Keine Motivation zu lernen... ­čś×

Ich brauche mal Eure Anregungen. Meine Kinder (M├Ądchen, 10 Jahre und Junge, 7 Jahre) haben beide eine Art, die mich teilweise an den Rande eines Nervenzusammenbruchs treibt. Sie sind beide komplett unmotiviert dabei, sich neue F├Ąhigkeiten durch ├ťben anzueignen, und das nervt nicht nur gewaltig, weil es in so vielen Dingen nicht vorw├Ąrts geht, es beunruhigt mich auch, wenn ich mir ihre Zukunft ausmale.

Meine Tochter hat zum Beispiel ewig gebraucht, um Radfahren zu lernen. Sie wollte das sehr gerne, aber die Anstrengung war ihr zu gro├č, und sie hat immer nach k├╝rzesten ├ťbungsphasen angefangen zu jammern. Inlineskates fahren wollte sie unbedingt k├Ânnen. Zweimal auf den Hintern gefallen und jegliche Motivation war zum Teufel. Sie kann es nicht, aus. Dass man, um etwas zu k├Ânnen, es erstmal ├╝ben m├╝sste, auch einmal weitermachen, wenn es mal wehtut - nicht zu vermitteln. Sie spielt Geige (selbstgew├Ąhlt!). Das ├ťben ist jedes mal der reinste Horror, weil jede kleine Herausforderung in einem Drama m├╝ndet. Ich wiederhole es Mantra-artig: wiederholen, trainieren, ├╝ben, und der Erfolg wird kommen. Einsicht gleich null.

Der kleine kann nach dem Schwimmkurs leidlich schwimmen. Auch hier w├Ąre dringend ├ťbung gefragt, damit sich mal eine gewisse Sicherheit einstellt. Beim Schwimmbadbesuch will er dann nur planschen und rutschen. Nach f├╝nf Minuten schwimmen ├╝ben im gro├čen Becken f├Ąngt das Gejaule an. Und es wird einfach nicht besser mit dem schwimmen, kein Wunder, wenn es sich nie festigen kann.

Das macht mich total wahnsinnig, weil wir mit so vielen Dingen einfach nicht voran kommen. Was ist da los?! Ich denke immer, ein Kind m├╝sste doch eine nat├╝rliche Motivation haben, etwas neues zu lernen?! Das gibt es bei uns einfach nicht! Wo soll da die Motivation herkommen f├╝r ein Abitur oder etwas ├Ąhnliches, wenn einfach keine Energie dahinter steckt und bei der kleinsten drohenden Anstrengung die Handbremse angezogen wird?!

Wisst ihr Rat?

Musst du voran kommen oder die Kinder? Wenn sie keinen Bock haben, dann lassen sie es halt. Oder hast du damit ein Problem?

Beim Schwimmen w├╝rde ich es sehr begr├╝├čen - ich finde es wichtig, dass ein Kind sicher im Wasser ist, aus den offensichtlichen Gr├╝nden. Auch Radfahren war mir wichtig, weil wir es viel als Verkehrsmittel nutzen. Ja, da bin ich tats├Ąchlich dahinter.

Inlineskaten ist f├╝r mich nat├╝rlich wurscht. Meine Tochter muss f├╝r mich auch nicht Geige lernen, das war nicht meine Idee. Aber wenn ich ihren Wunsch unterst├╝tze, finde ich schon, dass da auch von ihr ein bisschen was kommen muss, ansonsten sehe ich den Sinn dahinter nicht, wenn das Instrument hier nur in der Ecke steht. Ich finde eben die Einstellung fragw├╝rdig. Immer beim kleinsten Hindernis aufzugeben, sich nie mal anzustrengen f├╝r eine Sache, immer nur an den Spa├č zu denken und nie mal an etwas arbeiten zu wollen.

Lies mal deinen Text und z├Ąhle, wie oft du "ich finde, ich meine" geschrieben hast.
Ich meine, wenn die Motivation noch nicht da war, war das richtige noch nicht dabei. Und auf jeden Fall die eigene Motivation ├╝berdenken, denn das ist die einzige, die man selbst ├Ąndern kann.

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Hallo, oh kenne ich. Mein gro├čer ist auch so. Wenn was nicht so klappte war es bl├Âd und die Lust dazu hin├╝ber. Bis heute. Zum Gl├╝ck hat er gute Noten ohne etwas daf├╝r zu tun. Mittlerweile hat er eine Lehrstelle, ist aktuell in der 10. Klasse und ich habe irgendwann aufgeh├Ârt mich dar├╝ber zu ├Ąrgern. Ich wei├č nicht woher das bei ihm kam. War schon als er ganz klein war so.

