unendlich traurig über eigene Gefühle

    • (1) 26.02.19 - 12:55
      Inaktiv

      ich hätte nie vor der Geburt des Kindes gedacht, dass ich diese Zeilen schreiben würde aber ich wünsche mir in letzter Zeit sehr oft, nie Mutter geworden zu sein.

      Das Kind bringt mich täglich mind. 5 x zum explodieren.

      Er macht alles falsch, was man nur machen kann.
      Er hört NIE auf mich, macht weiter und provoziert mich so lange damit, bis ich ihn anschreihe.

      Er kann sich nicht alleine beschäftigen, denn wenn ich ihn einfach spielen lasse, schmeisst er nur mit Spielsachen rum, fährt mit dem Rutscheauto überall gegen und verursacht Beulen und Kratzer an Möbel und so weiter...

      Er will nichts essen was ich ihm hinstelle, er lebt täglich von einer Scheibe Brot ist dementsprechend ist er untergewichtig und hat Gedeihstörung.

      Er ist dauernd krank, kaum war er 3 Tage gesund, kommt schon wieder der Husten und Schnupfen zurück und in dieser Zeit nervt er mich noch mehr als sonst. Dann will er nicht mal sein Brot und ist nur am weinen und rumnörgeln.

      ich habe das Gefühl alles falsch zu machen aber ich komm da nicht mehr raus. Ich reagiere auf alles was er macht mit Wut und Abneigung.

      Es war ein absolutes Wunschkind und nun wünsche ich, dass er nie geboren würde....

      • (2) 26.02.19 - 13:17

        Hallo, du solltest versuchen aus diesem Kreislauf herauszukommen. Wie alt ist dein Kind?
        Er macht nicht unbedingt alles falsch. Das kann ein Kind je nach Alter gar nicht. Alleine spielen muss es erst lernen, das muss man ihnen im Spiel beibringen und Sachen herumwerfen machen viele Kinder, wenn sie nicht wissen, was sie sonst mit dem Spielzeug machen sollen bzw. teilweise auch wenn sie müde werden oder einfach Aufmerksamkeit möchten. Kranke Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit und Geborgenheit. Es liest sich, als ob du dann besonders gestresst bist. Das spüren Kinder.
        Kinder müssen auch herumtoben dürfen. Wenn du das im Haus nicht möchtest, dann vielleicht draußen oder nur im Kinderzimmer.
        Auch an das Essen solltet ihr ohne Druck oder Anspannung herangehen. Er will Brot, dann bekommt er das halt. Stelle einfach immer etwas anderes mit dazu. Wenn er es isst, prima, ansonsten ist es auch ok.

        Außerdem würde ich kleinschrittig diverse Regeln und Neins überdenken. Zuerst nur die wichtigsten Situationen, dabei aber konsequent bleiben. Bevor du schreist, nimm das Kind lieber aus der Situation heraus. Bei allem was nicht sooo wichtig ist, lass das Verbot weg. Du reibst dich sonst daran auf. Sage ihm, dass du das nicht magst. Biete Alternativen an, bei denen du gerne mit ihm spielst. Wenn er bei dem anderen bleibt, würde ich gehen und was anderes machen. Schnell merken die Kinder, dass sie auch positive Aufmerksamkeit bekommen können und mit dem was du nicht magst, keine Aufmerksamkeit bekommen.

        • (3) 26.02.19 - 13:33

          weisst du, das aller größte Problem bei uns ist das Essen

          ich drehe langsam durch, ich mag nicht mehr morgens aufzustehen, denn ich weiss, dass es wieder und wieder von vorne gehen wird

          Ich habe alle Ärzte besucht, 2x das Krankenhaus, Ernährungsberatung, Kinderpsychologe, keiner kann oder will mir helfen.
          Alle sagen, ich soll ihn in Ruhe lassen. Ich möchte etwas haben, was sein Appetit anregt und nicht diese unnötigen Ratschläge. Wie würden die sich fühlen oder was machen, wenn das eigene Kind mit 2,5 Jahren nur 10,2kg wiegen würde?

