Monster Bzw. Einschlafstörung

Hallo alle zusammen.

Ich habe eine 6 jährige Tochter, die seit ca. einem halben Jahr nicht mehr allein einschlafen möchte. Der Grund sind Monster bzw. Sirenen artige Monster die sie bei der Oma auf dem Tablet gesehen hat. Die Rituale sind dennoch abends geblieben. Wurden auch schon zwischendrin geändert, doch das zeigte leider keine Besserung. Manchmal braucht sie eine Stunde um einzuschlafen. Tagesform abhängig. Mein Partner und ich haben so gut wie keine Zweisamkeit. Den ist sie eingeschlafen, müssen wir im Prinzip auch schon fast ins Bett. Es gibt da noch die ein oder andere Baustelle bei ihr aber das ist, was uns täglich verzweifeln lässt.

Ich freue mich auf Tipps und Hilfe.

Viele Grüße

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Hallo,

wenn es um "Fabelwesen" geht hilft evtl auch ein magisches Gegenmittel?
Ich habe schon manchmal gelesen, dass Eltern eine Sprühflasche mit Wasser befüllen und "Monsterspray" drauf schreiben. Damit vertreibt man dann vor dem Schlafengehen die Monster unter dem Bett...

Wir selbst haben damit keine Erfahrung, bei uns waren die Ängste immer konkreter und "echter" - aber ein Versuch kann ja nicht schaden?

Als Alternative einfach viel sprechen, Strategien für das Kind suchen. Wie kann man sich vor dem Einschlafen schöne Gedanken machen? Woran könnte man denken?
Unsere Tochter hat noch mit 7 eine Spieluhr. Vielleicht etwas leise Musik, ein Hörspiel oder sonst etwas, was die Gedanken leitet, damit sie nicht zu sehr Achterbahn fahren?

Viel Erfolg!

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Ich gestehe, ich reagiere immer etwas empfindlich, wenn ich von der mangelnden Zweisamkeit Erwachsener höre, die im Endeffekt ganze Nächte nebeneinander verbringen.

Das Mädel ist 6 Jahre alt, ist entweder gerade eingeschult worden oder geht in großen Schritten darauf zu und somit steht/stand eine extrem Veränderung in ihrem Leben an. Ich verwette meinen dekadenten Wohlstandshintern darauf, das es gar nicht um die Monster geht, sondern das Kind einfach aktuell etwas mehr Nähe braucht und ihr daraus einen Kampf gemacht habt.
Ein weiterer Punkt ist, wenn sie immer so lange zum Einschlafen braucht, dann liegt es vielleicht auch daran, das sie schlichtweg noch nicht müde ist. Der Schlafbedarf ändert sich nun mal.
Also, schaut doch einfach mal hinter die Fassade des Kindes, für "Monsterabwehrspray" ist sie schlichtweg zu alt und wenn es gar nicht wirklich um die Monster geht, dann auch halt sinnlos.
Du ahst es nicht erwähnt, wie sieht es denn aus, wenn sich jemand zu ihr legt, bis sie einegschlafen ist?

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Hallo,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Das hier ist mein erster Beitrag gewesen und ich wollte niemanden mit einer "langen Story" aufhalten. Jedoch merke ich gerade, dass ich ein wenig mehr hätte schreiben sollen um die Situation den Lesern näher zu bringen.

Ich begleite sie seit ihrer Geburt in den Schlaf. Auch jetzt legen wir uns zu ihr, bis sie einschläft. Lesen vor oder hören ein Hörspiel. Das mit dem Schulanfang ( ja sie wurde eingeschult) kam mir auch schon in den Sinn.

Vor der Einschulung war es so, dass sie ihr Zimmer gar nicht mehr betreten hat. Und quasi wie ein Schatten neben mir her lief. Das hat sich gebessert und sie spielt auch mal allein im Zimmer.

Wir hatten von einer Erziehungshelferin den Tipp bekommen, unserem Kind "exklusiv zeit" einzurichten. Das klappt natürlich nicht täglich aber schon regelmäßig. Mit mir bastelt oder malt sie. Mit meinem Mann geht sie Drachen steigen oder durch die Waschstraße fahren etc.

Wie dem auch sei. Ich wollte mit der ausführlichen Erklärung nur aufzeigen, dass ich sie nicht "loswerden" will um meine ruhe zu haben. Aber ja die Zeit mit meinem Partner ist mir schon wichtig. Durch die Arbeit sehen wir uns an einigen Tagen wirklich nur schlafend im Bett nebeneinander und man hat ja auch das Bedürfnis sich auszutauschen.

Liebe Grüße

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Schön das du antwortest, jetzt kommt es ganz anders rüber, als in deinem Ausgangspost.

