Einmischung in Erziehung/Leben von anderen Leuten

Hallo
Seit mein Ehemann und ich ein Kind haben fällt mir immer mehr auf das sich Leute meinen immer einmischen zu müssen.

Ich rede jetzt nicht von Tipps wie - ... das könntest du ja so und so machen.
Sondern das sie einem ihre Meinung aufzwängen wollen was richtig und was falsch ist.

Ich finde jeder kann seine Meinung haben aber man muss eben auch akzeptieren wenn andere eine andere haben. Leider akzeptiert nie jemand wenn ich eben was anders sehe oder finde und will mir die Meinung aufzwängen.

Mein Mann & ich sind uns in der Erziehung 100% einig, ebenso was unsere lebensentscheidungen betrifft. Trotzdem will man uns immer rein reden.

Mich nervt das mittlerweile so dermaßen, bei der Erziehung auch von Leuten die nicht mal Kinder haben.
Ich finde keine Erziehung ist besser oder schlechter. Jede ist eben anders und man macht bestimmt auch mal Fehler aber da muss man halt selber durch um das herauszufinden.
Es geht um Dinge zb wann ich meinem Baby den Saft gebe oder was ich machen soll weil mein Kind irgendwann bestimmt fremdeln wird weil es nicht vor einem bestimmten Alter bei anderen bleiben muss alleine.
Oder bei uns wie wir unser Haus renovieren sollten am besten.

Sorry musste mal raus.

Kennt ihr das auch ?
Innerlich nervt mich das so. Was macht ihr in so Situationen?
Vllt irgendwelche schlagfertigen Antworten?

Hi,
überdenke mal die „nies“ und „immers“ und die Welt sieht schon wieder ganz anders aus.😉
Ich kann mich nicht erinnern, dass man uns ernsthaft reinreden wollte, wenn doch, dann war das die absolute Ausnahme. Vielleicht lag‘s am Umfeld, an unsrer Ausstrahlung, vielleicht gaben wir keinen Anlass zum Einmischen, oder woran auch immer🤷‍♀️ Ich tippe auf‘s Umfeld.

vlg tina

Antworten gefällig?
"Kann man manchen, muss man aber nicht." oder - frecher:
"kann man machen, ist aber Scheiße" #cool
"eigentlich wurde ich gut erzogen, aber ich bin gerade dabei, das zu vergessen. Kannst du mal einfach die Klappe halten?"
"keine Sorge, wenn mein Plan A scheitert, gibts noch 25 Buchstaben im Alphabet"
"hast du Schnaps dabei? Deine Ratschläge erträgt man nur besoffen"

Bei Zukunftsratschlägen, was doch nicht alles eintreffen kann/wird.
"wow da war deine Glaskugel aber wieder fleißig"

Bei Erziehungsratschlägen Kinderloser:
"wow, für das Buch, wo das her ist, hast du bestimmt viel Geld ausgegeben"

Ist nur ein kleiner Fundus - spontan bin ich besser #freu Auf alle Fälle muss bei bestimmten Leuten (nicht bei allen!) die Antwort so frech sein, dass sie die Lust verlieren, weiter zu raten.
Harmlose Antworten kriegst Du bestimmt von anderen, ich bin selten harmlos ;-)
Ich bin lange bereit, Leuten was anständig zu erklären, aber wenn einer absolut nicht begreift, na dann..... und glaub mir, ich komm nun schon wieder in das Alter, wo andere meinen, sie müssen mir sagen, was ich tun oder lassen soll :-[
Mund halten und alles runterschlucken mach ich nicht mehr - hab ich bei manchen Leuten auch viel zu lange gemacht.
LG Moni

Die sind gut danke 😉

Die perfekten Antworten 😂👍

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Ich lese sowas bei Urbia regelmäßig, kenne es aus eigener Erfahrung aber so nicht.

Ich weiß aber auch nicht, ob das am Umfeld liegt oder daran, wie und ob man seine eigenen Entscheidung kommuniziert.

Viele Dinge, die die Kinder betreffen, bespreche ich gar nicht mit anderen Menschen und wenn ich was erzähle, dann so, dass mein Gegenüber gar nicht den Eindruck bekommen kann, dass es da jetzt was zu kommentieren gäbe.

Wie genau sieht es denn aus, wenn dir jemand seine Meinung aufzwängen will? Ich frag jetzt so doof, weil ich mir das wirklich nicht so richtig vorstellen kann.

Nein wir kommunizieren mit niemanden irgendwas.
Aber es passiert dann halt irgendwas oder wir erwähnen was und dann kommen ungefragte Einmischung.

