Wie setzt ihr euch durch?

Ich weiss nicht ob mein Problem einfach an mir liegt oder ob das bei allen so ist und wie man da reagiert. Es ist mir auch irgendwie peinlich, darum lieber anonym.
Meine Kinder sind 4 und 7 Jahre alt, also keine Babys mehr.
Nun ist es so, dass ich beispielsweise eine Mittagspause machen möchte. Ungefähr eine Stunde nach dem Mittagessen, wo sich mal jeder für sich selbst beschäftigt. Das Problem: Ich krieg das nicht durchgesetzt! Ich sitze da, möchte hier was lesen und beide turnen auf mir rum (sie nennen es kuscheln). Im besten Fall streiten sie sich auch noch, wer mehr Platz auf mir einnehmen kann. Ich versuche ihnen diverse Beschäftigungen vorzuschlagen, haben sie natürlich auf alles keine Lust. Ich schicke dann jeden in sein Zimmer. Bis zu seinem Zimmer kommt nur einer, der andere steht schon wieder da und will, dass ich für ihn irgendein Teil suche und nervt dazu mit blöden Fragen (wo ist das Wohnzimmer? Schaust du mal für mich unterm Tisch?) der andere will inzwischen mit Acrylfarben malen. Die Vorbereitung dauert länger als das Malen an sich. Dann wird gefragt was ich mache, was in meiner Tasse drin ist, ob man mal probieren könnte und ob die Mittagspause jetzt endlich rum ist.
Ich versuchs wirklich erstmal nett und konstruktiv, gerne auch ein Kompromiss (klar dürft ihr kuscheln, aber kuscheln ist nicht auf mir rumklettern, unter mein T-Shirt kriechen etc.) aber es zeigt keinen Effekt. Es wird rumgenervt, bis ich mich wieder mit Ihnen beschäftige.
Nun zu meiner Frage:
Wie setzt ihr euch konkret durch?
Ich möchte ungern mit irgendwas drohen, rumschreien oder strafen. Oder gehts gar nicht ohne? Davor und danach wieder was gemeinsam machen, tun wir ja sowieso, dass scheint eher selbstverständlich als eine Belohnung zu sein.
Ich will auch nicht, dass mir dauerhaft auf der Nase rumgetanzt wird. Hilfe!!

Deine Kinder sind in einem Alter, wo sie sich allein beschäftigen sollten. Über Mittag würde ich von beiden erwarten, dass sie sich ruhig und ohne meine Hilfe in ihren Zimmern beschäftigen. Dem 4jährigen könntest du einen Wecker stellen und wenn dieser nach 1h klingelt, darf er/sie zu dir kommen. Dem 7jährigen würde ich was husten....

Hi,

ich finde, dass eine Stunde eine lange Zeit ist - vor allem für das 4jährige Kind.

Versuch es doch erstmal mit kürzeren Pausen und dafür vielleicht 2-3 am Nachmittag.

Wie setzt du dich denn sonst durch, wenn du nicht willst, dass sie etwas tun oder dass sie xy tun?

Können sie sich denn generell alleine beschäftigen?

Blöde Fragen bekommen blöde Antworten, wenn es anders nicht geht. Sowas nahm und nehme ich nicht ernst. Oder ich würde bei "ernsten" Anliegen der Kinder auch mal mit blöden Fragen kommen: z.B. kannst du mir in meinem Zimmer helfen? Wo ist Dein Zimmer? Oder "Weißt du, wo mein xy ist? - Was ist ein xy?". Manchmal hilft es, sie mit den eigenen Waffen zu schlagen. Sie meinen es ja nicht böse, aber testen Grenzen aus. Völlig normal und wichtig, aber du musst für dich eine Grenze ziehen und diese durchsetzen.

Ich würde ihnen z.B. ganz klar sagen, dass sie unter meinem T-Shirt nichts zu suchen haben und ich nicht will, dass sie auf mir herum klettern, weil es weh tut. Machen sie weiter, würde ich auch nicht mehr freundlich darum bitten sondern klar und deutlich sagen, dass sie das zu lassen haben und sie dann auf die andere Couch oder den Sessel setzen.

Vielleicht würde es generell helfen, wenn sie z.B. mit ihm Wohnzimmer bleiben dürfen, aber eben nur unter der Bedingung, dass sie leise spielen und weder quengeln noch an dir herum zerren. Wer nervt, muss ins Kinderzimmer zum Spielen.