Kinder HABEN eine intrinsische (innere) Motivation, neue Dinge zu lernen und ihre F├Ąhigkeiten weiterzuentwickeln. Wenn das nicht geschieht, liegt es an den ├Ąu├čeren Umst├Ąnden. Zum Lernen muss ein Kind erstens ein positives Gef├╝hl haben. Dazu geh├Ârt, dass das Kind sich sicher f├╝hlt, angenommen, dass es zB nicht blo├čgestellt oder besch├Ąmt wird. Zweitens muss die Umgebung bzw. die Herausforderung an den Entwicklungsstand des Kindes angepasst sein. Die Kindheit sollte vorwiegend von positiven Lernerlebnissen gepr├Ągt sein. Sodass ein Kind die Einstellung bekommt, dass es selbstwirksam sein kann, dass es bef├Ąhigt ist, Dinge zu tun, dass es Selbstvertrauen bekommt und ein gutes Gef├╝hl f├╝r sich selbst.

Das nur so ganz allgemein. Ich kann dir gern Literatur zu dem Thema empfehlen, wenn es dich interessiert. Aus dem was du schreibst schlie├če ich: Bei euch l├Ąuft was falsch.
Und ich denke, es ist unerl├Ąsslich, dass du den Fehler bei dir oder den anderen erwachsenen Bezugspersonen deiner Kinder suchst und nicht bei ihnen. Es geht dabei nicht darum, sich in Schuldgef├╝hlen zu gr├Ąmen, sondern blo├č darum, die Verantwortung daf├╝r zu ├╝bernehmen und zu sagen "Mist, irgendwas ist hier schief gelaufen und ich wei├č, dass das nicht euer Fehler ist. Ich werde nun mein bestes tun herauszufinden, wie ich es besser machen kann."

Wenn du daf├╝r offen bist und bereit, die Verantwortung zu ├╝bernehmen, w├╝rde ich Folgendes tun: Tief durchatmen, dich zur├╝cknehmen und deine Kinder beobachten. Wo stehen sie gerade in ihrer Entwicklung? Was interessiert sie? Das geht am besten im Freispiel, also wenn deine Kinder ganz ohne Zwang sich mit dem besch├Ąftigen, was sie gerade m├Âchten. Im wirklichen Freispiel suchen sich Kinder genau das, was zu ihrem Entwicklungsstand passt, sie sind niemals ├╝ber- oder unterfordert dabei. Im Grundschulalter sollten Kinder f├╝r eine gute Gehirnentwicklung genauso viel Zeit f├╝rs Freispiel haben wie f├╝rs "vorgegebene Lernen" (beim Spielen lernen sie nat├╝rlich auch).

Falls deine Kinder gar nicht ins freie spielen kommen solltest du n├Ąher dahin blicken, ob sie sich sicher f├╝hlen, von Grund auf geliebt und angenommen. Das ist als Mutter oft schwer selbst zu beurteilen. Wenn du da nicht so sicher bist, hol dir Hilfe von au├čen zB ├╝ber eine Erziehungsberatungsstelle.

Geh mit deinen Kindern in den Wald und schau einfach, was passiert, lass sie die F├╝hrung ├╝bernehmen. Oder bitte sie einfach um Hilfe: "Mir ist wichtig, dass ihr XY lernt. Aber ich kann euch nicht dazu ├╝berreden oder zwingen, ihr k├Ânnt es nur selbst lernen. K├Ânnt ihr mir sagen, wie das vielleicht gehen k├Ânnte?" - eine Antwort kann auch Tage oder Wochen sp├Ąter kommen, sie m├╝ssen wissen, dass du bereit bist ihnen ohne Vorurteil zuzuh├Âren.

Und erst wenn du wirklich den Durchblick hast kannst du die Umgebung f├╝r sie so vorbereiten und sie vor solchen Herausforderungen stellen, die ihrem Entwicklungsstand wirklich entsprechen. Dann werden sie positive Lernerfahrungen machen und auch wieder ihre Motivation finden. Aber das kann dauern!
Kinder, die zB jahrelang von Belohnung und Bestrafung gelenkt wurden und somit manipuliert verlieren ihre innere Motivation und es kann Jahre lang dauern, diese wiederzufinden.

