Essen auf den Boden schmeißen

    • (1) 10.09.19 - 08:07

      Hallo,

      unsere einjährige Tochter liebt es, ihr Essen auf den Boden zu werfen.
      Sie schaut dann noch vergnügt nach, wo die Nudel denn jetzt gelandet ist.;-)

      Ich weiß, dass das normal ist. Sie erkennt dadurch, dass Dinge zu Boden fallen und interessiert sich vermutlich für unsere Reaktion.

      Doch was ist die richtige Reaktion darauf?

      Mir macht es momentan nichts aus, nach dem Essen alles aufzuräumen.
      Doch irgendwann sollte sie ja mal damit aufhören.

      Liebe Grüße

      • (2) 10.09.19 - 09:05

        Da war ich absolut altmodisch. (Tochter ist bereits 10)
        Erst gibt es ein klares und bestimmtes NEIN, wenn es nochmal passiert ist das Essen beendet.
        Physikalische Experimente kann man auch mit Bauklötzen oder Taschentüchern machen. Rumspielen mit Essen ist für mich ein no go - nicht weil es Sauerei bedeutet, sondern weil ich es respektlos finde und die Wertschätzung, dass wir zu Essen haben fehlt - das kann man einem Kind schon früh vermitteln.

        • (3) 10.09.19 - 09:55

          Danke dir!

          Ich habe den Eindruck, dass sie es (meistens) auch erst macht,
          wenn sie keinen Hunger mehr hat.

          Bisher habe ich immer abgeräumt, sobald sie anfing das Essen fallen zu lassen. Trotzdem macht sie es jedes Mal wieder.
          Vielleicht ist es ihre Art uns zu sagen, dass sie jetzt fertig ist mit essen?#gruebel

          Vielleicht sollte ich zusätzlich verbal noch deutlicher und bestimmter werden, damit sie versteht, dass man das nicht macht.

      Ich würde es nicht erlauben.
      Ich würde ihr den Teller weg nehmen und sie dann füttern.

    Ich bin ziemlich sicher, dass deine Tochter das, selbst, wenn du gar nichts unternimmst, nicht noch in einigen Jahren machen wird;-).

    Aber ich hab das dann kommentiert, "ja, die Nudel fällt auf den Boden, wenn du sie loslässt; aber ich sehe, du hast keinen Hunger mehr, ich stell das Essen mal weg, vielleicht magst du es ja später noch", oder so ähnlich. Und dann konnte man das ja mit einem Bauklotz oder dem Löffel noch etwas ausprobieren.

    • Danke.:-)

      Ja, ich glaube auch nicht, dass sie auf ihrer eigenen Hochzeit das Kuchenstück noch unter den Tisch fallen lässt...#rofl

      ...und nach dem zweiten Wort ist die Aufmerksamkeitsspanne deines Kindes am Ende und es folgt deiner langatmigen Rede nicht mehr.

      Kleine Kinder haben eine noch kleinere Informationsaufnahmekapazität als wir Erwachsene (7+-2 Informationseinheiten).


      Schöne Grüße

      • Wie gut, dass es urbia gibt, sonst wüsste ich nach drei mittlerweile großen Kindern immer noch nicht, dass alle Kinder gleich sind ;-).

        Sobald sie denken können "mir doch egal, was die Mama sagt, Hauptsache, ich hab Spaß" verstehen sie auch " du kannst den Teller in die Mitte schieben, wenn du nicht mehr essen willst".
        Ob sie es machen, ist was anderes. Gemacht hat sowas bei uns tatsächlich nur einer von dreien.

(10) 10.09.19 - 12:12

"Mir macht es momentan nichts aus, nach dem Essen alles aufzuräumen.
Doch irgendwann sollte sie ja mal damit aufhören."


Anderer Ansatz:

mit Essen spielt man nicht vs Schwerkraft

Regel 1: wer mit dem Essen spielt, ist satt. Teller kam konsequent weg. EINEN Versuch gab es noch. Aß sie dann wirklich, durfte sie weiteressen. Spielte sie wieder, kam der Teller weg und das Essen war beendet. Bis zur nächsten Mahlzeit.

Regel 2: Schwerkraft darf ausgetestet werden.

Guck mal, ein Ball (keine Gummibälle #schein). Bälle mit wenig Luft, die mäßig hüpfen, Bälle mit Sand oder so Knautschbälle, ....

weiche Sachen, die gut fallen, gut liegen bleiben, die Spaß machen (die nicht zurückhüpfen und Sachen derdeppern #schein)
aber auch weiche Bälle, die ein bisschen hoch hüpfen.

