Regelspiele er (fast 6) hält es nicht aus.?!

    • (1) 26.04.19 - 10:36

      Moin.

      Mein Sohn gute 5 1/2 kann die Regeln von Spielen nicht akzeptieren.

      Er würde gerne Regeln, vor Beginn, zu seinen Gunsten verändern. Oder auch während des Spiels.
      Wenn es nicht nach seiner Nase läuft, räumt er das Spiel einfach ein.

      Ich versuche ihn zu überzeugen. Agumentiere Regeln sind Regeln...



      Wie sind eure Kinder so.
      Habt ihr auch solche Konflikte?

      Was tut ihr?

      Wie sind eure Kinder im Alltag im Umgang mit Regeln.

      • (2) 26.04.19 - 11:19

        Hallo
        unser Sohn ist in einem ähnlichen Alter.
        Natürlich möchte er gerne gewinnen und würde auch schummeln, aber da begleiten wir ihn durch.
        Im Kindergarten spielen sie auch Spiele und halten sich an die spielregeln und natürlich darf dort keiner Schummeln und es können nicht jedes mal alle gewinnen ....
        Zuhause lässt sich das gut üben.
        (Stichwort Frustrationstoleranz)

        Vielleicht zunächst mit spielen wo die Kinder zusammen halten müssen z.B. Obstgarten.

        (3) 26.04.19 - 11:36

        Meiner ist erst vier, aber immer, wenn es haarig wird, liegt's auch an der Tageszeit:
        wenn er müde, krank, vom Kiga gefrustet, hungrig ist, klappt's mit der Frustrationstoleranz nicht so.

        Vielleicht habt ihr auch bessere und schlechtere Tagesformen?!

        LG Lelamari

        Wenn jemand schummelt, verlasse ich das Spiel aus diesem Grund.

        Wenn jemand nicht verlieren kann, muss ma das (gemeinsam) lernen. Indem man die Spiele normal spielt und auch vorzeigt, dass andre auch verlieren, auch gewinnen wollen, Würfel und Kartenspiele Glück beinhalten,... das Kind gewinnen lassen ist komplett falsch, die Wutausbrüche müssen jedoch verarbeitet und Alternativen gelernt werden ( Akzeptanz und das „Revange, ich probier es nochmal, auch wenn es wieder schief gehen kann“ ).

        Intensiv mit Brett- und Kartenspielen über Wochen hinweg beschäftigen, es gibt viele tolle Spiele, und gerne auch verschiedene und für ab5,6,7Jahren ausprobieren. Regeln vorlesen und keine erfinden.

        • Carcasonne, Geistertreppe, Uno, Lotti Karotti, Monopoly Junior, Tic tac toe, 4 gewinnt,...

          Je strategischer desto mehr auch in die Kniffe einweihen und auf was zu achten ist, wie man blockiert, verhindert, ablenkt, etc...

          Ich wurde schon vom 4 j. Kind besiegt, da ich schlampig wurde ;-)

      (6) 26.04.19 - 13:22

      Meiner hatte das auch ziemlich massiv durch (ich glaube es war das gleiche Alter) - da wurde gemogelt bis zum geht nicht mehr....

      Ich habe 2 Dinge getan - zum einen habe ich das Mogeln nicht toleriert - hier war das Spiel (zumindest für Felix ) dann beendet.

      Aber wir haben auch das Spiel MOGELMOTTE gekauft - da darf (und soll) man mogeln. Ich glaube inzwischen gibt es auch SCHUMMELHUMMEL - das haben wir aber nicht... Klar läuft es auch da nach Regeln - aber diese sind recht locker - und wie gesagt - es soll gemogelt werden. Da konnte sich Felix dann auch austoben - und gerade in seiner massiven Mogelphase hat er dieses Spiel geliebt.

      Inzwischen spielt er durchaus nach Regeln. Da geht dann auch Monopoly, Risiko und ähnliches. Da er nach wie vor sehr gerne Gesellschaftsspiele spielt, fand er es glaube ich eher lästig, dass er, wenn er gemogelt hat, nicht mehr mitspielen durfte...

      LG
      Frauke

    • (7) 26.04.19 - 22:04

      Hallo,

      ich glaube, das versuchen alle Kinder phasenweise.

      Bei uns waren Regeln immer Regeln und wer sich nicht daran halten wollte, durfte nicht (mehr) mitspielen.
      Unsere Kinder hatten das schnell verstanden.