>> Das macht mich total wahnsinnig, weil wir mit so vielen Dingen einfach nicht voran kommen.<<

Wieso wir? Es sind die Projekte Deiner Kinder, da m├╝ssen sie auch ├╝ber's Vorankommen selber entscheiden.
Ich denke, was absolut motivationst├Âtend ist, ist wenn das eigene Projekt von anderen okkupiert wird. Stell' Dir vor, Du willst nur f├╝r Dich ein wenig jodeln lernen, und die Reaktion Deines Mannes ist: Du musst mehr ├╝ben, der Obergurgler sitzt noch nicht richtig, komm' ich zeig's Dir nochmal und h├Âr' Dir mal an, wie die da im Fernsehen jodeln kann. Dein Mann w├╝rde es Unterst├╝tzung nennen, Du h├Ąttest vermutlich nach k├╝rzester Zeit ├╝berhaupt kein Bock mehr auf Jodeln.

Ich habe schon einen Haufen Eltern erlebt, die es mit ihrer wohlmeinenden Unterst├╝tzung geschafft haben, ihrem Kind jede Motivation zu nehmen.
Hausaufgaben: Ach komm' die 'e's kannst Du aber h├╝bscher schreiben. Wir radieren es weg und Du versuchst es nochmal. Wenn das Kind die 'e's f├╝r angemessen h├Ąlt, sind sie es. Falls sie es nicht sind, wird die Lehrerin ihm das schon mitteilen.

Ehrgeiz entwickelt sich. Das kann er aber nicht, wenn die Eltern immer ehrgeiziger sind als das Kind.

Gr├╝sse
BiDi

Ich glaube da muss man differenzieren: Radfahren und schwimmen sehe ich nicht als pers├Ânliche Projekte. Das sind wichtige Kompetenzen. Es ist f├╝r uns im Alltag wichtig, dass die Kinder Radfahren k├Ânnen. Wer vom Einer springen will muss erstmal schwimmen lernen. Genauso wenig w├╝rde ich sagen, wenn du keine Lust hast, mit Messer und Gabel essen zu lernen, nimm eben die Finger. Hauptsache Spa├č.

Und wenn meine Tochter sich als pers├Ânliches Projekt Geigenunterricht w├╝nscht, kann sie den sehr gerne haben. Aber jeder, der selbst ein Instrument spielt wei├č, dass es sinnlos ist, wenn man nicht ├╝bt. Auch da bin ich nicht kompromissbereit.

Pers├Ânliche Projekte in der Kategorie Inliner fahren werden von meinen Kindern selbstst├Ąndig verfolgt (bzw. eben nicht verfolgt). Der Wunsch ging von meiner Tochter aus, und ich stehe mitnichten daneben und gebe kluge Ratschl├Ąge. Wenn jemand eine St├╝tze braucht bin ich gerne da, aber halte mich sonst sehr gerne raus. Trotzdem landen die Dinger nach k├╝rzester Zeit in der Ecke, wenn es nicht sofort perfekt klappt. Und das finde ich bedenklich.

Naja wie ist es denn mit Beispielen, gibts du welches haben sie Vorbilder Idole?

Oder Ziele, wof├╝r soll dein Sohn z.B schwimmen, gibt ihm doch noch nen Anreiz, cooles Bad wo ihr nur hink├Ânnt wen er gut schwimmt oder vielleicht in nen folge kurs schicken wo das n├Ąchste Abzeichen das Ziel ist, in Schwimmverein oder das Geige spielen nur so zum Hobby, warum dann ├╝ben, es w├╝rde sich lohnen wenn es einen Auftritt gebe ...

Meine Kids sind zwar sehr motiviert in dem was sie tun, aber sie haben auf immer ein greifbares Ziel vor Augen, sehen die n├Ąchste Stufe, ob sie einfachso so w├Ąren , kann ich nicht sagen.

Ich w├╝rde dir generell Sportverein empfehlen da gibts trainer die gut motivieren k├Ânnen...und auch immer erreichbare Ziele.

Hallo,
la├č Deine Kinder mal machen und reib' Ihnen nicht Deine Entt├Ąuschung unter die Nase. Sie sp├╝ren sehr genau, da├č sie Deinen Anforderungen nicht gen├╝gen.
Du denkst ernsthaft "beunruhigt" ans eventuelle Abitur bei Deinen 7 und 10j├Ąhrigen Kindern?? #gruebel

Abi schafft ├╝brigens heute fast jeder, da mu├čt Du Dir keine Sorgen machen ;-)

bei WICHTIGEN Dingen (also, die ICH wichtig finde) k├Ąmpfe ich, bin ich nicht nachgiebig und dann gibt es auch mal Konflikte oder Gejammer;
dazu geh├Ârt auch, x Bahnen zu erst zu schwimmen, bevor die Kids dann plantschen + rutschen d├╝rfen...

