meine Kinder hassen sich

    • (1) 14.05.19 - 10:19
      schlimmm

      hallo zusammen,

      manchmal ist es wirklich schlimm bei uns. ich habe 2 söhne und der große ist extrem eifersüchtig und denkt ständig, dass der kleine bevorzugt wird.

      vom vater bin ich inzwischen getrennt, ein choleriker, der einfach dem der schreit verbal eine mitgibt und nicht schaut wer eigentlich angefangen hat oder wo das problem liegt.
      zur situation, die kinder waren das we beim vater. kommen nach hause, muttertag ging es noch. gestern haben sie sich so angeschrieben wie ich es noch nie erlebt habe. klar müssen geschwister auch streiten.

      morgen habe ich geburtstag. ich habe sie gebeten zusmmen einkaufen zu gehen, direkt sagt der große, "mit dem gehe ich nicht".. als ich ihn zur rede stelle sagt er nur die ganze zeit monoton "kann ich jetzt in die schule.. kann ich jetzt gehen"..

      ich glaube er ist inzwischen ziemlich ausgefuchst, zieht dem kleinen grimassen und ärgert ihn wenn ich nicht schaue und wenn ich schimpfe.. hat der kleine angefangen. andersrum ist es aber auch so, dass der kleine beim kämpen lacht und schreit weiter und dann plötzlich heult weil es doch weh tut.

      ich bin sowas von enttäuscht. ich möchte dass sie sich vertragen, nicht gegenseitig mobben. ich bin gerade daran, meinen geburtstag jetzt selbst vorzubereiten, sie außen vor zu lassen und meine enttäuschung mal wirklich raushängen zu lassen, mit im zimmer bleiben bis sie mal einsehen wie kacke die stimmung ist, wenn sie immer aufeinaner losgehen.

      der große beispielsweise will immer dann in meinem bett schlafen wenn der kleine schon da ist. und auch nur wenn der kleine nicht mit im bett schläft. mich verletzt dieses verhalten total und ich weiß einfach nicht wie ich beiden gerecht werden kann, damit es nicht so ausufert.. meistens geht es ja, obwohl der große sich eigentlich immer durchsetzt und wenn nicht beleidigt ist..

      ich bin gerade nervlich am ende, dabei habe ich mich so gefreut morgen schön mit ihnen essen zu gehen, zu frühstücken aber inzwischen sehe ich es nur als stress. und überlege alles abzusagen und auch am wochenende mal keine taxifahrten zu unternehmen für die kinder, sollen sie mal sehen das es auch anders geht.

      oder habt ihr noch andere ideen? handy ist ejetzt auch erstmal weg.

      lg

      • (2) 14.05.19 - 11:21

        Hallo.

        Wie alt sind denn deine Söhne. Und wie läuft es beim Vater ab. Also ich habe zwei Töchter im geringen Abstand, die sich auch "die Köpfe" einhauten. Auch so um die Trennungszeit vom Vater. Sie musstens ich auch erstmal in eine neue Situation einfinden. Wenn es zu arg wurde, bin ich laut geworden (kennen sie ja nicht von mir) und ich habe sie dann erstmal eine ganze Weile ignoriert. Alles eingestellt, was ich sonst für sie getan habe. Das hat echt gewirkt. Und ich habe bestimmt, wann ich sie nicht mehr ignoriere. War zwar hart, aber die Wirkung größer. Und sie stritten zwar noch einige male, aber im Maße. Ich habe sie auch angehört, wenn sie Probleme oder Frust hatten. Aber ihren Frust brauchten sie nicht an mir auslassen. Immer wenn sie sich streiten wollten oder gestritten haben, bin ich aus dem Zimmer gegangen. Das hat dann schon gereicht und sie merkten, dass das doof war. Sie waren damals 9 und 10. Also im Alter, wo man schon einiges verstehen sollte.