Indem jemand mir immer wieder ähnliche Argumente bringt und meint das weil er diese Erfahrungen im bekannten Kreis hat das bei uns dann auch so ist bezüglich fremdeln. Und nicht versteht das für uns alles passt und uns die Meinung(die gar nicht gefragt war) eigentlich gar nicht interessiert aber trotzdem immer wieder ein Gegenargument gebracht wir und Man dann immer sagen muss das für einen selbst das aber kein Problem ist usw.

Verstehe.

Du hast ja schon ein paar "freche" Antworten bekommen. Wenn dir mal nicht so danach ist, hilft auch oft sowas wie "aha" oder "mmh". Kurze, einsilbige Antworten, die dem anderen das Gefühl geben, du hättest dich jetzt mit ihm beschäftigt, ihn aber auch nicht animieren weiter zu reden.

Oder wirklich ganz klar sagen: Bei uns passt alles, danke.

Also möglichst geschlossene Antworten, die keinen Anlass geben, noch weiter zu reden. Wenn du reagierst und anfängst zu erklären, wird es oft zur Rechtfertigung und die ist ja gar nicht nötig.

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Ja, das kenne ich auch.

Im Babyalter war ich als Mutter nur die Placenta des armen Babys.
Lästiger Anhang, dem man alles sagen musste.

Ab Kindergartenalter wurde es besser.
Kind wurde als eigene Person wahrgenommen und direkt mit Kind gesprochen.

Jetzt in der Pubertät ist es easy. Es interessiert sich NIEMAND mehr für Erziehung oder nicht.
Ergebnis scheint zu passen, also braucht man nicht kommentieren.
Und bevor jemand einen kuschelnden Stachelkaktus an der Backe hat, wird sich lieber dezent zurückgezogen #schein


Für mein Sexleben hat sich zum Glück niemand interessiert.
Für das Schlafzimmer ab Baby allerdings sehr, sehr viel. #schwitz
Inzwischen ist es wieder völlig untineressant.


Geholfen haben mir

- Geduld und Durchatmen (nicht nur, wenn Kind schrie, sondern auch wenn Erwachsene mitmachten)

- reflektieren: wer tut mir gut, wer meint es gut und wer will nur sticheln

Bei denen, deren Meinung sich wie ein Fähnchen im Wind drehte, ließ ich es nicht mehr an mich ran.
Bei denen, die mich und meine Situation ernst nahmen, hörte ich zu.

Bei denen, die aus einer anderen Zeit kamen, aber durchaus bereit waren zu zu hören: denen hörte ich auch zu. Hin und wieder waren dann doch ganz gute Ideen dabei.


Kinderlose fand ich entspannter als andere Babyeltern.
Ernsthaft.

Gewollt Kinderlose oder jene, die gerne noch warten wollten, fand ich am entspanntesten.
Dann Eltern von Pubertierenden und Großeltern anderer Kinder.
Dann Eltern von Erwachsenen.

Am anstrengendsten fand ich wirklich andere Babyeltern und jene, die in der Übungsphase steckten und kundtaten, welche Vorsätze sie alles hatten.

Auch heute noch sind mir kinderlose Freunde oft eine große Hilfe und geben mir die besten Tipps. Allerdings kennen sie mein Kind auch und lassen sich darauf ein.

Hallo.

Ich habe auch so eine Freundin. Deren Meinung ist schon immer die einzig Richtige. In manchen Themen tatsächlich penetrant nervig. Immer wieder bringt sie selbst die entsprechenden Themen ins Gespräch, um mir dann ihre Meinung aufzudrängen.

Ich habe darauf einfach nur noch gesagt, dass wir niemals auf einen Nenner kommen werden, dann einfach nicht mehr reagiert und anderes geredet. Es dauerte bestimmt Jahre, aber heute nervt sie mich mit den Themen nicht mehr, obwohl ihre Themen zeitlos sind.

LG und ein dickes Fell

Meine Kinder sind mittlerweile 10, 8 und 6. Und nein, ich kenne das nicht.

"Ich finde keine Erziehung ist besser oder schlechter."

Doch, da gibt es schon gewaltige Unterschiede, genauso wie bei allen Lebensentscheidungen gibt es für alles Für und Wider. Und wenn man ein Kind großziehen will sollte man dazu in der Lage sein Kritiken anzuhören, sich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen und sich weiter zu entwickeln.

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sehr sich bei Menschen herauskristalisiert ob sie kritik- und konfliktfähig sind wenn Kinder ins Spiel kommen.

Da gebe ich dir recht.

Ich habe es hier allerdings so verstanden, dass sie Lösungen für Probleme präsentiert bekommt, die sie gar nicht hat.