      Ich würde da auf keinen Fall nachgeben. Ich konnte als Kind nicht verlieren, und meine Eltern haben immer absichtlich schlecht gespielt, damit ich möglichst nicht verliere.
      Der "Erfolg" war, dass ich mit 18 immer noch nicht verlieren konnte, ohne sauer zu werden. #schwitz
      (Mittlerweile kann ich es übrigens. ;-))

      LG

      Heike

      Hallo


      Wie lange spielt ihr denn schon regelspiele?

      Wir haben früh mit spielen begonnen. So eine Phase wo unsere große beim verlieren ausgeflippt ist hatten wir mit 2.5/3j.

      Da hatte allgemein eine sehr niedrige frustationsgrenze egal was nicht klappte flog durch die Gegend weil sie ihre Wut zu dem Zeitpunkt sehr schwer kontrollieren konnte.

      Wir selbst haben versucht immer zu vermitteln das verlieren nicht schlimm ist. Inzwischen ist sie knapp über 6j und sie sagt selbst verlieren ist nicht schlimm solange man am spielen Spaß hat.
      Auch die kleinere Schwester mit 4.5j hat das verinnerlicht wobei sie noch immer geknickt ist wenn sie nicht gewinnt.aber sie flippt dann nicht aus und lässt sich auch schnell mit wenigen Worten trösten und aufmuntern.

      Unserer 1.5 jährigen ist es zb noch vollkommen egal sie freut sich einfach wenn sie beim Memory ein Pärchen findet oder bei kuh&Co mit würfeln dran ist. Für sie ist das warten müssen auszuhalten aktuell das schlimmste. Aber das gehört halt dazu und das ist ein Lernprozess. Es wird. Vermutlich weil wir regelmäßig spielen.
      Nein, ich denke nicht das sie die Regeln schon wirklich versteht aber sie lernt zunehmend die Reihenfolge einzuhalten und mit ihrem Frust des Wartens umzugehen.

      Das war bei den großen auch so. Mit 3 wär es noch echt schwer Regeln einzuhalten und warten zu müssen bis man wieder dran ist aber zunehmend wurde es besser.

      Wir spielen mindestens samstags. Die großen verstehen das wir mit der kleinen nur Memory mit 10 Pärchen spielen weil es sonst viel zu komplex ist für sie. Selbst 20 Karten sind für 1.5 j schon echt viel (finde ich) aber die großen wie gewinnen und wie verlieren ist. Sie wissen das die kleine noch nicht so weit ist nehmen Rücksicht und sind dann auch etwas "behilflich" damit die kleine mal erfolgserlebnisse hat. Und obwohl wir mit der kleinen die Regeln oft etwas vereinfachen halten sich die großen beim Spielen nur mit uns wieder ohne Probleme an die ursprubgsregeln.

      Ich denke ihr müsst einfach häufiger spielen und die Regeln stinkt einhalten. Es ist ein Lernprozess. Vermittelt ihm das verlieren nicht schlimm ist und es runden gibt wo auch ihr verliert. Ja das ist schade aber 2 Std später ist es schon wieder egal. Ich nehme ganz stark an ihr spielt um nix. Oder? Also hat keiner einen Vorteil aus dem gewinnen. Das muss er verstehen. Egal ob er gewinnt oder verliert es ändert nichts!

      Und wir haben früh durchgesetzt das Spiele zu Ende gemacht werden wenn man sich dazu entschlossen hat spielen zu wollen. Da die mittlere noch kein richtiges zeitgefühl hat sagen wir immer "eine Runde dauert aber ziemlich lange" ob sie wirklich noch so viel Lust hat oder ob wir lieber 2 kurze Spiele machen sollen.


      Was spielt ihr denn so gerne? Sonst in punkto Anspruch etwas zurückrudern? Spiele wo nur einfache Regeln und wenig zu beachten ist? Spiele spielen die nicht so langwierig sind oder komplexes denken erfordern. Bzw Spiele wo man nicht zu sehr vorausschauend denken muss. Und sonst mit ihm den Frust durchstehen und immer wieder betonen das verlieren nicht schln aber auch nicht dramatisch ist.


      LG und viel Erfolg

      Au weia, was bin ich für ne Lottermutter....
      Meine Kinder durften schummeln wenn wir gespielt haben. Wir haben gespielt und keine harte Politik verfolgt.
      Schummeln will gelernt sein und wir haben uns da nichts genommen, denn meine Kinder mussten gut aufpassen dass ich nicht auch schummel.
      So waren die Spiele oft lustig und spannend weil man einfach unheimlich aufpassen musste, alle Mitspieler.
      Und meine Kinder haben in dem Alter wo sie nicht so gut verlieren konnten einfach öfters gewonnen als verloren. Sie konnten dann mehr und mehr auch besser verlieren, haben an ihrer Taktik gearbeitet. Wir haben so oft Mensch ärgere dich nicht gespielt dass da jeder bald seine eigene Strategie hatte. Bei Memory hab ich eh fast immer verloren.