        LG

        (3) 14.05.19 - 11:47

        Nicht Streitschlichter spielen
        Positive Konfliktlösungen vorleben
        Mitglied der Familie sein lassen
        Sich einbringen lassen
        Gemeinsame Aktivitäten zeigen die Stärken des einzelnen
        Einzelne Unternehmungen mit Mama und Papa




        Alles was du beschreibst, ist im Ansatz normal. Bei uns will auch immer entweder die ganze Bande kuscheln, oder sie kommen exakt gleichzeitig auf die Idee, dass sie was vorgelesen haben wollen oder spielen wollen.

        Dass sie sich gegenseitig doof finden, ist auch noch normal. Dass der Grosse sich für den Kleinen schämt.. keine Ahnung. Kann auch angemessen sein. Wir haben so ein Brüderpaar, bei dem der kleine stark auffällig im Benehmen ist. Er mag seinen Bruder zwar, aber je nachdem ist es ihm peinlich. Wenn er den Bruder aber einfach nicht mag und so verbal verletzten will, dann geht es nicht.

        Das kannst du nicht abstellen, indem du es verlangst.

        Du musst vorleben, dass man sich gegenseitig akzeptiert wie man ist. Und vorleben, wie man sich verhält in Konfliktsituationen. Die Beziehung zu deinem Ex ist beispielsweise ein Vorbild für die Jungs. So wie ihr euch verhaltet, verhalten sie sich ggf. untereinander. Böse übereinander reden, sich ausgrenzen... Achte mal auf deine eigene Konfliktfähigkeit. (Keine Unterstellung, nur Anregung).

        Nun gut, was ich meine ist: Sie werden sich so verhalten, wie sie es abschauen, bei dir, bei Freunden, beim Vater.

        ODER

        sie haben einfach noch nicht realisiert, was Familie ist. Und das kann man erstens ab und an sagen "Wir sind keine WG, wir sind eine Familie, wir helfen uns und passen auf uns auf" - und zum andern kann man das Gefühl fördern, in dem man beide Kinder etwas für die Familie machen lässt. Sei das Kochen am Samstag, Staubsaugen, Tisch abräumen... jeder muss und darf sich einbringen. Die Mutter dient nicht - sie verteilt auch keine Ämtli - sie sagt was gemacht werden muss und aus dieser Fülle wählt jedes, was ihm entspricht. Meine Tochter findet WC-Putzen witzig, weil man Handschuhe anziehen darf, mein Sohn findet Staubsaugen gut, weil es lärmt... Jeder trägt dazu bei, eine Familie zu sein.

        Der zweitletzte Punkt wäre dann, dass die Kinder sich als Geschwister erleben. Im Alltag. zB gehen sie gemeinsam einkaufen. Da ist man ganz schön froh, wenn man jemanden dabei hat. Oder sie gehen gemeinsam das Fahrrad zum Mechaniker bringen. Trau ihnen was zu - und lass sie das alleine tun. Draussen und auf sich gestellt werden sie nicht streiten sondern ihre gegenseitigen Stärken schätzen lernen.
        Mein Sohn zB getraut sich problemlos bei Fremden was zu bestellen. Meine Tochter nicht - mein Sohn hat einen super Orientierungssinn, mein Mädchen null - dafür kann sie Dinge viel besser beschreiben und sich auch besser an Bestellungen und Zeiten erinnern.
        Ausserhalb des Alltags kannst du gezielt die Beziehung der Kinder fördern, in dem du sie (je nach Alter) gemeinsame Sachen erleben lässt. Klettern, Kanufahren, Segeln... OL laufen. Auch das schweisst zusammen.

        Dann kommt der Punkt, dass sie ggf. auch exklusive Zeit mit dir brauchen. Ohne, dass das andere dabei ist. VLt. ändert ihr den Besuchsplan beim Vater so, dass ihr jedes zweite Mal nur ein Kind hinschickt - dann hat jedes einmal Mutter oder Vater für sich. Klar, ihr habt dann für eine Weile nicht jedes 2. Wochenende "frei" aber es tut sicher gut.

