Umgang mit übermüdeten knatschigen Kindern

Hallo,
ich habe zwei Kinder, 2 und 4Jahre alt.
Leider fällt es Ihnen schwer zur Ruhe zu kommen, sie schlafen oft erst spät ein.
Dementsprechend gibt es häufig Tage, an denen schlechte Laune herrscht. Es wird wegen jeder Kleinigkeit geheult/sich verweigert: anziehen, Zähne putzen, Haare kämmen, wer macht die Tür auf, es gibt nicht die 2.Süßigkeit an diesem Tag und kein 3.Eis....
Es ist klar, dass Kinder oft frustriert sind und damit umzugehen lernen müssen. Weil eben nicht alles so ist/klappt wie sie wollen.
Aber durch die Müdigkeit ist bei uns oft das Außmaß verheerend... es wird dann ständig gebrüllt und gestritten, auch gerne miteinander und meine Nerven sind am Ende und ich kann auch nicht mehr einfühlsam reagieren und sag sowas wie: selber Schuld, hör auf mit der Brüllerei, kann ich nicht mal 5min Ruhe haben?
Ok, im Moment kommt noch dazu dass ein Kind etwas kränkelt, dass erklärt dann auch wieder einiges.
Aber habt ihr Tipps wie ich dafür sorgen kann dass meine Kinder etwas ausgeglichener sind? Oder etwas mehr schlafen/Ruhe finden wenn sie sie brauchen?
Lasst ihr die Kinder dann fernsehen/Handy spielen oder anderes? Wenn eben jedes "normale" Spielen in Frust ausartet weil die Stifte/Autos/Puppen nicht so wollen ...
Erlaubt ihr ihnen mehr als sonst oder seid ihr erst recht streng a la: Wer sich nicht benehmen kann,...
An guten Tagen haben wir kaum Probleme, aber an manchen Morgen merkt man schon dass es eine Katastrophe wird....
Und sie werden ganz sicher nicht zu oft frustriert oder reglementiert von uns. Also daran liegt es bestimmt nicht.
Unterzuckerung konnte ich jetzt heute z.B. auch nicht feststellen.
Liebe ratlose Grüße

Also meine Kinder durften immer schlafen bei Bedarf.....
Ganz einfach

Ja meine Kinder dürfen auch immer schlafen wenn sie wollen. Leider schreien sie immer: Ich bin gar nicht müde!!! Statt sich mal auszuruhen. Das große Kind findet mittags leider gar nie mehr in den Schlaf, schläft z.B. auch nach 6Stunden Schwimmbad auf ner einstündigen Heimfahrt nicht im Auto ein:-(, also bei so Sachen wo alle anderen Kinder einschlafen und k.o. sind drehen sie dann eher auf:-(

Ja, wenn man das Glück hat, dass die Kinder sich freiwillig schlafen legen, wenn sie müde sind.

Leider gibt es aber Kinder, die immer weiter powern, obwohl sie stehend k.o. sind und die sind dann irgendwann vollkommen übermüdet und mega quakig.
Wir haben auch welche von der Sorte.

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Hallo,

meine Kinder kommen beim Vorlesen gut zur Ruhe. Schon sehr lange, also so grob ab dem Alter deiner Kinder.
Außerdem war zum Beispiel CD hören ganz toll, um runterzukommen. Das ging so mit 2 Jahren los. Zuerst gab es Lieder CD's und etwas später dann auch anderes. Auch mein Sohn liebt CD's.

Insgesamt sind unsere Kids grad aber auch echt durch (5 und 7) . Sie schlafen abends spät ein, weil es zu warm ist und noch nicht dunkel etc.
Wichtig ist auch, dass du dir selbst kleine Auszeiten schaffst, mal 5 Minuten Ruhe oder auch ne halbe Stunde. Das solltest du langsam und nach und nach einfordern. Klappt bei uns aber auch nicht immer. An vielen Tagen aber wunderbar.
Schläft der Kleine denn noch? Kannst du dich mit ihm hinlegen und den großen z.B. CD hören lassen, einfach nur, dass beide etwas runterkommen?

