Heilpädagogische Wohngruppe Auf zeit

Hallo Mamas und Papas,

Ich hoffe hier auf Hilfe weil ich gerade nicht weiter weiß.
Ich habe 2 wundervolle Kinder . Ein Mädchen von 9 und einen Jungen mit fast 11.
Leider sind beide sehr auffällig . Es wäre eine zulange Geschichte alles zu erklären . Da ich merke das heilpädagogische Maßnahmen nach der schule nicht mehr helfen. Ich habe ich mich schweren Herzens dazu
Entschlossen das beide in eine heilpädagogische 5
Tages wohngruppe kommen damit
Sie die Best mögliche Hilfe bekommen um alles auf und abarbeiten zu können.
Wir warten gerade auf
Freie Plätze.
Ich mache es aus Liebe zu meinen Kindern nicht um sie los zu werden... denn sie sind mein ein Und alles. Wir werden alle eine sehr schwere Zeit haben, und ich habe Angst !
Angst das wir 3 daran zerbrechen werden. Die Wohnung ist dann kalt und leer.. Genau wie es mein Herz sein wird .
Ja es ist nicht auf Dauer und trotzdem Macht es mich fertig weil ich nie
Weiß wie es meinen Kindern geht und sie nicht trösten kann wenn sie genauso leiden.
Die ersten 2 bis 3 Monate dürfen sie dann nicht am Wochenende zu mir damit wir uns alle "gewöhnen ".
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen und kann mit die Angst nehmen?

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Hey,

ich habe selber 8½ Jahre in der Jugendhilfe gearbeitet und davon 3½ in einer heilpadagogischen Wohngruppe.

Ich finde deinen Mut sehr bemerkenswert und wenn du schreibst, deine Kinder haben etwas aufzuarbeiten, ist dieser Weg der richtige für euch. Ich kenne eure Biografie nicht, aber diesen Schritt zu gehen bedeutet auch, dass es es ein Neuanfang für euch sein kann und sollte.

Was du tun kannst jetzt und in den ersten 2-3 Monaten, in der ihr euch nicht seht :

Sei um alles auf der Welt zuverlässig!!! In der Zeit, in der ihr euch nicht sehen könnt, sei unbedingt Ansprechpartner (für die Kinder, Erzieher, Lehrer) . Bestimmt dürft ihr ein paar mal Telefonieren in der Woche. Sprich offen über deine Gefühle und wie es dir damit geht. Höre ihnen immer gut zu (auch wenn es nur um augenscheinlich um belanglose Dinge geht). Sei Erziehungspartner und vertrau den Erziehern.
(bestimmt machst du davon schon vieles)

Es wird bestimmt nicht leicht für dich. Deswegen such dir ganz schnell auch einen Profi. Das Jugendamt hilft dir da bestimmt. Es wird ja regelmäßig Hilfeplangespräche geben - wenn die Kinder und das Amt merken, wie sehr du es willst, dass alles wieder in Ordnung kommt umso einfacher wird es für alle!

Viel Mut und Kraft

Audrey

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Danke für deine lieben Worte!
Es war meine Entscheidung diesen Weg zu gehen und ich werde alles tun damit WIR eine Zukunft haben. Ich werde Tag und Nacht da sein wenn sie mich brauchen und.die Betreuer oder Erzieher darum bitten mir zu helfen das das alles so wird wie es den Kindern gut tut.

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das ist normal, aber du solltest dir auch Hilfe suchen, denn deine Kinder sind wegen dir so, es hilft also nicht, wenn bei Ihnen alles gut ist, aber du nichts veränderst

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Das finde ich eine unmögliche Unterstellung. Weder kennst du die Umstände, noch steht es dir zu, derartig zu urteilen…

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Wenn es deine Meinung ist bitte. Nur kennst du die Hintergründe nicht.
Aber mach dir darum keine Sorgen auch ich werde in dieser Zeit zur Therapie gehen.

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Der schwierigste Schritt ist um Hilfe zu bitten. Den seid ihr schon gegangen. Glückwunsch zu diesem Erfolg.

Ja, es wird eine schwierige Zeit. Aber ihr habt die Chance euch neu zu sortieren. Gib deinen Kindern die Möglichkeit sich zu stabilisieren. Und nutze die Zeit auch dich zu stabilisieren.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und ignorier dämliche Sprüche einfach.

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Lieben dank.
Ich werde alles tun was uns hilft

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Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor einer Mutter, die Hilfe sucht und aus Liebe zu ihren Kindern einen solchen Schmerz in Kauf nimmt.

Deinen Kindern wird geholfen, es wird ihnen gut gehen. Und wenn Du die Zeit ebenfalls nutzt und Dich stabilisierst und Therapieangebote wahr nimmst, werdet Ihr 3 das hervorragend meistern!

