Gibt es einen anderen Weg?

Guten Abend an alle,
ich glaube ich brauche mal neutrale Meinungen bzw Ratschläge von anderen Mamas oder Papas. Mein Junge ist knapp 23 Monate. Seit einigen Wochen haben wir so eine dumme Phase, dass er sobald er ins Bett kommt völlig aufdreht. Er macht total wild bis hin zum Aufstehen und Herumhüpfen im Gitterbett. Da habe ich ihn einige Zeit lang später ins Bett gelegt da ich dachte er ist noch nicht müde, hat nix gebracht außer dass er noch später eingeschlafen ist. Wenn ich ihm sage er soll sich hinlegen interessiert ihn nicht die Bohne. Lege ich ihn wieder hin steht er schneller als ich gucken kann und findet das ganze super spaßig. Für gewöhnlich haben wir keine nennenswerte Probleme mit dem Hören. Aber hier klappt nix. Er wird einschlafbegleitet. Wenn er so nicht hört, sag ich dann dass ich raus gehe wenn er so im Bett hopst und wiederkomme, wenn er sich hinlegt. Das tu ich dann auch und atme einmal draußen durch. Da gibt es natürlich einen riesen Aufschrei und er ruft sofort, dass ich wieder kommen soll. Ich geh dann zur Tür und sage, dass ich zu ihm komme wenn er sich hinlegt. Von da an klappt alles wunderbar.
Nun haben wir mit der Eingewöhnung starten müssen. Seit der ersten Trennung in der zweiten Woche ist es eine Katastrophe. Er weint ganz schlimm sobald ich gehe und die Erzieherin meinte er sagt "xy wieder lieb, Mama wiederkommen" Das tut mir echt weh und ich glaube, dass er das wegen meinem Verhalten abends sagt. Ich erkläre ihm, dass er mein lieber Junge ist aber Mama arbeiten gehen muss. Ich hab das Gefühl gerade das ins Bett bringen total falsch zu machen aber ich weiß wirklich nicht, wie ich es sonst machen soll. Ich glaube er möchte meine Grenzen testen und da muss ich doch deutlich machen dass im Bett hopsen nicht geht. Er hört einfach nicht, nur das raus gehen hilft aber ich möchte ihm ja auch nicht die Eingewöhnung noch mehr erschweren! Ach mensch ich habe schon wieder so viel geschrieben. Ich hoffe ihr versteht worum es mir geht. Was könnte ich abends anders machen?

Hallo,

Du machst das natürlich nicht aus Bosheit, sondern willst einfach, dass er hört, aber das ist schon irgendwie Liebesentzug. Zumindest empfindet es dein Kleiner so, wenn er solche Dinge äußert.

Vielleicht hilft ja Vorlesen. Pass auf, xy, du legst dich hin und Mama liest Dir was vor. Und nicht fragen, ob es okay ist. Einfach ruhig und freundlich sagen und los gehts. Und wenn das gut klappt, lese ich dir auch morgen Nacht was vor.

Versuch das mal. Wie begleitest du ihn denn sonst?

Hallo, Dankeschön für Deine Antwort! Ja und das tut mir auch echt leid aber ich weiß mir momentan nicht anders zu helfen in der Situation, bin auch nur 10 Sek oder so vor der Tür...
Ich streichel ihm über Gesicht oder Händchen. Sobald er aufsteht höre ich damit auf aber das ist auch kein Argument damit er sich wieder hin legt. Das mit dem Vorlesern werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren!

Hallo,

Bei meiner Tochter war es auch mal so als sie so 1,5 war. Sie muss bis heute nicht allein einschlafen.

Ich hab damals alles probiert, es war ein einziger Kampf. Irgendwann ging es mir nicht gut und ich hab mich einfach hingelegt und die Augen zu gemacht. Und siehe da, nach ein paar Minuten gezappel und gemotze hat sie sich hingelegt und die Augen zu gemacht 🤷‍♀️
Ihr Bett war damals in meins eingehakt, deswegen konnte ich das ganz bequem machen.
Kinder lernen hauptsächlich durch Nachahmung, das ist mir in diesem Moment sehr bewusst geworden.