Ich kenne von meiner Tochter auch immer wieder extrem anhängliche Phasen und ich habe festgestellt, je mehr man versucht dagegen anzugehen, desto schlimmer wird es. Un dleider hatten auch Hörspiele am Abend wirklich eine negative Wirkung auf sie, auch vorlesen. Selbst das Lesen üben am Abend war zu viel. Das hat ihren Kopf richtig zum Rattern gebracht. Hier hat Ruhe geholfen, Kuscheln und dabei vom Tag erzählen, aber auch was am nächsten Tag ansteht. Dann das Gespräch einstellen und wirklich nur noch kuscheln.

Irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl, das es nicht wirklich die Monster sind. Man kann ja in dem Alter schon gut mit den Kindern reden, was sagt sie denn zum Einschlafen? Hat sie selber ne Idee, was man anders machen kann?

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Zumindest bei Sirenen gibt es ja sicher auch nette Beispiele für sie zum Ansehen. Arielle ist ja auch eine Meerjungfrau. Oder vertausch ich da die Fabelwesen gerade?

Zu fast allem Grusligen gibt es mittlerweile eine gute Version. So wie wir Menschen unterschiedlich sind sind die es auch.

Monster AG sehen lassen. Da sieht man die Hintergründe des Gruselns und wie es geändert wurde. Damit ist das ganze realer als Firmenunternehmen für die Wesen.

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Unsere Kinder haben bis zum Grundschulalter problemlos in ihren Betten geschlafen--pünktlich zur Einschulung klappte das nicht mehr und sie haben bei mir im Bett geschlafen bis sie 10/11 waren (mein >Mann und ich haben getrennte Schlafzimmer).
So gingen sie dann ohne viel Theater direkt in (mein) Bett und mein Mann und ich hatten unsere Ruhe ;-)

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Hallo,

Meine Tochter ist 8 und ich begleite sie noch in den Schlaf. Sie hört jeden Abend die selbe Traumreise, wir kuscheln kurz und dann kraule ich ihr den Rücken bis sie schläft. Das beruhigt sie. Es dauert auch meist nicht lange, es sei denn der Tag war sehr aufregend oder es steht etwas an.

Das mit den Monstern kenne ich von mir. Ich habe mir als Kind immer eingebildet an meinem Fussende im Bett sind Schlangen und Krokodile. Ich hatte jeden Abend totale Panik und konnte ewig nicht schlafen, das ging immer bis in die Nacht. Meine Mutter kam immer nur kurz rein und hat geschimpft. Kleines Licht hatte ich keins, es war stockdunkel. Einschlafen war immer sehr schlimm und ich hätte mir sehr gewünscht dass meine Mama wenigstens kurz bei mir bleibt.

Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich beschlossen dass Einschlafen für mein Kind etwas schönes ohne Angst sein soll. Und nebenbei genieße ich unsere Kuschelzeit sehr, in ein paar Jahren wird sie das nicht mehr mögen.


LG
Sunny

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Danke für deine Antwort.

Ja ich hatte auch keine schöne Schlafbegleitung bzw gar keine, als ich ein Kind war, deswegen war es mir auch wichtig, dass mein Kind immer bestmöglich in den Schlaf gleitet.

Ich begleite sie seit ihrer Geburt in den Schlaf. Sie kommt jede Nacht rüber ins Bett gekrabbelt und das ist schön und kann auch so bleiben.

Sie geht um 20 Uhr ins Bett . Wir stehen morgens um kurz vor 5 auf. Denke von der Zeit her passt es. Sie ist auch müde abends. Das merkt man. Wir lesen auch vor oder sie übt selbst noch lesen oder wir hören ein Hörspiel...Jedoch geh ich selbst auch um 9 Uhr ins Bett und ich brauche einfach noch den kurzen Austausch mit meinem Partner. Dadurch dass die Zubettgeh-Situation so viel Zeit in Anspruch nimmt, geht vieles bei uns verloren. Viel organisatorisches.. Aber ich schweife ab.

Ich möchte einen Weg finden, wie sie wieder selbst in den Schlaf findet und ich z.B. im Nebenzimmer Wäsche machen kann. Denn im Moment liege ich neben ihr, bis sie eingeschlafen ist,

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Wenn Du weißt dass sie immer eine Stunde zum einschlafen braucht dann lege sie mal um 7 hin und schau ob sie um 8 schläft. Vielleicht braucht sie die Zeit einfach.

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Hallo,

meine Kinder hatten das beide auch und ich bin da direkt: die Disneyfilme "Monster AG" und "Monster Uni" haben ihnen beiden da super geholfen.


Und es gibt auch tolle Bücher, z.B. das Buch von Anna Milbourne "Ich hab (fast) keine Angst im Dunkeln".

Das Buch ist toll gearbeitet, mit teilweise ausgestanzten Seiten, die mit hell und dunkel Kontrasten spielen.
Auf einer Seite ist es im Zimmer dunkel und der Junge sieht lauter Ungeheuer und auf der nächsten Seite wird aufgelöst und es stellt sich heraus, dass es nur harmlose Licht- und Schatten waren.