Wut :*(

Ich weiß nicht genau, was ich von euch hören will. Vielleicht kennt jemand ähnliche Gefühle?

Bevor ich Kinder hatte war ich die Ausgeglichenheit in Person. Niemand konnte mich aus der Ruhe bringen. Ich war sehr ausgeglichen und positiv, auch wahnsinnig geduldig.

Aktuell ist es so, dass mich meine Kinder schnell wütend machen :(
Z.B. wenn sie nicht auf mich hören.
Heute zum Beispiel habe ich meine Große abgeholt. Sie war beim Malen/ Basteln und gerade fertig geworden.
Da fängt sie eine komplett neue Bastelei an und lässt mich, selbst nach mehrmaligem Auffordern, ewig warten und reagiert nicht auf meine Aufforderung zu gehen.
Ich hatte dann keine Geduld mehr und bin raus.

Als sie dann irgendwann angetrottet kam und mir stolz ihre Bastelei gezeigt hatte (sie wollte was schönes für mich basteln), war ich echt wütend. Sie hatte erwartet, dass ich mich darüber freue.
Ich hab nur noch eine Schimpftirade rausgebracht.
Das fand sie echt schlimm, denn eigentlich wollte sie mir was gutes tun.

Später haben wir darüber geredet, aber diese gesamte Aktion hat soviel Zeit und negative Stimmung gekostet.

Aber auch andere harmlosere Dinge verärgern mich. Ich schätze mein Nervenkostüm ist gerade einfach dünn.
In vielen Situationen nachträglich denke ich, dass ich total übertreibe mich so zu ärgern oder wütend zu sein.

Es gäbe in vielen Situationen sicherlich andere Reaktionsweisen, die eher deeskalieren.

Was kann ich tun? Sagt ihr euch Mantras vor? Tief durchatmen, bevor man reagiert? Den Raum verlassen? Sich in die Kinder reinversetzen?
Was ist euer Geheimnis Situationen (sei es lautstarkes Gerangel zwischen Geschwisteen oder anderes) nicht eskalieren zu lassen?

Lg mcbess

Ich kann Dir da sehr das aktuelle Buch die "Schimpfdiät" empfehlen. Besonderes Merkmal dieser Wut ist, dass man nicht ausreichend für sich selbst gesorgt hat und bei scheinbar "Kleinigkeiten" aus der Haut fährt.

Das klingt passend.
Da schau ich gleich mal nach. Danke.

Hej,
Bei mir ist es anders rum als bei dir: ich war früher bei weitem nicht so gelassen, wie heute mit kind. Das erstaunt mich häufig selber.
Ich lese viel zur kindlichen Entwicklung, Erziehung, Achtsamkeit. Das hilft mir enorm. Einfach weil ich dadurch vieles besser verstehe. Für deine Tochter gab es in diesem Moment nur das Basteln und den Gedanken, dir etwas Gutes zu tun. Sie versteht deine Sicht der dinge nicht. Der Moment bedeutet ihre Welt. Eigentlich eine Eigenschaft, die wir Erwachsenen häufig verlernt haben.
Ich bin häufig über mich selber erstaunt, dass ich ruhig bin.
Aber natürlich verliere ich auch die Geduld.
Für mich zählt dann, mich bei meiner Tochter zu entschuldigen, auch wenn es sie noch nicht interessiert. Ich erkläre ihr, warum ich blöd war. Meistens geht sie dann schon weg, aber es ist ein gutes Training, für dann, wenn sie das alles realisiert.
Vielleicht hilft es, wenn ihr klare Absprachen vorher trefft.
Hast du Freiräume und kannst Kraft tanken? Ich bin häufig unentspannzer, wenn meine Kraft zu Ende geht.
Ich habe für mich auch klare Regeln für den Alltag.

Alles gute dir dich

Ich gehe 1x die Woche in Sport, aber das war's schon. Tut aber unglaublich gut.
Ja für morgen bzw. heute haben wir eine Abmachnung getroffen, damit diese Situation so nicht mehr passiert.

Huhu, das Durchatmen ist doch schonmal ein anfang!
Für mich gibt es so eine Art Regelliste für uns als Eltern.. Dinge die ich als Kind nicht gut fand zbsp die mich geprägt haben oder ähnlich habe ich mir zu Herzen genommen.