Auf HaushaltsMithilfe bestehen, - vereinbarte Ziele und Zeiten einhalten (auch beim ├ťben auf KLassenarbeiten o.├Ą. : dann gehts halt mit der Stoppuhr oder nach Anzahl Bl├Ąttern).

aber bei solchen Sachen wie Inlinern oder anderen Dingen, wo schnell aufgegeben wird, w├╝rde ich das Pulver nicht verschiessen: nicht jeder muss Skifahren, Inlinern usw... k├Ânnen.

und ja: eventuell ist Geige eben nicht das richtige, denn das "selbstgew├Ąhlt" geschah aufgrund von ein paar Schnupperstunden o.├Ą. ---- es kann sich herausstellen, dass es eben nicht das richtige Instrument ist ... -- entweder/oder ...

Hallo

sind sie denn motorisch in der Lage die Abl├Ąufe richtig hinzubekommen? K├Ânnen sie richtig h├Âren und sehen?

Beim schwimmen war ich auch "hart" bis zum abzeichen silber mussten sie jede Woche zur DRLG gehen. Kostet 75 Euro ca im Jahr.

Wer nicht richtig radfahren kann muss halt laufen, aber das Taxi Mama f├Ąhrt dann nicht.

Aber dein kleiner ist gerade in die Schule gekommen und du wilst ihn jetzt schon aufs Abitur vorbereiten.

Ich will ihn nicht mit 7 aufs Abitur vorbereiten, wohl aber darauf, dass man im Leben ohne Anstrengung wenig erreicht. Das Abitur war ein Beispiel f├╝r ein Ziel, das Anstrengung und pers├Ânlichen Einsatz erfordert.

Mein Sohn kann ja schon grundlegend schwimmen. Er ist motorisch durchaus in der Lage und hat Energie, den ganzen Tag zu planschen, zu rutschen und zu tauchen. Wenn es aber darum geht, mal ein paar Bahnen zu schwimmen und sich mehr Sicherheit im Wasser zu erarbeiten, da ist er dann pl├Âtzlich sehr sehr m├╝de... es ist eine gewisse Bequemlichkeit, die mich st├Ârt, und die sehe ich durchaus als kritisch, wenn es sp├Ąter in der Schule und auch sonst im Leben mal anstrengend wird.

Kenne ich: von mir selbst.

Was hilft:

- wenn ich etwas wirklich will (und mir erst erarbeiten muss, dass ich es darf), dann habe ich mehr Ehrgeiz, als wenn ich es sofort bekomme, wenn ich nur mit der Wimper zucke.

- wenn ich etwas dringend BRAUCHE
schwimmen? Sch├Ân und gut, wenn ich es nur zum Planschen brauche.
Notwendig, wenn ich mal im Tiefen bin oder in der Schule schwimmen musste.

Wie sagte mal ein Angler: es macht keinen Spa├č zu angeln, wenn die Fische schon am leeren Haken bei├čen, weil sie es gewohnt sind.


- wenn der Lehrer passt.
Wenn ich eines gehasst habe, dann wenn meine Mutter mich motivieren wollte. :-[ Das ging grunds├Ątzlich nach hinten los.
Wenn ich etwas gerne wollte und sie baute Druck, Erwartungen auf. Auch unausgesprochene!

Der einfache Weg: aufgeben.
Der schwierige Weg: ihren Erwartungen gerecht werden. Ja, es dauert bis man Erfolg sieht. Ja, dazu muss man ├╝ben. Aber wenn ich sp├╝rte, dass es IHREN Erwartungen nicht schnell genug ging
oder ich sp├╝rte, dass sie schon erwartet, dass es bei mir sowieso nicht klappt, dass ich wieder aufgebe .... dann habe ich aufgegeben.

Was geholfen hat und heute noch hilft:

FREMDE Menschen, die mich bei MEINER Motivation unterst├╝tzen.


Bsp. ich m├Âchte eine Fremdsprache lernen.
- no go: du musst ├╝ben, du sollst Vokabeln lernen

meine Reaktion :-[ sag mir was, das ich noch nicht wei├č :-[:-[:-[

- hilfreich: jemand der es mit mir gemeinsam ├╝bt.
Der Feingesp├╝r hat und mir die Schritte gut aufteilt.
Der sich mit mir freut ├╝ber jeden Fortschritt den ich mache (der mir zeigt, dass ├ťben sich lohnt; anfangs in kleinen Abst├Ąnden, sp├Ąter in gr├Â├čeren bei Besonderheiten)
jemand, der mich gleicherma├čen herausfodert, wenn er/sie merkt, dass ich einen Schritt weiter bin.

der nicht fordert, sondern herausfordert/herauskitzelt was ich bereit bin zu tun.