          Es macht mich einfach nur noch wütend, ich habe alles versucht, er will einfach nichts essen, mit Glück isst er 2x am Tag und zwar nur etwas Brot und 4/5 Pommes. Das war's...

          und das macht mich wütend auf alles andere was er macht ich habe das Gefühl ständig zu versagen und denke langsam, dass ich es nicht verdient habe Mutter zu sein
          und dabei LIEBE ich ihn so abgöttisch und sitze jetzt mit Tränen in den Augen während er in seinem Zimmer schläft und ich weiss, sobald er aufwacht, geht der Teufelskreis wieder von vorne los

          es sind so viele Dinge, die nicht stimmen
          es spricht kaum, er benimmt sich mit anderen gleichaltrigen unmöglich und tut ihnen nur wehe anstatt mit ihnen zu spielen, er kann so vieles nicht was die gleichaltrigen bereits können und das macht mich alles traurig

          • (4) 26.02.19 - 18:37

            Hast du auch eine Therapie für DICH gemacht?
            Etwas, um selbst mit der Situation umgehen zu lernen?

            "Alle sagen, ich soll ihn in Ruhe lassen. Ich möchte etwas haben, was sein Appetit anregt und nicht diese unnötigen Ratschläge. Wie würden die sich fühlen oder was machen, wenn das eigene Kind mit 2,5 Jahren nur 10,2kg wiegen würde?"

            Das wollte meine Mutter auch.
            Ich war immer ein Leichtgewicht und bin knapp an einer Essstörung vorbei gerutscht.
            Seit sie tot ist (und mich somit in Ruhe lässt), esse ich sehr viel besser. Weil ich meine Ruhe habe.

            Meine Geschwister haben Essstörungen.


            Wunschkinder waren wir auch.
            Nur konnte unsere Mutter nicht mit IHREN Gefühlen umgehen.

            Sie hatte durchaus auch gute Seiten und einiges richtig gemacht.
            Beim Thema essen verschlimmerte sie unsere, durch ihre eigenen Probleme.

            Ich habe nicht nicht gegessen, weil ich böse sein wollte.
            Sondern weil sich mir der Magen zusammen zog. Weil ich ANGST hatte vor dem Thema essen. Angst macht bei mir heute noch den Magen zu.


            Wenn er von Anfang an Probleme hatte
            - war es was organisisches oder war es antrainiert?

            Wenn es organisch war (wofür du so gar nichts konntest), dann wende dich an die Klinik und bitte um Hilfe für dich.

            Oft brauchen ANGEHÖRIGE Unterstützung mit ihren Gefühlen und Erfahrungen umzugehen. Patientkind die praktische Hilfe. ANGEHÖRIGE emotionale Hilfe!!!

            Wenn es etwas war, das in deiner Vergangenheit oder in deinen Gefühlen liegt (so war es bei uns): dann such dir DRINGEND Hilfe.
            Je mehr du den Druck auf ihn erhöhst, desto schlimmer kann es werden. Für dich, für ihn, für euch beide.

            In Ruhe lassen ist leicht gesagt.
            Wenn es dich so belastet, dann such dir eine Therapie, um mit der Situation umzugehen.

            Nein, er muss nicht alles essen!
            Allerdings wenn er wenigstens etwas isst, kann sich das auf seine Gesundheit auswirkt.

            Ich habe den Wechsel selbst durch. Ebenso die Teufelsspirale aus Angst meiner Mutter ich könne verhungern oder krank werden - und wurde durch ihren Druck noch mehr krank - weil ich gar nicht mehr in der Lage war zu essen (ANGST, Essen als Ekelkeitsgefühl)

          • Meine Tochter hat mit 2,5 auch gerade die 10 Kg geknackt. Die 11 Kg kamen dann ganz plötzlich von alleine, sie ist noch nicht drei. Das Gewicht ist leicht, aber ich denke schon noch im Rahmen.

