt, dass die Kleine eine Art Selbstbehauptungs- / Selbstverteidungskurs macht, um ihr das entsprechende Selbstbewußtsein zu geben, damit sie nicht mehr zum "Opfer" wird.

Ich hoffe, dass die Sache damit nun ausgestanden ist und bin vor allem froh, dass die Eltern des Mädchens doch sehr positiv mit uns Eltern umgegangen sind. Sie haben uns als Eltern keine Vorwürfe gemacht und auch keine sinnlosen Erwartungen an uns gestellt, sie wollten nur ihrer Tochter helfen und verhindern, dass so etwas auch im Kindergarten noch einmal vorkommt. Der Kindergarten hat durchaus auch Maßnahmen ergriffen, die in die Richtung gehen, wobei ich eigentlich gar nicht die Befürchtung habe, dass da eine überdurchschnittlich hohe Gefahr besteht. Die Kindergruppe, die es hier betraf, wird in der Konstellation ohnehin nicht wieder aufeinander treffen, und es ist hier wohl viel der individuellen Situation geschuldet: Die "Tätergruppe" ist ziemlich zeitgleich in den Kindergarten gekommen - und zwar im Februar /März. Alle Kinder waren da gerade 3 geworden und sind so quasi im Laufe ihrer Kindergartenzeit zu einer eingefleischten Gemeinschaft zusammengewachsen. Und jetzt kommt im letzten Kindergartenjahr ein neues Mädchen, dass die üblichen Spielereien der Gruppe gar nicht kennt, und will mitspielen. Es kam zwar noch ein anderes Kind im Vorschuljahr in diese Gruppe, aber das war vom Typ her ganz anders und hat sich so einfach besser eingefügt. Die Gruppenleiterin hat aber auch schon gesagt, dass sie kein Kind mehr für ein Jahr in die Gruppe nimmt. Der Unterschied Hauskindergarten - Gartenkinder (so nennt sich die Gruppe) ist einfach zu gravierend, und bis sich die Kinder an die neuen Abläufe gewöhnt haben, ist das Jahr schon bald rum. Das macht einfach keinen Sinn.

LG

  • (21) 29.06.18 - 21:24

    Hallo Dentatus,
    vielen Dank und schön, dass Du uns das Ergebnis des Gesprächs mitteilst!

    Da habe ich persönlich jetzt auch viel daraus gelernt!

    Ich wünsche Euch, das damit die Sache nun überstanden ist und im Voraus schon mal einen schönen Urlaub #klee
    LG Clara

(22) 04.07.18 - 21:26

Warte den Freitag ab und dann würde ich dem Mädchen vor den Ferien eine Entschuldigung und ein kleines Geschenk zukommen lassen. Ihr werdet ihr noch länger begegnen, dein Sohn weiss jetzt das er sie nicht mehr ärgern darf und den Eltern signalisiert ihr, dass es euch leid tut und du such ein Auge darauf hast! Generell bin ich immer wieder erstaunt, dass die Erzieher erst eingreifen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist ..

(23) 04.08.18 - 21:43

Ich finde deine Reaktion und deinen Umgang mit dieser Situation spitze!

Ich kann gar nicht viel schreiben, möchte dir nur als Tipp geben, dass du dich vllt vorher schon mal mit den Eltern des Mädchens in Verbindung setzen solltest. Bei dem Termin am Freitag wird es 5 gehen 1 stehen, auch wenn du bereit bist, den Fehler bei deinem Sohn zu suchen. Es kann passieren, dass die anderen 4 Eltern das nicht tun und dieses Gespräch sehr anstrengend und ggf. hitzig wird. Ich würde dir raten, dir in Ruhe die Geschichte der Eltern anzuhören, dann kannst du vllt auch ein bisschen entspannter in das Gespräch am Freitag gehen. Das gilt dann übrigens auch für die Eltern des Mädchens, denn sie wissen, dass zumindest 1 von 5 Eltern gewillt sind, die Situation aufzuklären.

Viel Erfolg dabei 😊

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