mein kind lügt mich an..

    • (1) 20.02.19 - 15:04
      was ist da los

      hallo,

      mein sohn ist zu einem schwindler geworden.

      er hat früher gerne mal sein handy mit in sein zimmer genommen obwohl er weiß, dass er es nachts nicht mit in sein zimmer nehmen darf, er wurde oft erwischt aber hat es immer wieder getan, egal welche konsequenzen. verbot über mehrere Tage oder Wochen, keine Konsequenzen alles mögliche haben wir ausprobiert.

      Nun ist es eine neue Masche von ihm zu warten bis ich bei der Arbeit bin und mit seinem Schlüssel dann wieder nach Hause zu gehen. Ob er wirklich krank ist weiß ich nicht. Er klagt über Übelkeit, Kopfschmerzen... kein Schnupfen, kein Husten, kein Fieber.. also Sachen die man so von früher kannte wenn man Angst vor der Arbeit hatte oder keine Lust.

      So nun habe ich ihm noch einen VErtrauensvorschuss gegeben, nachdem es vor ca 2 Monaten schonmal so war, dass aus einem Fehltag (von dem ich wußte) 4 wurden. Und diese Woche rief mich direkt die Lehrerin an, er wäre unentschuldigt nicht zum Untericht gekommen. Ich habe ihn angerufen und gefragt, warum er sich nicht in der Schule erst abgemeldet hat. Er hatte eine "plausible" Ausrede. Heute behauptete er, er wäre nach der 1. Stunde heim. Ich habe in der Schule angerufen und er ist gar nicht aufgetaucht.

      Ihr könnt Euch sicher denken, das ich am kochen bin. Was mache ich nur mit ihm?

      Schlüssel wegnehmen? Dann muss er zu Oma. Stubenarrest? Konsolenverbot oder alles auf einmal. Bisher war ich echt verständnisvoll und habe versucht mit Vertrauen und Gesprächen das irgendwie hinzukriegen aber wer mir weiterhin so ins Gesicht lügt muss irgendwann mal was merken.

      Mir geht es noch nicht mal um das "ich fühle mich nicht wohl und gehe heute nicht in die schule" sondern um die Lügerei..

      Was würdet ihr tun? Oder was habt ihr in so Situationen getan?

      LG

      • Hallo . Bei mir wäre der Schlüssel definitiv für eine Weile weg. Dann muss er halt wie ein kleines Kind zur Oma. Handy würde ich genauso einkassieren.

        Verbote, Hausarrest & Co. haben meist nur eine Trotzreaktion zufolge. Reden, versuchen zu verstehen, erklären - bringt meiner Meinung nach viel mehr.
        Es muss einen Grund für sein Verhalten geben: vl wird er in der Schule gemobbt oder hat sonstige Probleme. Da sollte man genauer hinschauen, ohne zu urteilen.
        Ich hab mich z.B. früher nicht getraut vor der Klasse zu sprechen. An den Tagen wo Vorträge oder Ähnliches kam, schwenzte ich die Schule. Meinen Eltern es zuzugeben war mir peinlich. Sie dachten ich wäre einfach nur faul und schimpften ständig.
        Ich würde versuchen in einem vertrauen Moment mit ihm zu reden und der Sache auf den Grund gehen.

        • (4) 20.02.19 - 15:38

          hallo, genau das habe ich die ganze zeit getan mit dem erfolg, dass er mich jetzt wieder angelogen hat. es reicht mir wirklich. er sagt, es ist nichts, er wird nicht geärgrt aber ja, er kann den ein oder anderen lehrer nicht ab. das ist aber normal im leben, es wird immer menschen geben, die es nicht gut mit ihm meinen und das muss er lernen. er weiß, dass ich immer hinter ihm stehe und auch zu den lehrern gehe um dinge aus der welt zu schaffen.
          aber ich erwarte vertrauen seinerseits. und das bekomme ich nicht und meines wird missbraucht. auch ich würde diesen rat geben, nur bei meinem kind hilft es nichts.

          • Ich würde auch ganz klare Leitplanken setzen.
            Ihm ruhig erklären, dass diese Lügerei und das Schuleschwänzen nicht geht.
            Ich würde ihn nochmal auffordern eine plausible Erklärung zu liefern.

            Dann wäre der Schlüssel erstmal weg. Allerdings musst du damit rechnen, dass er weiter schwänzt und sich irgendwo rumtreibt.
            Ich würde ihn über sein Handy tracken, um zu kontrollieren, ob er wirklich in der Schule ist.