Der nicht das Zielt sieht, sondern mich unterst├╝tzt, die n├Ąchste Etappe zu erreichen.

Sorry, meine Mutter war da furchtbar darin. Anderes konnte sie gut. Das miserabel.


wenn ich f├╝r mich merke, ich komme nicht weiter,
dann entscheide ich mich zwischen zwei M├Âglichkeiten

1. ich lasse es (so wichtig war es mir dann doch nicht)
2. ich besorge mir Unterricht (das kostet Geld, Anstrengung, also brauche ich die Bereitschaft auch mehr daf├╝r zu tun)

Bei meinem Kind pr├╝fe ich vorher ab. Schnupperangebote sind super daf├╝r.
Macht es ihr wirklich Spa├č, zeigt sie wirklich Motivation, dann unterst├╝tze ich sie gerne.
Mag sie nach dem ersten mal nicht, dann ist es ok. dann investiere ich aber weder Zeit noch Geld.

Bei der Schule klappt die Mischung aus sie muss, es gibt Ziele und die Zusammenarbeit aus Lehrern und Eltern, die Situation so zu gestalten, dass das Muss Fr├╝chte tr├Ągt (Motivation soweit, dass Kind nicht verweigert).
Ob nun okay, gut, super gut, das ist dann wieder die Eigenmotivation des Kindes und welche Ziele sie selbst erreichen will.

Wir zeigen ihr WIE man ├╝ben kann und f├╝r welche Etappen es sich lohnt.


Das WIE lasse ich mir heute noch gerne zeigen.
Vieles konnte ich (kognitiv) sofort oder gar nicht (habe aufgegeben u.a. wegen der Erwartungen meiner Mutter s.o.)

DASS ich ├╝ben muss, wei├č ich. WIE ich ├╝ben kann, lerne ich, in dem ich mir jemanden suche, der es mir zeigt #winke

Meine Tochter ist 2in1.Faul beim Radfahren und Schwimmen, aber so lange sie keine Karriere als Radrennfahrerin oder Schwimmerin anstrebt, sehe ich dabei kein Problem in der Zukunft.

Ihr (du und deine Kinder) habt die gleiche Ziele (also Radfahren lernen, Schwimmen k├Ânnen, Geige spielen usw), aber euer Weg dorthin ist unterschiedlich. Deine Kinder haben noch nicht gelernt, dass sie mit ihren jetzt eingesetzten Mitteln (nur plantschen, kaum ├╝ben) das angestrebte Ziel nicht erreichen. Dies ist ein Lernprozess, der eigene Erfahrung (ohne Beeinflussung durch "du mu├čt ├╝ben"), R├╝ckschl├Ąge und Erfolgserlebnisse und viel Ausprobieren erreicht wird. Die Kinder dazu zwingen, den aus deiner Sicht richtigen L├Âsungsweg (├ťben und noch mehr ├╝ben) zu w├Ąhlen, ist vielen Gr├╝nden falsch und wird auch keinen Erfolg bringen.

H├Ąufig hilft eine gemeinsame und gleichberechtigte L├Âsung zu finden, an der alle Beteiligten beteiligt werden (auch wenn du wieder denkst, dies wird nicht klappen).

Es gibt auch noch andere Hilfen, aber das w├╝rde jetzt zu weit f├╝hren.

Hallo,

ich kenne so etwas auch.

Es gibt Dinge, die sollten Kinder k├Ânnen, und es gibt Dinge, die sind egal.

Unser Sohn (9) kann immer noch nicht Inliner fahren, weil er nicht ├╝ben will.
Tja, dann halt nicht.

Schwimmen oder Fahrrad fahren sind dagegen Dinge, die sie k├Ânnen sollten.
Beim Schwimmen lernen hat sich unser Sohn auch f├╝rchterlich einen abgebrochen. Das war ja anstrengend! #augen
Wir haben dann die Regel eingef├╝hrt, dass erst x Bahnen geschwommen werden. Vorher gibt es keine Rutsche und kein Plantschen.

Fahrrad fahren hat er erst richtig gelernt, als in der Schule die Fahrradpr├╝fung gemacht wurde, und er danach mit seinem Freund zur Schule fahren wollte.
Jetzt motzt er, dass er kein Mountainbike hat.
Tja, aber Kinder, die so wackelig fahren, weil sie nicht ├╝ben wollen, k├Ânnen eben kein Mountainbike bekommen. Darauf muss er jetzt warten, bis die n├Ąchste Gr├Â├če ansteht.