        Als letzter Punkt: Das Geschwister beste Freunde sind, ist eher selten. Wenn das auf dich so wirkt, dann daher, dass andere Kinder bei dir fremd sind und dann auch weniger streiten. Geschwister streiten, ist halt so. Sie müssen es nur innerhalb von normalen Grenzen tun.

        Für eine gewisse Zeit ist es auch gut, das Konkurrenzdenken nicht auch noch anzustacheln, in dem sie zB in denselben Club gehen oder ihr zusammen Tischspiele macht. Macht eher konspirative Dinge. Also kein Eile mit Weile sondern Obstgärtchen... wenn du weisst was ich meine :-)

        Erstmal wäre es gut zu wissen wie alt deine Jungs sind und ob sie schon immer so wild waren. Gibt's denn auch eine Konsequenz deinerseits, wenn sie sich so verhalten?
        Bis zu einem gewissen Grad ist das Streiten unter Geschwistern ja normal, aber du schreibst, dass sie kämpfen? Gibt's dann eine Konsequenz?
        Warum schickst du sie los um für deinen Geburtstag einzukaufen und ihn vorzubereiten? Da fehlt doch völlig der Wow-Effekt. Hmm, also da müssten deine Jungs schon selbst auf die Idee kommen.
        Haben die beiden getrennte Zimmern um sich zurückziehen zu können?
        Der Vater geht auch nicht gerade mit gutem Beispiel voran. Kinder kupfern sich einiges von ihren Eltern ab und spiegeln das Verhalten wider.
        Ich weiß nicht inwieweit dein Ex einsieht, dass Brüllen wegen einem Pieps nichts Positives bringt.

      • Auch Streitkultur muss gelernt sein. Und wenn Deine beiden Kinder das Pech hatten, dass sie es völlig falsch von ihrem eigenen Vater vorgelebt bekommen haben, dann ist es um so mehr jetzt Deine Aufgabe, beiden Kindern beizubringen, wie man sachlich und produktiv Konflikte lösst und sich bei Auseinandersetzungen verhält.
        Es gibt gute Bücher zu diesen Thema, generell mag ich die Bücher von Jesper Juul. Du könntest auch eine kostenlose Erziehungsberatung z.B. bei der Caritas o.ä. nutzen und Dich dabei unterstützen lassen, wie Du Deinen Kindern eine gute Streitkultur beibringst.

        Generell:
        - stärke den Familienzusammenhalt. Unternehmt Dinge zu dritt, wo sie sich richtig auspowern können, aber eben gemeinsam etwas machen, z.B. Kletterpark, Rudern, Fahrradtour, ... Es gibt auch schöne Gesellschaftsspiele, wo alle zusammen agieren müssen und nicht gegeneinander spielen.
        - versuche Dir mehrmals pro Woche ein klein wenig Zeit nur mit einem von beiden zu nehmen, immer abwechselnd.
        - wenn beide sich streiten: versuche nicht den Streit zu schlichten/den Streit abzuwürgen, sondern erteile jedem von ihnen nacheinander redezeit. Jeder soll allein schildern, was das Problem ist und warum er sich gerade ärgert. Dann versucht ihr gemeinsam eine Lösung des Problems zu finden.
        - achte auf die Einhaltung von Rahmenbedingungen: keine Beleidigungen, jeder darf aussprechen, keine Vorverurteilung
        Ziel eines Problems/Streits soll NICHT sein, einen Schuldigen zu finden, sondern gemeinsam eine Lösung zu suchen, mit der alle leben können.
        - setzt euch regelmäßig ein paar Minuten zusammen (z.B. am Abendbrottisch) und jeder soll seinen Tag schildern und sagen, wie es für ihn heute war, ob er etwas Schönes oder Schlechtes erlebt hat. Alle anderen hören zu und lassen einander aussprechen.
        - Setz Dich jeden Tag ein paar Minuten zu jedem einzelnen von ihnen ans Bett und sage ihm, dass Du ihn liebst und stolz bist auf ihn

        (6) 17.05.19 - 11:16

        Hallo, du bist enttäuscht weil deine Kinder sich streiten und deine Erwartungen am harmonische Geschwister nicht erfüllen?
        Es gibt keine Verpflichtung als Kind das andere Kind zu mögen.

