Spielpistolen , Spielmesser ,feiel &Bögen

Mich würde interessieren wie ihr das seht . Ich bin damit gross geworden und wir durften Cowboy und Krieger spielen aber ich hab das Gefühl das die Eltern von heute immer mehr dagegen sind . Kinder wissen ja noch nicht was Krieg ist , sie wollen halt die bösen bekämpfen so wie in den Kinderserien auch . Wie seht ihr das ?

Dürfen eure Kinder mit Spielwaffen spielen ?

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Ich habe als junges Mädchen einige Zeit im Krankenhaus verbracht.
Mit mir im Zimmer lag eine junge Frau aus dem Kosovo, mit Narben im Gesicht und fehlenden Fingern an einer Hand.
Verursacht von einer Granate, sie hat ihren Verlobten und Familienmitglieder bei dem Angriff verloren.
Sie hat viel erzählt von ihrer Flucht und dem Krieg,schlimme Dinge!

Um deine Frage zu beantworten, bei uns gibt es keine Waffen und es wird auch kein Krieg gespielt, auf niemanden geschossen.

Ich hoffe meine Kinder müssen nie erleben was Krieg ist!

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Was früher ‚normal’ war ist es heute oft nicht mehr, sei es Baby schreien lassen, Gurtpflicht oder, rauchen im Flugzeug. Durch Erfahrungen, neues Wissen ändert sich die Gesellschaft. In meiner Kindheit wollten 90% der Jungs in der Grundschule an Karneval Cowboys sein - denn dann bekamen sie eine Spielzeugpistole. Nach den Vorfällen wie Winnenden usw. ist sowas heute doch undenkbar. Mit dem Kindergartenvertrag haben wir unterschrieben das jegliche Art von Spielzeugwaffen (inkl. Schwerter) nicht auf das Kindergartengelände darft. Ich finde das in Ordnung und aus dem Grund unterstützte ich das zu Hause und in der Freizeit auch nicht (Ausnahme die Wasserpistolen die wie Luftpumpen aussehen, so nennt sie unser sohn auch: Wasserpumpe)

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http://www.ac-feuchtwangen.de/Docs/Schul-Szenarios.pdf

Lies dir das durch, dann hast du eine Antwort ;-)

Im Grunde bin ich kein Freund von diesen überspitzten "Früher war alles besser" - Artikeln, aber diesen finde ich schon lesenswert, wenn man ihn augenzwinkernd liest.

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Ich denke es kommt darauf an, in welchem Zusammenhang die Kinder die Waffen sehen.

Meine Tochter ist noch sehr jung (22 Monate), ich mache mir da aber auch Gedanken.
Sie hat aber Bücher, in denen es um Ritter geht. Da finde ich es legitim, wenn sie dann irgendwann ein Lanzen-/Schwertturnier veranstaltet🤷‍♀️
Genauso hat ja auch die Polizei Pistolen, um mal Verbrecher zu fangen.

Tendenziell würde ich wohl eher zum Schwert greifen als zur Pistole. So ein Schwertkampf macht ja auch mehr Spaß😬

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Ich kann leider nicht wirklich abstimmen, weil mir keine Antwortmöglichkeit für uns passend erscheint.
Also, so läuft es bei uns:

-Pfeil und Bogen: haben sie (Pfeile mit Saugnäpfen), aber es wird nur auf definierte Ziele geschossen - auf gar keinen Fall auf irgendetwas lebendes. Sonst sind die weg.

-Spielmesser: hier weiß ich nicht ganz, was Du meinst... Meine Jungs haben Kinder-Schnitzmesser, die unter Aufsicht benutzt werden und ein Plastik-Taschenmesser für "Entdecker-Rollenspiele". Das wird aber als "Werkzeug " bespielt, nicht als Waffe...🤔
Was vielleicht in deine Richtung geht:
Sie haben von einem Rittermarkt Holzschwerte, mit denen wird gelegentlich duelliert, aber auch mit Regeln (es wird nur auf Schwert bzw Schild geschlagen, niemandem wehgetan).

Waffen:
Ja, das ist so ein Thema.... Sie spielen sehr gern Polizei- und die haben eben Pistolen. Also haben sie auch welche, aber keine, die "schießen". Wieder mit der Regel: Nicht auf Menschen /Lebewesen zielen, die das nicht möchten. Ich werd echt sauer, sollte ich sehen, dass auf unsere Katzen oder auf unbeteiligte Menschen "geschossen " wird. Das ist nur im einvernehmlichen Spiel ok.

Was wir wieder abgeschafft haben, sind diese Nerf-Teile. Leider hatten alle Jungs der Nachbarschaft welche und meine Jungs haben sich (nicht von uns) welche schenken lassen... Leider ist das regelmäßig so ausgeartet, dass irgendwann einer heulend, weil abgeschossen (und das tut weh!) Heimat. Also kamen die Teile wieder weg.

Also zusammengefasst: "Waffen" in gewissem Rahmen und mit Regeln: ja. Wenn Grenzen überschritten werden: nein.

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Ach ja- als Ergänzung: "Kriegs"spielzeug kommt mir auf gar keinen Fall ins Haus. Alles was in Richtung automatische Waffen, Spielzeugpanzer etc geht, hat nichts, aber auch wirklich nichts in einem Kinderzimmer zu suchen.

Bei meinem Großen kam mal (aus dem Kiga) das Thema "Panzer sind cool" auf- mit dem Wunsch, auch einen zu haben. Er hat sich dann aus Lego einen gebaut.

Ich hab mir dann im www ein paar kindgerechte Berichte zum Thema Krieg gesucht und Fotos von zerschossenen Wohnhäusern und hab ihm damit vorsichtig, aber direkt erklärt, warum es Panzer gibt und was die machen.
Parallel haben wir das (sehr sehr berührende, aber wunderbare) Buch "die Flucht" gelesen.