            Dazu sollten natürlich viele Gespräche stattfinden, aber dennoch muss er sehr klare Regeln bekommen.
            Zeig ihm, dass du ihn liebst, aber sei sehr konsequent.

            Wenn er offensichtlich mit der Sprache nicht raus rückt, solltest du vielleicht ein Gespräch mit seinem Lehrer suchen.

      Hallo!

      Versuch erst mal, herauszufinden was wirklich los ist. Er schwänzt doch sicher nicht nur aus Faulheit die Schule. Hat er Probleme? Ist alles zu schwer? Wird er von den Mitschülern gemobbt? Gibt es Gewalt auf dem Schulhof? Hat er Angst vor den Prüfungen?

      Strafen ändern doch nichts an den Ursachen, sonst treibt er sich eben sonst wo herum - er muss ja nicht zur Oma, er kann sich auch irgendwo verstecken, auf der Straße rumhängen, den ganzen Tag bei MacDonalds sitzen... und dabei gerät er noch mehr in Gefahr, vor allem in Großstädten gibt es sicher Kids die auf der Straße leben und ihn noch mehr runterziehen oder Drogen haben.


      Die Ursachen sind doch viel wichtiger. Warum geht es ihm so schlecht? Es kann auch durchaus sein, dass Stress, Angst und Druck wirklich Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen, er sich also wirklich körperlich schlecht fühlt. Das solltest Du ernst nehmen.

      • (8) 20.02.19 - 15:50

        Hallo, er kam gerade nach Hause und als ich ihn fragte wann er aus der Schule gegangen ist, hat er mir nochmal eine Lügengeschichte aufgetischt. Ich bin richtig laut geworden. Ich habe ihm gesagt, dass ich für alles Verständnis aufbringe aber nicht für seine Lügen. Dann ahbe ich ihn in sein Zimmer geschickt, dort ist er jetzt. Ich bin so enttäuscht und sauer.

    (9) 20.02.19 - 15:58

    Hallo,

    wie alt ist dein Sohn? Hat er Probleme in der Schule? Was antwortet er, wenn er auf das Schwänzen angesprochen wird? Wie ist euer Verhältnis zueinander? Ist er in letzter Zeit sehr gewachsen, Stimmbruch, Pickel, Pubertät überhaupt (schon)?

    Ich würde einen Termin mit der Lehrerin vereinbaren. Wie ist ihr Eindruck von deinem Sohn? Hat er Schulprobleme, Differenzen mit anderen Kindern? Evtl. hat sie einen Lösungsvorschlag. Weiterhin würde ich ihn zur Schule bringen. An unserer Schule werden die Eltern angerufen, wenn das Kind vorzeitig den Unterricht verlässt, schon damit es heil nach Hause kommt, wenn es ihm nicht gut geht. Auch wenn es nach der 1. Stunde unentschuldigt fehlt, werden die Eltern informiert. Vielleicht könnte sich die Schule eher bei dir melden, wenn dein Sohn nicht da ist.

    Dann würde ich ihn beim Kinderarzt durchchecken lassen. Mein Sohn hatte eine Zeit lang morgens wachstumsbedingt ziemliche Kreislaufprobleme. Ausschließen würde ich daher körperliche Ursachen nicht sofort.

    Zum Schwänzen gehört schon jede Menge Vorsatz. Was macht er, wenn er den ganzen Tag zu Hause ist?

    Viele Grüße

    Wie alt ist der Junior? Klingt, als lotet er seine Grenzen aus und anscheinend gibt es keine, vor denen er Respekt hat. Liebevoll hin oder her. Ab einem gewissen Punkt braucht es halt mal echte Strafen, die er auch merkt. Für die Berufsempörten: keine körperlichen natürlich. Jeder kann mal scheiße bauen, aber dann muss man auch dazu stehen und Konsequenzen tragen. Dann noch weiter lügen ist halt einfach ein NoGo!

    • Jawoll, wie gut Strafen funktionieren sieht man an der Rückfallquote von Knastinsassen die signifikant gegen 0 geht...äh nicht.

      • (12) 21.02.19 - 07:59

        Was für ein sinnfreier und unqualifizierter Beitrag. Gefängnisse und damit Straftäter hier einzubeziehen... Da antworte ich doch gerne:

        Die Rückfallquote von Gefängnisinsassen liegt bei 48%. Mithin nicht einmal die Hälfte der Insassen wird rückfällig. Dann muss man auch noch unterscheiden zwischen den einzelnen Delikten: Personen die wegen Tötungsdelikten einsetzen oder wegen straßenberkehrsdelikten zB kehren so gut wie nie zurück in das Gefängnis.

