Mein 19 Jähriger Sohn dreht durch

    • (1) 07.02.19 - 12:48

      Mein Sohn ist jetzt 19 jahre alt und er hat vor her bei seiner Mama gelebt. Dort ist er seit dem er 14 Jahre alt ist nicht mehr zur Schule gegangen, genau wie seine 2 Geschwister. Seine Mama macht auch nichts. Sie hat auch keinen Abschluss. Ich bin Tag täglich von Morgens bis Abends seid dem ich 16 bin Arbeiten. Ich verstehe dieses Verhalten nicht, jahre lang nichts zu tun. Ich habe ihn vor einem Jahr zu mir geholt, da seine Mutter ihn nach einem Streit rausgeschmissen hat. Er hat mir versprochen sich zu ändern. Ich habe ihn eine Ausbildung besorgt wie er nie hin gegangen ist. Dann einen Schulplatz auf einer Privat Schule, die ich sogar schon bezahlt habe. Nach einem Tag ist er wieder nicht aufgestanden. Das ging immer so weiter mit Arbeit oder sonst was... er sagt immer er möchte das aber dann steht er nicht auf. Jetzt sagt er, er geht nicht weil er psychisch krank ist und sich umbringen will und sonst was. Aber mit Freunden oder sachen wie Friseur und alles kann er erledigen aber sobald was anderes kommt, da kann er auf einmal nicht, da er ja angeblich so krank ist. Ich weiss selber, dass es nur eine Ausrede ist, da er ja zum Feiern oder sowas auch raus gehen kann. Dann wollte er unbedingt in eine Psychiatrie. Ich habe Termine gemacht und alles nur er ist wieder nicht aufgestanden. Sobald ich ihn darauf anspreche kommen nur sprüche wie " dann werf mich doch raus oder ja du verstehst mich eh nicht und du denkst ich bin wie meine Geschwister". Er wird auch oft aggresiv. Er liegt 24h nur im Bett. Er kommt nur raus wenn meine neue Frau essen fertig gemacht hat und nimmt dann seinen Teller und verzieht sich wieder. Egal wo er auch ist hinterlässt er einen Saustall, den meine Frau immer aufräumen muss. Er pinkelt oft die Toilette voll oder nach dem duschen liegen klamotten, Handtuch und die ganzen pflegeprodukte im Waschbecken und im Bad verteilt rum. Wir sind eine sehr saubere Famileie und sein zimmer ist immer nur zugemüllt, biss meine Frau es aufräumt da wir 2 Kleinkinder hier haben und die eine hat schon einmal brot gegessen was dort mindestens 1 woche rum lag. ( meine Frau und er verstehen sich eigentlich blendent. Er rennt auch immer zu ihr wenn er mal wieder nicht gegangen ist und erzählt wie scheisse es ihm ja geht und sowas ) aber ich denke mal dass ist nur so damit er mitleid bekommt. Was kann ich nur noch machen ?

      • Wende dich ans Jugendamt- die sind auch für junge Erwachsene noch zuständig. Dein Sohn macht das nicht absichtlich, er hat mit Sicherheit eine seelische beeinträchtigun, evtl eine Depression. Seine Mutter hat ihm wohl leider vorgelebt, dass man vor sich hin lebt, keine Ziele braucht. Er hat vermutlich ein sehr schlechtes Selbstwertgefühl und keine Idee davon, wie er sein Leben gestalten, was er erreichen kann. Alternativ kannst du auch erstmal zu einer familienberatungsstelle gehen. Alles gute

        • Beim Jugendamt war ich schon sehr oft. Auch als er kleiner war aber die sagen ihm auch, dass er nichts gegen seinen Willen machen muss... Auch mit dem betreuten Wohnen und solche Sachen, dürfen die nur mit seiner Zustimmung machen.

          • Okay, dann wäre eine Anlaufstelle noch die Agentur für Arbeit- sie bietet rehaausbildungen an. Ggfs gibt es bei euch auch noch andere Anlaufstellen. Ein Psychiater oder tatsächlich die Psychiatrie wäre auch noch gut. Wenn dein Sohn akut mit Suizid droht- ernst nehmen und sofort in die Psychiatrie bringen, bzw falls er sich weigert auch über die Polizei gehen. Ich würde auch wirklich noch eine Beratungsstelle aufsuchen. Wenn er weiter untätig bleibt und keine hilfsangebote annimmt würde ich auch einen Rauswurf erwägen (in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, es gibt Notunterkünfte)

      Ich würde mich auch ans Jugendamt melden. Er wird sich wahrscheinlich nicht ändern, solange er bei dir leben und wohnen kann, wie Gott in Frankreich.
      Ich denke, er wäre sehr gut in einem betreuten Wohnen untergebracht, wo er sich an Regeln halten muss - er muss dringend einen geregelten Alltag kennen lernen, sonst ist er nicht lebensfähig.

      • Huhu... ich befürchte dass das bei einem volljährigen Jungen schwierig sein wird. Gegen seinen Willen wird man ihn wahrscheinlich in keiner Wohngruppe unterbringen (wenn da nicht wirklich Gefahr im Verzug ist) und wenn er sich zu Hause nicht an die Regeln hält, wird er es da wahrscheinlich auch nicht freiwillig tun. Das müsste dann schon aus freien Stücken von ihm kommen. Ich glaube ab Eintritt der Volljährigkeit ohne Freiwilligkeit wird das alles sehr schwierig umzusetzen.