Zbsp
Regeln nr 1 währe dann bei mir

Niemals schreien
Niemals traurig oder im Streit einschlafen
Sich immer in die Situation meines Kindes begeben usw..
Ich weiss nach einem anstrengenden Arbeitstag kann es wirklich nervig sein ewig auf sein Kind zu warten gerade wenn man im Hinterkopf noch andere Aufgaben hat (Haushalt, Kochen usw)
Aber trotzdem denke ich ich hätte mir Die Zeit genommen, mich dann neben mein Kind zu setzen und gemeinsam noch schnell etwas fertig zu basteln..
Man ist nur einmal Kind.. und jedes Kinder strahlen bringt doch irgendwie positive Energie in einen oder etwa nicht? Vllt hätte das mehr gebracht wie wenn du wütend raus gegangen wärst.. Die Zeit die ihr dann dort verbracht hättet wäre ja die selbe ob du draussen wörst oder drinnen.. lg

Das wäre sicherlich besser gewesen.
Aber ich war in dem Moment einfach wütend und konnte nicht länger drin bleiben.

Was genau löst denn dann bei dir den Stress aus? Die Hintergedanken was du noch alles zu tun hast und dem zu Folge Die Zeit die dir davon rennt? ..
Erst wenn du weisst; was den Stress auslöst kann man eine Lösung finden..
Deine geschilderte Situation ist ja eine ganz normale Alltagssituationen und dürfte dich nicht so wütend machen..

Mir hilft Konsequenz, schon immer. Sage ich, wir gehen, dann gehen wir. Das Kind bekommt klare, verlässliche Ansagen und ich muss mich nicht ärgern. Wenn sie noch was fertig machen möchte, kann sie fragen. Hat man Zeit, kann man es zulassen. Hat man keine, dann eben nicht.

Verlässliche Reaktionen sind für die Kinder wichtig und schaffen Kontinuität, denke ich.

Das ist gut. Ich bin manchmal geduldig und manchmal nicht. Ich verstehe schon, dass das für die Kinder blöd ist.

hallo


ich bin da eher von der Konsequenzen sorte.

ich sage genau einmal! das wir gehen. natürlich kann noch etwas zuende gemacht werden. was neues anfangen? das gibt es nicht. notfalls wird das kind an die hand genommen, denn wir gehen jetzt!

so ist das auch bei anderen dingen.

man will sich nicht vernünftig in der umkleide umziehen? dann gehts in hausshuhen nach hause. habe ich genau einmal gemacht, seitdem kam "Theater in der umkleide" nie wieder vor.

ich bin keine Mutti die ewig erzählt, bittet, bettelt und waaaartet.

Wenn ich mein Kind in solchen Situationen 'an die Hand nehme' muss ich es rückwärts die Treppe runterschleifen (im Kindergarten) weil Kind sich nicht an die Hand nehmen lässt, wenn es nicht will.

wie alt ist sie denn?

ich tue es dann eben so. kind macht sich ja zum affen vor seinen freunden und erziehern mit so ein benehmen. nicht ich.

scheien und toben berindruckt mich nicht, wird trotzdem gemacht was ich sage.

mittlerweile schreit und tobt er aber nicht mehr. bockt höchstens mal 😅 aber schlechte laune darf jeder mal haben, dann gibts auch grundsätzlich zeit und verständnis. glücklich und lachend den Kindergarten zu verlassen, ist immerhin das schönste.

viele reden und reden und reden auf ihr tobenden kind ein. ich bin da eher von der sorte " SO.... Auf gehts!"

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Ja, ich habe ein Geheimrezept: ausreichend schlafen!!
Klappt besser, seit die Kleine 5 ist... Es gibt immer mehr Nächte, in denen kein Kind zu mir kommt und das schont meine Nerven tagsüber sehr!

LG!

Gestern bin ich früh ins Bett. Vielleicht hilft's.

Unsere Kinder sind uns so nah, wie kaum jemand sonst. Und sie können uns auch so wütend machen wie kaum jemand sonst.

Ich habe gemerkt (ähnlich wie du), dass ich besonders in Stresssituationen sehr schlecht damit umgehen kann, wenn mein Kind sich verhält, wie Kinder sich eben verhalten.

Das kann Stress sein, der durch Zeitdruck entsteht oder auch durch emotionale Belastung.