        So, Strafe hat übrigens verschiedene Zwecke. So verfolgen wir hier nicht die absolute straftheorie , nach der die Strafe nur dazu dient die Tat auszugleichen. Die Strafe soll vielmehr nach der relativen straftheorie präventiv wirken. Als Abschreckung anderer , aber auch als Individualprävention.

        Was meinst du was hier los wäre, wenn Vergewaltigung und mord straffrei wäre.

        Nene.. hast schon recht. einfach knuddeln und weiter machen lassen wie bisher. das wird sich schon von alleine regeln. und wenn nicht war halt die schule oder die gesellschaft schuld #winke

Ich bin etwas irritiert. Bei uns ruft die Schule sofort an wenn Sohn zu spät ist oder nicht kommt. Soviel ich weiss wird es auch der Polizei gemeldet die das Kind dann sucht, jedenfalls hab ich das so beim Elternabend verstanden.

Die Kinder dürfen auch nicht einfach nach Hause, wenn sie sich nicht wohl fühlen werden die Eltern abgerufen und die entscheiden ob das Kind heim darf oder nicht.

Ich würde das Gespräch mit dem Lehrer suchen und schauen was da sonst noch im Argen liegt. Bei uns gäbe es harte Strafen ( in seinen Augen), sprich Handy wäre weg. Der Rest wäre nicht relevant, Schlüssel könnten wir nicht wegnehmen da es keine Oma in der Nähe gibt.

LG
Visilo

Schlüssel behält er, Handy & Konsolen sind weg. Zuhause gibt's ja sicher auch Festnetz... Ich handhabe es mit meinen Kindern so: schlechte Noten - mehr Lernen. Lügen / Verschweigen - Handy etc. weg.

(16) 21.02.19 - 00:10

Hey

Ich war auf der anderen seite, habe selbst geschwänzt.
Hier hat es die Schule nie angerufen wenn wer gefehlt hat, solange es nicht massiv war. Und schon gar nicht weil jemand nach der ersten Stunde gegangen ist, das sind keine Babysitter sondern Lehrer.

Bei mir war es rückblickend betrachtet der Beginn meiner Depressionen, absolute Überforderung mit meinem Leben. Es war eigentlich alles gut, ich konnte selbst nicht benennen was es war. Und wenn ich dann ein paar Tage am Stück gefehlt hatte habe ich mich beim wieder in der Schule auftauchen einfach unwohl gefühlt, die Aufmerksamkeit des “wo warst du denn? Was war los?” War mir in der Situation zu viel.
Ein Teufelskreis.

Ich würde mal ganz ohne Vorwurf das Gespräch suchen, feinfühlig anhören wie es ihm geht und was los ist.

Liebe Grüße

Strafen bringen dich da nicht weiter, die machen es nur noch schlimmer.
ZB wenn du ihm den Schlüssel wegnimmst, willst du, dass er sich irgendwo auf der Straße rumtreibt, wo du nichtmal weißt, wo er ist? Klar kannst du ihm die Konsole verbieten, dann trifft er sich eben öfter bei Freunden zum zocken? Das wird nur die Wut auf dich stärken und sein Gefühl, nicht verstanden zu werden - das führt sicher eher zu mehr Lügen als zu weniger.

Ich möchte dir das Buch "4 Werte, die Kinder ein Leben lang tragen" von Jesper Juul empfehlen. Es besteht aus Briefen von Familien, in denen es irgendwelche ungelösten Konflikte gibt und dann die Antworten des Familientherapeuten. Ich erinnere mich, dass es da auch so ähnliche Geschichten gab. Auch viel zum Teenageralter allgemein. Klar ist das dann nicht auf euch zugeschnitten, aber es gibt viele Anregungen und mal eine andere Denkweise.
Mit Schimpfen und Bestrafen klappt es ja anscheinend nicht, daher denke ich solltest du versuchen offen für andere Wege zu sein. Klar könnt ihr auch eine richtige Familientherapie machen - solche Probleme gibt sicher viel, aber die wenigsten haben den Mut, die Kraft oder finden es wohl einfach nicht wichtig genug, sich Hilfe zu holen, denn die gibt es ja.