Also nach dem Motto "mein Kind schläft im Familienbett" und dein Gegenüber rasselt sofort Maßnahmen runter, wie du das Kind da raus bekommst- ungeachtet der Tatsache, dass dich das Kind im Bett überhaupt nicht stört.

Genauso sehe ich es auch. Ich weiß nicht, wieso manche so extrem gereizt bei den Kindern reagieren. Ich finde es völlig legitim, wie auch bei sonstigen Themen im Leben, dass man bespricht, was man dazu gelesen oder erlebt hat, hinterfragt wieso es anders gemacht wird etc. Das muss ja nicht immer böse gemeint sein, sondern dient zum Austausch und zum Lernen.

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Muss man denn immer schlagfertig antworten? Leute sagen dumme Sache ... egal zu welchem Thema. Ich nehme das nicht persönlich und lass mich davon nicht ärgern.
Wir müssen niemandem etwas beweisen oder clever kontern.

Sondern wir sind einfach die besten Mütter, die wir sein können und manchmal sind wir großartig und im nächsten Augenblick versagen wir auf voller Länge.

Manchmal muss man sich aber einfach auch Luft machen.
Was glaubst Du, was meine Tochter sich nicht alles anhören musste mit ihrer damals kleinen Frühchenmaus. Das ging in der Krabbelgruppe schon los, von den Müttern all dieser ja schon "riiesigen Kinder", die ja schon "alles" konnten und nicht mit Hüftschiene herumpurzelten. Eine Frage - jederzeit, aber dummes Geschwätz (ob die jemals läuft.....?) usw. braucht niemand. Und es ging weiter, als ihre Tochter größer war, mit reichlich Erziehungsratschlägen der kinderlosen Schwägerin, die durchweg grundlos waren, da die Kleine problemloser heranwuchs als die meisten anderen Kinder der Familie. Der Satz begann dann immer "weißt du, wenn sie mal...dies oder jenes macht.....dann musst du....."#cool
Tja, Leonie wurde von keinem Kindergarten rausgeschmissen, deren eigener Sohn etliche Jahre später schon....so kann's gehen ;-) Karma.....
LG Moni

Vielleicht solltest du auch mal deine „Art“ überdenken. Könnte es sein, dass du gar keine andere Meinungen oder Ratschläge akzeptierst und dann irgendwie stur rüberkommst? Du schreibst du und dein Mann seid euch zu 100% einig was Erziehung angeht. Finde ich zwar toll, aber irgendwie auch seltsam. Euer Baby ist ja noch klein und da wird es noch viele Themen geben. Damit will ich nur sagen, dass du vielleicht zu festgelegt bist und nichts von anderen hören willst. Es kann nicht schaden den Horizont zu erweitern. Ich sehre das jedenfalls so.

Denn was du beschreibst empfinde ich nicht als einmischen, sondern sich halt über Thema Kind auszutauschen und seine Meinung und Erfahrungen einzubringen. Klar es gibt penetrante Menschen, aber was solls? Aufzwingen können sie dir ja nichts.
Da muss man auch nicht unbedingt frech antworten, sondern kann auch mal nur nicken.

Was das durchschlafen und schreienlassen betrifft: eine meiner Freundin hat mir das auch immer erzählt, wie sie das macht und und und.... mir war das ziemlich egal. Habe einfach zugehört.

Hallo,

solche Leute gibt es immer.

Wenn es ganz fremde Leute waren, und ich schlecht gelaunt war, habe ich teilweise sehr unfreundlich gesagt, dass sie sich um ihren eigenen Kram kümmern sollen.

Bei Bekannten, Freunden oder Verwandten habe ich gesagt, dass sie das machen können, wie sie wollen oder dass es ihre Entscheidung war, wie sie es gemacht haben, wir machen es eben anders.

Am nervigsten finde ich immer meine Schwiegermutter.
Bei den eigenen Kindern streng hoch drei, und wenn die nicht pariert haben, gab es Prügel. Bei unseren Kindern ist dagegen jede Grenze und jedes strenge Wort von uns zu viel. #aerger
Andererseits hat sie sich aber mehrfach über einen Jungen aus dem Verwandtenkreis beschwert, dass der faul und nicht hilfsbereit sei.
Tja, der wurde so erzogen, wie sie es von uns verlangt. #klatsch

Ich finde es kommt drauf an, wer was sagt.
Sind es Leute, die ich nur ab und zu sehe, z. B. jemanden aus dem Dorf den man flüchtig kennt und den man ab und an beim Einkaufen oder Spaziergang trifft, nicke ich, denke mir meinen Teil, gehe und mache weiter wie ich es für richtig halte.