MIR macht es sehrwohl etwas aus, ständig gutes Essen vom Boden aufzuheben/aufzuwischen #kratz. Da gab's ein "Nein, Carla, das Essen gehört in den Mund" und der Teller war erstmal bei mir und ich habe gefüttert. Etwas später dann eine neue Chance. Haben meine ratzfatz verstanden. Grüsse

  • Na ja, wenn es mir nichts ausmachen würde, würde ich ja kaum hier nachfragen.;-)
    Ich schrieb, dass es mir nichts ausmacht, danach sauber zu machen.

    Aber wenn du schon das Thema Essensverschwendung aufmachst:
    Es geht hier vielleicht mal um 5 Nudeln oder 3 Rädchen Möhre und nicht um ein Stück Filet Mignon. Das kann ich für mich ethisch und moralisch gerade noch so verantworten.
    Du darfst das selbstverständlich anders sehen, jedem das Seine.;-)
    Aber darum soll es hier nicht gehen, ich möchte ja wissen, wie ich das ändern kann.

    Danke für deinen Einblick, wie du damit umgegangen bist.
    LG

(14) 11.09.19 - 03:11

Als alternatives "Ich-bin-satt"-Signal könntest du zB einführen, dass man den Teller in die Mitte des Tisches schiebt.
Einfach selber immer machen am Ende des Essens und wenn deine Tochter etwas runter wirft (und du siehst, dass sie fertig ist) sowas sagen wie "Ach, du bist satt? Schau dann kannst du so deinen Teller wegschieben, dann weiß ich Bescheid."
Manche Kinder nehmen sowas sehr dankbar an, weil es eine Art der Kommunikation ist, die nicht auf Worten basiert und somit schon sehr früh gelernt werden kann. Und Kinder in dem Alter lieben es sich erfolgreich mitzuteilen ;-)

Ich finde es generell sinnvoller statt (oder zumindest gleich danach) "Das darfst du nicht" zu sagen, WAS das Kind denn darf.

  • (15) 13.09.19 - 10:07

    Unsere Kinder hätten sich das angehört und angeguckt und dann weiter mit den Nudeln experimentiert.
    So nach dem Motto, Mama kann ja machen, was ihr Spaß macht, aber ich bin beschäftigt. ;-)

    Das funktioniert wohl nur mit Kindern, die wenig Eigeninitiative besitzen.

    Bei unserer Großen hat es auch nicht funktioniert, wenn man ihr Alternativen zur Steckdose angeboten hat. Die wollte in dem Moment an die Steckdose und sonst gar nichts.

    • (16) 13.09.19 - 10:26

      Ich denke das ist für Kinder, die sich gerne ihren Eltern verständlich machen wollen - also für alle. Was hat das mit Eigeninitiative zu tun?

      Ich habe das vorgeschlagen für den Fall, dass das Kind dieses Verhalten an den Tag legt, weil es satt ist und eigentlich sagen möchte "So, mit essen bin ich fertig, jetzt möchte ich experimentieren."
      Wenn das Kind das Essen für seine Experimente verwendet, ist das bis zu einem gewissen Maß okay und gut und irgendwo muss man dann die Grenze ziehen und sagen DAS will ich nicht, wenn du Sachen runterwerfen willst, kommt das essen zur Seite und ich gebe dir stattdessen Dinge, die du werfen darfst.
      Natürlich stößt das Kind da auf eine Grenze und das ist schmerzvoll - na gut, das muss man als Eltern eben aushalten und begleiten.

      (17) 14.09.19 - 16:12

      Genauso ist meine kleine auch. Das ist echt anstrengend.

      (18) 14.09.19 - 16:26

      Meine wahrscheinlich auch.
      Es spricht doch aber nichts dagegen, es mal zu probieren. Den Teller selbst wegstellen können die Eltern ja dann immer noch.

Meine Tochter ist zwar erst 10 Monate alt, aber sie wirft oft das Essen runter, was sie nicht essen möchte. Sie sortiert regelrecht aus🙄 wir sind gerade dabei, einen „nein-Danke-Teller“ einzuführen, auf den sie alles legen darf, was sie nicht essen mag.
Die Schwerkraft darf sie dann gerne mit Löffeln, tupper usw testen.

  • Mein Sohn hatte das auch schon immer, dass wirklich nichts auf seinem Teller liegen darf, was er nicht mag. Er kann das dann auch nicht einfach liegenlassen, das muss runter.

    Als wir das erkannt und akzeptiert hatten wurde es gleich sehr viel entspannter, vor dem Essen konnte er einfach runterpflücken, was er nicht will und auf meinen Teller packen, so musste auch nichts in den Müll, weil damit herumgemanscht wurde :-)

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