LG
Sunny

Dankeschön für Deine Erfahrung! Das Verhalten quasi zu ignorieren habe ich auch schon versucht. Habe mich neben ihn gelegt und so getan als würde ich schlafen. Nur tat es mir dann nach fünf Minuten um die teure Matratze leid und das Bett hat dann auch schon angefangen zu quietschen vom gehüpfe. Da bin ich dann also wieder aufgewacht 😬

Damit hast Du ihm dann aber leider vermittelt: ich muss nur lange genug toben dann steht Mama wieder auf und beschäftigt sich mit mir.

Wenn Du etwas machst dann bleib dabei, leg zur Not eine Hand dabei in sein Bett damit er Deine Nähe hat. Du musst voll dahinter stehen, dann klappt es auch.

LG

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Abends habe ich in dem Alter begonnen, dass die Kinder isn Bett sind und sich ruhig beschäftigen konnten so 15 Min. Dann bin ich wieder rein hab ihm ein gute Nacht Küsschen gegeben und Licht ausgemacht.

Vielleicht klappt es bei euch auch, wenn er erstmal mit "Erlaubnis" quasi noch etwas alleine machen darf. So kann er auch zur Ruhe kommen. Bei meinen kam es dann auch mal vor, dass sie schon schliefen, wenn ich 15 Min. später reinkam.

und ich würde das ganze etwas "drehen", nicht du MUSST und ich gehe, wenn du tobst. Sondern an seine Selbstständigkeit und Selbstbewußtsein appellieren, indem du sagst, er sei ja schon ein großer Junge, er DÜRFE (nicht müsse) jetzt noch etwas alleine spielen: Du machst noch was in der Küche fertig (o.ä.) und kämst dann wieder. Und dann auch wieder kommen.

damit dein Sohn das VErtrauen weider bekommt, kannst du ja anfangs mit ihm zusammen etwas ruhiges machen, dann erst nur kurz auf Toilette gehen udn einige Minuten abwesend sein, udn diese Zeitspanne so erweitern bis du merkst, jetzt kommt er wirklich zur Ruhe und ist schlafbereit.
Je weniger du das Rumtoben als was Störendes ansprichst, um so eher wird er wahrscheinlich damit aufhören. JETZT birngt es ihm Aufmerksamkeit und er kann dich damit zu ner Reaktion bringen bei der du ihn beachtest. Ich hoffe du verstehst,was ich meine.

Mensch, vielen lieben Dank das ist echt ein toller Weg, den du mir da gezeigt hast! So kann ich es mir gut vorstellen und wir können wieder zu mehr Harmonie am Abend finden. Du bist toll, ich danke dir!

Gern geschehen! Ich wünsche dir,dass ihr BEIDE den Abend bald ruhiger angehen könnt.

Mein Sohn ist jetzt schon im teenager Alter, aber ich kann mich noch gut erinnern wie er als Kleinkind war . Wir hatten das auch das er abends vor dem Schlafengehen noch mal richtig aufgedreht hat , er hat dann oft so kleine " Spaßkämpfe" gemacht ,mit mir oder seinem Papa, meistens in unserem großen Bett . Das ging mal nur 10min, aber auch mal ne halbe Stunde, er hat das einfach noch mal gebraucht . Erst dachte ich das ist nicht gut , wegen zur Ruhe kommen, einschlafen und alle dem .... gab ja auch immer diverse Tipps in schlauen Büchern ,das Kinder vor dem Schlafengehen nicht mehr toben sollen ... Meinem Sohn hat es gut getan , und wenn ich so drüber nachdenke haben wir diese Kämpfe / Kitzeleien ,gemacht bis es 12/13 Jahre alt war , irgendwann hat es dann aufgehört .
Vielleicht muss sich dein Sohn vor dem zu Bett gehen auch noch mal bisschen auspowern, wie mein Sohn ....

Das kann natürlich auch sein, dass er sich nach dem Abendessen, und er isst sehr gut abends, noch ein wenig bewegen möchte. Wir gestalten den abend nämlich auch immer ruhig, da ich schon öfter dieselben Ratschläge bekommen habe wie du. Ich werde es mal probieren, vielen Dank dir!

Ich selbst habe Phasen, da drehe ich noch mal hoch. Dann brauche ich noch mal ein paar Runden durch die Wohnung gehen, Dehnübungen, sonstiges.