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Es kann auch eine Chance sein.
Bei Freunden wurde es besser, als in betreutes Wohnen zogen. Ok, sie waren schon älter und sind freiwillig dort hin.
Der Abstand zu zu Hause hat allen gut getan. Entlastung, runterfahren, Dauerprobleme entschärft.

Bei euch ist es ja so, dass ihr euch an den Wochenenden sehen könnt.
Sprich mit den Leuten vor Ort. Lass dich beraten. Was ist hilfreich, was nicht? Haben sie Tipps für die gemeinsamen Wochenenden? Was solltest du nicht tun, was ist hilfreich?

Hast du selbst Begleitung in der Zeit? Elterngespräche bezüglich der Kinder?
Aber auch eigene therapeutische Begleitung oder Seelsorge?
Es geht ja nicht nur um den Zeit des Abstands, sondern auch um dich selbst wieder zu finden?
Was hat die schwere Zeit mit dir selbst gemacht? Sind Ängste entstanden? Wie fühlst du dich dabei? Was kannst du dir selbst gutes tun? Kannst du die Zeit für dich nutzen, um wieder stark zu werden. Also innen drin für dich selbst. Wenn du für dich selbst da bist, kannst du es umso besser für die Kinder.
Bei schweren Zeiten brauchen auch Angehörige Unterstützung, das wird oft übersehen. Oder wollen viele nicht wahrhaben, weil sie sich auf die offensichtlich Hilfe brauchenden fokussieren.
Kannst du ein Hobby entwickeln, dass du im Anschluss auch mit den Kindern weiterhin machen kannst. Etwas für dich. So, dass du Oasen entwickeln kannst, die dir Hoffnung, Mut und Stärke geben?
Kannst du mit jemandem über diese Zeit sprechen? Was hilft dir? Was tut dir gut?

Es ist super, dass du deinen Kindern Hilfe organisiert hast. Richtig super.
Vergiss dich dabei nicht.
Auch wenn es schwer fällt, nutze die Zeit auch für dich selbst, das hilft auch deinen Kindern.

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Danke für den lieben Zuspruch.
Meine Kinder insbesondere der grosse sagt ja auch schon das we mir nicht böse ist das ich diesen weg gehen will. Und er hofft das sie im " die Kakerlaken im Kopf " so nennt er selber seine stimmungsschwankungen weg machen können. Ich möchte komplett einbezogen werden und hoffe das die Pädagogen vor Ort mal zu mir kommen um mir zu sagen bzw zu zeigen wie wir alle das beste aus der situation machen können. Ohne Hilfe schaffe ich es nicht mit der Trennung zurecht zu kommen. Deswegen bin ich aktuell schon auf der Suche nach Anlaufstellen falls es akkut wird. Wir werden das beste daraus machen und danach gemeinsam in eine neue Zukunft schauen.

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Hey,
ich war noch nie in deiner Situation, bekomme aber im Arbeitsalltag im Frauengefängnis viele Geschichten mit. Viele Schicksale, schwierige Biografien.

Es ist so unfassbar mutig und toll, dass du diesen Schritt gehst! Und ohne die Vorgeschichte zu kennen, so möchte ich dir sagen, dass du eine tolle Mutter bist. Mit Sicherheit. Es gibt einfach Dinge im Leben, die eine Familie aus der Bahn werfen kann oder eben Auffälligkeiten von Kindern, für die du auch nicht allein verantwortlich gemacht werden kannst.

Toll, dass du aktiv Unterstützung gesucht hast und sie annimmst. Auch wenn es schwer wird, mache dir immer wieder bewusst wofür du es tust.
Sieh es als Chance für einen Neustart! Ich wünsche dir ganz viel Glück, Kraft, aber auch Erfolg! 🍀

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Ich würde hierzu auch gern nochmal etwas sagen.

Meine Eltern haben sich, als ich 14 Jahre alt war, selbst zu einem ähnlichen Schritt entschieden.
Die anfängliche Zeit ohne sie war an sich gar nicht so schlimm, man hatte ja erstmal so viele neue Eindrücke zu verarbeiten. Schwierig war für mich das erste Wiedersehen bzw die Zeit danach, als man dann wieder allein war (ich war auch am Wochenende dort).

Das verging jedoch nach einer Weile und rückblickend, nach fast 3 Jahren "Aufenthalt" dort, muss ich sagen dass ich meinen Eltern sehr dankbar dafür bin.
Ich habe so viel für mich mitgenommen und gelernt, dieser Ort hat mir persönlich in meiner Entwicklung einiges gebracht.

Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, ihr könnt irgendwann Ähnliches von euch sagen.