Dazu kommt, dass ich manchmal auch "vergesse", wie kindlich ein Kind eben noch ist. Meine Tochter ist inzwischen 5. Man kann normal mit ihr sprechen, sie versteht sehr vieles - manchmal erwarte ich dann aber auch einfach zu viel, dass sie für dieses oder jenes doch bitte auch Verständnis haben soll. Da hilft nur, sich regelmäßig zu reflektieren und zu schauen, ob man nicht doch zu hohe Ansprüche hat. (Termine zum Beispiel sind hier oft ein Problem. Sie versteht zwar, dass ein Termin wichtig ist, aber ihr Zeitverständnis ist noch nicht so weit, dass sie kapiert, dass man nicht einfach irgendwann los gehen kann.)

Ich versuche, viele Stresssituationen, die aufgrund von Zeitdruck entstehen, möglichst gar nicht aufkommen zu lassen. Gelingt mir aber auch nicht immer.

Und Diskussionen darüber, was sie anziehen soll zum Beispiel führe ich nicht mehr. Im Zweifel nehme ich schnell noch was anderes mit, wenn mir das Ausgesuchte aufgrund der Wetterbedingungen völlig unpassend erscheint. Sonst dauert alles ewig und alle haben schlechte Laune.

Wenn ich tatsächlich mal übertrieben rum gemotzt habe (Ja, passiert mir durchaus), dann entschuldige ich mich später. Das finde ich wichtig. Ein Kind darf wissen, dass auch Eltern Fehler machen.

Inzwischen hat auch meine Tochter es ganz gut drauf, schon vor der Eskalation zu sagen, dass ich gerade unentspannt werde. Auch das hilft, weil sie mir direkt sagt, wie ich mich gerade aufführe. Und eigentlich will ich ja gar keinen Druck machen.

Ansonsten hilft auch mal tief Luft holen, mal kurz raus gehen... Die Klassiker eben.

Und achte übrigens mal im Alltag drauf, wie oft du dein Kind mit "gleich" vertröstest, wenn es was will. Diese Übung hilft mir speziell, wenn mich das Getrödel nervt. Weil eigentlich tut meine Tochter nur dasselbe wie ich auch. Nämlich "noch eben schnell" was holen oder was fertig machen, was ihr jetzt gerade wichtiger erscheint als mein Anliegen.

Und gerade bei deinem Beispiel sieht man ja, dass du deinem Kind echt total Unrecht getan hast. Sie wollte zu dir besonders lieb sein und du schimpfst.

Du solltest daher auch mal in dich gehen, ob und was dich gerade belastet, was vielleicht mit deinen Kindern gar nichts zu tun hat. Wenn du so dünnhäutig bist, hat es wahrscheinlich noch andere Ursachen als die einfache Tatsache, dass Kinder manchmal anstrengend sind.

Und zu guter Letzt: du solltest natürlich versuchen fair zu bleiben, aber wenn dir mal verbal die Hutschnur platzt, ist das auch kein Drama. Auch das dürfen Kinder nämlich wissen: das auch Eltern Grenzen und Bedürfnisse haben.

Mir hilft der Gedanke, dass mein Kind kooperieren *will*, da es evolutionär darauf angewiesen ist, mich als Beschützer zu behalten.

Bockt mein Sohn versuche ich zu schauen, wie ich mein Verhalten und/oder die Umgebung so verändern kann, dass er kooperiert.

Beispiel "Theater beim Abholen" (Klassiker und früher purer Stress)

+ ich überlege vorher genau, ob wir wirklich *schnell* los müssen
= je seltener ich ihm sage, dass wir heute schnell los müssen, desto eher nimmt er mich ernst.

+ ich werde ungeduldig, wenn ich überhitzen
= Jacke in der KiTa ausziehen

+ Macht er Quatsch, weil ein anderes Kind das auch grade macht?
= Jacke und Schuhe schnappen und ins reizarme Treppenhaus gehen.

+ Ehrlichkeit: an besonders schlechten Tagen, sage ich ihm, dass ich heute sehr müde bin und leider schneller ungeduldig werde
= Er lernt Emotionen zu verstehen und kann entsprechend reagieren und sie auch selbst zu äußern.

+ Verständnis: Wenn er besonders aufgedreht ist, lässt er sich nach einem Tag voller Regeln bei mir "fallen"
= Weitere strenge Regeln bringen nichts, also ziehe ich ihn an solchen Tage auch die Schuhe an, obwohl er es selbst kann.

