3 Jähriger, schwierig zu Hause

    • (1) 28.04.19 - 20:34

      Hallo zusammen

      Wir haben 2 Söhne. Der ältere ist 3 1/2 , der Jüngere bald 11 Monate.
      Wenn wir alle 4 zusammen sind, also Papi, Mami und die Kinder, haben wir momentan überhaupt keine schöne Zeit .

      Unser grosser dreht wenn der Papi da ist immer durch! Er ist frech, hört nicht zu, er tritt, haut, schreit, ist immee laut. Was ich sagen muss, zu seinem Bruder ist er IMMER sehr lieb, ihm macht er gar nichts, wenn ich mit den Jungs alleine bin gehts auch. Aber wenn mein Mann auch da ist... schreeecklich!
      Wir wissen nicht mehr weiter. Wir sind so traurig, enttäuscht, sauer, fragen uns was wir flasch machten/machen. 
      Diese Situation ist seit etwa 3 Wochen, wie aus dem nichts gekommen. Mein Mann nimmt sich sehr viel Zeit mit den Kindern. Hat auch ab und zu Papitage, wenn ich arbeiten muss. Er sagt es ist dann besser, aber auch dann ist der grosse immer sehr frech zu ihm und geht an die Grenzen.

      Habt ihr vielleicht Tipps wie man in diesen Situationen schlichten usw kann? Ich möchte ihn nicht bestraffen oder erpressen oder so. Aber meistens führt es immer zu dem ...

      Danke und sorry für den langen Text

      • (2) 29.04.19 - 10:14

        du schreibst nichts dazu, wie du durchgreifst.

        Diskutiere nicht. Schwätze nicht .... Mache klare Ansagen und bleibe dabei.
        ich stelle fest, es wird viel zu viel diskutiert und geredet und einigungen gesucht und verhandelt...
        du solltest vielleicht mal konsequenter sein? -- und ja: auch mit Konsequenzen, die wirklich hart sind.
        Geschrei beim essen? kein beschwichtigen mehr, sondern direkt Teller weg.
        Hilft nicht beim Aufräumen und tobt? Alles in eine "Pausekiste" und weg in den Keller.
        bockt bein anziehen? lege es ihm hin und gehe deinen Haushalt machen statt einen Kampf auszufechten. usw.... ---- du schreibst keine SItuationen, -aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine.... wenn du ein paar mal wirklich streng diese Konsequenzen durchziehst, dann wird das in einigen Tagen oder 1-2 Wochen auch fruchten...

        ich hab das jetzt in "du" geschrieben... aber kann es sein, dass dein Manne eben viel durchgehen lässt? vielleicht weil er eben seltener da ist? --- das sollte er lassen.

        • (3) 29.04.19 - 10:25

          Danke für deine Antwort.

          Also ich bin sehr konsequent und ich ziehe es auch durch. Ich zähle immer auf 3. Ich sage ihm: wenn du nicht aufhörst wenn ich bei 3 bin, dann musst du in dein Zimmer usw... bei mir funktioniert das sehr gut. Bei meinem Mann ist es ihm egal, das ignoriert er. Obwohl ich finde das er auch konsequent ist. Wir ziehen auch immer am gleichen Strang. Sprechen uns vorher ab, was er darf oder so. Damit er uns nicht ausspielen kann. Gestern haben wirs so gemacht das ich mich um ihn gekümmert habe, also anziehen usw. Hab mein Mann einwenig rausgenommen. So hat es super geklappt aber das soll so nicht die Lösung sein.

          Strenger kann ich fast nicht sein, ich habe manchmal das Gefühl ich bin sonst schon zustreng :-(....

          • (4) 29.04.19 - 11:03

            du beziehst immer alles auf dich...?

            es geht doch darum, dass Dein Kind aufdreht, wenn es um Deinen Mann geht bzw. er da ist. -- ich denke, dann muss auch der Papa am Rädchen schrauben, nicht du.

            übrigens: JEDESMAL, wenn ich mit meinen Kindern bei Oma sind, werden sie frech oder es passieren Dinge, die bei uns zuhause nie so passieren würden.... auch wenn die Oma bei uns hier ist ...... -- es liegt an der reinen Anwesenheit der Oma. --- plötzlich isst man keinen Salat mehr oder mag anderes Essen nicht, benimmt sich nicht bei Tisch, - usw. ....

            immer wenn sie alleine bei oma sind, können sie sich auch benehmen... --- es liegt wohl an der Anwesenheit zweier Autoritätspersonen, die alleine jeweils anders sind, als im Doppelpack... -----
            Könnte bei euch was ähnliches sein....

        (5) 01.05.19 - 20:27

        Das ist ja gruselig und hat mit Konsequenzen nichts zu tun! Du bist mächtiger als ein Kleinkind, Bravo!

        Ich wäre eher dafür das Kind zu beobachten, zu schauen warum es sich so verhält. Überforderung, sucht es Aufmerksamkeit von Papa, geht es ihm nicht gut...
        Und dann die Gefühle benennen und das Kind in der schweren Zeit begleiten. Das ist sicher schwerer, als das Spielzeug wegzunehmen, aber schafft Vertrauen und hilft dem Kind seine Emotionen zu verstehen.