Gruß
Kim

Danke für deine Anregungen.
Sie dürften meinetwegen gerne im Wohnzimmer bleiben. In der Praxis klettern sie dann aber tatsächlich nur auf mir rum oder suchen anderweitig nach Aufmerksamkeit. Zur Not auch in negativer Form. Wenn ich den Stuhl wechsel, kommen sie einfach hinterher. Aus dem Grund schick ich sie getrennt jeden in sein Zimmer.
Es scheint mir eh so ein Aufmerksamkeitsding zu sein.
Wie ich das sonst mache? Ja, ich verstehe mein Problem selber nicht, sonst existiert es nämlich nicht. Ich sage in kurzen Sätzen was ich will und erkläre das gegebenenfalls. Auch mal zweimal. Wenn’s gar nicht klappt (was eher selten vorkommt) folgt halt irgendeine Konsequenz. Da brauch ich weder rumbrüllen noch mich ernsthaft aufregen.
Das Problem stellt sich also vor allem wenn ich mal NICHTS will. Meinetwegen muss es auch keine ganze Stunde am Stück sein, aber bis die beiden endlich halbwegs Ruhe geben, ist eh schon die Hälfte rum. Darum lieber einmal länger als dreimal pro Nachmittag und jedes Mal ewig rumschimpfen.

Angefangen habe ich mit 2-3 Minuten.
NUR FÜR MICH

Kind konnte noch lange keine Uhr lesen. Ich habe dann einfach geguckt, dass ich es um x:27 Uhr beginne. Wenn Deeeeeeeeer Zeiger, da ganz unten ist, bin ich wieder für dich da. Dann machen wir auch was zusammen. Bis dahin: PAUSE.

Anfangs beobachtete mein Kind einfach die Zeiger.

Als das gut klappte, dehnte ich es aus. 5 Minuten, 10 Minuten

10 Minuten am Tag ist weiterhin Minimum. Da bin ich sehr konsequent.

Mit der Zeit wurden es so 15- .... Kind findet selbst was zum Spielen und vergisst darauf, dass ich interessant bin.



Wichtig war bei meiner

1. kurze überschaubare Zeiträume am Anfang. Nicht mit einer Stunde anfangen, sondern mit wenigen Minuten, die man mit bloßem Warten überbrücken kann.

2. nicht zu viel erwarten. Vor allem am Anfang nicht. Lieber kleine Portionen und die dann wirklich verlässlich durchziehen

3. Was passiert danach? Zeit für mich - Zeit für dich. Ungeteilte Aufmerksamkeit.
Irgendwann später kam mein Kind dann an: Mama, nimm du dir jetzt deine Zeit, dann komme ich wieder. Sooooo hörst du mir ja eh nicht zu.

Ich habe versucht zuzuhören, war aber nicht fit genug.

Durch die Anfänge hat sie verinnerlicht: wenn ich Zeit für mich habe, habe ich intensivere Zeit für sie. Um diese braucht sie dann auch nicht kämpfen! Diese gibt es, weil ich es so gesagt habe und umsetze. (im Anschluss)


4. nicht zu viel Trara
klein, überschaubar, verlässlich
keine riesen Diskussionen, sondern machen

5. ruhig bleiben

6. langweiliges machen!
Lesen oder etwas, das sich spannend anfühlt, macht neugierig

anfangs wirklich NUR aus dem Fenster sehen, etwas trinken (genussvoll), vor sich hinträumen....
wenig Bewegung, wenig Action, wenig Aufmerksamkeit anziehend......

7. steigern

so, wenn diese kleinen Happen gut klappen: Zeit ausweiten, Aktivitäten ausweiten.

Dazu gehört auch, dass es für DICH UND die Kids GEWOHNHEIT ist, dass du diese Zeit für dich nimmst. Wenn das mal verinnerlicht ist, können die Etappen auch länger werden.....

Irgendwann hatte ich eine Stunde Ruhe. Kind wusste: 5 Minuten warten ist Gewohnheit. wenn sie diskutiert, hänge ich Zeit hinten dran. Ich döste vor mich hin. Sie ging spielen.
Irgendwann machte ich was anderes und noch etwas später kam dann irgendwann, dass sie Hunger hätte. Wir haben beide nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen ist.

Hi,

ich denke auch, dass es zu viel verlangt ist gleich ne Stunde zu erwarten. Vielleich wäre ja ne Sanduhr etwas, damit beide sehen, wie lange Mama noch ihre Ruhe braucht. Ich würde mit 5-10 Minuten beginnen und dann verlängern. Ich verkriech mich übrigens immer im Schlafzimmer und die Kids sind im Wohnzimmer/ Kinderzimmer oder im Garten. Sie sind 5 und 7. Bei uns hat es echt auch ne zeitlang gedauert, bis es geklappt hat. Also bleib dran, nutze die Sanduhr, dann sehen sie wie lange es noch dauert und steigere dann nach und nach.