Und ganz wichtig: Bei Fehlverhalten entschuldige ich mich. Dieses Zeichen von Respekt ist mir in unserer Familie sehr wichtig.

Ich flippe immer mal wieder aus, aber ich versuche jede Woche neu mehr Tage ohne Schimpfen zu verbuchen als mit😊

*unterschreib*
Dafür würde ich gern ganz viele Sternchen geben:-).

unterschreib ich voll und ganz :-)

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Ich versuche in solchen Situationen erstmal mich zu beherrschen falls ich in diesem Moment gestresst von anderen Dingen bin, denn mein Kind kann schließlich nichts dafür sage ich immer zu mir selbst. Klar bin ich nicht perfekt und manchmal passiert es mir auch dass ich mal lauter werde. Aber man muss wirklich an sich arbeiten, dass man für solche Situationen Lösungen findet die für beide akzeptabel sind.

Nochmal zu deiner Situation und wie ich diese evtl. gehandhabt hätte:
Ich denke, dass ich mir die Zeit genommen und mich einfach dazu gehockt hätte, um mit meiner Tochter gemeinsam etwas zu basteln. Natürlich unter der Voraussetzung dass wir danach aber gleich gehen. Das ginge erstmal etwas schneller wenn ich dazu helfe, zweitens hat das Kind seinen Spaß daran und drittens kann man dann auch wieder etwas runter kommen dabei.
Und damit es nicht zur Gewohnheit wird, würde ich meinem Kind den Vorschlag machen künftig einfach zu Hause nach dem KiGa gemeinsam zu basteln oder etwas anderes gemeinsam zu unternehmen. Ich finde auch wir Erwachsenen, sollten nicht immer stur unseren Kopf durchsetzen, sondern auch mal etwas entgegen kommen und Kompromisse eingehen. Und manchmal kann man dabei auch selbst mal wieder Kind sein. 😊

Ich verstehe dich gut. Ich bin momentan auch sehr dünnhäutig unterwegs, aber ich bin schon immer der Typ "konsequent & temperamentvoll".
Bevor ich Kinder hatte, hab ich auch nie an mir gezweifelt... Ich arbeite im kiga/Krippe, ich wurde nie für schlecht befunden, meine Arbeit wurde immer sehr geschätzt und die Kinder haben gerne mit mir ihre Zeit verbracht.
Erst als eigene Mutter dachte ich mir, ich rege mich viel zu oft auf 🙈
Ich hab mir echt monatelang Vorwürfe gemacht, das ich eine schlechte Mutter sei - mittlerweile hab ich mich aber wieder gefunden. Konsequent ist verdammt wichtig für die Kinder, ebenso eine authentische Mutter - ich bin nunmal temperamentvoll, das gehört einfach zu mir! Ich kann durchaus mal schnell laut werden, aber ich bin auch ebenso fix wieder ruhig. Niemand ist perfekt, aber das heißt nicht, dass ich meine Kinder weniger liebe oder ihnen schlechtes will (oder gar antue).
Es gibt doch sogar Länder, da ist es vollkommen normal, dass man z.b. lauter miteinander umgeht. Ich denke, man sollte sich davon lösen, das laut = böse bedeutet. Sonst müsste leise ja ebenso schlecht sein 🤷‍♀️
Meine Nachbarin z.b. redet ziemlich leise, die verstehe oft nicht mal ich. Und so redet sie mit jedem, auch mit ihren zwei Kindern. Aber sie ist halt der Typ "leise".
Ich hab meinen Frieden damit gefunden, ich muss keine erklär-bär-mami sein, die immer nur auf zimmerlautstärke spricht. Bei mir gibt's eben schnell vollendete Tatsachen, da bin ich auch nicht von abzubringen.

Wenn mein großer z.b. Theater macht, weil er nicht rein will, dann lasse ich ihn eben im Vorraum toben und schreien, die Haustür bleibt dennoch zu. Wenn er fertig ist, wird er schon zu uns kommen. Und wenn er mal wieder der Meinung ist, er müsse Grenzen aufs Ultimo ausreizen, gibt's halt eine Pause im Bett. Da kann er kuscheln, sich beruhigen und evtl noch ein Buch lesen. Und ich rege mich nicht weiter auf und muss nicht rumschreien.