Mich durchs Bett wühlen, macht mich unruhiger, weil ich ja zur Ruhe kommen möchte.
Daher brauche ich noch mal Bewegung um Dampf abzulassen, um Gefühle rauszulassen.

Aufschreiben kann auch helfen.

Mein Kind hatte die Phase, dass sie nachts aufwachte und Fragen stellte. Da brauchte sie regelmäßig die Beantwortung der immer gleichen Fragen, dann schlief sie weiter.
Das war in der Eingewöhnungszeit im Kindergarten.


Abends/nachts kommt der Körper zur Ruhe und emotionale Verarbeitungen umso deutlicher.

Ja beim waschen sprechen wir auch immer noch einmal über den vergangenen Tag. Es ist manchmal wirklich erstaunlich, was die Kinder so alles beschäftigt. Das ist ein gutes Ritual, danke für die Anregung!

Was meinst du mit Einschlafbegleitung?
Sitzt du mit im Raum oder liegst du neben ihm und kuschelst ihn ein?
Zweiteres hilft sicher mehr beim Einschlafen.

Das sehe ich auch so wie du. Ich leg mich zu ihm und streichel ihn wenn er das möchte, was meist der Fall ist.

ich finde das rausgehen abends falsch.

du solltest die Regeln VORHER klarstellen und dann dabei bleiben... und wenn die Regel ist, er darf jetzt 20 mal hüpfen und sich dann hinlegen... --
fange ihn vorher ab -- und gehe in erpresserischem Elternverhalten nicht raus, nur um dann wieder reinzukommen, wenn die erpresste Verhaltensweise erreicht ist ...

das kann man "einmal" machen, wenn die Nerven durchgehen --- aber nicht als Dauer-mittel....

ich bin mit meinen Kindern immer gut damit zu fahren, mir vorher Gedanken zu machen und vorher irgenwelche (lustigen) dinge auszudenken, die dann an die Bedingung geknüpft sind, dass danach aber ruhige Bett-Zeit ist ... --- diese art von Beeinflussung halte ich für Glücklicher, als Deine .....

Danke dir für deine Ausführung. Im Bett hüpfen ist etwas, was ich generell nicht möchte auch nicht "nur" 20mal. Das würde er in seinem Alter wohl auch noch nicht verstehen wieso er erst hüpfen durfte und dann auf einmal nicht mehr.
Aber dass wir uns vorher was spaßiges ausmachen und das am nächsten Tag nur wiederholen wenn er danach ruhig ins Bett geht ist eine gute Idee.

Im Prinzip machst du das schon richtig. Du sagst und zeigst ihm das die Turnerei dir nicht gefällt. Und das kurz raus gehen finde ich an sich auch ok. Doof ist bei euch nur das es mit der Eingewöhnung zusammen fällt. Das verwirrt ihr bestimmt. Zu Hause heißt lieb sein und hören Mama kommt wieder, hier bin ich lieb, sie geht trotzdem und kommt lange nicht wieder (auch wenn es nur kurze Trennungen sind, für ein Kind in dem Alter sind 10 Minuten lange)
Wie wäre es wenn du dir einen Sessel ins Kinderzimmer stellst, ihr guckt noch zum runter kommen im Sessel ein Buch an, dann ins Bett und kuscheln. Dreht er auf gehst du alleine zurück auf den Sessel und sagst ihm das dir das zu ungemütlich im Bett ist wenn er so hüpft und turnt. Du bist dann zwar noch da aber kuscheln gibt es eben nur in Ruhe. Und immer dran denken, es ist nur eine Phase. Diese "Statt schlafen kräftig aufdrehen" hat glaube ich auch fast jedes Kind. Meine hatten das beide.
Und die Eingewöhnung, rede mal mit den Erzieherinnen ob ihr nochmal einen Schritt zurück geht, du bleibst nochmal 1 oder 2 Tage ganz bei ihm und dann in echt kleinen Schritten starten "Oh, Mama hat was im Auto liegen lassen. Ich hole das flott, du darfst weiter spielen" oder halt mal aufs Klo gehen und sich da Zeit lassen. Am besten wenn er gerade mit anderen Kindern mitten im Spiel ist