Bei Musikinstrumenten machen wir es bei den Kindern so, dass alles, was auf ist, jeden Tag mindestens einmal durchgespielt wird. Wenn sie es nur einmal spielen wollen, dann ist das halt so. Im Zweifel gibt es das gleiche dann eben n├Ąchste Woche wieder auf.

Ich kenne es auch so, dass man Stellen, die man nicht kann, gesondert so lange ├╝bt, bis es klappt. Aber ich habe keine Lust, mich deswegen t├Ąglich mit den Kindern herum zu ├Ąrgern.

Wenn sie nachhaltig keine Lust mehr h├Ątten, w├╝rde ich sie abmelden, aber das war nie so. Sie hatten bzw. haben nur keine Lust, zu ├╝ben.

Die Gro├če (12) hatte dann mit ca. 10 Jahren pl├Âtzlich einen Motivationsschub auf der Gitarre und hat sogar meistens noch mehr St├╝cke gespielt, als sie musste. Momentan ist sie wieder eher unmotiviert, weil sie das aktuelle St├╝ck zu schwer und nicht sch├Ân findet.

Bei Deiner Tochter muss man aber sagen, dass Geige wirklich eine Hausnummer ist. Ich habe auch mal ein Jahr lang Geige gespielt. Wenn man da nicht sehr musikalisch ist, dauert es ewig, bis es sch├Ân klingt. Vielleicht ist Geige doch nicht das richtige Instrument f├╝r Deine Tochter?

Unser Sohn (9) spielt Horn. Das ist auch ein sehr schwieriges Instrument.
Unser Sohn war anfangs sehr genervt, dass das Horn nicht so wollte, wie er. Je mehr er sich aufregte, umso zickiger wurde das Horn. Wir haben schon gesagt, das Horn erzieht unseren Sohn. #rofl
Nur ist Horn DAS Instrument, was er will, seit er 5 Jahre alt ist und so langsam hat er verstanden, dass man mit so einer Diva von einem Instrument nur mit Geduld weiter kommt. Mittlerweile ├╝bt er seine St├╝cke einmal pro Tag, wenn wir es ihm sagen, ohne zu motzen. An ganz guten Tagen ├╝bt er auch mal eine Stelle zwei- oder dreimal. ;-)
Er k├Ânnte viel besser Horn spielen, wenn er mehr ├╝ben w├╝rde. Er hat da wirklich Talent, aber das ist seine Entscheidung.

LG

Heike

hi,
schwimmen lernen war bei uns auch so ein thema. uns war es wichtig, dass die kids es lernen, da wir viel am wasser unterwegs sind und es einfach gef├Ąhrlich ist. nach dem seepferdchen wollte unser gro├čer nicht mehr schwimmen. war einfach erledigt f├╝r ihn, aber wir erwachsenden wissen ja, dass seepferdchen alleine noch kein sicheres schwimmen bedeutet.
wir hatten auch das gejammer. irgendwann haben wir beschlossen, wir gehen nur noch ins schwimmbad, wenn zu beginn geschwommen wird. da ist die kraft ja noch da. am ende oder so nicht mehr. das war die vereinbarung. wir haben das dann so durchgezogen. mein sohn wusste dies und einmal dachte er auch, dass er uns auf die probe stellen kann. wir sind ins schwimmbad und dann direkt wieder heim, weil er nicht schwimmen wollte. nach diesem kurzbesuch gab es keine probleme mehr.
mein sohn schwimmt mittlerweile wie ein fisch und hat mit 8 jahren auch schon ein paar abzeichen ablegen k├Ânnen.

achja, nachdem mein sohn nach dieser vereinbarung wieder spa├č am schwimmen hatte, haben wir ihn motiviert weiter zu ├╝ben. beim bestehen des bronzeabzeichen gab es ein neues vereinstrikot. das waren immerhin 8 bahnen auf zeit. er hat insgesamt keine 3 monate daf├╝r gebraucht um es nach dem seepferdchen abzulegen.
soviel zu ein bisschen motivation ;0)

wegen den hobbys wie geige spielen, w├╝rde ich ganz klare vorgaben machen.
sie ├╝bt regelm├Ą├čig, damit es ├╝berhaupt was bringt (zeiten etc. m├╝sst ihr festlegen) und dies ohne gemecker und gejammer). wird es nicht besser, so w├╝rde ich das ganze beenden. es macht dann sie nicht gl├╝cklich und dich kostet es nur unn├Âtiges geld.