Hi,
ehrlich gesagt finde ich es gar nicht so unberechtigt angefressen zu sein, wenn mein Kind so gar nicht darauf reagiert, was ich zu ihm sage. Du warst sauer und hast ihr das gezeigt, menschlich. Hinterher habt ihr nochmal drüber gesprochen und jetzt ist wieder alles gut.
Mir hilft Humor unheimlich gut und zu sortieren, über welches Stöckchen ich springen möchte. Und wenn ich dann halt auch mal, vielleicht zu unrecht zu schnell, sauer bin, weil ich irgendwie gestresst bin, dann ist das halt so. Ich bin keine Maschine und das dürfen meine Kinder ruhig wissen.

vlg tina

Bei mir war es umgekehrt: seit dem Kind bin ich viel ruhiger, geduldiger und ausgeglichener geworden.

Es liegt viell. im Charakter verankert und der krassen Veränderung, die Kinder mit sich bringen. Man ist plötzlich so fremdbestimmt, hatte vorher kein Chaos in der Bude und außerdem mehr Schlaf und Zeit. Nun dreht sich der Alltag um die Belange der Kids. Da kann das Nervenkostüm dünnhäutig werden.

Tipp: bevor Du "ungerecht" oder wütend wirst, kurz raus aus der Situation und 10x durchatmen. ggf einen Ratgeber lesen und Dir immer vor Augen halten, dass Du wundervolle Kinder hast.

Wünsche Dir, dass die alte Gelassenheit wiederkehrt.

Bei mir sind es mehrere Faktoren, die eine entscheidende Rollen spielen

1. welche Erwartungen habe ich an das Kind?
- ist mein Kind bereits in der Lage diese zu erfüllen?

Sind es nur meine Erwartungen, die mich glauben lassen, dass sie es schon kann
oder ist sie emotional, kognitiv und tatsächlich dazu in der Lage

Ich kann noch so sehr wollen, dass....

Wenn mein Kind es noch nicht erkennt oder ich 2. nicht selbst deutlich mache, bleibt es meine Erwartung und kein Umsetzen des Kindes

Meine Eltern haben von mir viel erwartet, weil ich kognitiv soweit war oder weil meine großen Geschwister es schon konnten. Fatal. ICH konnte es NOCH nicht.



2. was kann ich selbst dazu beitragen, dass mein Kind dazu in der Lage ist?

z.B. handeln, statt nur reden.
Wenn es mir wichtig ist, rede ich nicht 50mal, sondern gehe spätestens!!!! beim zweiten sagen direkt zu ihr hin, berühre sie und sage, dass wir JETZT gehen.

Wenn es mir egal ist, bleibe ich stehen wo ich bin, sage es zwar, warte aber noch geduldig und träume vor mich hin.

An Hand meiner (nicht) Handlung, erkennt sie, ob es eilig ist, höchste Eisenbahn oder ob ich zwar da bin, die Wichtigkeit hinten ansteht.

Mimik, Gestik
logische Gründe: TERMIN, KEINE DISKUSSION etc. verstärken mein Anliegen

Im Kindergarten half es auch, wenn die Erzieherinnen wussten, wenn es dringend war. Dann unterstützten sie auch. Deren Terrain. Das machte beim Kind mehr Eindruck.


3. eigene Gesundheit.

Dünnhäutig werde ich bei Eisenmangel
Bei einer Freundin war es Hormonmangel
mein Vater wurde cholerisch, wenn der Blutzucker bei Diabetes schlecht eingestellt war
Auch Schilddrüse, Schlafmangel (Qualität) kann vieles bewirken.



Treten diese Gefühle hauptsächlich oder nur bei den Kindern auf, würde ich 1. und 2. genauer betrachten und Handlungsansätze unter die Lupe nehmen. Wo kommt es zu einem PingPong-Effekt.

Treten diese Gefühle häufig auf. Auch bei anderen Themen, Momenten, wo du sonst gelassen bist?

Dann würde ich mit 3. zum Arzt gehen und einmal durchchecken lassen.

4. entspannungsübungen
Zeit für sich selbst einplanen
Terminplan/Zeitplan mal auf den Kopf stellen, nach Prioritäten sortieren und ggf. entschlacken

Danke schon mal für die vielen tollen und hilfreichen Antworten!

Ich werde mir diese die nächste Zeit noch öfter wieder durchlesen.

Mal beim Arzt durchchecken lassen wäre sicher nicht verkehrt.

Für heute Mittag hab ich mit meiner Tochter vereinbart, dass wir zügig gehen, wegen eines Arzttermines. Ich denke, sie wird ihr Versprechen halten.