LG

Isabel

Naja, konsequent ist es nicht, eine Pause einzufordern und dann doch kuscheln zu erlauben, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Ich würde die Pause konsequent einfordern - ohne Ausnahmen. Kein Suchen, kein Kuscheln, keine Vorbereitungen. Dass Kinder genau in dem Moment z.B. mit dem Malen um die Ecke kommen, ist doch klar, so erhält man ja wieder Aufmerksamkeit. Kuschelzeit kann vor oder nach der Pause stattfinden. Aber während der Pause hat Ruhe zu herrschen.

Gerade der 7jährige sollte das locker alleine schaffen - beschäftigt er sich den Rest des Tages auch nicht alleine?

Hallo,

eine Stunde ist in der Tat etwas lang, am Anfang.
Ich habe meinem Sohn damals ein Hörspiel im Zimmer angemacht. War das
zu Ende war auch die Mittagspause beendet.
Angefangen haben wir mit ca. 10-15 minütigen Geschichten.

Und beide immer wieder ins Zimmer schicken, wenn sie rauskommen.

LG
Tanja

Also meiner (5) kann sich am besten selbst beschäftigen, wenn er sieht, dass ich selbst was zu tun habe. Aber wehe ich sitze Mal auf der Couch... Mama hat nichts zu tun, dann hat sie ja Zeit für mich 😊

Wenn ich eine Auszeit brauche setzte ich mich vorm PC.. Meine Kids beschäftigen sich dann immer alleine und das auch mit 4 Jahren. Ja wir sind ein IT-Haushalt und da gabs dann auch für die Kids Kindle. Wenn sie meinten diese Zeit damit zu nutzen dann durften sie es. Wenn ich mal krank war und ich mich hinlegen musste gabs auch mal den Fernseher.

Kannst du dich nicht in ein anderes Zimmer zurückziehen bzw. die Kinder in ihr Zimmer schicken? Im Wohnzimmer mit den Kindern hätte ich auch nie Ruhe....
Wenn ich mich aber mit der kleinen ins Schlafzimmer hinlege kann meine 4jährige wunderbar 1-2Std alleine spielen.

Hallo!

Meine Kinder sind fast 7 und 5,5 Jahre alt. Und ich kenne das gar nicht so. Ehrlich gesagt, habe ich mir das immer so vorgestellt, dass die Phase irgendwann mal kommt, aber sie kam nicht.

Meine Kinder machen manchmal am Wochenende noch Mittagsschlaf. Unser Sohn (7) schläft immer ein, die Kleine oft nicht. Wenn sie nicht schlafen will, dann sage ich ihr, dass sie nicht schlafen muss, aber sich in ihrem Zimmer beschäftigen soll. Also CD hören, puzzeln, malen usw. Es klappt immer wunderbar.

Wenn wir am WE z.B. einen Ausflug machen und danach nach Hause kommen, ist für den Mittagsschlaf natürlich zu spät. Dann sagen wir den beiden, dass sie jetzt ca. 1 Stunde alleine spielen müssen, weil Mama und Papa jetzt lesen möchten und in Ruhe einen Kaffee trinken. Danach können wir dann zusammen etwas spielen. Und das klappt immer super.

LG

Wie sagst du deinen Kindern denn, dass du eine Pause brauchst?
Klar und deutlich, oder setzt du dich einfach nur mit einem Kaffe und einer Zeitschrift hin?
Ich finde Kompromisse wie "ein bisschen kuscheln" schwierig. Woran macht man das fest? Wann wird es zuviel? Jeder hat da unterschiedliche Vorstellungen.

Meine Freundin nutzt für ihre Pausen von Anfang an Sanduhren. Als das Kind klein war, war es eine Kleien Sanduhr von 5 oder 7 min... je großer das Kind wird, desto größer wird diese 30min bis 1 Stunde. Das Kind ist es so gewöhnt und hat akzeptiert, dass es Zeiten gibt, wo die Mama einfach ihre Pause braucht. Sie spielt dann alleine in ihrem Zimmer.
Mittlerwiele ist sie 7 und man kann ihr das auch mit der Uhr erklären, wie lange die Pause dauert. Sie fordert auch selbst Pausen für sich ein.