        Meine Zwillingsschwesr und ich haben uns nicht nur gestritten, wir haben uns geprügelt und waren extrem eifersüchtig aufeinander. Nach meiner Tochter und meinem Mann ist sie der dritt wichtigste Mensch für mich.

        Wie alt sind denn beide? Wie klein ist der kleine und wie groß ist der große?
        Wollte der kleine überhaupt mit zum einkaufen? Gibt es objektiv Gründe warum der große den Bruder nicht mitnehmen will?
        Wer der große ohne den Kleinen alleine gegangen?


        Gruß Sol

      • (7) 24.05.19 - 15:40

        Hi, ich würde dir raten dich an jeweils einem Tag in der Woche intensiv mit beiden zusammen zu beschäftigen und eine Gemeinschaftsaufgabe daraus zu machen. Beispielsweise den Garten auf Vorderman zu bekommen, eine Wohnwand zu verschönern, oder auch Ausflüge mit ihnen zu machen, wo ihr zusammen etwas erarbeiten könnt.
        Beide müssen lernen, dass du sie gleich lieb hast und für jeden gleichermaßen da bist und es ihnen auch konsequent sagen, dass beide für dich denselben Stellenwert haben.
        Sie müssen lernen, dass ihr als Familie eine Einheit seid und sozusagen ein Team.

        Es kann sein, dass sie sich generell nicht leiden können und sich das auch nicht groß ändert aber durch gemeinsame Zeit, die ddu mit ihnen verbringst, vergessen sie sicher mal das gegenseitige Gehacke aufeinander und die Eifersüchteleien!

        Es wäre trotzdem gut zu wissen, wie alt deine Jungs sind um abzuschätzen wie reif sie nun schon sind.

        Viel Glück für dich und deine jungen Männer :-)

        (8) 25.05.19 - 16:53

        Huhu

        Also ich habe erst eine Tochter und die ist 8 Wochen jung aber ich habe eine große Schwester😅
        Meine Mama war ganz oft am Rande der Verzweiflung, weil wir uns gestritten haben wie die kesselflicker, wie meine Mama das so schön sagt.
        Wir mussten uns ein Zimmer teilen und wir haben uns an den Haaren gezogen uns angeschrien und uns gegenseitig geschlagen.
        Irgendwann sind wir umgezogen und hatten getrennte Zimmer und was soll ich sagen, wir sind gegenseitig ins Zimmer von der anderen gegangen um uns zu streiten🤷‍♀️
        Es gehört zum Geschwister sein dazu und als Mutter muss man das leider aushalten.
        Meine Mama hat irgendwann einfach mal ihre Sachen gepackt und ist gegangen, da waren wir 7 und 12 glaube ich. Als wir gemerkt haben, das sie nicht mehr da ist haben wir uns sehr erschrocken und sind zusammen raus gegangen um sie zu suchen, da stand sie bei der Nachbarin ein haus weiter und war am quatschen🤣
        Geändert hat sich trotzdem nichts🤷‍♀️
        Klar kannst du deine Enttäuschung zeigen, bringen wird dir das wahrscheinlich nichts.

        Meine Schwester un ich sind ein Herz und eine Seele inzwischen sind wir 25 und 30. Wir haben uns wieder angenähert nachdem sie ausgezogen ist.

        Ich denke nicht das deine Kinder dich hassen, lass den Kopf nicht hängen.

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