Und ja, ich vertröste meine Tochter auch oft genug im Alltag "ich muss erst noch das fertig machen, dann hab ich Zeit für dich", von daher kann ich mich schon in sie Hineinversetzen.

Wie reagiert ihr denn, wenn euer Kind etwas tun soll, z.B. etwas aufräumen und dies nicht tut?

Lg mcbess

Sehr unterschiedlich. Manchmal sagt sie ganz direkt: "Ich brauche aber Hilfe" und die kriegt sie dann auch.

Es gibt auch Tage, da klappt es einfach nicht und dann kommt es auf meine Verfassung an. An manchen Tagen lass ich es einfach gut sein (ich sehe die Verfechter von strikter Konsequenz die Hände überm Kopf zusammen schlagen), an manchen Tagen sage ich ruhig, aber bestimmt "räum es jetzt weg" (normalerweise merkt sie dann, dass es keinen Spielraum mehr gibt) und manchmal mecker ich rum, rege mich auf, dass ich ständig alles machen muss, dass ich dauernd gegen die Unordnung der anderen kämpfe... Dabei komme ich mir vor wie meine Mutter früher und meistens führt es dazu, dass Kind und Mann kurz drauf angetrottet kommen und sich entschuldigen. 😄

Meine Erfahrung ist ehrlich gesagt, dass wir vor allem dann Ärger haben, wenn einer emotional im Ungleichgewicht ist. Das kann ich selbst sein, das kann mein Mann sein, das Kind oder auch das Baby. Zum einen überträgt sich der Stress irgendwie auf alle und zum anderen reagiert derjenige, der sich gerade nicht wohl fühlt, einfach blöd. Daher gibt es für mich aber auch nicht DIE Lösung, die für jede Situation passt.

Das unterschreibe ich voll :-)

Besonders diese Stellen:
" (normalerweise merkt sie dann, dass es keinen Spielraum mehr gibt)"

Dadurch dass ich den "es gibt keinen Spielraum" nur dann einsetze und nicht gewohnheitlich, erkennt sie auch, wann es ernst ist. Und dann erkennt sie es auch, weil ich es DEUTLICH mit Mimik, Gestik, Tonfall verstärke
Dies aber eben nicht mein Alltagston ist.


"Meine Erfahrung ist ehrlich gesagt, dass wir vor allem dann Ärger haben, wenn einer emotional im Ungleichgewicht ist. Das kann ich selbst sein, das kann mein Mann sein, das Kind oder auch das Baby."

Bei uns auch. Zwar ohne Mann und ohne Baby, aber ja....

Wenn ich dünnhäutiger bin, verunsichert das mein Kind, sie reagiert anders - was mich wiederum schneller wütend macht/das Ungleichgewicht so ins Schaukeln bringt, dass alles von der Waage zu rutschen droht.


Wenn ich selbst im Gleichgewicht bin, kann ich super und stabil auf einem Bein stehen. Auch dann, wenn die Unterlage uneben und wackelig ist.
Auch einen Ball fangen ist gut möglich, etwas balancieren auch.

Bin ich selbst emotional nicht im Gleichgewicht, kann der Untergrund noch so top sein.
Ich bin schon wackelig, muss öfter das Bein absetzen. Ein angesprochen werden kann mich schon so ins Wanken bringen, dass ich kippe.
Da kann es auch schon vorkommen, dass mir mit beiden Beinen auf dem Boden etwas runter fällt.


Das ist mir durch Zufall aufgefallen. Mir hilft es dann manchmal herauszufinden, wie es mir gerade gleichgewichttechnisch geht.
Reicht es mich, wenn ich mir "nur ausbalanciere" oder brauche ich mehr? Ggf. Hilfe von außen.

Hallo,

Du solltest Dir vorher überlegen, was Dein Kind tun oder lassen soll, und es durchsetzen.

Was Du gemacht hast, war dem Kind zu sagen, dass es aufhören soll. Dein Kind hat Dich ignoriert, und Du bist gegangen und hast Dich nachher furchtbar aufgeregt, weil das Kind nicht auf Dich gehört hat.
Da kann ich nur sagen, selbst schuld. ;-)

Eigentlich ist das eine ganz typische Situation mit Kindern. Mama will etwas, und das Kind will etwas anderes.
Jetzt muss einer von beiden sich durchsetzen, oder man muss einen Kompromiss finden.
Bei der geschilderten Situation hat sich das Kind durchgesetzt.
Nachher war es total erstaunt, dass Du deswegen wütend warst, weil Du den Eindruck erweckt hattest, dass es Dir nicht wirklich wichtig war, indem Du gegangen bist.