Ich verstehe dein Anliegen ehrlich gesagt nicht! Sowas nervt Kinder einfach nur und deine störrische Art nervt mich auch schon beim Lesen! Wo waren denn deine Kinder am
Vormittag? Ich schätze mal Schule und Kindergarten? Und dann sind sie endlich zusammen zu Hause und müssen gleich erstmal eine Stunde unsichtbar sein!
Was haben denn deine Kinder von deiner Mittagspause?
Meine Großeltern haben sich auch jeden Mittag aufs Sofa gelegt und alles um sie herum musste aufhören zu atmen. Ich habe es gehasst als Kind und verstehe es bis heute nicht.

Wenn du wirklich diese eine Stunde Ruhe brauchst, bleibt Dir wohl nichts über als sie vorm Fernseher oder Tablet zu parken und dich selbst zurückzuziehen. Vielleicht verschiebst du dein Ruhebedürfnis mal auf den Nachmittag, wenn deine Kinder schön spielen oder verabredet sind und lässt von diesem täglichen Zwang ab.

Auch die Kinder müssen verstehen, dass Eltern Bedürfnisse haben! Die Kinder müssen nicht aufhören zu atmen, sondern einfach sich mal alleine beschäftigen und nicht auf Mama rumhüpfen!

Ich bin der Meinung, dass es ganz wichtig ist, dass die Kinder verstehen, dass sich nicht immer alles nur um sie dreht!

Vielleicht sind die Kinder jetzt nicht im Kindergarten oder Schule... in vielen Bundesländern sind jetzt Ferien... so wie in Hessen z.B.

Blöde Antwort…

Vielleicht geht die Mutter auch vormittags arbeiten und kommt erst mit den Kindern nach Hause?

Ja, eine Stunde finde ich auch zu lange - zumindest für das kleine Kind, aber auch die Kinder dürfen lernen, dass andere Mensch ebenfalls Bedürfnisse haben oder man Rücksicht nehmen muss. Das schadet keinem Kind.

Und ob jemand mittags, nachmittags oder abends seinem Ruhebedürfnis nachkommt, dass sollte demjenigen selbst überlassen bleiben.

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Ergänzend zu meinem Beitrag.

Minutenangaben einzuschätzen fällt oft schwierig. 3 Minuten können sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wenn man auf etwas wartet. 2 Stunden einen Film anschauen ist toll....

Hilfsmittel, wie ich meinem Kind vermittelt habe BIS wann ich Pause brauche (und danach den Kopf frei habe und voll da bin. Positives absehbares Ergebnis im Anschluss)

- Sanduhr
- Eieruhr (Ton, dann muss man nicht immer drauf schauen.
- CD mit Liedern (Minutenangabe steht meist drauf - das nutze eher ich, wenn ich rechtzeitig los muss und nicht ständig auf die Uhr sehen will)
- Hörspiel (30 Minuten, 45 Minuten, 1 Stunde), 15 Minuten bei alten Kassetten, wenn auf beiden Seiten je eine Geschichte drauf ist.
- Uhrzeiger mit deutlicher Richtung (nach unten/nach oben, aber bitte nur der Große am Anfang)


Fest abgesteckte Zeit. Nicht zu abstrakt. Etwas, das die Kinder selbst einschätzen können - OHNE ständig zu fragen, wie lange noch....

Zeit nicht einschätzen können, fand ich als Kind furchtbar ewig. #zitter

Diese Hilfsmittel nutze ich selbst im Alltag. Kochen, aus dem Haus müssen usw.


Mein Kind, Pubertist, nutzt inzwischen selbst Timer, Eieruhr. Wenn es klingelt, entscheidet sie selbst, ob ise noch weiterliest oder rauskommt.
Beim los müssen, nutzt sie den Timer als Erinnerung, die Schuhe anzuziehen. Wenn sie liest, vergeht für sie die Zeit im Flug .... und ich habe dann keine Lust zu ermahnen.

Geht es dir nur um eine kurze Pause für dich, oder darum, dass sie sich selbst beschäftigen?

Biete ihnen doch an, dass sie nach dem Essen im Wohnzimmer malen dürfen, wenn sie dass nicht wollen können sie in ihrem Zimmer spielen. Du könntest in dieser Zeit im Wohnzimmer lesen und sie sind beschäftigt.