      Mit der Zeit konnten sie dann auch mehr verlieren und es hat niemand gelitten. Und schon gar nicht hab ich wie ein bockiges Kind das Spiel verlassen wenn mein Kind geschummelt hat. Ich hab es bemerkt, wir haben gelacht und weiter gespielt.

      Es war und ist eben immer ein Spiel...

      • Ach so, nicht dass es den Eindruck erweckt es gäbe keine Regeln bei uns, das ist so nicht.
        Aber es gibt Unterschiede zwischen Spiel und Spaß und den Alltag mit Pflichten und wichtigen Regeln wie zum Beispiel Zuverlässigkeit usw. Oder Regeln im Straßenverkehr, auf dem Schulweg, im Verhalten miteinander usw.
        Mittlerweile sind sie 13 und 16 Jahre alt und sehr zuverlässige Töchter die gern Spiele spielen und wunderbar verlieren können. Und wer weiß, vielleicht schummeln sie noch heute wenn wir spielen, wen juckt es solange wir Spaß haben.

    (11) 30.04.19 - 21:15

    Regeln sind bei uns einzuhalten.
    Dennoch fand ich die Diskussion um Regeln auch immer wieder interessant und als gute Übung.

    Im Alltag, wie auch bei Spielen, gibt es bei uns
    - Situationen, bei denen die Regelns strikt einzuhalten sind (Gefahr)
    - Spiel: Gemeinschaft, gleiches Recht für alle

    und Zeiten, bei denen Diskussionen interessant sind (üben)
    - Regeln, die sich im Laufe der Entwicklung anpassen können
    - Spiel: Chancengleichheit ausgleichen (z.B. wenn ich die schwereren Erwachsenenregeln nehme und sie die Kinderregeln)

    die abgesprochenen Regeln gelten! Jedoch gibt es im Vorfeld die Diskussion, nicht mehr währenddessen.

    Auch interessant ist es, gemeinsam Spiele zu erfinden. Das steigert die Kreativität das Ausprobieren von Regeln, Eigenständigkeit üben und das kommunizieren,
    welche Regeln funktionieren, welche nicht
    und auch das Gefühl von selbst mitbestimmen zu können. Einmal nicht das Gefühl von "immer nur Regeln einhalten müssen, weil andere das so sagen", sondern auch mal selbst Regeln erstellen können.


    Wir haben auch schon bestehende Spiele mit Absprache! umgeändert und neue Regeln ausprobiert. Manche Spiele haben funktioniert, manche nicht.

    Bedingung: vorher darüber reden, das wird dann auch eingehalten
    gemogelt wird nicht d.h., wenn ich die schwierigere Version wählte, durfte ich auch nicht mittendrin in die einfachere wechseln, auch wenn ich am Verlieren war.

    (12) 03.05.19 - 10:23

    ...wir haben phasenweise gar keine Brettspiele mit Sieger/Verlierer gemacht. Es war mir zu doof, eine schöne Zeit immer mit Gebrüll zu beenden. Und für die Geschwisterkinder wars auch doof.
    Da haben wir dann halt einfach kooperative Spiele gemacht. Wie Obstbäumchen oder Waldzwerge und so weiter.

    Ein, zwei Jahre später wars dann kein Problem mehr und es hat funktioniert. Statt sich da durchzuquälen würde ich es einfach nicht mehr machen. Kinder lernen auch ohne Brettspiel-Frust zu verlieren und mit Frust umzugehen.

    Gewinnen lassen würde ich aber nicht. Klar ja, wenn man es komplett unbemerkt tun kann - zB einfach mal ein Memory-Blättchen nicht sehen... okay. Aber nicht bei einem Strategie-Spiel. Das weckt eher das Gefühl, man gewinne immer und sei überlegen - und im Spiel mit Gleichaltrigen ist der Frust dann um so höher...

    (13) 07.05.19 - 22:44

    Mein Bruder war genau so und ist genau so geblieben was sehr unangenehm ist.
    Er ist ehrlich ein kleiner Kotzbrochen und leider sehr einsam.
    Was ist der als Kind ausgetickt.
    Er macht seit einigen Monaten eine Therapie und meinte er hätte dies in jungen Jahren machen müssen
    🙈

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