So sollte man nur reagieren, wenn es ok ist, dass das Kind seinen Willen bekommt.
Wenn Du nicht willst, dass das Kind weiter bastelt, musst Du Dich durchsetzen und zwar sofort.
Wenn mir das wichtig gewesen wäre, hätte ich dem Kind die Bastelsachen weggenommen und geschimpft, nachdem es mich zweimal ignoriert hat.

Ich möchte nicht behaupten, dass ich nie hochgehe. Gerade unsere Große (12) kostet mit ihrem Pubertätgezicke und ihrer Provoziererei gerade echt Nerven. #schwitz

Aber vieles kann man für sich selbst entschärfen, indem man den Kindern klar signalisiert und durchsetzt, was man will, und indem man manche Dinge, die sie tun, aus der Perspektive sieht, dass man eben keinen reifen Menschen, sondern ein Kind vor sich hat.

Kinder lernen, indem sie ausprobieren, was geht und was nicht und wie weit sie gehen können. Das ist ganz normal, und das machen auch Tierkinder.
Das bezieht sich auf Dinge, wie, was passiert, wenn ich eine geschüttelte Limo-Flasche öffne, aber eben auch auf soziale Interaktion. Was passiert denn, wenn ich Mamas Ansagen ignoriere?

Auch, wenn das gerade gerne anders propagiert wird, sind Kinder nun einmal keine zu kurz geratenen Erwachsenen, sondern müssen sich erst zu einem reifen Menschen entwickeln und entsprechend muss man sie als Eltern behandeln bzw. unterstützen. Wie viel Entwicklung da fehlt, sieht man allein schon an dem jahrelangen Komplettumbau des Gehirns in der Pubertät.

LG

Heike

Ich weiß, dass Du Recht hast.
Ich habe in der Situation einfach falsch reagiert. Ich konnte einfach nicht klar und logisch denken, sondern hatte mich einfach nur geärgert und war dünnhäutig.
Ich "musste" den Raum verlassen, weil ich plötzlich wütend wurde, aber keine Szene wollte. Und ich wusste in dem Moment nicht wie ich reagieren soll. Bzw. mein Kopf war ausgeschalten und die Emotionen an.

Jeder hat wahrscheinlich seinen Trigger--bei mir sind es die Hausaufgaben. Ich werde zum Stier, wenn ich 3 mal was erkläre, was total einfach ist und gucke in leere Augen #schwitz Da muss ich echt raus gehen.
In deinem Fall würde ich mich fragen, warum dich diese Abholsituation so gestresst hat. Zeitmangel, hattes du noch was vor, wollten die Erz. nach Hause...etc.

Interessanter Ansatz:

bei mir in der Kindergartenabholsituation war es oft der Temperaturunterschied.
Drinnen warm, draußen kalt.

Oft hat es mir schon gereicht, die Jacke aufzumachen.

Jacke ausziehen: wir haben noch etwas Zeit.
Jacke bleibt an, ich mache sie nur auf: Erleichterung für mich selbst.
Oft sind es bei mir Kleinigkeiten, die viel bewirken. :-)

Das mit den Triggern stimmt. Und mir ist noch was aufgefallen: oft regt man sich genau über die Dinge auf, in denen man selbst nicht gut ist.

Mich nervt dieses "Ich muss noch kurz" bei meiner Tochter total. Dabei passiert es mir selbst oft, dass ich mich verzettel, weil ich immer schnell noch was erledigen will, bevor ich los muss.

Mein Mann regt sich ständig darüber auf, dass sie Gespräche unterbrechen würde, wenn sie was will und nicht mal warten kann. Dabei ist er der König der Ungeduld. Ich weiß nicht wie oft er schon rein geplatzt ist und unbedingt JETZT was wissen, klären oder erzählen wollte, obwohl ich anderweitig beschäftigt war.

Vor dem Hintergrund sollte man sich ab und zu auch mal klar machen, wie viel Nachsicht unsere Kinder manchmal mit uns haben.

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Wenn ich an dem Punkt bin, fahren wir in den Urlaub.