            (6) 26.02.19 - 21:32

            Meine Kleine ist 2,5 und wiegt 11 kg. Heute war die gleichaltrige Nachbarin da, die wiegt (gefühlt) deutlich weniger. Die ist aber auch zierlich. Meine isst den ganzen langen Tag - mein Vater sagt immer, sie ist eine Versitzgrube ;-). Also, das Gewicht ist nicht tragisch.

            Hast du eine unbehandelte postnatale Depression? Das liest sich für mich so. Du MUSST dir unbedingt Hilfe holen.

            • (7) 27.02.19 - 07:54

              Danke

              Das mit der postnatalen Depression könnte sein, denn ich konnte mich nach der Geburt nicht auf mein Kind ganz und gar konzentrieren.

              meine pflegebedürftige Mutter wohnt mit im Haushalt und sie hatte zu der Zeit ein exulcierendes Karzinom (nach außen gewachsen) an der Brust. Und ich als Krankenschwester hab ihr täglich die Verbände gewechselt. Ich habe sie zu allen Therapien und Ärzten begleitet, tue ich immer noch.

              Und wie gesagt, ich konnte nicht in meiner Rolle als Mutter vollkommen aufgehen, denn da ist noch jemand, wer unbedingt meine Pflege braucht.
              lg

              • (8) 27.02.19 - 13:50

                "Und ich als Krankenschwester ..."

                könnte es sein, dass das deine Ängste begünstigt?

                Postpartale Depression , die schwere Situation aktuell
                und dann das medizinische Wissen.

                Freundinnen, die im medizinischen Bereich arbeiten/ausgebildet sind, haben in der Richtung bei ihren Kindern größere Ängste. Besonders beim Essen, besonders mit einer (leichten) Depression im Hintergrund.

                Beim Thema Essen bei ihnen verstärkter als bei anderen. Irgendwie gehen da schneller, irrationaler die Alarmglocken an. Auch wenn das Kind durchgecheckt, gesund ist. Kind isst nicht in der MESSBAREN Menge - Angst.
                Mit Schüben, können sie schwerer umgehen, weil sie es a) gewohnt sind, vieles in Werten zu messen b) weil die Angst vor versteckten Krankheiten, Gewichtsabnahme etc. oft zeitgleich hochkochen, was sie emotioanl und rational gar nicht verarbeiten können.

                Das Problem ist dann aber nicht das Essverhalten des KIndes,
                sondern ihre eigenen Ängste im Hintergrund.


                (meine Mutter war nicht im medizinischen Bereich aktiv tätig, jedoch in dem Bereich sehr bewandert. - auch auf sie passt es).

                Bevor du dein Kind weiter durchchecken lässt, würde ich mich an deine Hebamme wenden. Nicht mit Angst vor Gedeihstörung/medizinischer Ursache am Kind;
                sondern mit deinen Gefühlen, dass du locker sein MÖCHTEST, aber das nur schwer umsetzen kannst.
                Vielleicht auch , weil du siehst, wie deine Mutter körperlich abbaut und das nur schwer am Kind verkraften kannst, das nicht abbaut, sondern nur anders is(s)t.

                Wenn die Hebamme dir direkt nicht helfen kann, vielleicht kann sie dir Tipps/Adressen geben. Profamilia/Caritas haben vielleicht auch Adressen.


                Es ist gar nicht mal selten, dass eine Mutter Angst hat bzw. das nicht auf die Reihe bekommt. Das kennen viele Stellen.

                Die Frage ist, wie man damit umgeht. Noch kannst du gegensteuern, lernen mit deinen Gefühlen umzugehen,
                vielleicht auch um Hilfe bitten - Pflege der Mutter, emotionale Hilfe für ANGEHÖRIGE von Pflegenden (das kann dich als Mensch wieder ins Gleichgewicht bringen, was dir als Mutter wiederum auch weiterhilft und dir als Mensch auch).