Mein Bruder hat ab dem Grundschulalter auch so viel gelogen, es war schlimm für uns alle, ich war echt auch immer so traurig darüber, wenn er meine Eltern anlog. Er hat sich gefangen und wechselte irgendwann auf ein Internat als er so 14 war und dann wurde alles viel besser. Nur so meine persönliche Geschichte damit.
Die Schule zwingt Kinder in ein System, dass ihnen nicht gut tut. Meist können sich Mädchen da noch eher unterordnen und kommen klar, Jungs fällt das oft schwerer. Es gibt auch alternative Schulsysteme, vielleicht solltet ihr euch in der Richtung mal informieren.

Hmmmm schwierig,...

Ich bin auch für klare Kante... Hier wäre der Schlüssel ganz sicher weg - und ich würde mich eben so sicher eine Weile (bis es wieder läuft) im Sekretariat erkundigen, ob mein Sohn in der Schule angekommen ist.

Aber ja - natürlich - man muss auch reden. Es kann wirklich was anderes dahinter stecken... Aber trotzdem geht das nicht...

Wir hatten (da waren die Kinder aber noch kleiner, mein Sohn war 8) mal ein eher unfähiges AuPair - da hat mein Sohn selbst entschieden, ob er zur Schule geht oder nicht... Unglaublich im Nachhinein... Wobei es da tatsächlich auch ganz andere Probleme gab. Das ging so weit, dass unsere Kinder am Ende die Schule gewechselt haben, weil es gar nicht mehr ging.

Die Botschaft von unserer Seite war: JA - wir verstehen, dass das schwierig für Dich ist, wir verstehen auch, dass du da gar nicht unbedingt hin möchtest - ABER das geht nun mal nicht. Du gehst weiter zur Schule - und wir suchen eine Lösung. Hat zwar ein wenig gedauert (weil wir durchaus erst versucht haben, mit Lehrerin und Schulleitung zu reden) - aber wir haben ja eine gefunden. Die Konsequenzen damals waren, dass Felix an Tagen, wo er gefehlt hatte, leider auch keine Nachmittags-Termine hatte - Hobbys und Verabredungen fielen aus - krank ist nun mal einfach krank... Da kann man nachmittags auch nicht spielen... (Er war ja noch klein - Handy und Schlüssel hatte er noch nicht, konnte man somit auch nicht wegnehmen ;-))

Dem AuPair habe ich übrigens auch gekündigt, es war ihr Job dafür zu sorgen, dass Sohnemann sich rechtzeitig auf den Schulweg macht. Sollte irgendwas Ernstes dagegen sprechen, hätte sie mich direkt anrufen können - und nicht erst um halb 10.... Das ist ja leider auch nicht nur einmal vorgekommen,...

Seit dem Schulwechsel geht mein Sohn wieder gerne zur Schule - es war also ganz bestimmt nicht (nur) mein "böswilliger Sohn" der unbedingt (schon in der 2. Klasse) schwänzen wollte - es waren die Umstände. Und trotzdem gibt es Grenzen - und um das ganze komplett in den Sand zu fahren, ist die Schule dann doch zu wichtig...

LG
Frauke

(19) 21.02.19 - 08:15

Ich weiß ja nicht, wie alt Dein Sohn ist, bei uns gab es vor etwa Jahren mal so eine Episode: Meinen Tochter ließ in der Schule nach, sie hat mich in Sachen Hausaufgaben hinters Licht geführt, sie hat mich gegen Lehrer ausgespielt und es gab noch ein paar andere Sachen.
Es hat nicht lange gedauert, da habe ich herausgefunden, dass eine Klassenkameradin schlechten Einfluss genommen hatte. Sie hatte meine Tochter zu "Freundschaftsloyalität" verleitet und letztendlich auch erpresst ("Wenn Du besser in Mathe bist als ich, dann bist Du nicht mehr meine Freundin!"), mit der Aussicht, mal mit in den Reitstall gehen zu dürfen. Meine Tochter "kopierte" die ganzen Probleme ihrer tollen Freundin, um eben diesen "Buddyfaktor" zu erzielen. Sie hatte gerade von der Grundschule auf die weiterführende Schule gewechselt, hat eben auch Anschluss gesucht und war eben leider anfangs der Falschen ins Netz gegangen.

Das ganze Ding war schnell aufgelöst, nachdem ich es entlarvt hatte. Geholfen haben Recherchen, Gespräche mit den Lehrern, und so fügten sich alle kleinen Bausteine zu einem Mosaik.

