Ständig Ärger in der Schule

    • (1) 02.06.19 - 04:47

      Hallo, mein Sohn geht zur Zeit in die 2. Klasse und es kommen ständig Nachrichten von der Lehrerin bzw. Anrufe. Zuhause ist er eigentlich "normal" nur etwas temperamentvoll.
      Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. weiß, was zu tun ist?

      Ich bin für jede Hilfe dankbar:)

      • Vielleicht ersteinmal ein Gespräch mit der Lehrerin suchen? Was sagt sie denn? In welchem Bereich liegen die Auffälligkeiten? Das er zu Hause normal ist und in der Schule Probleme hat, ist erstmal nicht ungewöhnlich. In der Schule gibt es ja ganz andere Regeln, still sitzen etc PP.

        • Ein Gespräch mit der Klassenlehrerin gab es bereits. Sie meinte er sei sehr frech und respektlos zu Ihr und auch zu einigen Mitschülern. Er missachte Regeln wie das still sitzen. Mein Sohn meint, dass ihn die Lehrerin nur nicht besonders mag. Jetzt weiß ich nicht, ob die Lehrerin meinen Sohn auf dem Kicker hat oder mein Sohn lügt.

      (5) 02.06.19 - 18:59

      Hallo,

      das kann alles sein.

      Es kann sein, dass die Lehrerin mit schwierigeren Kindern überfordert ist, und dass Dein Sohn sie deswegen nicht ernst nimmt.
      Es kann aber auch sein, dass Dein Sohn sich nicht einfügen kann und dass das zu Hause nicht groß auffällt, weil es da so läuft, wie er möchte.
      Es kann sein, dass Dein Sohn unterfordert ist und das über dieses Verhalten ausdrückt. Unterforderte Jungs reagieren häufig so, anstatt still vor sich hin zu leiden, wie viele unterforderte Mädchen.
      Überforderte Kinder können auch so reagieren.

      Unser Sohn war in der 2. Klasse unterfordert und hatte eine pädagogisch unfähige Lehrerin. Das ging irgendwann gar nicht mehr.
      Nach einem Sprung in die 3. Klasse zu einer fähigen Lehrerin hatten sich die Probleme erledigt.

      Was ich an Eurer Stelle machen würde, ist Gespräche mit anderen Lehrern und mit OGS-Kräften (falls Euer Sohn dort ist) führen, wie die Euren Sohn erleben.
      Wenn die gut mit ihm klar kommen, liegt es nicht an der Erziehung.

      Dann würde ich mich mit anderen Eltern unterhalten, wie deren Kinder die Lehrerin erleben. Die Lehrerin, mit der unser Sohn aneinander geraten ist, ist bei vielen Kindern sehr unbeliebt.

      Dann würde ich mir ansehen, wie er leistungstechnisch unterwegs ist. Langweilt er sich? Findet er schwierigere Aufgaben spannend?
      Oder ist es vielleicht das Gegenteil, dass ihm alles zu schwer ist, und dass er deswegen frustriert ist?

      Je nachdem, was dabei heraus kommt, muss man überlegen, wie man weiter vorgeht.

      LG

      Heike

      Hallo,

      kann gut sein, dass dein Kind wahrnimmt (NICHT lügt): "Die Lehrerin kann mich nicht leiden" - deshalb muss das aber noch lange nicht so sein.

      Ich habe als Lehrerin mit diesem Rückmeldeverfahren gute Erfahrungen gemacht:

      https://www.zaubereinmaleins.de/kommentare/verhaltensanzeige....826/

      Ich nutze das allerdings nicht für die gesamte Klasse. Sondern einzelne Kinder haben so eine Schiene an der Oberseite des Tisches kleben. Das Kind hat ein Ziel, das könnte in deinem Fall zum Beispiel lauten: "Ich bin freundlich zu anderen".

      Morgens steht die Büroklammer auf "Start". Verhält dein Kind sich wie gewünscht (z. B.: Fällt 20 Minuten lang kein Schimpfwort), so rückt die Klammer in die grüne Richtung. Bei negativem Verhalten in die rote Richtung.

      Landet ein Kind auf "Auszeit", muss es eine Besinnungsaufgabe machen. Zum Beispiel: "Schreibe auf, in welchen Situationen du heute Schimpfwörter benutzt hast. Überlege, wie du die Situationen besser hättest lösen können."

      Landet das Kind auf "Fantastisch", bekommt es eine Belohnung (Hausaufgabengutschein, im Sport ein Spiel aussuchen, etc)

      Das Ziel sollte so angelegt sein, dass dein Kind Erfolgserlebnisse haben kann. Landet es öfter auf "Auszeit" als auf "Fantastisch", dann ist das Ziel zu hoch oder dein Kind braucht zusätzlich andere Hilfen.

      Man kann auch zusätzlich ein Rückmeldesystem mit dem Elternhaus vereinbaren, das wirkt auf viele Kinder noch motivierender: Schafft es ein Kind auf "Fantastisch", bekommt es einen grünen Punkt ins Hausaufgabenheft (den die Lehrerin unterschreibt).

      Und bei drei grünen Punkten darf es sich zum Beispiel eine Wochenend-Unternehmung aussuchen.

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche klaren und geregelten Rückmeldesysteme Kindern mit Verhaltensproblemen besser helfen, ihr Verhalten zu regulieren, als "nur" mündlich zu ermahnen oder zu loben. Sie lernen dann nämlich besser, was gewünschtes Verhalten ist und wissen ganz genau, wann eine Konsequenz kommt.

      Ich wünsche euch viel Erfolg.

      LG

    • (7) 03.06.19 - 09:51

      Red mit der Lehrerin und nimm sie ernst.
      Oft bekommt man daheim nicht mit, wie sich ein Kind ausserhalb des Zuhauses aufführt.

      Hallo,

      vielleicht hilft mal ein gemeinsames Gespräch in einer ruhigen Umgebung mit Dir, Deinem Sohn und der Lehrerin.
      Eventuell sogar bei Euch zuhause, bei einer Tasse Kaffee.

      Manchmal sind es nur kleine Stellschrauben, an denen man drehen muss.
      Es kann durchaus sein, dass Dein Sohn den Eindruck hat, dass die Lehrerin ihn nicht mag (obwohl dem nicht so sein muss) und deswegen provoziert.
      Umgekehrt kann es genausogut sein, dass die Lehrerin ihn als frech und unverschämt sieht, obwohl er nur auf sich aufmerksam machen will.

      Ich denke, dieses Problem kann man lösen.
      Und wenn die beiden sich mal in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre begegnen und sich mal richtig offen und freundlich unterhalten können, platzt garantiert auch der eine oder andere Knoten.

      LG

      Hallo !

      Gab es auch aehnliche Rueckmeldungen aus dem Kindergarten ? Kenne leider viele Eltern, die ihren Kindern selbst keine Grenzen setzen und sich dann wundern, dass die Kinder im Kindergarten und in der Schule nicht zurecht kommen. Will damit nicht sagen, dass dazu gehoerst, aber wenn er bereits im Kindergarten auffaellig war, dann liegt es bestimmt nicht an der Lehrerin.

      Liebe Gruesse
      Svenja

      Es ist wichtig zu bestimmen, ob Ihnen die Lehrerin eine objektive Bewertung des Verhaltens Ihres Sohnes gibt. Es lohnt sich in erster Linie, alle anderen Lehrer(innen) zu befragen und dann davon ausgehend handeln.

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