                Pflege von Angehörigen kann auch ohne Baby vieles aus dem Gleichgewicht bringen!
                Baby ohne Pflege, aber mit hormonellen Problemen/Postport. Depression etc. auch.

                Das in Kombination multipliziert sich dann.

                Und wenn du dann als Krankenschwester noch die schlimmsten der schlimmsten Assoziationen vor dir hast ..... #schwitz


                Gibt es Selbsthilfegruppen für Krankenschwestern?
                Das ist jetzt quer gedacht. Vielleicht gibt es nicht das, aber was ähnliches. Oder eine Stelle für aus dem Fachbereich, wenn emotional etwas sehr belastend ist, WEIL man schon viel gesehen hat in dem Bereich.

                (9) 28.02.19 - 11:46

                Man muss nicht aufgehen in seiner Mutterrolle. Und an einer postnatalen Depression ist auch nichts und niemand Schuld. Ich gehe auch nicht voll auf in meiner Mutterrolle. Ich liebe meine Kinder, aber ich bin gerade ziemlich froh drum, dass sie eingeschlafen ist und wenn heute Nachmittag irgendwer die Hausaufgaben meines Sohnes überwacht, bin ich auch nicht beleidigt.

                Man muss das alles nicht. Man muss es nicht geil finden, mit offenen Brustwarzen vor einem schreienden Säugling zu hocken - ich hab da dann immer die Flasche gegeben und die ersten Nächte, die mein Mann übernommen haben, waren super. Diese ganze Mütter-Heile-Welt ist eine ziemliche Lüge. Viele Frauen im echten Leben finden das wesentlich weniger toll als die urbia-Gemeinde.

                Aber ich denke durchaus, dass du einen Arzt aufsuchen solltest und mit ihm deine Situation besprechen solltest BEVOR irgendwas schlimmeres passiert.

          (11) 01.03.19 - 15:51

          Warst du schon mit ihm beim Kinderendokrinologen?

          Im SPZ?

          Wie waren die U‘ s?

          Für mich klingt das auch, als ob dein Kind krank wäre und du verzweifelst, weil dich keiner ernst nimmt.

          Bitte gib nicht auf und suche weiter, nur so kommst du weiter. Du brauchst eine Diagnose und eine Therapie für dein Kind.

          Alles Gute für dich!

    Zuerst einmal allen Respekt für Deinen Mut, Dir mit dem Thema Hilfe zu suchen. Das allein zeigt doch schon, dass du keine schlechte Mutter bist und Dein Kind im Grunde deines Herzens liebst.

    Es gibt übrigens sogar einen eigenen Begriff für Deine Gefühle und umfangreiche Literatur, Google mal den Begriff „regretting motherhood“, da findest du einiges.

    Du klingst einfach ganz schrecklich gestresst und überfordert, hole Dir bitte Erziehungshilfe. Die Caritas oder der Kinderschutzbund sind gute Anlaufstellen für eine Beratung, welche Hilfsangebote es gibt und was für Euch passen könnte.
    Es hat etwas mit Stärke zu tun, sich einzugestehen, dass man in einer Sackgasse ist und Hilfe benötigt, um raus zu kommen.

    • (13) 26.02.19 - 13:36

      ich würde mir sehr gerne Hilfe holen aber ich habe Angst, dass die mich dann falsch verstehen und mir dann noch mein aller größter Schatz weggenommen wird

      • Da musst du wirklich keine Angst haben. NIEMAND wird Dir das Kind wegnehmen, weil Du Dir in einer schwierigen Situation Hilfe holst.

        Im Gegenteil. Das zeichnet Dich als verantwortungsbewusste Frau aus, dass du erkennst, wenn du alleine nicht mehr weiterkommst.
        Bitte greife zum Hörer, schaue was es in Deiner Nähe gibt, Kinderschutzbund, Caritas oder auch das Jugendamt können hier unterstützen.
        Lass die Situation nicht schlimmer werden, hole Dir Hilfe.