Ganz ehrlich--eine fixe Stunde ist schwierig durchzusetzen. Ich habe immer den Moment genutzt--wenn die 3 mal gespielt haben, Lego gebaut haben etc. um mich kurz zu entspannen.
Aber ich kann dich beruhigen, meine Kinder sind jetzt 9,14 und 16 und die beiden Großen sehe ich kaum noch und der Kleine ist auch meist unterwegs oder spielt hier mit Freunden, aber ohne mich ;-)

Hallo,

ich denke, du musst da zwei Sachen trennen:

Das Rumturnen auf dir nervt dich. Dann müssen die Kinder das sein lassen. (Oder dürfen sie normalerweise über dich klettern und du bist nur genervt, wenn du eigentlich Mittagspause machen willst?)
WIE jemand mit dir kuscheln darf, entscheidest du allein - dein Kind darf und soll ja auch lernen, Stop zu sagen, wenn etwas unangenehm wird.
Alternative anbieten: jedes Kind in einen Arm. Geklettert wird nicht, nur gekuschelt.

So, jetzt willst du aber Pause haben und mit den Kindern weder kuscheln noch reden.
Evtl ist der Zeitpunkt schlecht? Brauchen die Kinder selbst Pause? Dann erst eine Runde Vorlesen und klar sagen: ich lese euch zwei Kapital vor/drei Pixibücher/ein Bilderbuch und danach darf ich selbst lesen, bis die Eieruhr klingelt.
Oder erst zwei Spiele spielen und dann (vorher angekündigt!) selbst Pause machen.

Und egal, ob es am Zeitpunkt liegt: überleg mal gemeinsam mit den Kindern, was sie machen können, während du Pause machst.
Malen? Dann für ausreichend Papier und angespitzte Buntstifte sorgen.
Lego spielen? Dann kontrollieren, ob die Freifläche wirklich frei ist und die Bauplatte leer.

Weißt du, was ich meine?

Keine Kompromisse machen. (V.a. nicht bei der körperlich aufdringlichen Sache). Aber gemeinsam planen, vorbereiten, denken. Ruhig fragen: "hast du jetzt alles?" Aber allzu aufwendige Sachen ruhig vertrösten: "das machen wir nachher zusammen. Jetzt musst du etwas finden, was du schon alleine kannst." Natürlich muss man dann später Zeit für die gemeinsame Aktion haben, aber das ist ja klar.

Viel Erfolg!

Hallo, bei unserem Sohn 3,5 helfen zur Zeit folgende Dinge:
1) Ruhezeiten im Voraus ankündigen, zB ‚wir essen jetzt zu Mittag, dann spielen wir noch ein Spiel und putzen Zähne. danach ist von xx:xx bis yy:yy Mittagsruhe. Da kannst Du Dir ein Buch aussuchen das Du mitnehmen darfst ins Bett / aufs Zimmer. Mama bügelt in der Zeit / ruht auch aus etc. So weiß er was kommt und vor allem er verpasst nichts spannendes. Ich erzähle nicht was nach der Ruhepause geplant ist - den Fehler hatte ich einmal gemacht dann war er so voll Vorfreude das an Ruhe nicht zu denken war.

2) Feste Regeln aufstellen aber auch Wahlmöglichkeiten bieten: zB welches Buch willst Du? das rote oder blaue oder beide? Gleichzeitig kann man damit auch Sachen ausschliessen. Nein, keine Malfarben in der Ruhepause etc.

3) Schlafen gehen / ausruhen als Spiel gestalten, denn er liebt Spiele zB - wer ist als erster / am längsten auf dem Zimmer? Wer kann bis 14:00 im Bett bleiben. Wer bringt am schnellsten das Kuschelteir ins Bett, hat Zähne geputzt, Hose aus etc. der hat gewonnen.

Durchsetzen will ich mich eigentlich nur bei Fehlverhalten. Lesen kann ich schon ewig nix mehr.. und wenn müsste ich das jetzt machen, wenn beide schlafen. Nicht mitten am Tag in deren Beisein. Gut der kleine ist erst fast 7 Monate aber der große ist 3. Wenn ich mal abschalten wollte, würde ich die Kinder zu einem Spielplatz nehmen wo ringsrum kein Verkehr etc ist und die spielen lassen und mich dort mit nem Buch hinsetzen oder einfach nur hinhocken und Tagträumen. So komplett auf Ansprache verzichten in dem Alter ist einfach noch nicht drin um Wachzustand. Schulreife wird nicht grundlos zwischen 6 und 7 veranschlagt und bei zwei Kindern und daheim hast du ne andere Eigendynamik. Ich schaff wenn eher Rahmenbedingungen die es erleichtern. Zb das Baby zum schlafen bringen und dem großen ne Beschäftigung bieten und dann kann ich auch abschalten. Aber lesen ist mit Kindern wie ein Kartenhaus aufbauen, auf einer rüttelplatte. Normales Verhalten ist für mich keines das bestraft gehört.