Manche Kommentare ...... 1. Absolut richtig, dass du dir Gedanken machst. 2. Wenn man darauf wartet, dass bei den Kindern wirklich alles von selbst kommt, obwohl sie schlicht gar nicht immer wissen k├Ânnen wie der Hase l├Ąuft, dann bleibt so manches Kind auf einem niedrigen Lebensniveau h├Ąngen.

Nat├╝rlich musst Du lernen keine hohen Erwartungen aufzubauen, Ruhe und Geduld zu bewahren und die Kinder m├╝ssen es schon selbst wollen und nicht das Gef├╝hl haben, dass deine Liebe davon abh├Ąngig ist. Ich denke aber dass das gar nicht das Kernproblem ist. Es geht hier schlicht um die F├Ąhigkeit den inneren Schweinehund ├╝berwinden zu k├Ânnen, wenn man etwas k├Ânnen m├Âchte.

Du solltest dir dazu kritisch eure Lebensf├╝hrung anschauen. Wenn Kinder sehr bequem leben, liegt es schlicht daran, dass sie es k├Ânnen und damit gut durchkommen. Das beginnt oft bei kleinen Alltagsentscheidungen z.B. ob sie die paar Meter zur Schule selber laufen oder kutschiert werden. Ob die Br├Âtchen fr├╝hs von alleine auf den Tisch kommen oder doch Mal reihum jeder dran ist, sie zu holen. Ob der M├╝lleimer sich von Zauberhand alleine geleert hat oder ob man den doch Mal runter tragen musste und wenn nicht ... die Verwesung und die Maden auch einfach mal ausgesessen worden sind. Hinter Bequemlichkeit steckt meistens: Irgendwer anderes wird schon das Unliebsame tun.

Viele Muttis machen einfach viel zu viel als R├╝ckbleibsel aus der Kleinkinderzeit, ├Ąrgern sich dann dar├╝ber, dass diese ├Ąlter werdenden so gar nichts tun. Haben eure Kinder Aufgaben im Haushalt f├╝r die sie alleine verantwortlich sind? Kinder sollten lernen, dass nix von nix kommt und jeder seinen Teil dazu beitragen muss. Wie l├Ąuft es in der Schule?

Bei uns haben unsere Kinder ein ruhiges, spa├čiges und chilliges Leben, WENN sie 1. sich direkt nach der Schule um ihre Hausaufgaben k├╝mmern 2. ihre Haushaltsaufgaben erledigt sind 3. das Training f├╝r ihre Hobbys absolviert ist....bin ich total tiefenentspannt was den Rest ihrer Freizeit betrifft. Da k├Ânnen sie auch mal l├Ąnger am PC zocken oder drei Folgen ihrer Lieblingsserie am St├╝ck gucken oder auch Mal bis zur Bettzeit bei Freunden verbringen.

Aber diese Rechte gibt es eben erst, wenn die Pflichten erledigt sind!!! Da wird nicht diskutiert. Das ist so - ohne Pardon. Und wenn sie meinen, sie m├╝ssen 3 Stunden Theater wegen irgendwas machen, ich bleibe da ganz ruhig . Ich habe Zeit...., nur sie dann keine Freizeit mehr. Nicht mein Problem.

Wer gar nicht ├╝bt, bekommt keinen Kurs bezahlt. Ich hab mir das Hobby nicht ausgesucht. Wollen sie es lernen, m├╝ssen sie was daf├╝r tun. Meine Tochter wollte Gitarre lernen. Ja klar. Ich habe einen Kurs gesucht, mehrere Lehrer ihr vorgestellt bis wir den Richtigen hatten. Aber, es gab nicht gleich ne super Gitarre in der Lieblingsfarbe mit H├Âckerchen f├╝r den Fu├č und den coolen Notenst├Ąnder mit der und der Lackierung.

Nein, es gab ein sehr simples Gitarrenmodell und die Aussicht darauf, dass wenn sie sich anstrengt, sie auch besseres Equipment bekommt. Aber nur wenn. Am Anfang war auch noch Diskussion. Deshalb blieb es lange bei der schlichten Gitarre ohne Zubeh├Âr. Ich blieb ruhig, sagte ihr aber Klipp und klar, woran es lag und setzte mich mit ihr hin, wenn sie Hilfe wollte um ihr zu helfen. Ich trug ihr das Ding aber nicht hinterher oder belehrte sie t├Ąglich. Ich sage dann eher so....mmm...du hast ja bald wieder Unterricht....da m├╝sstest du vielleicht Mal wieder ├╝ben.....aber wenn sie meint sie muss nicht, lasse ich sie auch Mal auflaufen und sage ihr dann auch dass sie deswegen nicht voran kommt.
Irgendwann hat sie dann doch Mal etwas mehr gemacht, was man auch prompt h├Âren konnte. Der Gitarrenlehrer lobte und von mir gab's den Notenst├Ąnder. Sie hatte ihn sich verdient und das sagte ich ihr auch, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Dann folgte der Fu├čhocker. Wenn sie die rote Gitarre haben will, dann muss sie auf den Stand sein, dass es von selber l├Ąuft ohne da├č ich da erinnern und reden muss. Auch das Konzert f├╝r Oma, dass sie gerne geben wollte, durfte sie erst geben als die ersten Drei-Vier St├╝cke sa├čen. Dinge m├╝ssen sich verdient werden, erarbeitet werden.