        (15) 26.02.19 - 15:29

        ...im Moment ist er ja gar nicht dein grösster Schatz.

        Im Moment ist er ein Problem. Du siehst ihn als Problem.


        Dabei ist nicht er das Problem sondern die Situation. Du bist überfordert und hast das Schöne aus dem Blick verloren. Du stellt Ansprüche, die ein Kind noch nicht erfüllen kann. Du fühlst dich durch sein Essverhalten und Benehmen in Frage gestellt - anstatt zu merken, dass er es ist, der Probleme hat und Unterstützung braucht.

        Du hast du zu hohe Ansprüche an dich.

        Lass alles ausser dem Kind einfach liegen.

    (16) 26.02.19 - 15:14

    sorry. ich finde es überflüssig, gleich den Begriff in den Raum zu stellen. Wenn eine überforderte Mutter ihre Mutterschaft bereut, dann müsste jede Mutter (oder vielleicht so 90% aller Mütter)) ihr Kind bereuen. Denn: Jede (oder fast jede) Mutter ist mal überfordert und hat mal Phasen, wo alles drunter rund drüber geht.
    Oder sag bloß, du warst nie fix und fertig?

    meine Meinung... ich würde mich ehrlich gesagt angegriffen fühlen, wenn ich mal so komplett überfordert bin und jemand mich fragt, ob ich zu der Gruppe regretting motherhood gehöre :(

    • (17) 26.02.19 - 20:07

      Ich finde es auch überzogen, aber im letzten Satz kommt ja etwas vom Wunsch, dass das Kind nie geboren wäre. Ich denke, dass der da sehr wörtlich genommen wurde.

(18) 26.02.19 - 15:00

....ich denke, dass du gerade richtig fertig bist.

Nimm dich zurück. Hol dir Hilfe.

Du schreibst so, als ob der Kleine das alles extra machen würde. Tut er doch nicht. Er braucht jemand zum Spielen, viele in dem Alter können das nicht alleine.
Bring ihn in den Kindergarten / Spielgruppe wo andere Kinder sind.
Geht viel raus.
Macht den Haushalt zusammen - er kann auf den STaubsauber sitzen oder beim Putzen "helfen".

Schau es nie so an, als ob er dich bestraft oder als unfähig hinstellt. Dann nämlich wirst du so wütend auf das Kind, dass du dir gewünscht hast.

Er KANN einfach noch nicht so viel. Nicht weil es in seiner Person liegen würde, sondern weil er nun mal ein Kind ist.

Konzentrier dich auf seine Fähigkeiten, was er kann.


Lass den Haushalt verrotten, lass den Mann die Hemden auswärts bügeln... geniess nur einfach das Kind und dich. Lasst euch Zeit. Geniesst die Sonne, tobt rum, lernt andere Familien kennen.
Geniess was er kann - nicht, was er deiner Meinung nach können sollte.

Nicht alle Kinder hocken fröhlich und wie geplant den ganzen Tag neben den Eltern. Viele toben, schreien, probieren sich aus - und lernen.

(19) 26.02.19 - 15:11

Hey,

ich gebe dir bewusst keine konkreten Tipps. du hast sicherlich genug gegoogelt, genug Ratgeber gelesen und schon mehr als genug über alles mögliche nachgedacht.

Aber eins sage ich dir:
Es geht vorbei, dieses Gefühl.

mit 2,5 ist dein Kind noch sehr klein. Und das ist ein verdammt anstrengendes Alter.