Isabel

Was das Bettfertigmachen angeht: Da lasse ich fünfe grade sein, wenn unsere Tochter übermüdet ist. Auf Zähneputzen bestehe ich, alles andere ist in einer solchen Situation optional. Haare werden halt mal nicht gekämmt und dann schläft sie halt mal in der Kleidung vom Tag (sie trägt allerdings nur gemütliche Sachen, keine Jeans oder so).

Wenn das allerdings eher der Normalzustand ist, würde ich das anders lösen. Eventuell hilft es ja, wenn sie sich früher bettfertig machen. Wenn sie noch nicht so drüber sind. Und danach darf noch gespielt werden.

Fernsehen (bzw. Netflix und YouTube) gibt es bei uns abends eher nicht. Da schläft unsere Tochter schlechter ein, bzw. hat Probleme runter zu kommen. Selbst, wenn sie müde ist - irgendwie setzt sie das unter Strom.
Wenn das bei deinen Kindern anders ist, spricht da generell natürlich nichts gegen.

Vielleicht wäre es auch gut, nachmittags dann was zu unternehmen (und da reicht auch schon der Spielplatz gegenüber). Bei uns hebt das meist die Stimmung und führt zu deutlich weniger Konflikten/Frustrationsanfällen. Zu Hause gibt es dann nur noch Abendessen, fertig machen und ab ins Bett. Ab morgen wird es zumindest hier nicht mehr so heiß, da kann man das wieder gut machen :)

"Aber habt ihr Tipps wie ich dafür sorgen kann dass meine Kinder etwas ausgeglichener sind? Oder etwas mehr schlafen/Ruhe finden wenn sie sie brauchen?
Lasst ihr die Kinder dann fernsehen/Handy spielen"

Die Kinder sind 2 und 4? Ich würde generell wert auf einen festen Rhythmus legen. Damit fahren die meisten Kleinkinder gut. Feste Essenszeiten, Ruhezeiten (und nein, dazu zählen bei mir sicher nicht TV oder Handy #kratz). Statt Ganztagsausflug lieber vormittags Routine, die 2 auch mal trennen, Mittagessen in Ruhe und dann erst am Nachmittag für 2 Stunden zum Badesee.

Liebe Grüße

Meine braucht sehr wenig Schlaf. Auch früher schon.

Umso wichtiger sind Ruhepausen. Geschlafen werden muss nicht.
Ausgeruht aber schon.


Reizarme Umgebung, zusammen kuscheln,
Energiesparmodus - für alle.

Hey,
Meine kleinste (2J9M) ist momentan dabei sich an den meisten Tagen den Mittagsschlaf abzugewöhnen, leider kommt es durch Wetter und Anstrengung durchaus vor, das sie zwischen 16 und 18 Uhr irgendwann total übermüdet ist, deswegen dann natürlich am weinen ohne Ende bis sie schließlich einschläft und für die nächste Stunde nicht wach zu bekommen ist. Die Abende ziehen sich dann für mich daher dann bis meistens Mitternacht, vorher schläft sie dann nicht mehr. Ich bin dann durchaus auch sehr genervt ;-)


LG

Leider produzieren Eltern oft so ein Verhalten bei Kindern..
Vielleicht den Alltag mal überdenken?

Danke für eure Antworten. Ich schreib jetzt mal so für alle eine Antwort. Ja also vermutlich habt ihr mit dem Rhythmus recht. Mein großes Kind konnte jetzt 3 Wochen nicht in den KIGA (KiGA war zu und dann waren wir im Urlaub), das Kleine war erst krank und dann auch mit uns im Urlaub, darum ist uns die Routine natürlich etwas abhanden gekommen. Und vielleicht haben wir wirklich etwas zu viel Programm im Urlaub gehabt. Dann hoffe ich mal dass es wieder besser wird.
Ja vorlesen klappt so mittelmäßig, Bücher die beide mögen muss ich rausfinden und dann gibts erstmal Gerangel, wer wo sitzt und wer Umblättern darf... usw. Hörspiele liebt das große Kind und hört sie gern an, das schwierige ist nur dass sie nur ein Kinderzimmer haben und spätestens wenn das kleine Kind dann irgendein Spielzeug vom großen nimmt gibts Gebrüll und Geheul.... (normalerweise einigen sie sich gut und haben einen vernünftigen Umgangston aber bei Übermüdung eskaliert es eben andauernd.)
Also ich werde dann tatsächlich mal versuchen etwas weniger Programm zu machen und mehr Struktur und Routine.
Danke für eure Tipps.