Lieben Dank für Deine Antwort! Bevor ich den großen Schritt getan habe und raus gegangen bin, habe ich es erst einmal mit kleinen versucht. Also aufhören mit streicheln wenn er herum hampelt, dann sich aus seinem Bett zurück ziehen, dann in eine andere Ecke des Zimmers...Leider hat das nicht wirklich geholfen, so dass ich nur noch den Weg raus aus dem Zimmer sah. Aber es tut mir sooo leid, dass er das so verknüpft. Dabei habe ich bewusst nie gesagt, dass er böse ist oder ich erst wiederkomme wenn er lieb ist. Nie 😔
Dann hoffe ich mal dass uns diese Phase schnell wieder verlässt, danke du hast mir Mut gemacht

Habt ihr eine bestimmte Uhrzeit, wo das Kind ins Bett muss oder reagiert ihr darauf, wenn er Müdigkeitsanzeichen zeigt? Sollte letzteres der Fall sein, wie lange dauert das Umziehen, Zähne putzen usw, bis er tatsächlich im Bett liegt? Verhält er sich auch so, wenn der Papa ihn ins Bett bringt?

In der Regel haben wir eine feste Uhrzeit, sind aber flexibel wenn der Mittagschlaf recht kurz/lang oder der Tag sehr anstrengend war. Dann dauern pullern, waschen und Zähne putzen keine 10 Minuten und wir liegen zusammen im Bett.
Beim Papa hat er so einen Schabernack nicht gemacht, jedoch klebt er seit der Eingewöhnung quasi an mir, sodass Papa momentan auch nicht ins Bett bringen darf. Das akzeptieren wir auch und belassen es halt dann dabei, dass ich mich zz mehr oder weniger allein um ihn kümmere.
Das Problem mit dem Aufdrehen im Bett bestand aber vor der Eingewöhnung schon.

Versucht doch mal den Abend zu teilen. Du gehst mit ins bad, Zähneputzen usw und das eigentliche ins bett legen übernimmt Papa. Such dir was das du ihm sagen kannst "Mama muss jetzt noch...machen. Papa bringt dich ins Bett", knuddeln und Gutenachtkuss und dann ist Papa-Zeit.
Oder versuch die Bettgehsituation dahin zu verändern das du gehst bevor er schläft oder im Idealfall gehst du schon bevor er anfängt blödsinn zu machen. Festes Ritual und dann gehen und er schläft alleine ein, oder hopst eben. In dem Fall aber nur rein gehen und das hopsen unterbinden "Hey, Turnzeit ist vorbei, hinlegen denn jetzt ist Schlafzeit, hopsen kannst du wieder wenn du aufgewacht bist"
Das nimmt euch die Situation das er dein Weggehen mit seinem Grenzen testen verbindet.
Das er in dem Alter Grenzen testet ist absolut normal. Und das tun sie bei den Leuten von denen sie wissen daß die zwar mal genervt sind davon oder auch mal schimpfen, aber von denen sie auch wissen das die sie auch dann lieb haben wenn sie selber mal nicht lieb sind.

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Huhu

Ich denke ihn wühlt die ganze Kita Sache sehr auf, da ist das Abschalten abends schwierig nach so einem anstrengenden Tag.
Hast du es mal probiert ihn früher hinzulegen? Eventuell ist er schon drüber.
Vielleicht könntet ihr auch mal probieren das Bett umzubauen, dann kann man besser noch kuscheln und hier wurde ohne Gutter zum Festhalten auch das hüpfen weniger ;-)
Nitttlerweile haben wir ein großes 90x2m Bett, da kann ich mich daneben legen und wir kuscheln/lesen in den Schlaf.

Liebe Grüße

Hallo :)
ja die Eingewöhnung knabbert wirklich an ihm. Das Problem im Bett abends hatten wir allerdings auch vorher schon. Ich weiß nicht ob eher hinlegen was ändern würde, er zeigt vorher null Müdigkeitsanzeichen und ist sehr fit. Einen Versuch wäre es dennoch mal wert.
Momentan lobe ich mir noch das Gitterbett, da ich mir vorstellen könnte, dass er in einem normalen Bett nur aufsteht und im Zimmer herumwuselt. Wie war das bei euch?