Meiner hat mich damals mehr als 5mal am Tag zum explodieren gebracht. Und es gab Tage, da war ich auch nicht mehr glücklich, Mutter zu sein. Aber das geht vorbei. Dass du über deine eigenen Gefühle traurig bist zeigt nur, dass du dein Kind liebst. Und Liebe kann mal weh tun ;)

Kämpfe nicht, bereue nicht, trauere nicht. Lebe in den Tag hinein. Heute gab Stress? Ja und. Abends schiebst du das von dir weg und freust dich auf den nächsten Tag. Wer weiß, der nächste Tag kann ein wunderschöner Tag werden!

Mir hat es immer geholfen, Dinge hinzunehmen.

Mein Kind bringt mich auf die Palme - ok. Er kann noch nicht so weit denken wie ich
Mein Kind ist ständig krank - ok, das ist normal in dem Alter.
Mein Kind hat was kaputt gemacht - dann is es halt so. er ist eben noch jung.
Mein Kind testet seine Grenzen aus - darf er doch. Ich werd sie ihm immer wieder aufzeigen.
Mein Kind will nicht schlafen - ok, dann lesen wir was
Mein Kind will nicht essen - gut, er isst, wenn er Hunger hat
Mein Kind will sich nicht anziehen - gut dann müssen wir nächstes mal früher anfangen, damit wir rechtzeitig fertig sind.


... die Liste könnte ewig so weiter gehen.

siehst du? Nicht wütend werden. nicht denken, was wäre wenn, dann gibt es auch nichts zu bereuen. Dann ist es auch viel einfacher.

Und es kommen bessere Zeiten.

2,5 ist eben ein verdammt hartes Alter #liebdrueck

(20) 26.02.19 - 15:17

Nimm mal den Druck raus, es ist noch Niemand am vollen Tisch verhungert.
Decke täglich für drei Mahlzeiten ordentlich am Tisch ein und lass ihn essen was er will. Biete alles an, was du meinst aber lass ihn dann entscheiden.
Zwischendurch würde ich außer Obst nichts zur Verfügung haben.
Mein Sohn hat bei Kindergartenstart mit drei Jahren auch nur 11 kg gewogen, heute ist er 15, 1,89cm und wiegt 57 kg....er ist fit und inzwischen wenig krank.
Je weniger ich einen Schwerpunkt auf das Essen gelegt habe, je besser lief es inzwischen ist er fast alles aber auch erst seit ca. 1,5 Jahren.

(21) 26.02.19 - 15:37

"Er macht alles falsch, was man nur machen kann."

Kinder reagieren auf uns. Besonders in den ersten Lebensjahren. Dein Kind ist 2.5 Jahre alt. Er ist sehr klein. Er macht also nichts falsch, aber er agiert in dem Rahmen, den du ihm vorgibst.
Kinder ahmen nach. Wenn du genervt bist, ist er genervt. Wenn du schreist, schreit er.

"Ich reagiere auf alles mit Wut und Abneigung."

Als mein Sohn ein Baby war, hat mich sein Weinen auch wütend gemacht. Ich habe irgendwann gemerkt, dass meine Wut nichts mit ihm zu tun hatte, sondern mit meiner Angewohnheit, bei allem die Schuld bei mir zu suchen und mit unverarbeiteten Geschehnissen aus meiner Kindheit, bzw. Muster, die ich von zuhause übernommen habe.
Es ist sehr schmerzhaft, sich an der eigenen Nase zu fassen, daher lassen wir es an der Person aus, die uns zwingt, sich mit ihr und uns auseinander zu setzen: unsere Kinder.

Ich denke, du weisst irgendwo, dass dein Sohn weder etwas dafür kann, dauernd krank zu sein, noch für sein problematisches Essverhalten, noch dass ein 2.5 Jähriger nicht alleine spielen können muss.
Für mich klingt es, als bräuchtest du Ruhe und etwas Abstand.
Was macht der Papa? Wie läuft eure Ehe? Was ist in deinem Umfeld los?