Wenn sie in etwas Probleme haben, helfe ich durchaus und strukturiere und setze mich mit dazu und gebe Tipps und h├Âre zu. Mache ich alles. Aber wenn ich merke. Von ihnen kommt nix. Dann lasse ich sie sp├╝ren, dass Faulheit in dieser Welt nicht belohnt wird und negative Folgen haben kann . Dann bin ich zwar immernoch liebevoll und sch├Ątze sie, ich mache aber auch keinen Hehl daraus, dass es das und das nicht gibt, weil sie mir noch nicht bewiesen haben, dass sie die Verantwortung tragen k├Ânnen. Denn mit allem was wir wollen geht Verantwortung einher. Jede Freiheit ist an Pflicht gebunden. Und das lebe ich sehr konsequent vor. Ich bin manchmal unbequem, weil das ist das Leben. So ist die Welt und das bekommen sie gesagt. Wenn sie irgendwem oder irgendwas cool finden, sage ich ihnen immer genau, was dahinter steckt, dass nix vom Himmel f├Ąllt. Dass alles im Leben was man will, erk├Ąmpft werden muss, wenn es bleiben soll und ich lobe durchaus viel aber nie ohne Anstrengung.

Wer sich im Schwimmunterricht nicht anstrengt, bekommt von mir gnadenlos auf dem Kindergeburtstag oder auf Schulveranstaltungen eingetragen, dass er nicht gut schwimmt und nur vorne mit den F├╝├čchen planschen darf. Peinlich....aber da m├╝ssen sie durch.

Und wenn sie sagen, sie haben gelernt und ich frage sie 2-3 Sachen ab und sie haben keinen Plan, bekommen sie konkret aufgezeigt, was sie noch ├╝ben m├╝ssen und Aufgaben und ich erkl├Ąre es ihnen auch gerne, wenn sie mir sagen sie verstehen etwas nicht -. Die Noten sind mir wurscht. Das m├╝ssen sie selber wissen, was sie erreichen wollen und wie genau sie arbeiten ....
aber verstehen m├╝ssen sie den Stoff. Darauf achte ich. Bildung ist bei uns Zuhause wichtig, auch das wird vorgelebt. Schulmaterial bleibt gepflegt, Urlaub plane ich immer so, dass f├╝r HA und Vorbereitung Zeit ist. Ich entschuldige mein Kind nicht wegen dem Wehwehchen hier und da. Wenn sie nix machen ...f├Ąllt was immer sie geplant hatten....Kino oder Freunde ..aus. Folge. Sie passen im Unterricht auf und strengen sich gleich an, weil sie dann ein ruhiges, chilliges, spa├čiges Leben mit viel Freizeit haben. ;)

Danke, Dein Beitrag ist von allen bisher der, der das Problem wahrscheinlich am besten trifft. Und vielleicht hast Du Recht, dass die Bequemlichkeit daher r├╝hren k├Ânnte, dass die beiden es hier sehr bequem haben.

Ich war lange alleinerziehend und von daher gibt es schon viel, was meine Kinder selbstst├Ąndig machen m├╝ssen. Das machen sie in vielen Bereichen auch sehr gerne. Sie bewegen sich in unserem Viertel ganz selbstverst├Ąndlich allein, Bringdienste zu Hobbies und Schule mache ich keine, und das ist mir auch wichtig. Aber zu Hause gibt es sicher mehr Dinge, bei denen sie auch mal mit anpacken k├Ânnten. Da merke ich selbst oft, dass ich Entwicklungen verschlafe und dann nicht rechtzeitig Verantwortung ├╝bertrage. Du hast recht, vielleicht w├╝rde das das ein anderes Bewusstsein schaffen.

Falls ich es ├╝berlesen habe, bitte ich um Entschuldigung:

du schreibst aber nicht zu dem Punkt, dass die Eltern eine T├Ątigkeit als wichtig erachten (hier Schwimmen, Radfahren usw) und das Kind dies ├╝ben soll, dies aber nicht will.

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