Hallo,

es gibt Kinder, die von alleine nicht runter kommen, sondern immer weiter powern bis sie völlig am Ende und nur noch quakig sind.
Das Problem kennen wir auch.

Woran das liegt, ist die Frage. Unser Sohn (9) hat leichtes ADS (also die Träumer-Variante). Damit können die Kinder sich schlecht regulieren.
Unsere Tochter (12) hat aber nur sehr viel Energie und hielt Schlafen schon immer für Zeitverschwendung, weil man da ja etwas verpassen könnte, aber in den Bereich ADHS geht das bei ihr nicht. Eventuell ist sie hochbegabt, aber ob das etwas damit zu tun hat? #kratz

Sinnvoll ist bei solchen Kindern jedenfalls ein geregelter Tagesablauf mit einer Ruhephase mittags und die Kinder abends immer um die gleiche Zeit ins Bett packen.
Davor sollte nicht mehr ferngesehen oder an elektronischen Geräten gespielt werden. Als unsere Kinder klein waren, war auch Baden schlecht. Irgendwie hat sie das aufgepuscht, anstatt sie zu beruhigen, wie ja immer gesagt wird.
Manche Kinder drehen durch Süßigkeiten auf. Das kenne ich zwar nicht von unseren, aber von anderen Kindern.

Worauf man auch achten sollte, ist, dass die Kinder nicht jeden Tag Verabredungen, Besuche mit den Eltern, Hobbies oder Attraktionen anderer Art haben. Auch das ist anstrengend für die Kinder. Die brauchen Tage, wo nach dem Kindergarten nichts mehr stattfindet.

Man darf übrigens nicht danach gehen, wie viel Schlaf andere Kinder brauchen. Das ist individuell. Dazu, dass unsere Kinder schlecht runter kommen, brauchen sie auch noch mehr Schlaf als viele Gleichaltrige.
Das ist eine super Kombination! #schwitz

Das 2-jährige Kind würde ich auf jeden Fall noch zu einem Mittagsschlaf hinlegen. Bei dem 4-jährigen wird das wahrscheinlich nicht mehr klappen. Das Kind sollte sich aber zumindest ruhig hinlegen und ein Hörspiel hören, oder Du liest ihm vor.

Fernsehen und Handyspiele usw. sind keine Beschäftigung, bei der die Kinder entspannen. Im Gegensatz zu Erwachsenen fiebern die Kinder da voll mit, zumindest, wenn sie noch klein sind.

Wenn es dazu gekommen ist, dass die Kinder vor Übermüdung nur noch quaken, ist es sinnvoll, den Tag möglichst ruhig zu gestalten.
Mehr zu erlauben ist, zumindest bei unseren Kindern, nie eine gute Idee gewesen. Die haben daraus schon als kleine Kinder eine Regelmäßigkeit abgeleitet, die sie später immer wieder eingefordert haben. #schwitz

"Und sie werden ganz sicher nicht zu oft frustriert oder reglementiert von uns. Also daran liegt es bestimmt nicht."

Das ist nicht die Lösung für Probleme mit den Kindern.
Kinder, die einen festen Rahmen haben und auch öfter mal frustriert sind, weil sie auf Grenzen treffen, sind letztendlich ausgeglichener, als Kinder, wo die Eltern ständig nachgeben.

Wenn kaum Grenzen da sind, bohren die Kinder immer weiter, bis sie welche finden. Das gehört zu der normalen Entwicklung eines Kindes. Die sind dann nicht zufrieden und sagen, super, ich darf alles.

Noch schlimmer sind Eltern, wo die Grenzen ständig wechseln, wie Fähnchen im Wind, weil die Eltern eigentlich schon welche setzen wollen, aber Angst vor heftigen Reaktionen der Kinder haben und dann doch nachgeben.
Solche Kinder sind vollkommen verunsichert. Für die Eltern bedeutet das, dass die Kinder immer testen, ob die Grenze gerade da ist, oder nicht und im Zweifel noch eine Schippe Gebrüll drauf legen. Danach haben Mama und Papa ja letztes mal auch pariert.

LG

Heike