        • Das Ding ist, solange er keine 25 Jahre alt ist, muss der Vater ja für ihn aufkommen - aber bei solch gravierenden Problemen gibt es immer eine soziale Anlaufstelle. Das Jugendamt wird da schon irgendwie weiterhelfen können, auch wenn das ganze anders ablaufen wird, weil er schon volljährig ist. Zwangsweise kann er ihn auch einweisen lassen, gegen seinen Willen. Von alleine wird er sich wohl kaum ändern und da er ja keinen Bock auf Therapie hat's wird, er auch zu keiner Therapie gehen.

          • Da hast du recht. Aber zwangsweise wird man ihn nur einweisen können wenn wirklich Gefahr in Verzug ist oder sein Leben auf dem Spiel steht oder eben das von anderen. Wenn er seine Aussage revidiert, dass er sich umbringen will (weil er eben nicht freiwillig möchte) wird man nichts machen können. Das muss dann wirklich alles auf freiwilliger Basis passieren und natürlich auch nur so erfolgt. Wie du schon sagst…

            Wir haben einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis, wo der Junge allerdings erst 13 Jahre alt war zu dem Zeitpunkt der Eskalationen. Er wohnt mittlerweile in einer Wohngruppe, aber spätestens wenn er volljährig ist, wird er sein Ding machen und sich sicherlich von niemanden mehr etwas sagen lassen.
            Er weigert sich nach wie vor eine Therapie zu machen und somit hat man auch keine Chance ihn dazu zu bewegen - wenn er nicht selbst möchte. Er hat keinerlei Einsicht, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

            Er hat auch mehrfach behauptet seine Mutter und sich selbst umzubringen und als die Eltern mit ihm in die Kinder- und JugendPsychatrie gefahren sind, hat er seine Aussage revidiert und meinte, er hätte es nicht ernst gemeint und die haben ihn dort auch nicht aufgenommen. Eine Aufnahme kann nur MIT seinem Willen passieren. Und der Junge war zu dem Zeitpunkt 13 Jahre alt. Etwas anderes wäre halt wenn das Leben auf dem Spiel steht. Zum Beispiel bei starken Untergewicht würde ein Kind aufgenommen werden bis es wieder sein normal Gewicht erreicht hat. Oder bei selbst verletzenden Verhalten, wo das Leben auch in Gefah etwas anderes wäre halt wenn das Leben auf dem Spiel steht. Zum Beispiel bei starken Untergewicht würde ein Kind aufgenommen werden bis es wieder sein Normalgewicht erreicht hat. Oder bei selbst verletzendem Verhalten etc.. Aber die hier genannte Situation würde mit Sicherheit nicht für eine Zwangseinweisung reichen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

            Ich würde hier auch als erstes versuchen dem Jungen ins Gewissen zu reden und von einem Arzt abklären zu lassen, ob eine psychische Erkrankung vorliegt, die behandelt werden sollte und dann gegebenenfalls Rücksprache mit dem Jugendamt halten - was es für Möglichkeiten gibt. Liebe Grüße

          Nein! Das muss er nicht!

          Der Vater kann weder gezwungen werden, ihn bei sich wohnen zu lassen noch muss er Unterhalt zahlen, wenn der Sohn keine Ausbildung macht.

          Auserdem hat er zwei Kleinkinder und eine Frau, die im Unterhaltsrang vor dem Sohn stehen.

          LG

          • Oh das ist gut zu wissen - d kann würde ich anstelle des TE ihn vor die Wahl stellen:
            Arbeit oder kein Dach mehr über dem Kopf.

            • Genau das wäre mein Weg, dem 19jährigen zu sagen, dass ich ihm eigentlich gerne zu einem Weg in ein glückliches Leben helfen möchte, aber er da seinen Teil beitragen muss. Und dass ich nicht gewillt bin, ihn ohne Gegenleistung durchzufüttern.

              Er hat die Wahl: konsequent mitwirken oder packen und gehen.

              LG

Hallo...puh, da gibt es aber eine Menge Baustellen bei Deinem Sohn.
Ich vermute, dass es lange dauert wird sein Verhalten zu ändern bzw. ohne Hilfe von außen nicht klappen wird.
Scheinbar hat ihm die Mutter bzw. Familie dort nur schlechtes Verhalten vorgelebt.
Wichtig wäre meiner Meinung nach zu wissen, ob wirklich eine psychische Erkrankung vorliegt.
Nur, weil es noch keine Therapie begonnen hat, heißt es nicht, dass er diese nicht nötig hat bzw. keine Erkrankung vorliegt.
Für mich hört sich das nicht nur nach falscher Erziehung an, da er bereits den Willen gezeigt hat sich therapieren zu lassen - wenn auch noch nicht den endgültigen Schritt geschafft hat.

Gibt es bei Euch in der Nähe ein Krankenhaus mit einer psychiatrischen Ambulanz? Ich würde dort einmal vorstellig werden und die Sache schildern.
Vielleicht ist Euer Sohn dazu bereit? Dort sind Fachleute (Psychologen, Psychiater), die die Situation sicher besser einschätzen können.
Auch würde ich das Wort Suizid ernst nehmen. Für mich klingt das alles doch wirklich sehr ernst zu nehmen.
Am besten kommt man voran wenn man Vertrauen abbaut.
Nur mit Konsequenzen und Erziehungsmaßnahmen - die vorher nie angewandt oder gefruchtet haben - wird man nicht weiter kommen.
Hier ist das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen. Liebe Grüße

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