Zieh' mal in Erwägung, ob Dein Junior vielleicht "komischen Umgang" hat. Das besagte Mädchen in unserem Fall hatte ich überhaupt nicht wahr genommen, da meine Tochter sie nie mit nach Hause brachte und auch dort nicht eingeladen war, was mir ehrlich geagt nicht gleich negativ auffiel - und man mag ja auch nicht immer gleich was Blödes vermuten.

Alles Gute.

  • (20) 21.02.19 - 12:16

    Könnte sein. Stimme dir zu, aber... ist schon komisch, dass immer die anderen Kinder schuld sind und die eigenen die Engelchen^^

    Ich sehe das so, dass es halt bestimmte Konstellationen gibt, die sich ungut ergänzen und einer den anderen anstachelt. Einer alleine ist nie.. naja.. selten der "Alleinschuldige".

    no offence!:-)

    • (21) 21.02.19 - 12:31

      Hm, es muss ja nicht immer heißen, dass immer die anderen "böse" sind: Einer macht, und einer lässt es halt mit sich machen... und auch das ist eine Lektion, die man Kindern beibringen kann: Trau. Schau. Wem.

      :-D

Wegen Übelkeit und Kopfschmerzen würde ich auf jeden Fall zum Arzt.
Das als erstes bzw. parallel.

Kinderarzt/Hausarzt.
Augenarzt (verschlechtertes Sehen kann a) schleichend kommen b) Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen).



Wenn er dir gegenüber weiterhin sagt, es wäre nichts,
dann würde ich mit der Schule Kontakt aufnehmen.
Lehrerin, evtl. Schulpsychologe oder was es bei euch gibt.


Als Kind habe ich oft gesagt, es wäre nichts. Dann, wenn etwas war und ich nicht ernst genommen wurde. Schmerzen wurden oft übergangen, weil "die Großen" es anders gemacht hatten. Deswegen wurde mir von vorn herein unterstellt, dass ich keine Schmerzen hätte :-[

Latente Übelkeit, latente Kopfschmerzen können in der Schule echt übel sein.

Kurz: ich habe nur dann zugegeben, wenn etwas war. Wenn ich auch dann ernst genommen wurde, wenn ich sagte, dass was war.
Wenn ich nicht ernst genommen wurde, habe ich mir so lange eingeredet, dass alles ok sei, bis ich es selbst glaubte.


Wenn er mit dir nicht reden kann (peinlich, Angst, unsicher, er weiß dass er was verbockt hat, Angst vor anderen, er will dir keine Sorgen machen... was auch immer), dann würde ich es über die Schule versuchen.

Vielleicht hat ein Lehrer was mitbekommen. Wie stehen die Noten? Usw.


Dann würde ich entscheiden, bestenfalls gemeinsam mit der Schule.

Kein Schlüssel.
Treibt er sich dann woanders rum?

Mit der Schule würde ich wenn möglich auch deswegen zusammenarbeiten.
Mehr Aufmerksamkeit. Der Schule signalisieren, dass dir Probleme bewusst sind und du handeln möchtest. Aber auch Offenheit: Erleichterung, wenn sie dich informieren!

Leider gibt es einige Eltern, die bei schlechten Nachrichten von Lehrern volle Geschütze auffahren. Daher trauen sich manche kaum noch, schneller zu informieren.


Gleichzeitig ist das auch ein Signal an deinen Sohn.
Er ist dir ernst!
Die Situation ist ernst!

Schule und du arbeitet zusammen und er rutscht nicht mehr durch.
Ihr tauscht euch aus.

Das kann sehr viel Stabilität geben.
Für ihn auch zum Reden als auch zum Handeln.

Vielleicht verbockt er grade einiges. Vielleicht bedrückt ihn etwas.
In beiden Fällen braucht er Stabilität und u.U. das Wissen, dass die Erwachsenen kommunizieren und ihn da nicht durchrutschen lassen.

  • (23) 21.02.19 - 14:14

    eine Freundin hat mal geschwänzt mit den Worten "ich bin den Eltern eh egal".
    "Der Schule ist es auch egal, ob ich da bin oder nicht".

    Erst als die Erwachsenen gehandelt haben, wurde es besser.

    Strafen nahm sie hin. Dies kam bei ihr als Hilflosigkeit der Eltern an. Sie merken es zwar, aber es interessiert sie nicht. Erst als Schule und Eltern kommunizierten, merkte sie, dass ihnen wirklich was an ihr lag. Das was sie die ganze Zeit herausgefordert hatte - mit ihren Worten begleitend zu ihrem tun.

Top Diskussionen anzeigen