Bei Leuten mit denen man regelmäßig zu tun hat, z. B. Freunde oder Familie, sage ich direkt am Anfang meine Meinung und dass ich auf solche Tipps verzichte. Nach einer klaren Ansage, gab es bisher keine weiteren Einmischungen.

Ich denke, man muss nicht alles argumentieren und kann Dinge auch mal als selbst so beschlossen hinstellen. Was zur Not immer hilft, ist den Spiegel vorhalten bzw das Verhalten direkt ansprechen. Meine Mutter hat am Anfang mal gepfiffen um den Kleinen aufmerksam zu machen. Hab ihr dann ganz bestimmt gesagt, dass das kein Hund ist und sie nicht nach ihm pfeifen soll. Und ob es ihr gefallen würde, wenn man nach ihr pfeift wenn man was von ihr will. Sie hat nie wieder gepfiffen.
Oder am Anfang hat mein Vater ihm ein paar Mal ins Gesicht gefasst. Das war mir dann zu doof und ich hab es bei ihm gemacht. Er war ganz erschrocken und ich hab ihm gesagt, nur weil ein Kind klein ist und sich nicht wehren kann, heißt das nicht, dass man alles mit ihm machen kann und dass ihm alles gefällt. Man muss mal überlegen was man da tut und wie man es finden würde wenn jemand fremdes das mit einem selbst macht.

Mittlerweile muss ich sagen, läuft es wirklich gut. Die Leute wissen wie wir ticken und was wir möchten und vor allem was wir nicht möchten. Damit sie das überhaupt wissen können, mussten wir halt klar kommunizieren.
Ich fresse nichts in mich hinein sondern sage direkt in der Situation etwas wenn es mir wichtig ist oder sehe einfach darüber hinweg wenn es unwichtig ist.

Hm, ich kenne das so überhaupt nicht (außer von meiner Mutter, aber zu der habe ich seit 7 Jahren keinen Kontakt mehr). Aber ich wurde weder im Kindergarten, noch in der Schule von anderen Mütter/Nichtmüttern/Mitmenschen belehrt, wie ich meine Kinder zu erziehen habe. Keine Ahnung, wie ich dann reagieren würde...schlagfertig bin ich eh nicht, also würde ich einfach meine Meinung sagen.

Oder du nimmst es einfach als nett gemeint hin? Wenn ich es richtig lese, ist dein Baby 6 Monate und du gibst ihm Saft? Und wunderst dich über einen Kommentar? 🤔

"wann ich meinem Baby denn Saft gebe" hätte ich eher in Richtung, sie solle doch endlich damit anfangen, verstanden #kratz.
Aber ja, es ist nicht eindeutig, wie es gemeint ist.

Kenn ich. Wobei eine ehemalige Freundin sich damit ins aus geschossen hat neben anderen Dingen und meine Schwiegermutter merkt oft auch nicht das sie Grenzen überschreitet und oft erst wenn man eskaliert. Was ich irre anstrengende empfinde wenn man 100x sachlich diskutieren muss und trotzdem das Thema wieder und wieder kommt. Ich meine meine Schwiegermutter hat das Thema stillen erst aufgehört anzuschneiden als ich in der Schwangerschaft so provoziert wurde das ich vor Wut ein Teller gegen die Wand geworfen hab weil es mir leid war. Davor hatten wir über 2 Jahren jede verdammte Woche die Diskussion das mein Kind ihrer Meinung besser via pre versorgt würde. Und in der Schwangerschaft war dann das "aber das 2. Wirst nicht wieder stillen oder" ein mal zu viel. Ich meine, es ist legitim einzuschreiten falls ich mein Kind schlagen würde oder fertig mache. Was ich nicht tue. Aber wegen sowas?! Ich geh doch auch nicht zu irgendjemandem und sag "oh du gibst die Flasche, du willst als nicht das beste für dein Kind?" Natürlich ist Muttermilch das gesündeste und da kommt pre nicht ran. Aber ne gute Mutter wird nicht darüber definiert wie sie entbindet, ob sie stillt oder falsche gibt. Ob sie Familienbett praktizieren. Ab wann sie Zucker zulassen oder medien und ob sie autoritär, antiautoritär oder bedürfnisorientiert erziehen etc. Und das geilste ist, die jenigen die an stärker den Zeigefinger erheben, sind meist nicht in der Position sich weit ausm Fenster lehnen zu können. Und ja es ist nervig. Tipps und normalen Austausch ist ok und auch eine Meinung zu haben oder angeregt zu diskutieren warum ich was wie auch immer mache. Zu weit geht man aber wenn man das nicht akzeptieren kann und wie du sagst, einen den eigenen Stempel aufzwingt.