    (6) 29.04.19 - 16:22

    Hi, bei uns war das eine Zeitlang auch so ähnlich. Wenn unser Sohn (3,5) alleine mit mir oder meinem Mann war, wars relativ harmonisch, aber sobald Wochenende war und wir alle drei zu Hause waren, hat er sich teilweise echt schrecklich benommen. Das war wieder irgendeine komische Phase, ist dann nach ein paar Wochen besser geworden.

  • (7) 30.04.19 - 09:47

    Hallo,

    "Ich möchte ihn nicht bestraffen oder erpressen oder so."

    Du sagst, Du bist konsequent, willst Deinen Sohn aber nicht bestrafen oder erpressen.
    Wie soll das denn funktionieren? #kratz

    Wenn Du Deinem Sohn sagst, wenn Du x nicht tust oder unterlässt, bekommst Du Konsequenz/Strafe y, ist das das, was manche weltfremde Eltern als Erpressung bezeichnen.
    Das ist übrigens auch das, was unser Staat tut, wenn wir uns nicht an die Gesetze halten.
    Jeder von uns wird somit jeden Tag erpresst, Regeln zu befolgen, die er vielleicht gar nicht sinnvoll findet. ;-)

    Ich nehme mal an, dass Du Konsequenzen ziehst und dass der Satz nicht so gemeint war.
    Wenn nicht, solltest Du schleunigst damit anfangen, welche zu ziehen. Ansonsten wäre das schon der Grund für das Verhalten des Kindes.

    Offenbar hat Dein Sohn das Gefühl, dass Papa alles mit sich machen lässt.
    Da wäre die Frage, was Papa denn macht, wenn er sich so aufführt.
    Kinder sind nicht blöd. Die können durchaus auf Person x hören, weil die sich durchsetzt und auf Person y nicht, weil die sich nicht durchsetzt.

    Dein Mann muss klar stellen, dass er sich das Verhalten Eures Sohnes nicht bieten lässt, nicht Du.
    Wenn Euren Sohn die derzeitigen Konsequenzen nicht tangieren, sind es die falschen.
    Dann müssen andere her.
    Am schlechtesten ist es, mit der Einstellung da ran zu gehen, dass man dem Kind xy nicht antun kann, weil es dann brüllt oder so.
    Das ist der Grund für eine Konsequenz. Die soll unangenehm sein. Sonst wirkt sie nicht.

    Sehr willensstarke Kinder brauchen zuweilen sehr strenge Konsequenzen.
    Dabei ist es egal, wie das bei anderen Kindern ist und ob irgendwelche Eltern von leicht lenkbaren Kindern das für völlig überzogen halten. Jedes Kind ist ein Individuum Da gibt es keine allgemeingültige Anleitung.

    Ich kann nur raten, die Fronten zu klären, solange die Kinder klein sind.
    Je älter sie werden, umso schwieriger wird es, ihnen unangemessene Verhaltensweisen wieder abzugewöhnen.

    LG

    Heike

    (8) 30.04.19 - 10:26

    Mit drei Jahren müsste er sich doch einigermaßen äußern können, was da vor drei Wochen passiert ist, oder was er möchte, was ihn stört...vielleicht hat ja dein Mann oder jemand anderes irgendwas gesagt oder getan, was der Junge missverstanden hat, was so sauer und aggressiv macht?

    Ich glaube dir, dass euch das sehr trifft, wenn der Junge sich so verhält und ihr nicht nachvollziehen könnt, warum, und ich kann auch verstehen, dass man so hilflos ist, dass man den Impuls zu bestrafen hat.
    Aber man müsste schon extrem weltfremd sein, wenn man glauben würde, dass Bestrafungen das Verhalten des Kindes oder die Beziehung zum Vater verbessern würden.

    (9) 03.05.19 - 14:00

    Du hast die Lösung schon im Titel: Der Zwerg ist drei. Das ist normal. Er testet gerade aus, was er bei wem machen kann.
    Dein Mann muss ihm weiterhin zugewandt sein, aber sich selber auch ernst nehmen. Dem Kind zeigen, dass er ihn bedingungslos lieb hat und es auch ertragen kann, wenn er mal böse oder launisch ist. Er ist der Erwachsene, er kann das tragen. Aber er hat auch seine Grenzen.
    Erwartet nicht zu viel von einem so jungen Kind. Macht viel miteinander, der Papa auch mal was einzeln mit dem grossen, etwas, dass eben nur Papas mit grossen Buben machen. Keine Ahnung was: etwas, was man als Kind bewundern darf: Klettern gehen, Fussball spielen, im Bach spielen, Kanu fahren, mal eine Nacht im Zelt schlafen, einen Reitausflug... sei du nicht dabei, lass ihnen Zeit zu zweien...

    (10) 11.05.19 - 19:09

    Die Phase hatten wir auch mit 3 Jahren. Was bei uns geholfen hat war, dass sich mein Mann exklusiv Zeit mit ihn genommen hat. Mal alleine einen Ausflug etc.

    (11) 06.06.19 - 18:07

    Hallo:) Wenn du Tipps brauchst, schau mal auf diesem Blog vorbei: temperamentvolle-kinder.weebly.com
    Ich persönlich fand die Tipps eigentlich ziemlich gut und habe sie selbst angewandt.
    Viel Erfolg.

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