Seitdem sind Panzer und andere Kriegsdinge absolut indiskutabel für ihn.

Er liebt auch z.b. U-Boote, wird aber richtig wütend, wenn dann jemand (nettgemeint) meint, ihm mit irgendetwas mit "Kampf-U-Boot" eine Freude zu machen. Seit er es sich erlesen hat, differenziert er (7) auch sehr bewusst in seinem Sprachgebrauch: er findet Tauchboote (zivil, v.a. zu Forschungszwecken) toll und faszinierend; U-Boote hingegen schrecklich.

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Mein Sohn(3) spielt gerne das er ein Held ist mit Pistole oder Schwert und ich bin dann mit meinem Teleskopstaubwedel der Bösewicht mit Lanze der besiegt werden muss und ins Gefängnis gebracht werden (unsere Küche). Daran hat sogar seine Schwester (1) Spaß.

In dem Alter ist es ein Rollenspiel und gehört zur Fantasie dazu.

Munition zu den Pistolen habe ich einkassiert, damit nichts zu bruch geht oder jemand verletzt wird.

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Unser Sohn hat Pfeil und Bogen.
Wir haben ihm aber erklärt, dass man damit nicht auf Menschen oder Tiere schießen darf, nicht mal so tun als ob und warum. Das gilt natürlich für Spielzeugwaffen aller Art.
Bei Wasserpistolen ist das was anders, aber da geht es ja auch nicht darum, jemanden im Spiel zu erschießen, sondern jemanden mit Wasser zu bespritzen.

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Wir steuern das dahingehend dass mein Kindergartenkind solche Spielzeuge nicht von privat kennt und nicht hat.

Hoch im Kurs sind Erfinder, Roboter, Weltall und Bagger / Baustelle. Gewinner beim Rennen oder Spielen wie LottiKarotti oder „Tempo, kleine Schnecke“

Noch nicht mal Ritter haben wir im Angebot.

Und es wird vor allem auch nicht nach solchen Dingen von selbst gefragt, was mich zu der Auffassung bringt, dass es die Eltern oder andere Erwachsene sind, die Kindern Kriegs- oder Kampfspielzeug einimpfen.

Ein Schlüsselerlebnis war es, als ein 2,5 jähriger Junge (Eltern aus Ex-Jugoslawien) mit einer 60cm Plastik-Kalaschnikow zur 0-3 Kinderkrippe gebracht wurde! 🙄😱😡

Oder im Kindergarten die in der katholischen Kirche sehr aktive Mutter eines Jungen, ihrem Sohn handschriftlich einen neuen Tischspruch notiert hat und zum vorsprechen in der Kindergartengruppe mitgegeben hatte.
Ein Reim beinhaltete das Wort „erschießen“ und „Räuber“.
Die Erzieherin hat geistesgegenwärtig abgelehnt, dies allen Kindern als Tischgebet beizubringen.
Natürlich Unverständnis bei der Mutter... 😉

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Mein Sohn wollte ein Bandit oder Pirat wie in einer Geschichte und hat von sich nach einem Säbel gefragt. Er hat von uns auch ein Fernrohr bekommen und kann somit ein Entdecker sein.

Kinder sehen in Filmen, Büchern oder auch unterwegs genug Waffen, das kommt nicht ausschließlich von Erwachsenen...

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Zu welchen Filmen und Büchern ein Kind Zugang hat entscheiden immer noch die Eltern und "unterwegs" sieht man hier in Mitteleuropa weder Pistolen noch Säbel die offen getragen werden.

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Sie spielen damit und ich finde es nicht gut🙈🤣
Mein 4-Jähriger spielt total gern Indianer, Ritter oder Piraten und da macht die 2-jährige natürlich mit. Und ja, die hatten alle irgendwelche Waffen. Mein Sohn hat lediglich Pfeil und Bogen aus Plastik, einen Plastiksäbel und ein Holzschwert - darf alles nur draußen bespielt werden. Aber die Kinder benutzen ALLES als Waffe - Stifte, Kochlöffel, Stöcke,... sie finden immer was.

Ich finde es wichtig, mit ihnen darüber kindgerecht zu sprechen. Warum hatten die Ritter/Indianer/Piraten Waffen? Was sind Kriege? Warum kämpfen Menschen gegeneinander?

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Hallo!

"sie wollen halt die bösen bekämpfen so wie in den Kinderserien auch ."

Dazu müssen sie ja erst mal Serien gucken, in denen Böse mit Waffen bekämpft werden. Wer entscheidet, welche Serien ein Kind sehen darf? Die Eltern. Kinder wollen nicht per se mit Spielzeugpistolen auf andere zielen. Sie ahmen das nur nach, wenn sie damit in Kontakt kommen und das passiert nicht zwangsläufig, darauf können Eltern Einfluss nehmen.

Ich bin ein Gegner von Spielzeugwaffen und habe meinen Kindern einfach nie welche gekauft. Sie haben auch nie danach gefragt und auch nicht mit Stöckern auf andere geschossen. Wenn wir das bei anderen beobachtet habe, habe ich immer kindgerecht erklärt, warum ich mit solchen Spielen ein großes Problem habe. Sie sind dadurch damit aufgewachsen. Ich musste das nicht aktiv verbieten, ich habe es einfach nicht als Normalität behandelt.

Es gibt so viele tolle und schöne Dinge, die man spielen und fördern kann. Meine Kinder spielen in Rollenspielen ganz viele andere Dinge und sind sehr fantasievoll und kreativ. Wer unbedingt den Bösewicht bekämpfen will, kann ihn aber auch einfach einfangen, ganz ohne Waffen.

LG