Bitte wende dich, deinem Kind zuliebe, an eine Familientherapeutin oder einen Familientherapeuten. Niemand wird dir dein Kind wegnehmen. Aber du brauchst Hilfe, denn du überträgst deine Muster auf deinen Sohn. Jedes Kind hat es verdient, dass wir mit unseren Elternaugen das Beste in unserem Kind sehen und somit auch das Beste ans Tageslicht holen. Du siehst momentan nur das Schlechteste, und das muss unbedingt aufhören, denn damit definierst du deinen Sohn als "schlecht".

(23) 26.02.19 - 20:37

Mein Sohn ist 3,5 Jahre und ißt auch nur einige wenige Sachen. Seine damalige Krippenerzieherin sagte mir mal, dass so h die Kinder das holen, was sie brauchen. Verhungern wird keiner, wenn man essen anbietet. Das habe ich mir zu Herzen genommen. Er ißt bis heute nur Leberwurst keine andere Wurst, kein Käse, keine Eier. Auch Graubrot, Schwarzbrot, ... hatten wir versucht, aber er brauchte wirklich für 1/2 Scheibe 30 min. Nun ißt er wieder seine ungesunden Milchbrötchen o. Waffeln mit Leberwurst und er ist ruck zuck fertig. Oder mal auch nur Cornflakes. Er ißt auch kein Obst u. Gemüse, obwohl wir es ihm oft anbieten und voressen.
Daher mein Vorschlag: lass ihm ne zeitlang essen, was ihm schmeckt und versuche einfach immer mal wieder was neues anzubieten. Wichtig ist nur, dass er genug trinkt.

Zu deinem letzten Absatz: denke abends in einer ruhigen Minute nach, was dein Sohn an diesem Tag toll gemacht hat (und sag es ihm auch). Es gibt immer etwas, sei es auch noch so eine Kleinigkeit.
Und, sag ihm, wenn du ihn ins Bett gebracht hast, dass du ihn liebst. So mache ich es, vor allem nach einen nervenaufreibenden Tag, um einen Abschluss zu haben.

(24) 26.02.19 - 23:06

Hallo! Bitte bitte trau Dich und hole Dir Hilfe! Deinem Kind kann es nicht besser gehen als Dir, im Gegenteil, denn es wird unbewusst "wissen", der Auslöser für deine Depression zu sein (So junge Kinder beziehen alles auf sich.) Du kannst ihm nicht gerecht werden, wenn es Dir so schlecht geht und Du so wütend, ungeduldig, traurig und verzweifelt bist, und für Sich selber ist es auch so qualvoll! Weißst Du, Eltern müssen bestenfalls die unerträglichen Gefühle ihrer Kinder für diese "verdauen", also halten und erträglich zurück geben, bedeutungsvoll spiegeln. Aber dies ist gerade nicht möglich, kann es aber werden. Es zeigt dein Verantwortungsbewusstsein, und deine Motivation, die Situation zu verändern, wenn Du einen Termin beim Kinder- und Jugendlichentherapeuten machst. Genau dafür sind sie ausgebildet, und sie können helfen, Entlastung schaffen, und die Dynamik in eine andere Richtung lenken, so dass ihr beide zufriedener und glücklicher miteinander auskommen könnt. Verzweifle nicht! Ich wünsche Euch alles Gute!

(25) 26.02.19 - 23:15

Nachtrag: Du wünschst Dir, dass dein absolutes Wunschkind nie geboren sei. In diesem Satz steckt so unermesslich viel Leid! Ich vermute, deine Angst, dein Kind könnte verschwinden (verhungern / Dir weggenommen werden) ist deswegen so massiv, weil sie auf schreckliche Art eine Wunscherfüllung enthält. Aber beides wird nicht passieren, auch wenn du diese düsteren Gedanken (die jede kennt) hast. Dein Kind wird leben und bei Dir sein, es wird schrecklich und schön sein, alles zwischen den beiden Polen deines traurigen Satzes wird sich in eurer Beziehung und in eurem Leben abspielen, und ihr werdet es beide gemeinsam überleben. Aber jetzt braucht ihr Hilfe.

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